Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


3,500,000.00 EUR

Dienstag, 7. Juli 2026, 11:47 Uhr

Abt.: Die Nuller Jahre möchten ihre billigen Spams zur Einleitung eines Vorschussbetruges zurückhaben

Oh, 3,5 Megaeuro? Für mich? Ohne Grund? Einfach so? Wer ist denn so spendabel?

Von: Lại Vũ Minh Thư – 241A140206 /<Thu241A140206@st.vhu.edu.vn>

Jemand, den ich nicht kenne. Das macht aber nichts…

Hallo,

…denn der Absender kennt mich ja auch nicht.

Ihre E-Mail-Adresse wurde für den Empfang einer Spende in Höhe von 3.500.000,00 € ausgewählt.

Sie wurden durch ein automatisiertes Auswahlverfahren aus über 5.000 Unternehmen und mehr als 10.000.000 privaten E-Mail-Adressen weltweit ausgewählt. Sie gehören zu den Empfängern dieser Spende und haben daher diese Benachrichtigung erhalten.

Das ist ja toll. Da hat jemand eine große Datei mit Mailadressen und hat darauf mal shuf -n 10 drauf losgelassen, um Mailadressen Geld zu schenken. Wir kennen das ja alle, dass irgendwelche Unbekannten große Lotterien veranstalten, für die man kein Los kaufen muss, weil sie unbedingt dieses lästige Geld loswerden wollen. Die Nachrichten sind schließlich voll von Milliardären, die sich irgendwo hinstellen und 100-Euro-Banknoten verteilen, wie andere die Flugblätter und die Reklame verteilen. Nicht? Na, woran das wohl liegt…

Sagt der Milliardär zum Armen: „Sei froh, dass du mich hast, sonst würdest du verhungern.“
Antwortet der Arme: „Ich habe Hunger. Hast du mal fünf Euro für mich?“
Antwortet der Milliardär: „Verpiss dich, du Abschaum!“

Ihre Spendenreferenznummer lautet: ZKHRG45KDV.

Aber ich habe doch schon eine Mailadresse, und die hat gewonnen, oder? Was soll da das alberne Gewinke mit einem Löffel Buchstabensuppe als ganz geheimem Geheimcode? In einer unverschlüsselten und nicht digital signierten E-Mail, die auf ihrem gesamten Transportweg durchs Internet überall gelesen und sogar verändert werden kann, ohne dass der Empfänger auch nur eine Chance hätte, so eine Manipulation zu bemerken? Das ist nicht nur dumm, das ist doch dumm und dämlich. Nee, wenn man von Geld so dermaßen dumm wird, dann verzichte ich lieber. Von Geld kann man ja nur kaufen.

Aber immer denken sich die Vorschussbetrüger solche dümmlichen Verfahren aus, weil sie damit dumme Menschen beeindrucken können.

Weitere Informationen über mich finden Sie hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Chris_Hohn

Weitere Informationen über mich gibt es ebenfalls im Internet. Und immer, wenn ich Spammer sehe, werde ich ganz grün. 😁️

Um mit dem Spendenprozess fortzufahren, antworten Sie bitte auf diese E-Mail. Sie erhalten dann weitere Anweisungen zu den erforderlichen Schritten, um die Spende zu erhalten.

Bitte geben Sie folgende Informationen an:

* Vor- und Nachname:

* Land:

* Adresse:

* Telefonnummer:

* Beruf:

Da will mir einer grundlos Geld schenken, und was will er wissen? Meine Telefonnummer und meinen Beruf. Und was will er nicht wissen? Richtig: Meine Kontonummer, um mir den Zaster mal überweisen zu können. Da weiß man schon von der ersten Betrügermail an, mit was man es zu tun hat. 😂️

Keine weiteren Fragen.

Natürlich existieren die 3,5 Megaeuro nicht. Die werden den Opfern nur immer vor die Nüstern gehalten…

Eine alte Karikatur, die den auf einem Esel reitenden Tod zeigt, der dem Esel mit einer Angelleine eine Karotte vor Augen hält, damit er weiter geht. Der Esel rennt gierig auf den Abgrund zu.
Bild: Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain

…damit sie immer tapfer weitermachen. Damit sie eine Vorleistung nach der anderen bezahlen, während sie von einer Trickbetrügerbande so lange am Telefon bearbeitet werden, dass die Betrüger das Gehirn auslöffeln können. Da noch eine Gebühr für den Notar, da noch eine Gebühr wegen des Geldwäschegesetzes, und eine für die Sicherheitsfirma, und eine für den Betreiber des Geldspeichers. Oh, ich muss da noch einen Beamten beim Zoll bestechen, und der Stempel kostet sowieso etwas. Bitte immer schön über anonymisierende Verfahren wie Western Union oder in Kryptogeld bezahlen, ist auch ganz einfach und geht viel schneller als die Banken. Damit man die 3,5 Megaeuro auch ein bisschen schneller bekommt. Wenn aus einem Opfer nichts mehr rauszuholen ist, bricht der vorher sehr lebhafte Kontakt ganz plötzlich ab. Das Opfer muss einsehen, dass es ganz übel betrogen wurde und in Wirklichkeit gar nichts über die vielen Leuten weiß, mit denen es jetzt wochenlang kommuniziert hat. Das Opfer muss mit der Wut, der Scham und dem finanziellen Verlust selbst klarkommen. Wie hoch der Verlust ist? In der Regel fünfstellig, manchmal sogar sechsstellig. Wenn man Millionen vor Augen hat, kann man sich ja verschulden, um es später von den Millionen zurückzuzahlen. Oder die letzten wertvollen Dinge zum Pfandleiher bringen.

Wichtig: Bitte senden Sie die angeforderten Informationen direkt an meine offizielle E-Mail-Adresse:
unitednationsinfo@europe.com

Bitte auf gar keinen Fall an die Absenderadresse antworten, sonst kommt es nicht bei der Betrügerbande an. Die Absenderadresse ist nämlich gefälscht. Und bitte ganz feste daran glauben, dass man grundlos 3,5 Megaeuro geschenkt bekommt, weil man so eine schöne Mailadresse hat. Wer seine Absenderadresse fälscht, wird doch nicht lügen.

Mit freundlichen Grüßen,

Sir Christopher Anthony Hohn,
Britische Hedgefonds-Managerin.

Ich weiß manchmal auch nicht mehr, ob ich Männlein ode Weiblein bin. 🤣️

Entf!

2 Kommentare für 3,500,000.00 EUR

  1. P.C.User sagt:

    Mit solchen peanuts geben sich die Leute nicht ab, die an meine älteste Mail-Adresse sowas schicken…

    Da schreibt der Vorsitzende der Federal Reserve mit seiner 36. geh-Mehl-Adresse, daß „… Kunde:“ gemäß Auftrag der Weltbank und der Vereinten Nationen 50 Mio. US-Dollar Erbschafts-/Entschädigungszahlung zustehen. Hat das Erbschaftsabwicklungsbüro herausgefunden. (Der muß /echt/ wichtig sein, daß die sich alle um ihn kümmern!) Allerdings muß dafür nicht nur Name, Telefon, eMail, Adresse, BIC, IBAN und Name der Bank an den FR-Bank-Vorsitzenden via geh-Mehl geschickt werden, sondern auch Kopien vom Personalausweis und Führerschein…
    Andererseits wird davon abgeraten, mit Personen zu kommunizieren, die die Freigabe der Gelder versprechen.

    Wie gut, daß unten drunter steht, daß man in eMails von der FRB immer mit dem vollen Namen angesprochen wird; man soll keinesfalls auf verdächtige eMails, Anrufe oder Briefe reagieren, in denen man nach seinen Bankdaten gefragt wird. Da mein voller Name zufällig nicht „… Kunde:“ lautet, mache ich das mal so. 🙂

  2. P.C.User sagt:

    Vorige Woche drohte eine „Unternehmerin“ mit (nur) 2 Mio. Euro als „Spende“ für „bedürftige Kinder, für Arme und zur Unterstützung von Obdachlosen“ – die schrieb an „Hallo,“ – so völlig namenlos fühle ich mich dann doch nicht angesprochen. Da sollte (niemand) an ihre 849. gemäl-Anschrift antworten…

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