Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

REPLY

Mittwoch, 20. Juli 2016

Sehr aussagekräftiger Betreff!

Von: Maggie walberg <maggi20281 (at) gmail (punkt) com>
Antwort an: maggi2011281 (at) gmail (punkt) com

Das sind bestimmt laufende Nummern! „Maggie“ hat sicher schon zwei Millionen Mailadressen skriptgesteuert eingerichtet und wieder weggeworfen, als sie nicht mehr durch die Spamfilter kamen. :mrgreen:

Hope all is well.

Na ja, bis auf die Spamflut beim Öffnen der Mailsoftware.

I will like to discuss with you regarding some investment which i think we can both benefit from.

Aha, du kennst mich also nicht, sprichst mich mit dem Namen „Hoffe alles ist gut“ an, willst aber mit mir über Geschäfte quatschen. Und wie man das mit der Wortstellung im Englischen macht, hast du von Yoda gelernt.

We can open discussion ASAP if you are interested will [sic!] need your Phone Number. With this I can call and discuss with you in details about my investment plans and also
send you the actual business proposal via registered post to be more professional due to the fraudulent activities going on over the internet [sic! Die Spam-Realsatire des Jahres!].

Außerdem möchtest du lieber über Telefon weitermachen, so dass du mir ganz viele Lügen erzählen kannst, mich mit üblicher Verbrecher-Rhetorik in gewisse Engen treiben kannst, mich vom Rest deiner Bande mitbearbeiten lässt und ihr mir Millionenbeträge vor Augen malt, die bei mir landen, wenn ich nur ein paar kleine Vorleistungen über Western Union zu euch rüberbeame, damit ihr sie im Puff verprassen könnt. Weil Telefon ist besser. Und Telefon ist professioneller. Und dann wird sogar mit Einschreibebriefen fortgesetzt. Aber auch erst, nachdem klar ist, dass mir etwas mehr als das Porto rausgeleiert wird. So Sachen, die übers Internet laufen, sind ja fast immer Betrug. Finde ich schön, dass du Spammer das in deiner Spammail noch mal so richtig deutlich klarstellst. 😀

I look forward doing business with you.
Thank you.
Miss Maggie walberg

Danke für nichts!
Dein Nachtwächter

Sean Kent

Dienstag, 19. Juli 2016

So nannte sich der Entseelungsrest, der den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges hier auf Unser täglich Spam mit eigener Hand über die Zwischenablage ins Kommentarfeld beförderte, weil er glaubte, damit an der Spamfilterung vorbeizukommen:

Private Darlehen, keine Bonitätsprüfung [sic!], schnelle Genehmigung

Ohne Bonitätsprüfung [sic! Hattest du eben schon!], niedrigen Zinssatz, GENEHMIGT in 2-5 Tagen

Bewerben Sie sich für einen privaten persönlichen oder heute Business-Darlehen [sic! Ich will aber das Gestern-Darlehen] zu sehr niedrigen Zinssatz . Von persönlichen Business-Darlehen [sic!], haben wir die Lösung für Ihre finanziellen Bedürfnisse.
Wenn Ihre Bank auf Sie den Rücken drehen [sic!], geben Sie nicht auf, lassen Sie sich wieder auf die Strecke zu helfen [sic!]. Da die Ausgabe von Kredit- und Sicherheit [sic!] ist etwas, das die Kunden über zunehmend besorgt sind [sic!],

Wenn Sie interessiert sind, antworten diese E-Mail [sic! In einem Blogkommentar!] oder auf unserer Website heute für weitere Informationen besuchen [sic! Ohne Angabe der Website!].

Antragsteller Angaben zur Person.

Vollständiger Name:
Geschlecht:
Familienstand:
Adresse:
PLZ / Ort:
Land:
Geburtsdatum :
Email :
Erforderliche Menge: [sic!]
Dauer der Ausleihe: [sic! Klingt wie Bücherei.]
Gehalt / Jahreseinkommen :
Beruf :
Der Zweck des Darlehens:
Telefon:
Fax:

Ansprechpartner: Sean Kent.
E-mail: seankentco (strich) operative (at) hotmail (punkt) com

Motto: Finanzstabilität ist unsere Sorge für die Welt [sic!].

Er ist aber dennoch an der Spamfilterung gescheitert. Ich verrate dem Spammer hier auch gerne das Geheimnis, warum das so ist: Es hat inhaltliche Gründe. 😀

Aber selbst, wenn der Sondermüll durchgekommen wäre: Man muss schon eine außerordentliche Weichheit im Gehirne haben, wenn man glaubt, dass man von jemanden ein Darlehen bekommt, der erstens über Spamkommentare in Blogs (und vermutlich auch Webforen und Social Media) wirbt und der zweitens für seine „deutsche“ Reklame nicht einmal die paar Euro fuffzig für einen richtigen Dolmetscher übrig hat.

Es gibt übrigens zurzeit auffallend wenig Kommentarspam. Gestern gab es nur 68 Versuche, die allesamt automatisch erkannt wurden. Diese Spam war einer der Versuche… und als einzige Kommentarspam des gestrigen Tages zitierwürdig. Ansonsten handelt es sich um Spam-Gewalt-SEO mit massenhaft Links auf spamtypischen Keywords, bei denen alle Markennamen (von Mode bis Medikamente) einmal durchgegangen werden, um Betrugssites damit zu verlinken. Ich habe ja damals gehofft, dass es sich schneller zu den Auftraggebern solcher Spam herumspricht, dass Google derartige Links gar nicht mehr richtig zur Berechnung der Relevanz auswertet, und zwar selbst dann, wenn diese auf einem Blog wie Unser täglich Spam platziert werden, dessen Betreiber (ich) aus „ideologischen“ Gründen¹ auf die automatische „Entwertung“ der Links via rel="nofollow" verzichtet und stattdessen auf wirksame Spambekämpfung (einschließlich gelegentlicher Handarbeit) setzt.

Und jetzt eine dieser epischen Fußnoten, die niemand liest… 😉

¹Ich bin und war vom ersten Tag dieser Idee an strikt dagegen, dass es im Web Links erster und zweiter Klasse geben soll. Google hat sich von der Einführung des nofollow-Attributes in der Mitte der Nuller Jahre große Erfolge gegen die SEO-Spam versprochen, hat damals sogar kurz damit drohgebährdet, dass Websites, die diese Auszeichnung in Kommentaren und vergleichbaren Bereichen nicht benutzen, im Ranking so abgestraft werden, dass sie in Google-Suchergebnissen nahezu unsichtbar werden, so dass praktisch jede Website dieser Welt Links aus Nutzerinhalten mit nofollow ausgezeichnet hat und hat doch nichts damit erreicht – denn es gab nach der Durchsetzung dieses Bullshits, erzwungen von Googles Marktmacht und Quasimonopolistengewalt, genau so viele dumme Spamlinks wie vorher. Inzwischen sind gut zehn Jahre übers Internet gezogen, es gibt immer noch das sinnlose Attribut, und viele Links in Foren und Kommentaren werden damit immer noch automatisch für Suchmaschinen als „irrelevanter Müll, der nicht beachtet werden muss“ ausgezeichnet (zum Beispiel auch im Blogsystem WordPress), aber die spammige SEO-Linksetzung an allen möglichen Stellen funktioniert mittlerweile gar nicht mehr, weil Google sich inzwischen in seinen eigenen Algorithmen um die Spambekämpfung gekümmert hat. Das hätte Google mal vom ersten Tag an tun sollen! Es ist an der Zeit, dieses nofollow-Attribut wieder abzuschaffen. Ersatzlos. Denn ein Link ist ein Link. Und eine Spam ist eine Spam. Und jede verdammte Spam gehört bekämpft und gelöscht, und nicht für Google unsichtbar gemacht, indem man jeden Link in einem Kommentar als „für Suchmaschinen irrelevant und unbeachtlich“ auszeichnet und damit seine Kommentatoren verachtet. Zu Google sage ich nur: Google hat eine sehr gute Suchmaschine, aber es gibt auch andere Suchmaschinen, die einen Blick wert sind. Monopole waren noch nie gut. Außer für den Monopolisten.

BUSINESS VORSCHLAG FÜR SIE

Montag, 18. Juli 2016

Von: arnod hangover <arnord707 (at) hotmail (punkt) com>

Heißt der wirklich „Hangover“? :mrgreen:

Seinen Mailclient hat er offenbar auch ein bisschen verkatert eingerichtet, der „Arnod“, der in seiner für „Geschäftsvorschläge“ benutzten Mailadresse „Arnord“ heißt und ein bisschen weiter unten in seiner Spam „Arnold“. Wenn man genau eine Aufgabe hat, nämlich sich einen Namen auszudenken und diesen drei Mal zu schreiben, und wenn man an dieser Aufgabe schon intellektuell scheitert, dann sollte man vielleicht dringend mal darüber nachdenken, mit dem Scheißsuff aufzuhören – solange man noch denken kann. Vielleicht entsteht ohne Alkohol beim Spammen sogar etwas bessere Prosa als der folgende Text:

Hallo, mein guter Freund,

Mein Name ist Arnold Kater, die Rechnung und Devisenkontrolle [sic!] Bitte ich eine sehr vorteilhafte Geschäfts Vorschlag [sic!] habe, werde ich mit Ihnen besprechen möchten [sic!]. Es ist Privat und Dringend. Ich würde mich freuen, weitere Details zu diesem Unternehmen zu schaffen [sic!], wenn ich eine Bestätigung Antwort [sic!] von Ihnen erhalten. Kontaktieren Sie mich auf diese E-Mail (anorr55 (at) hotmail (punkt) com) für weitere Einzelheiten.

Vielen Dank.
Arnold Kater [sic!]

Die Frage, ob „Hangover“ eine Übelsetzung des ausgedachten Namens „Kater“ ist, oder ob schon vorher ein Übelsetzungsprogramm den Namen zu „Hangover“ übelsetzt hat, kann ich nicht beantworten. Sicher ist jedenfalls, dass es sich hier um einen Geschäftsvorschlagsmann handelt, der sich nicht daran stört, wenn bei der Übersetzung seiner Texte durch einen Computer sein Nachname gleich mitübersetzt wird. Vermutlich bemerkt er es nicht einmal. Oder er denkt nicht darüber nach. Oder es ist ihm völlig egal. Dafür vertippt sich der Spammer auch ständig bei seinem Vornamen – „anorr“ in der Mailadresse zum Beantworten fügt sich in eine Reihe mit „arnod“ und „arnord“. 😀

Wenn ein Spammer sich Mühe geben wollte, könnte er ja gleich arbeiten gehen.

Henry Clark

Donnerstag, 14. Juli 2016

So nannte sich der Entseelungsrest, der den folgenden „Kommentar“ hier auf Unser täglich Spam verfasste:

Haben Sie Dringend Darlehen benötigen? [sic!] Wir geben Darlehen an interessierte Einzelpersonen, die versuchen, Darlehen mit gutem Glauben [sic!] und mit dem Zinssatz von 3%. Sind Sie ernsthaft in der Notwendigkeit einer
dringende Darlehen? dann sind Sie an der richtigen Stelle. Wir geben Unternehmen
Darlehen, persönliche Darlehen, Weihnachten Darlehen [sic!], und so weiter. Kontaktieren Sie uns für Ihre Darlehen beantragen [sic!], um Ihren
Nachfrage und aus finanziellen Problem dargelegt [sic!]. kontaktieren Sie uns noch heute per E-Mail:
HENRYCLARK003 (at) GMAIL (punkt) COM

Dank wie wir warten auf Ihre Antwort. [sic!]
Henry Clark Darlehen.

Besonders interessiert bin ich ja an den Weihnachtsdarlehen. Es sind nur noch 164 Tage, und ich muss unbedingt Geschenke kaufen.

Zum Glück ist nicht davon auszugehen, dass es auf dieser Welt lesekundige Menschen gibt, die allen Ernstes glauben, dass man in einem spammigen, computerunterstützt durch eine unverstandene Sprache humpelnden Blogkommentar einen Anbieter für Darlehen findet… oh, dafür läuft diese Form der Kommentarspam aber schon sehr lange. Es scheint doch ein paar Menschen zu geben, die auf einer derartigen Einleitung eines Vorschussbetruges reinfallen und dann über Western Union und Konsorten ihre Vorleistungen an einen Darlehensgeber bezahlen, der über kein Bankkonto verfügt… 🙁

Schönen Tag

Dienstag, 12. Juli 2016

Schönen Tag

Ja, der Tag ist schön, die Sonne scheint und im Spamfilter liegt wieder dieses ganze Glibberzeug.

Was ist Ihre Situation?

Leidig, altersschwach, einsam und arm; ein Lächeln im zerfallenden Leib, danke der Nachfrage.

Sind Sie es leid für die finanzielle Hilfe zu suchen? Haben Sie schon von den Banken und anderen Finanzinstituten konsequent abgelehnt, versucht, einen Kredit zu bekommen?

Ich habe noch gar nicht damit angefangen. Aber wenn ich ein Darlehen haben wollte, wäre das Angebot eines Spammers so ziemlich das Letzte für mich.

UNION FINANCE LTD bringt Ihnen eine interessante Kredit-Paket heute zu einem Zinssatz so niedrig wie 3%

So so, sehr „interessant“, das Paket. Fast so interessant wie eine Reklame, nur…

Beeilen Sie sich und ein Darlehen heute erhalten
Angebot öffnet jetzt

…mit noch mieserem Deutsch als dem Deutsch der Werber.

Beachten Sie erneut, dass unser Zinssatz so niedrig wie 3% ist und wir geben, Kredite reicht von einem Mindestbetrag von € 5.000,00 Euro auf € 1.000.000,00 Euro

Hui, „Beachten Sie erneut“. Als ob ich das schon einmal beachtet hätte. Irgendwelchen Mailadressen ohne Bonität angeblich eine Million leihen können, aber nicht einmal die paar Euro fuffzig für jemanden übrig haben, der auch Deutsch kann!

Na ja, immerhin versteht dieser freundliche Spammer bei seiner Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges, wie das im Deutschen mit den Punkten und Kommas bei den Zahlen gemacht wird – das ist bei den „Bankhäusern“ und „Lotterieveranstaltern“ aus der Spam wahrlich keine Selbstverständlichkeit.

So, und jetzt bitte freimachen zum Datenstriptease vor einem Spammer:

Die erforderlichen Informationen Darlehen zu verarbeiten

Name:

Land

Geschlecht:

Darlehensbetrag :

Dauer:

Telefonnummer:

Beruf:

Monatliches Einkommen:

Der Grund für den Kredit:

Vor allem das Geschlecht ist extrem wichtig! 😀

Wer von diesem kurzen „Formular“ beruhigt ist: Keine Sorge, allein mit diesen Daten können die Spammer ein nettes Zusatzgeschäft machen; vor allem die Kombination aus Name, Mailadresse und Telefonnummer ermöglicht fiese personalisierte Betrugsnummern. Natürlich werden im weiteren Verlauf des Betruges nicht nur viele Vorleistungen bezahlt werden müssen – immer über Western Union und vergleichbar anonymisierende Dienstleister, weil diese Darlehensgeber leider keine Bankkonten haben – sondern auch weitere Daten angegeben werden müssen, bis die von den Spammern eingesammelten Daten für einen kriminellen Identitätsmissbrauch hinreichend sind und von ihnen an andere Verbrecher verkauft werden können.

Dass es keine Darlehen gibt, brauche ich hoffentlich nicht eigens zu erwähnen…

Beachten Sie erneut, dass alle Antworten weitergeleitet werden sollten, um
unionfinnancelinks (at) webadicta (punkt) org

Beachten sie erneut, dass die Absenderadresse dieser Spam gefälscht wurde.

Hoffe bald von dir zu hören

😀

Firma: UNION FINANCE LTD

Eine tolle Unternehmung mit begrenzter Hoffnung, die übrigens keine Website hat, weil sie lieber auf Spam setzt.

Mit freundlichen Grüßen

John Taylor

Freundlich wie immer
Dein Vorschussbetrugsspammer

GEHEIM

Sonntag, 10. Juli 2016

Genau, deshalb hast du die Mail ja auch nicht verschlüsselt, weil es eine ganz geheime Geheimmail ist! :mrgreen:

Mein lieber Freund,

Genau mein Name!

Ich mцchte mich erstmals gerne vorstellen. Mein Name ist Herr Rodrнguez Ortega die persцnliche Investment Berater und Vermцgensverwalterin meines verstorbenen Mandanten, der ihre familienname tragt. Er war als privater Geschдftsmann im internationalen Bereich tдtig. Im Jahr 2008 starb mein Mandant an einen schweren Herzinfarkt. Mein Mandant war ledig und kinderlos.

Und toll, du hast auch einen Namen! Und was für einen Namen! Da sind gleich zwei Alfabete auf einmal drin. Doppelt hält besser. Vielleicht – so scheinst du dir zu denken – merke ich dann nicht, dass der Familienname deiner praktischen Leiche mit dem „schweren Herzinfarkt“ gar nicht genannt wird – denn wenn du meinen Namen kenntest, dann hättest du mich auch nicht mit „mein lieber Freund“ angesprochen… 😀

Er hinterlieЯ ein Vermцgen im Wert von Ђ10.500.000 (Zehn Millionen fьnfhunderttausend Euro), das sich in einer Bank in Spanien befindet. Die Bank lieЯ mir zukommen, dass ich einen Erbberechtigen, Begьnstigten vorstellen muss.

Boah, zehn Millionen Øre. Das sind zwanzigtausend von diesen lila Lappen, die demnächst in der EU abgeschafft werden sollen. Und dann ist weder das Geld für einen richtigen Dolmetscher übrig, noch für jemanden, der sich mit E-Mail so gut auskennt, dass er die richtige Codepage für die Zeichencodierung verwendet. (Ich verstehe eh nicht, warum nicht einfach UTF-8 genommen wird. Vermutlich sind die meisten Spamskripten noch aus einer sonst nur archäologisch erschlossenen Frühphase des Internets, in der es tatsächlich eine nennenswerte Anzahl von Computern gab, die nicht mit Unicode klarkamen. Dieses Problem besteht seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr. Dass der Spammer mal einen Testlauf macht, bevor er seine durch derartige Fehler komplett unglaubwürdig gewordene Drecksspam auf das richtige Internet loslässt, wäre natürlich auch zuviel der Mühe. Wer sich mit dem, was er tut, Mühe geben will, wird ja nicht zum Spammer.)

Nach mehreren Recherchen erhielt ich keine weiteren hilfreichen Informationen, ьber die Verwandten meines verstorbenen Mandanten. Aus diesem Grund schrieb ich Sie an, da Sie den gleichen Nachnamen haben. Ich benцtige Ihre Zustimmung und Ihre Kooperation um Sie als den Begьnstigten vorzustellen. Alle meine Bemьhungen Verwandte meines verstorbenen Mandanten zu finden, waren erfolglos. Infolgedessen wьrde ich vorschlagen das Vermцgen aufzuteilen, Sie erhalten 45% Prozent des Anteils und 45% Prozent wьrde mir dann zustehen. 10% Prozent werden an Gemeinnьtzige Organisationen gespendet.

Aha, du hast also recherchiert. Aber wie ich heiße, hast du dabei nicht rausbekommen. Das musst du gleich zweimal sagen, weil du deinen Text aus anderen Texten zusammengefummelt hast, deren Sprache du so gut wie gar nicht verstehst. Und jetzt machen wir halbe-halbe, wenn wir gemeinsam einen Betrug durchziehen.

Natürlich existiert das Geld nicht. Diese Spam soll nur einen Vorschussbetrug einleiten, und wer darauf reinfällt, darf eine Vorleistung nach der anderen über Western Union und vergleichbare anonymisierende Dienste an den Spammer senden – der zwar mit Millionenbeträgen jongliert, aber offenbar keine Bankkonten benutzt.

Alle notwendigen Dokumente beinhalten sinngemдЯ auch das Ursprungszeugnis, um demnach Fragen von der zustдndigen Bank zu vermeiden. Die beantragten Dokumente, die Sie fьr das Verfahren benцtigen, sind legal und beglaubigt. Das Vermцgen enthдlt kein kriminellen Ursprung. Das Verfahren wird einwandfrei ohne Komplikationen erfolgen, die Geldьberweisung wird rechts gemдЯ abgeschlossen. Alles was ich von Ihnen benцtige ist Ihr Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit.

So so, ein Ursprungszeugnis

Ist schon dumm, wenn man seine Texte vom Computer übersetzen lässt.

Kontaktieren Sie mich bitte unter der privaten Fax: 00 34 917 692 xxx, oder meine private E-Mail rod (punkt) ortega (at) consultant (punkt) com .Die geplante Transaktion wird durch legale Rechtsmitteln fьr Ihren rechtlichen Schutz gefьhrt.

Bitte nicht davon irritieren lassen, dass der Absender der Spam gefälscht ist! Ist alles legal. Mit Schutz. Einwandfrei. Komplikationslos. Und überhaupt nicht kriminell. :mrgreen:

Mit freundlichen Grussen
Dipl.finanzfachanwalt
Abogado Rodrнguez Ortega

Mit spammigen Grüßen vom Vorschussbetrugsspammer.

Powered By Google

Sonntag, 10. Juli 2016

Will ich es mal so sagen: Diese Mail wurde aus dem Netzwerk einer Universität in Kolumbien versendet und sie hat niemals einen Server von Google auch nur gesehen. Vermutlich ging sie von einem Uni-Rechner ab, der mit Schadsoftware infiziert war¹.

Dear Google User,

Das ist mal wieder genau mein Name!

You have been selected as a winner for using Google services.

Und ja, ich habe sogar schon einmal Dienste von Google benutzt. Woher weiß der Spammer das nur? :mrgreen:

Find attached email with more details.

Moment mal, das ist doch schon eine Mail. Und da hängt jetzt eine Mail dran, in der dann drinsteht, was in der Mail nicht drinsteht?

Aha, da ist tatsächlich ein Anhang. Es handelt sich nicht um ein PDF, wie ich das sonst gewohnt bin, sondern um eine JPEG-Grafik mit einer stolzen Dateigröße von 744 KiB, die durch die Base64-Codierung für den Mailversand auf fast ein ganzes GiB Stopfmasse für das Postfach aufgemoppelt wurde. Das sind eine Menge Daten. Diese Daten sehen übrigens auch aus, und zwar so:

Au weia, was schmerzen mir die Augen! So sieht die angehängte Grafik mit der 'Gewinnmitteilung' aus.

[Der ätzrote Schriftzug „SPAM!“ ist natürlich von mir, denn ich werde nicht gern zum Bildhoster für Spammer]

Ich glaube, es ist nicht weiter schwierig, durch bloßes Hinschauen festzustellen, dass es sich hier nicht um ein Dokument von Google handelt. Selbst typografische Grobschmecker, die nicht schon vom Layout des „offiziellen Briefes“ einen schmerzhaften Lachkrampf bekommen, müssen bemerken, dass es nicht das aktuelle Google-Logo ist, was hier im „Briefkopf“ verwendet wird – und dass dieses veraltete Logo auch noch so unvorteilhaft skaliert wurde, dass die ursprünglichen Proportionen verlorengingen. Ein so mies skaliertes Logo habe ich zum letzten Mal vor fast drei Jahren in einer sehr dummen Phishing-Mail gesehen.

Congratulations,

Matt Brittin.
CEO Google UK.

Ja ja, schon klar, du bist Google, Spammer! Erzähl das mal einem Psychiater! :mrgreen:

©2016 Google – Terms & Privacy

Schon peinlich, wenn man den Text aus einer anderen Mail übernimmt, aber den Link auf die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung nicht mitübernimmt.

¹Natürlich habe ich meine Mail mit der Meldung schon geschrieben. Aber ich kann kein Spanisch, und ich habe eher schlechte Erfahrungen damit gemacht, in spanischsprachige Länder auf Englisch zu schreiben. Wer schon eine Weltsprache spricht, hat offenbar eine eher gebremste Motivation, zusätzlich eine weitere Sprache zu erlernen… ich kann es fast verstehen.