Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Erbschaft

Dienstag, 30. Juni 2026, 11:18 Uhr

Es gibt sie noch, die „gute alte Spam“ zur Einleitung eines Vorschussbetrugs.

Von: Silvana Tenreyro <help@live-bcfserver.com>
Antwort an: silvanatenreyro20@gmail.com
An: Recipients <help@live-bcfserver.com>

Betreff: Erbschaft

Sie wurden als Erbenberechtigter [sic!] identifiziert. Um den Anspruch geltend zu machen, wenden Sie sich bitte mit Ihrem vollständigen Namen an Silvana Tenreyro unter . Eine schnelle Antwort hilft uns, den Prozess zu beschleunigen
silvanatenreyro20@gmail.com

Oh, wer ist denn gestorben? Ach, das ist unwichtig! Es reicht doch, dass ich erbe, da muss ich doch nicht auch noch trauern oder wenigstens mal zur Beerdigung gehen und eine Schippe Erde ins Würmerloch geben.

Diese Spam ist genau so dumm wie das frühere Zeug aus Nigeria und Benin. Hoffentlich fallen heute viel weniger Leute auf so etwas herein. Dass ich geerbt habe, ohne dass mein Name in der letztweiligen Verfügung stand, es aber trotzdem unter entschlossenem Einsatz von Horoskopen, Tarotkarten und Kristallkugeln möglich war, meine Mailadresse herauszukriegen… eigentlich kann man gar nicht so dumm und naiv sein, dass man darauf reinfällt.

  • Bitte nicht an die Absenderadresse antworten, denn sonst kommt es nicht an.
  • Bitte erstmal mitteilen, wie man überhaupt heißt.
  • Bitte alles Weitere über eine für Betrüger angenehm anonym und kostenlos eingerichtete Mailadrese.
  • Bitte schnell machen, denn Koks und Nutten sind für die Betrüger immer ganz schön teuer, und die übermotorisierte Karre ist auch schon wieder zwei Monate alt und muss mal erneuert werden.

Aber bei den vielen Umfragen, Gewinnspielen, Rabatten, Quacksalbereien und Geschenken (von Aldi, Edeka, Rewe, Netto, Saturn Hansa und OBI) freue ich mich geradezu, wenn ich so einen Müll im Pesteingang sehe. Es ist mal eine andere Dummheit.

Ein Kommentar für Erbschaft

  1. Michael P. sagt:

    Habe heute selber eine Vorschussbetrug-E-Mail erhalten. „Meine“ Spammer waren da schlauer. Nicht ich, sondern meine E-Mail-Adresse wurde ausgewählt, um eine Spende zu erhalten. Ein stinkreicher (~6,9 Mia US$), real existierender Geldsack will meiner E-Mail-Adresse mal eben „2,000,000″ zukommen lassen. Ja, genau, ohne Angabe einer (Währungs)einheit. Könnten also auch 2,000,000 saure Gurken sein, wer weiß? Merke: Superreich wird man nicht, indem man seine Kohle wahllos verschenkt, sondern im Gegenteil überall, wo es geht, rücksichtslos abgreift. Aber ob die Zielgruppe dieses Scams das verstanden hat?

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