Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Webbugs in Spammails

Montag, 2. November 2009, 05:55 Uhr

Ich werde manchmal gefragt, warum ich etwas gegen HTML-Mail habe und warum ich jede HTML-formatierte Mail von einem unbekannten Absender ohne weitere Prüfung als Spam betrachte. Das hat genau zwei Gründe:

  1. Die Mitteilung in einer E-Mail benötigt in der Regel keine umfangreiche Textauszeichnung. Die einzigen Menschen, die so etwas gern benutzen würden, sind Werber und Spammer, die um die Aufmerksamkeit ringen. Wenn einmal ein stark formatiertes Dokument sinnvoll ist, kann es als PDF an die Mail angehängt werden.
  2. Die Darstellung von HTML in E-Mails wird von Spammern regelmäßig zur Überprüfung missbraucht, ob ihre Mails auch ankommen und gelesen werden.

Wer zum Beispiel die folgende Mail erhalten hat…

Ein Beispiel für ein Webbug in einer HTML-Mail

…und im vollen Umfang HTML-Mails darstellen lässt, der lässt eine kleine, für das Auge unsichtbare Grafik von einem Webserver nachladen. Dabei werden an diesen Webserver jede Menge Informationen übergeben, zum Beispiel die Mailadresse im Klartext und weitere Informationen, die dem Absender einen Hinweis darauf geben, um welche Mail es sich handelt. Auf diese Weise erfährt ein Spammer, dass seine Spam ankommt und wenigstens geöffnet wird und damit, dass es sich um eine noch aktive und „lohnenswerte“ Mailadresse handelt, die auch in Zukunft zugespammt werden kann.

Entspechende Adresslisten werden unter Spammern gehandelt. Wer sich eine derartige Mail so anschaut, wie es der Absender gern hätte, der wird in Zukunft ganz viel Post bekommen. Und diese Post wird keine Freude sein.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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