Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Online-Einnahmen durch Ihre Webseite : tamagothi.de

Montag, 8. März 2010

Hui, was haben wir denn da auf der virtuellen Müllkippe des Mailkontos liegen? Eine Mail mit Absender eines kostenlosen Mailproviders (Google Mail), die mir Geld verspricht. Und dieser Absender weiß sogar, was meine Website ist. Das muss irre schwer rauszukriegen gewesen sein, schließlich steht die zum Zuspammen verwendete Mailadresse da drin. Was die Anbieterin dieses tollen Angebotes allerdings nicht herausbekommen hat…

Sehr geehrter Webseiteninhaber,

…ist dieses einfache Stückchen Information, wie ich denn heiße. Habe ich das vielleicht nicht deutlich genug erwähnt? Mal schauen:

Elias Schwerdtfeger. Und das Licht scheint in die Finsternis und die Finsternis hats nicht ergriffen.

In der Tat, da kann man gar nicht darauf kommen. Und wer es immer noch nicht merkt, der kann auf diesen recht deutlichen Link mit dem Text „Impressum“ klicken, da steht es nochmal. So sehr „geehrt“, dass man sich vor dem Schreiben dieses Strunztextes mal die Website angeschaut hätte, bin ich also nicht. :mrgreen:

ich wende mich mit diesem Schreiben an Sie, da ich Ihnen ein Geschäftsangebot unterbreiten möchte, das für Sie, als auch für meinen langjährigen Kunden sehr vorteilhaft sei kann. Es geht hierbei um den Kauf von Werbeflächen auf Ihrer Webseite und deren Unterseiten.

Nun, da diese Absenderin sich nicht meine tolle Website (es ist mehr als nur eine „Seite“) angeschaut hat, konnte sie auch nicht bemerken, dass diese Website völlig werbefrei ist. Und zwar nicht etwa, weil ich zu blöd wäre, da ein paar Ads einzubetten, sondern weil ich das nicht will. Auf einigen „Unterseiten“ wird sehr deutlich, dass ich diese Entscheidung nicht aus einer Augenblickslaune heraus getroffen, sondern gründlich reflektiert habe, und man kann dort auch nachlesen, was ich von Werbern und ihren Beglückungsideen halte. Aber nein, diese als Litfaßsäule so „wichtige“ Website, die ich habe, wurde nicht einmal oberflächlich angeschaut. Hier hat einfach nur ein saudummer Harvester Mailadressen aus irgendwelchen Websites gesammelt und ein weiteres, ebenfalls saudummes Skript hat denn die Leute zugespammt.

Damit ist auch klar, warum diese Absenderin, die immerhin scheinbar professionell von einem „langjährigen Kunden“ schwafelt und in Internet macht, weder eine Website noch eine Mailadresse auf einen persönlich kontrollierten Server hat. Stattdessen soll man für die „geschäftliche“ Korrespondenz mit dieser Absenderin die Adresse salinaonlinemktklein (at) gmail.com verwenden, und es ist ihr recht gleichgültig, dass damit die Kontrolle über einen doch etwas empfindlichen Geschäftsbereich aus den Händen gegeben ist.

Ach ja, der „Kunde“, für den ich die Reklame schalten soll…

Um welchen Kunden es sich handelt? Um ein erfolgreiches und bekanntes Web-Entwicklungsunternehmen, das sich auf die Online-Unterhaltungsbranche, vor allem den Bereich Gaming, spezialisiert hat.

…hat zwar auch keine Firmierung, macht aber in (mutmaßlich illegalen) Online-Spielen. Etwas anderes hätte ich von einer Spam auch nicht erwartet. Und…

Dieser Kunde ist zurzeit auf der Suche nach unverbrauchten Marketingmöglichkeiten- und flächen, um die Online-Präsenz seiner Seiten zu verstärken. Mein Kunde und ich sind überzeugt, dass das Schalten von kleinen Werbeblöcken auf Ihren Seiten dazu beitragen kann.

…dieser „Kunde“ sucht ein paar „unverbrauchte“ neue Litfaßsäulen für seine hilflosen SEO-Maßnahmen. „Unverbraucht“ heißt hier: Die Website wurde noch nicht von Google als Spamschleuder erkannt und im Ranking bestraft. Da sollen denn kleine Links auf (mutmaßlich illegale) Angebote geschaltet werden, für die man in der BRD als Betreiber einer Website übrigens haftbar gemacht werden kann – im Falle eines illegalen Online-Glücksspieles kann das recht teuer werden, wenn man auch noch für eventuelle Betrügereien in Regress genommen werden sollte.

Falls Sie dieses Angebot interessieren sollte, würde ich mich über eine Nachricht von Ihnen freuen, um alles Weitere besprechen zu können.

Wie immer gibt es die einzige Antwort auf eine unverschämte, kalte und asoziale Spam hier in „Unser täglich Spam“, auf dass jeder mit einer Suchmaschine auch schnell herausfinden kann, um was es sich wirklich handelt.

Mit freundlichem Gruß,
Salina Klein

Mit fröhlichem Druck auf die Löschen-Schaltfläche
Elias Schwerdtfeger

Im Moment häufen sich derartige „Angebote“ mal wieder. Ich kann nur von jeder Form des „Geschäftes“ mit einem Spammer abraten. Wer zum gleichermaßen illegalen wie asozialen Mittel der Spam greift, ist für jegliche „Partnerschaft“ ungeeignet. Wer eine Website mit Werbung finanzieren möchte – ich würde das niemals tun, aber andere sehen so etwas eben anders – wird mit Leichtigkeit seriöse Anbieter finden, die ein paar tägliche Klickercents abfallen lassen.

Sat, 6 Mar 2010 09:59:10 -0500

Montag, 8. März 2010

Ja, das ist wirklich der Betreff. Offenbar ist das etwas misslungene Skript ein wenig mit den Headern durcheinander gekommen und hat da die Zeit eingetragen.

The portents of modern science

Ja, das nenne ich mal sprachliche Experimentierfreude. „Die Omen der modernen Wissenschaft“, das hört sich ja mächtig an. Klingt wie eine Mischung aus Atombombe, globaler Erwärmung und der Suche nach außerirdischen Lebensformen. Aber dieser Ausflug in heitere Metaphern wird von diesem Werk schnell unterbrochen, denn nun gibt es…

Useful information!

…sinnvolle Informationen. Aber mit Ausrufezeichen! Und, was sind das für sinnvolle Informationen?

Rumor has it that when a truck carrying a load of Viagra slid off into the Ohio River, all the lift bridges suddenly went up.

Ah ja, ein total sinnvoler Witz. Viagra richtet sogar Zugbrücken auf, wenn es irgendwie ins Wasser kommt. Ha Ha Ha!

Visit our site…http://lovingarrive.com
to lift up …:)

Aber ich habe gar keine Zugbrücke 😉

Ihnen wurde eine Goldmünze gutgeschrieben

Sonntag, 7. März 2010

Wie jetzt, eine echte Goldmünze? So aus richtigem Gold? Wer schenkt mir denn sowas?

Von: Hot RubyRoyale

Ach so, das sind mal wieder diese Spammer mit den dreimal täglich wechselnden Domains, die davon Leben, dass sie Leute in das Magic Box Casino locken. Da gibts kein Gold, da gibt es bestenfalls virtuelle Jetons, illegales Glücksspiel und sogar…

Diese Seite ist spektakulär! Es gibt sogar einen Expertenmodus, in dem man zwei Spiele gleichzeitig spielen kann!

… einen „Expertenmodus“, in dem man sein Geld in doppelter Geschwindigkeit verzocken kann.

http://www.playclubvegas.net/de/

Wer da klickt, lasse alle Hoffnung fahren.

Stelle zu vergeben Landesweit

Sonntag, 7. März 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

Treffsicher in der scheinbar freundlichen, aber spammig unpersönlichen Anrede…

wir suchen zur Zeit aktive Mitarbeiten für lang und kurzfristige Arbeit in den Bereich Testeinkäufer und Kurier landesweit. Die Stellen sind ab sofort frei und sofort zu belegen.

…will mir hier ein Spammer erzählen, dass er Arbeit zu vergeben hat. Und zwar jede Menge Arbeit. Eigentlich sind es „Mitarbeiten“ am Betrug. „Testeinkäufer“ meint jemanden, der unter seinem Namen die Geschäfte der Verbrecher macht, und der „Kurier“ ist jemand, der mit seinen Personalien die betrügerisch erworbene Ware abholt. Die Stellen werden häufiger frei, weil die vorherigen „Arbeitnehmer“ immer wieder mal in Untersuchungshaft kommen.

Voraussetzungen die Sie mitbringen sollten:

- Computer-Grundkenntnisse (Email, Word, Drucken)
– Pünktlichkeit und Genauigkeit
– Führerschein der Klasse B
– telefonisch erreichbar
– Volljährig

Können muss man nix, und irgendwelcher Erfahrungen bedarf es auch nicht. Es reicht, wenn man so dumm ist, dass man sich schon für mächtig talentiert hält, wenn man einen Computer zum Drucken bringt.

Was wir Ihnen bieten:
– Abwechslungsreiche Tätigkeit
– Flexible Arbeitszeiten auch in Teilzeit
– Fortlaufendes Training durch verschiedene Aufgaben
– 5 Tage-Woche
– Urlaubsgeld / Weihnachtsgeld

Dafür macht man in diversen Hilfsdiensten der organisierten Internetkriminellen jede Menge neuer Erfahrungen, lernt zur Abwechslung auch mal die Kriminalpolizei kennen und erhält bei größerem Erfolg auch einen kostenlosen Urlaub in einer JVA. Dass man bei solchen Tätigkeiten arglos war, glaubt kein Richter.

Die Arbeitszeit beträgt 2-3 Stunden 5 Tage die Woche. Der Verdienst beträgt 1150 Euro monatlich netto. Sie können die Tätigkeit auch als Zweit-Beruf ausführen. Für Rentner sind die Stellen besonders gut geeignet. Ein Firmenfahrzeug stellen wir ihnen auf Wunsch zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es nach einer kurzen Bewerbung.

Ansonsten ist alles egal. Kann jeder, auch nebenbei. Auch ein Rentner, der mit seinem Geld nicht klarkommt, kann. Hauptsache, jemand agiert für die Verbrecher, damit diese in der Anonymität bleiben können.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann freuen wir uns auf Ihre Antwort mit kurzen Bewerbungen an unsere Bewerbung-Stelle:
bewerbung-stelle (at) open.by

Wer daran Interesse hat, sollte sich nicht darüber wundern, dass die Absenderadresse gefälscht ist und dass man deshalb die Mail nicht mit einem Klick auf „Antworten“ in seiner Mailsoftware beantworten kann.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Die Spammer bedanken sich beim Beraubten dafür, dass sie ihm etwas Lebenszeit rauben durften. Das ist doch nett! :mrgreen:

Guten Tag

Freitag, 5. März 2010

Das angehängte BildAch, wie hübsch. In warmen Zuckungen will sich mein darbendes Herz ergießen. Schon wieder einer dieser Liebesbriefe, die von so liebestollen „Frauen“ kommen, dass sie gleich an hunderttausend Empfänger gehen, damit auch ja eine Handvoll antwortet. Und was für entzückende Bilder doch immer an diesen Mails hängen, damit den Empfängern auch wirklich das Wasser im Munde zusammenläuft. Denn die sollen ja drauf anspringen, wenn sie schon nix zum aufspringen haben. Dann wird ein hübscher Schriftverkehr aufgebaut, und dann wird dem heiß gemachten Opfer mit herzzerreißenden Stories das Geld aus der Tasche gezogen, hier ein Fuffie, da zwei Hunnies und immer noch ein bisschen mehr. Alles im Versprechen auf ein baldiges Treffen. Zu dem es natürlich niemals kommt.

[Der schwarze Balken im Bild ist von mir. Die arme Frau, deren Bild von diesen Spammern missbraucht wird, ist gestraft genug.]

Natürlich hat diese Spammasche ihre Unvollkommenheiten. In der Absenderadresse ist zum Beispiel von einer „Bethany Kiser“ die Rede, aber dieses entzückende Mädchen nennt sich Kyrenia. Macht aber nichts, denn die verbirgt ja auch in ihrer Mail nicht, dass sie mit gefälschtem Absender schreibt.

Hallo! Wie geht es? Gut?

Klar, ansprechen kannst du mich nicht…

Ich habe deine Mitteilung, Danke bekommen.

…obwohl wir angeblich schon einmal das „Vergnügen“ hatten. Dürftig!

Leider, ich erinnere mich nicht, wenn ich dir schrieb.

Ach so, du warst wohl volltrunken. Na, denn ist ja klar, warum du mich nicht mehr ansprechen kannst. Und dass man solche Nachrichten irgendwo gespeichert hat, das raffst du auch nicht. Alles klar. Du bist eine dumme, versoffene Kuh.

Aber ich werde froh sein, die kurze Korrespondenz mit dir zu haben!

Ach nee, ich nehme das zurück. Es ist eine Beleidigung für die sympathischen Kühe, die derbe, für uns ungenießbare Kräuter in Milch und Fleisch verwandeln. Du verwandelst menschliche Bedürfnisse in Betrug und Scheiße. Du bist einfach nur ein asoziales, widerliches Stück Spammer. Deshalb wird „unsere“ Korrespondenz auch wirklich sehr kurz.

Bald werde ich in Deutschland ankommen, wir konnen uns treffen!

Ich würde dich auch gern einmal treffen. Genau zwischen die Augen.

Ich heisse Kyrenia. Du kannst mich Kyre nennen.

Jetzt habe ich doch schon Hure statt Kyre gelesen. Heute bin ich aber auch wieder unkonzentriert. Aber warum soll ich mich auch auf deinen amöbenhaft ausgedachten Namen konzentrieren, der bestimmt genau so ehrlich angegeben wurde wie deine gefälschte Mailadresse in dieser kriminellen Massenpost.

Ich lebe in Zypern, in der Stadt Lemesos. Moglich, du wei?t?

Ja, schon moglich. Aber woher sollte ich das wissen?

In welcher Stadt lebst du?

Ich lebe hoffentlich in einer Stadt, in der mir so etwas wie ein Spammer niemals übern Weg läuft – denn das würde mich ins Gefängnis bringen. Mord ist nun einmal strafbar.

Ich bin 27 Jahre.

Klar. Das ist genau so wahr wie dein ausgedachter Name und deine gefälschte Mailadresse.

Wenn du englisch sprichst, schreibe mir englisch.
Auch du, wenn willst, wir konnen deutsch abgeschrieben werden.

Hihi, wir können also abgeschrieben werden… :mrgreen:

Hast du deine Strunzpost denn jetzt auch „deutsch abgeschrieben geworden“?

Ich suche die Freunde fur das Treffen in die Realitat.
Ich suche die Freunde nur fur die Korrespondenz nicht.

Schon alles klar. Erstmal, dass du „Freunde“ suchst, indem du mit gefälschter Mailadresse, einem irgendwo aus dem Internet gemopsten, entzückenden Foto und jeder Menge Lügen ein paar hunderttausen Leute anmailst. Das ist genau die richtige Grundlage für Freundschaft. Und natürlich etwas für die Realität, so richtig mit Haut und so, nicht nur Schriftverkehr. Irgendwie muss man ja das Geld anderer Leute locker machen.

Wenn du willst, werde ich dir meine anderen Bilder schicken.

Dass du Bilder aus dem Internet klauen und an die Mails anhängen kannst, das hast du mir schon gezeigt. Eine Demonstration reicht mir. Das nächste Mal sei doch bitte so nett, und speichere dieses JPG nicht völlig verlustfrei mit einer stolzen Größe von 50 KiB, um es an die Mail anzuhängen, wenn deine Vorlage schon so viele Artefakte hatte, dass man sie ohne Qualitätsverlust auf 13 KiB runterbringen kann. Du weißst ja, durch die base64-Codierung wird so ein Mailanhang nochmal 30 Prozent größer. Und den leeren Block mit den EXIF-Daten hättest du auch nicht ins Bild integrieren müssen.

Ach, du weißt gar nicht, was du da tust? Du machst es einfach und kümmerst dich einen Dreck um Sorgfalt, weil es auch ohne Sorgfalt geht? Weil sich immer eine Handvoll Deppen findet, die du dann abmelken kannst? Na, das habe ich mir doch gleich gedacht.

Schreibe mir auf meinen personlich email die Adresse: kyrenia.gittel7 (at) gmail.com

Und dass du deine Absenderadresse gefälscht hast, versuchst du nicht einmal zu verbergen.

Ich werde deine Antwort warten.
Kyre.

Geh qualvoll und einsam sterben!
Elias

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Freitag, 5. März 2010

Und nicht nur, dass ich so ein tolles Angebot vom „Besten Online-Arzneihandel“ erhalte, dessen obskure Internet-Adresse mir bislang nur leider völlig unbekannt war. Nein, als kostenlose Draufgabe bekomme ich auch noch…

Total meschugge!

…eine leckere Extraportion Zeichensalat. Ob der wohl gesund ist?

Buy cheap zovirax

Donnerstag, 4. März 2010

Hier nur ein Einblick, mit was für „Mitteilungen“ man sich in etlichen Webforen als normaler Nutzer herumschlagen muss – manchmal gibt es dermaßen viel von diesem Schrott, dass sinnvoller Austausch eine Qual wird:

Langer Spamtext für billiges Zovirax

Dem Spammer ist das freilich egal, wie viel menschliches Miteinander er jeden Tag mit seinen widerwärtigen Skripten zerstört. Manchmal möchte man diese Leute einfach nur so lange mit ihren Pillen füttern, bis sie erfreulich tot sind und nicht mehr spammen können.

Dieser Spammer war übrigens besonders idiotisch. Er hat es nicht einmal geschafft, einen Link auf seine tolle „Apotheke“ zu setzen, aber dafür hat er mit seinen drei Handvoll Accounts jede Menge von diesen Nullpostings in alte und neue Threads abgesetzt.