Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „HTML“

Ihre Bestellung wurde versendet!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Vorab: Diese Mail kommt natürlich nicht von Amazon. Und eine Bestellung liegt nicht vor. Es geht scheinbar nur darum, Menschen dazu zu provozieren, diese Mail zu öffnen. Das kann man sich sparen. Amazon würde auch nicht mit einer obskuren Absenderadresse schreiben, sondern mit seinen richtigen Mailadressen für Kundenkontakte. Das Ding also am besten unbesehen löschen. Warum? Das wird im Folgenden etwas klarer.

Komisch, vorgestern konnte ich bei einer Spam mit dem tollen Absender onlinenebenjob (at) email (strich) counter (punkt) com noch lernen, wie man beim Roulette in Internet-Zockhöllen sein Geld mit dem Martingale-System loswird und dabei kriminelle Spammer über die Affiliate-Programme der Internet-Zockhöllen reich macht, und heute nennt sich der Absender mit der gleichen Absenderadresse schon „Amazon“, ganz so, als wäre er ein ganz großer Händler und nicht ein kleiner, schäbiger Verbrecher.

Diese Mail enthält einen so genannten Webbug. Das ist eine beim Lesen unsichtbare Grafik, die aus dem Internet nachgeladen wird; dabei wird eine eindeutige ID an die Spammer zurückgegeben, die zeigt, dass die Spam unter dieser Adresse auch ankommt und gelesen wird. So weit ich das beurteilen kann, ist das der einzige Zweck dieser Spam. Die Spammer versuchen offenbar gerade, ihre Adresssammlungen zu bereinigen. Wer diese Mail anschaut und seine Mailsoftware so konfiguriert hat, dass Grafiken aus dem Internet nachgeladen werden, hat damit den Spammern gesagt, dass er eine Mailadresse hat, bei der sich das Zuballern mit Spam lohnt. Das wird Folgen haben. Ganz viele.

Deshalb – ich sagte es schon im ersten Absatz – sollte man die Spam unbesehen löschen. Wie man seine Mailsoftware so konfiguriert, dass Grafiken nicht nachgeladen werden (so dass dieser alte Trick der Spammer nicht mehr funktioniert), steht in der Dokumentation der Mailsoftware. Wer einen Webmailer benutzt, also seine E-Mail im Browser bearbeitet, ist vermutlich aufgeschmissen. Abhilfe dagegen ist einfach: Eine gute Mailsoftware benutzen. Das kostet kein Geld und macht auch sonst das Leben viel leichter – ich könnte gar nicht ohne leben.

So, jetzt aber zur Spam:

Hallo,

Du hast zwar bei uns bestellt und wir behaupten einfach, dass wir einen Vertrag mit dir haben, aber einen Namen von dir kennen wir nicht. Wir haben das nicht so sehr mit den Namen. Das liegt daran, dass diese Müllmail mit identischem Text an ganz viele Empfänger geht.

Ihre Bestellung vom 21.02.2012 wird soeben in unserem Versandzentrum bearbeitet:

Du hast zu einem bestimmten Datum etwas bei uns bestellt, aber dabei wurde keine Bestellnummer vergeben und nichts. Wir weisen dich auch nicht noch einmal darauf hin, an welche Lieferadresse das gehen soll, damit du eventuelle Fehler korrigieren kannst. Das liegt daran, dass wir gar nichts über dich wissen, weil wir eben keinen Kundenkontakt zu dir haben. Wir sind ganz normale, kriminelle Spammer, mehr nicht.

Bitte beachten Sie:

  • Ihre Bestellung besteht aus folgender Anzahl an Paketen: 2
  • Für jedes Paket erhalten Sie eine eigene Versandbestätigung.
  • Mehrere Pakete können an verschiedenen Tagen zugestellt werden.

Bitte beachten sie nicht, dass es diesem Text an jeder Konkretion fehlt und dass wir diesen Textbaustein in ganz vielen verschiedenen Mails verwenden können. Bitte beachten sie überhaupt nicht, dass die für sie vermutlich wichtigste Information, die Lieferadresse zur abschließenden Kontrolle der Bestellung, in dieser Liste unwichtiger Informationen völlig fehlt. Weil wir halt nichts von ihnen wissen.

Paket 2(von 2) ist gepackt und an den Zusteller OEP übergeben worden.
Die Paketnummer für dieses Paket lautet: 14564532138841600

Wundern sie sich auch nicht weiter darüber, dass sie bei einer deutschsprachigen Internetsuche keinen Paketzusteller „OEP“ finden und fragen sie sich nicht, warum hochpreisige Güter (siehe weiter unten) über einen Dienstleister versendet werden sollen, den niemand zu kennen scheint und der dafür im gesamten Land unbekannt ist. Mit einem bisschen Glück finden sie alte Texte über den Dienstleister „Online Express“, der zuweilen (aber scheinbar nicht offiziell oder gar als Firmierung) mit „OEP“ abgekürzt wurde und in Großbritannien tätig war. Keiner dieser Texte ist jünger als fünf Jahre.

Mit dieser Paketnummer können Sie Ihr Paket online bei OEP verfolgen:
HIER KLICKEN!

Wundern sie sich auch nicht weiter darüber, dass der Link zwar klickbar ist, aber eben kein Link. Die ganz großen Spezialexperten der Spammer haben dort zwar ein A-Tag verwendet, aber das Attribut HREF weggelassen, so dass kein Linkziel hinterlegt ist. Das riecht ja förmlich nach professioneller Versandabwicklung übers Internet. :mrgreen:

Details zum Paketinhalt finden Sie weiter unten.

Wundern sie sich auch nicht über diesen schwachsinnigen Satz, der einfach wegbleiben könnte. Oder durch die „Details zum Paketinhalt“ (man würde auf Deutsch eher vom „Umfang der Lieferung“ sprechen) ersetzt werden könnte. Computer kann man doch programmieren, dass sie den Text wie gewünscht zusammensetzen. Aber diese Spammer haben offenbar ihre Textbausteine aus einem Papierformular entnommen und haben – im Gegensatz zu jedem, der in Deutschland die Texte für einen echten Versandhandel schreibt – nicht besonders viel Sprachgefühl für die deutsche Sprache.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit den gewählten Produkten und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch.

Wundern sie sich auch nicht darüber, dass „wir“ uns auf ihren nächsten Besuch freuen, aber weder eine eine Anschrift, noch eine Website, noch einen Eintrag im Handelsregister noch überhaupt etwas haben. Dafür behaupten wir einfach, wir wären…

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Amazon Service-Team

…Amazon. Das glaubt uns doch nach diesen ganzen Patzern jeder. Und weil wir von den Empfängern unserer Drecksmail eigentlich nur eine Mailadresse, aber keinen Namen, keine Anschrift und nicht einmal den ungefähren Wohnort kennen, schreiben wir einfach mal die Mailadresse rein, damit es so aussieht, als sei das eine total persönliche Mail:

Ihre E-Mail-Adresse:
xxxxxxx (at) tamagothi (punkt) de

So, und jetzt der Schock hinterher, eine richtig hochpreisige Bestellung:

Ihre Bestellung:

1 Apple iMac MC309D/A 54.6 cm (21.5 Zoll) Desktop-PC (Intel Core i5-2400S, 2,5GHz, 4GB RAM, 500GB HDD, AMD HD 6750M, DVD, Mac OS)
2 Apple iPad 2 Wi-Fi 64GB – Schwarz

Vielleicht ist ja jemand so eingeschüchtert, dass er uns zurückmailt und dabei sogar noch seinen Namen mitteilt. Das macht unsere Betrugsmöglichkeiten in Zukunft wesentlich perfider und unseren Datenbestand am Markt wertvoller.

Damit das vielleicht auch jemand tut…

Widerrufsrecht

Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) oder – wenn Ihnen die Sache vor Fristablauf überlassen wird – durch Rücksendung der Sache widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform, jedoch nicht vor Eingang der Ware beim Empfänger (bei der wiederkehrenden Lieferung gleichartiger Waren nicht vor Eingang der ersten Teillieferung) und auch nicht vor Erfüllung unserer Informationspflichten gemäß Artikel 246 §2 in Verbindung mit §1 Abs. 1 und 2 EGBGB sowie unserer Pflichten gemäß §312e Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit Artikel 246 §3 EGBGB. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Sache.

…stupsen wir in mit der Nase auf diese Möglichkeit, indem wir eine eiskalte Rechtsbelehrung unter unserem heutigen Bullshit schreiben. Einen Brief oder ein Fax können die Empfänger ja nicht schreiben, aber sie können ja die Mail beantworten. Deshalb haben wir ja auch nicht die Mailadresse von Amazon gefälscht, damit diese Möglichkeit besteht. Wer darauf reinfällt, der wird auch nicht mehr skeptisch, dass die in solchem Zusammenhang selbstverständliche Angabe einer Faxnummer und einer Postanschrift fehlt.

Und hey, „Ihre Vertragserklärung“, das ist doch ein wirklich guter Witz. 😀

Datenabgleich Ihrer Kreditkarte ist bis zum 01.03.2012 dringend erofrderlich!

Samstag, 4. Februar 2012

Wichtiger Hinweis für beunruhigte Menschen vorab: Diese Mail kommt nicht von einer Bank oder einem Kreditkartenunternehmen. Banken versenden niemals derartige Mails. Es handelt sich um einen Betrugsversuch. Wenn sie diese Mail bekommen haben, ist gar nichts erforderlich. Wenn sie mir das nicht glauben, rufen sie mal bei ihrer Bank an und fragen sie dort. Aber klicken sie auf gar keinen Fall in diese Spam und kommen sie erst recht nicht auf die Idee, irgendwo im Internet Daten einzugeben, weil eine alarmierend formulierte Mail dazu auffordert. Besonders dann nicht, wenn es um Geld geht.

So, jetzt zur Spam… 😉

Das Korrekturlesen der Phishing-Versuche vor dem Absenden ist auch dringend erforderlich, Spammer, denn so ein Buchtsabenderher im Betreff erhöht nicht gerade den Eindruck von Seriosität. Da hilft es auch nicht, wenn du dich neben deiner gefälschten Absenderadresse in der lustigen Domain master (strich) securities6 (punkt) org großspurig Master-Card Security 26 nennst.

Sehr geehrte Kunden,

Ich kenne deinen verdammten Namen nicht, Opfer, aber muss dich irgendwie ansprechen. Deine richtige Bank hätte es da leichter, die kennt nämlich deinen Namen.

aufgrund einer neuen Gesetzeslage, welche ab dem 01.03.2012 für jeden unseren Kunden [sic!] geltend ist [sic!], sind wir verpflichtet eine Identitätsfeststellung [sic!] durchzuführen.

Hihi, das „gilt“ nicht mehr, sondern „ist geltend“ – hier schimmert etwas typisch slawische (oder keltische) Ausdrucksweise durch.

Wegen einer Gesetzeslage, von der kein Mensch jemals etwas gehört hat und zu der es keinen Verweis auf eine seriöse Quelle (wie etwa eine Veröffentlichung des Deutschen Bundestages) gibt, bitten wir dich, Opfer, in unserer Spam rumzuklicken und…

Deshalb bitten wir Sie Ihre Daten mit deren unseres Systemes abzugleichen. [sic!]

…uns ein paar leckere Daten zu geben, damit wir deine Identität und Kreditkarte, Opfer, für unsere betrügerischen Machenschaften verwenden können.

Ganz toll übrigens, dass die Eingabe von Daten, die dem kontoführenden Institut längst bekannt sind…

Screenshot der Phishing-Seite

…jetzt als „Identitätsprüfung“ ausreicht. Wer dabei nicht stutzig wird, sollte zur Vervollständigung seiner Identitätsprüfung dreimal mit Schmackes seine Stirn in die Tastatur schlagen. Diese Maßnahme ist nur wirksam, wenn jedes Mal für mindestens 30 Sekunden das Licht im Kopfe ausgeht.

Übrigens ist „Datenschutzrichtlinie“ ein Kandidat für die blödeste Überschrift, die ich jemals auf einer Phishing-Seite gesehen habe. Toll ist auch die Navigation an der linken Seite, deren Links allesamt Leerstrings sind, also nirgends hinführen. So etwas wie Potemkinsche Dörfer für das Internet. Großes Kino! Wer da trotz aller Warnzeichen in der Spam und auf dieser Drecksseite seine Daten eingibt, sendet sie zu einem Server www (punkt) rksis (punkt) rs und natürlich nicht zu Mastercard oder zu seiner Bank. Die organisiert Kriminellen, die diese Spam verzapft haben, werden mit diesen Daten garantiert nichts Gutes anstellen. Sie werden krumme Geschäfte mit der durch Phishing übernommenen Identität machen, und sie werden das Konto leerräumen. Das Geld ist weg, die Kriminalpolizei steht vor der Tür, weil sie wegen Betruges ermittelt und die Bank sieht absolut nicht ein, dass sie bei so viel Nachlässigkeit einen Schadenersatz leisten sollte. Deshalb gibt man solche Daten nicht ein.

Möchten Sie nicht auf unseren Service verzichten, müssen Sie dieses Verfahren durchführen.

Nicht nachdenken, sonst ist die Kreditkarte futsch! Geile Aufforderung! Keine weiteren Hinweise, kein Link auf irgendwas, einfach nur eine gar nicht mal subtile Drohung, die das Gehirn der Opfer ausschalten soll.

Nach Angabe der Daten ist kein weiteres Handeln von Ihnen notwendig und Ihre Kreditkarte wird für Sie wie gewohnt zur Verfügung stehen.
Hierzu besuchen Sie die unten aufgeführte Seite, auf welcher Sie ein Formular sowie Informationen vorfinden.
Tragen Sie dort Ihre Daten in das Formular ein und vergewissern Sie sich nochmals, dass diese korrekt eingetragen wurden.
Weitere Informationen zu unseren Bestimmungen sowie das Formular finden Sie auf der folgenden Seite:

- Sicherheitsabteilung & Datenschutz -

Screenshot siehe oben…

Die Daten werden anschließend umgehend von einen unseren Mitarbeitern [sic!] überprüft und freigegeben.

Wie jetzt, die Daten werden freigegeben?! Das glaube ich euch aufs Wort. 😀

Anschließend können Sie Ihre Kreditkarte wieder wie gewohnt nutzen und Einkäufe tätigen.
Wir danken für Ihre Treue und wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß mit Ihrer Karte.

Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Zoff [sic!] im Auftrag von Master Card vom 04.02.2012

Ich glaube ja, dass Phishing viel gefährlicher wäre, wenn die Phishing-Mails nicht immer so gnadenlos schlecht wären und wenn die Verbrecher nicht immer so schlampig vorgehen würden. Aber wenn sie sich Mühe gäben, wären sie ja auch keine spammenden Verbrecher geworden.

Immerhin ist diese Mail schon überdurchschnittlich. Sie ist durch den Spamfilter gekommen, was selten ist. Die in der Mail verlinkte Seite liegt in der Domain webzler (punkt) com, die schon vor mehreren Jahren von einem Inder mit einer Freemailer-Mailadresse bei einem US-amerikanischen Hoster registriert wurde und zeigt nicht die „Frische“ typischer Betrugssites. Und das verwendete Spamskript produziert Mailheader, die keinen Verdacht erregen. Ich befürchte, diese Spam werden relativ viele Menschen in ihrem Posteingang sehen.

Königliche 300% Bonus nur im Premier Players Club

Mittwoch, 1. Februar 2012

Aber nur dort! Und auf den anderen Deppenfänger-Betrugssites mit anderen gleichermaßen idiotisch ausgedachten Firmierungen.

K�nigliche 300% Bonus nur im Premier Players Club

Hey, diesen Schwachsinn hast du schon im Betreff gesagt, Spammer! Und dass du nicht einmal dazu imstande bist, mit deinem hingerotzten Spamskript in einer HTML-formatierten E-Mail die entsprechenden Entities für die deutschen Umlaute zu verwenden, das erweckt ein ganz besonders großes Vertrauen. Jemand, der schon auf dem ersten Blick dermaßen inkompetent aussieht, ist doch genau der richtige, um Adjektive wie „königlich“ in den Mund zu nehmen.

F�r die Spieler, die auf Free Money aus sind, vergibt der Premier Players Club den enormen Willkommensbonus von 300% bis zu 300 �!

Für die Idioten, die glauben sollen, dass sie von spammenden Verbrechern Geld geschenkt bekommen, ein unwiderstehliches Angebot. Wer denen echtes Geld gibt, bekommt die vierfache Menge in virtuellen Jetons. Die sind fast so wertvoll wie die Glasperlen, die Europäer damals in Amerika gegen Gold eingetauscht haben.

Wer das nicht sofort kapiert…

Zahlen Sie 100 � ein und schauen Sie zu, wie sich Ihr Kontostand in ganz besondere 400 � verwandelt, noch bevor Sie mit dem Spielen begonnen haben.

…bekommt auch gleich noch einmal konkret gesagt, dass er einen möglichst hohen Betrag einzahlen soll. Nur schade…

http://www.premier-players.eu/de/ [Endlose eindeutige ID gelöscht]

…dass die betrügerische Website, auf der man Software von kriminellen Spammern runterladen konnte, schon eine halbe Stunde nach Eingang dreier Exemplare dieser Drecksspam in meinem Postfach vom Netz war. Tja, so richtig Lust auf eine Geschäftsbeziehung zu derartigen Verbrechern hat nicht jeder Hosting-Provider, schließlich kann ein Besuch der Polizei und die Beschlagnahme von Schriftverkehr und Hardware zur Beweissicherung im Geschäftsbetrieb sehr stören.

Zum krönenden Abschluss des königlichen Bullshits noch ein paar weitere Unverschämtheiten der kriminellen Arschlöcher:

Sie erhalten diesen Newsletter von uns aufgrund einer Eintragung zu unseren Services und Diensten.

Dieses Mailing-System darf nur f�r das Senden erlaubter E-Mails [sic!] verwendet werden. Falls Sie keine Erlaubnis erteilt haben, von diesem Absender E-Mails zu erhalten, benachrichtigen Sie uns bitte.

Wenn Sie diese Empfehlungen nicht erhalten m�chten, bitte klicken Sie hier: Abmelden

Wer gern noch mehr „erlaubte E-Mails“ mit betrügerischen Angeboten (oder auch mal mit Schadsoftware oder anderen Angriffen auf den eigenen Rechner) haben möchte, kann einfach mitteilen, dass die Drecksspam angekommen ist und von einem Menschen gelesen wurde, der in einer kriminellen Spam herumklickt. Obwohl man ihr schon an ihrer Erscheinung ansieht, mit was man es zu tun hat. Der Klick wird Folgen haben, aber mindestens 30 am Tag…

If you are one of the 1000…

Montag, 16. Januar 2012

Betreff: If you are one of the 1000’s of men out there who are living a life of unhappiness because of your penis size, then the PenMax Products is answer to your problems

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Wenn du einer von diesen tausenden Spammern bist, die zu unfähig sind, in einer HTML-formatierten Mail die Entity für einen Apostroph einzufügen oder das richtige charset für ihren Dreck anzugeben, tja, dann bleibt dir unfähigen Deppen nichts anderes übrig, als vom Pimmelpillen-Betrug zu leben. Weil… ja, weil du für andere Dinge einfach zu dumm und unqualifiziert bist.

Eliminate performance anxiety

Donnerstag, 5. Januar 2012

„Wenn man schon nichts zu sagen hat, dann muss man das wenigstens in einer tollen HTML-Mail tun und diese mit etwas oefx, opkgrw und qweq zwischen den letzten sinnhalten Wörtern anreichern“, ja, genau das scheint sich der Verfasser dieses wunderbaren Werbetextes für angebliche Pimmelpillen einer russischen Betrugsapotheke gesagt zu haben:

Screenshot der Spam

Ob es wohl irgendwo in der Welt Menschen gibt, die in so einen Schrott noch reinklicken? Ich befürchte… ja, die gibt es. Hoffentlich sind es wenigstens nicht so viele.

Neuen 2012 Wichtige Updates!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Aber einen ganz neuen, und ganz wichtige Updates! Ziemlich neu ist die Phishing-Idee, die in dieser Spam verbastelt wurde, und von daher ist sie auch ein bisschen gefährlich. Es soll nicht auf einen Link geklickt werden, sondern stattdessen ist ein „Formular“ zum „Ausfüllen“ an die Mail gehängt – offenbar haben die Warnungen der Polizeien und Banken, nicht auf Links in Mails zu klicken, um dann irgendwelche Kontoinfos an lichtscheue Typen zu geben, eine gewisse Wirkung entfaltet. Und jetzt müssen die Phisher ein bisschen kreativ werden. Aber wenn man seinen Strunztext dermaßen bescheuert formuliert, dann wirds auch nichts mit der tollen neuen Masche.

Sehr geehrter Inhaber der Kreditkarte,

Hallo! Deinen Namen kennen wir nicht, aber immerhin versuchen wirs mal mit dem „sehr geehrter“, während wir dich in Wirklichkeit verachten.

Ihre Kreditkarte wird vorübergehend für neue Sicherheits-Updates gesperrt.

Wie jetzt, für meine Kreditkarte gibts keine neue Sicherheit mehr?! :mrgreen:

Wir müssen unsere Datenbank zu aktualisieren jedes Jahr. Aus diesem Grund haben wir vorübergehend Ihre Kreditkarte gesperrt.

Klar, Kreditkarten werden jedes Jahr einfach alle gesperrt, weil da irgendwelche Leute an den Datenbanken rummachen. Die Umsatzausfälle sind den Banken dabei völlig egal, deshalb machen die Banken das auch so. Großes Spamkino!

Ihre Kreditkarte wird freigeschaltet, nachdem Sie und laden Sie das beigefügte Formular werden.

Alles klar? Na, dann…

Danke,
Visa und Mastercard Support Team.
© Copyright Visa Europe 2012

danke für die Mitarbeit an diesem Beschiss.

Das „beigefügte Formular“ ist übrigens eine HTML-Datei als Mailanhang mit einem HTML-Formular drin. Ich habe das mal ein bisschen bearbeitet, so dass auf keinen Fall Daten an die Verbrecher gehen können und hier hochgeladen, damit sich jeder anschauen kann, wie so ein Mailanhang „gebaut ist“¹. Die eingebetteten Grafiken werden übrigens aus dem halben Internet nachgeladen, und wie man in einer HTML-Datei die HTML-Entity für einen Umlaut schreibt, scheint zu diesen technischen Spezialexperten der organisierten Internet-Kriminalität noch nicht vorgedrungen zu sein.

Anders, als bei Links auf bekannte Phishing-Sites, wird hier vom Browser oder vom Mailclient niemals eine Warnung ausgegeben, und doch ist im Original ein von den Kriminellen verwendeter Server das Ziel für die eingegebenen Daten. Wer sich auf die „eingebaute Sicherheit“ seines Browsers oder seiner Mailsoftware verlässt, ist also wieder einmal verlassen. Wer aber seinen Kopf einschaltet, löscht die Spam schon nach den Worten „Sehr geehrter Inhaber der Kreditkarte“, denn so würde keine Bank dieser Welt ihre Kunden ansprechen – und vom Rest des Textes dieser Müllmail will ich gar nicht erst reden. Aber ich befürchte, dass da bald bessere Mails umlaufen.

¹Geändert am 17. Dezember 2013. Zwei Jahre nach der Masche erscheint es mir nicht mehr notwendig, diese Datei hier zu halten, zumal sie zu Fehlerkennungen durch gängige Sicherheitsprogramme führt.

Angebot für Seite http://www.tamagothi.de/

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Und ich dachte schon, dass der Mailserver endgültig abgeraucht wäre, so wenig originelle Spam gab es in den letzten Tagen. Aber dafür bin ich jetzt ja entschädigt worden, denn hier bekommt meine Homepage ein „Angebot“ von so einem ganz großen Spezialexperten des Internet, der trotz seines gewiss beneidenswerten Wissenschaftes in seiner Hirnkrypta immer noch nicht weiß, was der Unterschied zwischen einer einzelnen Seite und einer Site oder Website ist. Und ich bekomme deshalb eine Spam. Das erfreut doch das Herz!

Absender dieses virtuellen Drecks ist übrigens newsletter (at) cia (strich) ug (punkt) eu, und dass ich mehr als genug Müll im Postfach habe und dort nicht gerade einen Newsletter abonniert habe, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. Deshalb geht dieser Dreck auch an eine Mailadresse, die ich nur für einen einzigen, sehr speziellen Zweck verwende und deshalb leider veröffentlichen muss, aber niemals irgendwo als Kontaktadresse angebe. Kurz gesagt, die Mailadresse wurde mit einem Harvester abgegriffen.

Bei Anzeigeproblemen hier klicken um sich die Email online anschauen zu können.

Das heißt in richtigem Deutsch: Wenn wir zu bescheuert sind, eine HTML-formatierte Mail so zu verfassen, dass sie problemlos angezeigt werden kann, dann klicken sie auf den Link, um sich unsere Spam auf einer Website von Spammern anzuschauen. Wer könnte dazu nein sagen?!

s

Na, nervöse Finger beim Tippen des Drecks?

(CIA) Advertising

Der Werbemarktplatz

Aber sowas von „Der“! Den würde man ohne Spam gar nicht kennen, diesen „Der Werbemarktplatz“…

Webmaster

Einfach mit der eigenen Webseite Geld verdienen.

Sponsoren

Platzieren Sie Ihre Werbung punktgenau und in Eigenregie.

Adserver

Nutze Deine eigenen Kampagnen parallel zu unseren Kampagnen.

Community

Lerne andere Webmaster und Werbende kennen, tausche Dich mit ihnen aus.

[Die Formatierungen sind original]

Vor allem auf eine „Community“, in der sich Leute treffen, die auf einen Spammer reingefallen sind, bin ich ganz heiß! Da lernt man bestimmt interessante Leute mit wertvollen Ideen kennen. :mrgreen:

Advertiser

  • Geo-Targeting, System-Targeting, Rubrik-Targeting (z. B. Startseite, News, Profil …), Geschlechter-Targeting, Alters-Targeting, uvm…
  • Ausführliche und übersichtliche Statistiken aller Kampagnen
  • Direktes Einbuchen von Standard- und Sonder-Werbeformen wie z. B. Layer, Wallpaper/TandemAd, Expandable-Banner
  • Verschiedene Diagnose-Tools zur Konversionsberechnung
  • Freie Auswahl von Internetseite/n und/oder Channel
  • Um alle Möglichkeiten kennen zu lernen, registrieren Sie sich oder setzen Sie sich mit unserem Verkauf in Verbindung. Wir beraten Sie gerne.

Ich sehe ja schon ein Fadenkreuz vor meinem inneren Auge, wenn ein normaler Werber von „Targeting“ spricht, aber bei einem Spammer ist diese Assoziation noch aufdringlicher. Und was muss der für ein tolles, gutes Targeting machen! Unfassbar! Das sieht man ja schon daran, was für Websites dieser tolle Lügenvermarkter¹ für seine Spamaktionen auswählt. Nicht einmal oberflächlich wird da überflogen, alles wird zugespammt.

Sehr geehrter Webmaster,

Deinen verdammten Namen kennen wir nicht, obwohl…

Im Internet sind wir auf Deine Webseite http://www.tamagothi.de/ aufmerksam geworden.

Wir finden die Webseite sehr interessant und würden Dir gern unseren Marktplatz für Werbung CIA-Advertising.de vorstellen.

…wir „im Internet“ – wo zum Henker eigentlich sonst – auf deine Website „aufmerksam“ geworden sind. Wie du heißt, können wir ja nicht wissen, wenn wir uns weiter nicht für die Dinge interessieren, auf die wir „aufmerksam“ geworden sind. Aber dass wir dich im Grunde verachten, wirkt auch nicht so gut, weil wir wollen von dir, dass du deine Leser für dreißig Silberlinge an die Reklamelügen eines Typen verkaufst, der für seine eigene Werbung auf illegale und asoziale Spam setzt.

Sicherlich haben Sie schon mehrere Werbenetzwerke getestet und sind mehr oder weniger glücklich damit.

Oh nein, ich bin sehr glücklich damit, meine Seiten nicht mit Werbung zu vergällen. Das ist „eurer Aufmerksamkeit“ wohl ein bisschen entgangen

Aber schön, dass ihr so zeigt, welchen Nährwert und Geschmack der Honig hat, den ihr den Sitebetreibern mit eurem „aufmerksam geworden“ ums Maul schmiert. 😈

Klar, es gibt mind. 882721 Anbieter auf dem Markt.

Oh cool, ihr könnt eine Zufallszahl in die Mail einfügen!

Bietet Dir Dein Anbieter aber wirklich folgende Features?

  • Echtzeitmarktplatz
  • eigene Kampagnen möglich
  • freie Kampagnenauswahl (Du bestimmst, welche Werbekampagnen auf Deiner Seite laufen sollen)
  • Community (Forum, private Nachrichten ect)
  • Deine Werbung auf der Startseite von http://www.cia-advertising.de/ (veröffentliche News und mache kostenlos Werbung für Deine Webseite)
  • pünktliche monatliche Auszahlungen ohne Mindestumsatz

Zumindest wird jeder ernstzunehmende Anbieter das „Feature“ bieten, auf illegale und asoziale Kommunikationsformen wie E-Mail-Spam an automatisch aus dem Internet extrahierte Mailadressen zu verzichten. Legalität und – vielleicht noch wichtiger – ein Mindestmaß von Respekt vor anderen Menschen, der den Gedanken an einen Missbrauch offener Kommunikationskanäle gar nicht erst aufkommen lässt, sind in jedem Fall eine bessere Grundlage für irgendein Miteinander als eine Spam, in der Punkte in geringfügiger sprachlicher Abwandlung wiederholt werden, um den falschen Eindruck echter Fülle zu erwecken. Einmal ganz davon abgesehen, dass sich jedes Geschäft mit einem Spammer verbietet – und eines, was ich einem Spammer niemals zur Verfügung stellen würde, wäre eine Möglichkeit, auf meiner Website Inhalte publizieren zu können.

Das sind nur wenige Features, die Dich erwarten. Lerne jetzt alle Möglichkeiten von CIA-Advertising kennen und registriere Dich – kostenlos und unverbindlich.

Was ich einem E-Mail-Spammer ebenfalls niemals geben würde, ist eine „Registrierung“, bei der ich ihm eine aktive Mailadresse mitteile.

Lege Deine Webseite(n) und Werbefläche an und erscheine nach der Prüfung Deiner Seite live und in Farbe auf unserem Marktplatz.

Und bunt! :mrgreen:

Einfacher kann das Geld verdienen nicht sein. Spitzen Kampagnen, gekoppelt mit einer kostenlosen Adservertechnologie und einer social Community.

Was das „social“ zu bedeuten hat, sehe ich bereits am antisozialen Missbrauch bestehender Internetstrukturen durch Spam.

Wir freuen uns auf Dich, auf Deine Seite. Wir hoffen, Du freust Dich über klasse Werbung und gute Umsätze oder über die Nutzung unseres Adservers.

Schau einfach mal vorbei uns lass Dich überzeugen.

http://www.cia-advertising.de/

Ich bin schon überzeugt, nur nicht wie gewünscht…

Seitenbetreiber

  • Stelle Deine Bannerflächen auf dem Echtzeitmarktplatz unseren Werbetreibenden für Buchungen zur Verfügung
  • Entscheide selbst, welche Kampagnen für Deine Seite passend sind oder nicht
  • Steigere die Konversionen und Gewinne Deiner Kampagnen
  • Nutze eine Vielzahl von Targeting-Möglichkeiten
  • Nutze Deine eigenen Kampagnen parallel zu unseren Kampagnen
  • Tausche Dich innerhalb unserer Community zu verschiedenen Themen aus
  • Lerne jetzt alle Möglichkeiten von CIA-Advertising kennen und registriere Dich.

Und frage dich nie nach dem Genuss dieser dritten Wiederholung der beeindruckend formulierten, aber inhaltlich dürftigen Merkmalsliste, was eigentlich der Unterschied zwischen einem „Sehr geehrten Webmaster“ und einem „Seitenbetreiber“ sein soll… 😈

Impressum

Cool, eine Spam mit Impressum! 😆

CIA UG (haftungsbeschränkt)
Gregor-Fuchs-Str. 33, 04318 Leipzig

Registergericht: Amtsgericht Leipzig
Handelsregisternummer: HRB 24710
Umsatzsteuer ID: DE265193892

Wie viel Geld da wohl im Stammkapital stecken wird?

Die Anschrift, die mir ein whois -H des für die Spam verwendeten Mailservers liefert, enthält zwar die gleiche Firmierung, aber eine abweichende Anschrift.

Aber das Sahnehäubchen auf dieser Mail ist der Abschluss:

Du möchtest keine Mail mehr von uns? Klick einfach hier um Dich aus unserer Wunschseitenliste auszutragen!

Richtig! „Klick einfach hier“, so ganz ohne jeden Link. 😀

So werde ich wohl ewig in deren „Wunschseitenliste“ verweilen – in die ich mich natürlich niemals selbst eingetragen habe.

¹Ein Werber ist nichts anderes als ein bezahlter Lügner und darin dem Spammer verblüffend ähnlich. Wer mir das nicht glaubt, schaue sich bitte einfach eine Stunde lang bewusst Werbung an und vergleiche sie mit der Wirklichkeit. Ich mag ja die kleine „Zusammenfassung“ aus „Falling Down“ sehr gerne…

You have notifications pending

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Diese Spam kommt mit dem gefälschten Absender member (at) linkedin (punkt) com:

LinkedIn

Maura Stewart sent you a message.

Date: 12/22/2011

Subject: You have notifications pending

Follow the link below to open the Message View page http://www.linkedin.com/nus-trk?trkact=viewMemberProfile&pk=member-home&poster=25184728

View/reply to this message

Don’t want to receive e-mail notifications? Adjust your message settings.

© 2011, LinkedIn Corporation

Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass diese Spam nicht von LinkedIn kommt. Der Link scheint auch nur auf LinkedIn zu gehen. Es handelt sich um eine HTML-formatierte Mail, und was auf den Text einer nach LinkedIn aussehenden URI verlinkt wurde, das führt in Wirklichkeit zu pu62 (punkt) jr1 (punkt) ru (slash) anus (punkt) ru – eine Seite, die ihrem Besucher auf jeden nur erdenklichen Weg Schadsoftware unterjubeln möchte. Unbemerkt, versteht sich…

Bitte niemals auf so einen Müll reinfallen!

Die Verwendung einer guten Mailsoftware kann helfen, diese Form der kriminellen Spam sicher zu erkennen. Der Thunderbird in seinen Standardeinstellungen etwa, er gibt regelmäßig eine deutliche Warnung aus, dass es sich um einen Betrugsversuch handeln könnte, wenn ein Link auf einem Text liegt, der wie eine URI in einer anderen Domain aussieht. Ja, diese Art Angriff ist dermaßen billig, dass sie von einem ansonsten dummen Computer bemerkt werden kann! Ein Mensch, der diesen Müll vor sich hat, müsste hingegen vor dem Klick prüfen, wo der Link hinführt, indem er in die Statuszeile schaut, was leider eine nicht so alltägliche Form der Sorgfalt ist. Da ist es doch gut, wenn ein Computer zusätzlich tut, was ein Computer eben besonders gut kann – nämlich ein paar einfache Regeln anzuwenden, um damit den Menschen vorm Computer in dem zu unterstützen, was er mit dem Computer anstellen will. In so einem Fall ein wirksames Stück zusätzlicher Schutz. Es nützt leider denjenigen Menschen gar nichts, die glauben, dass Webmailer die beste Erfindung seit dem Rade sind, weil das ja so schön einfach ist und sie gar nichts installieren und verstehen müssen… und diese Menschen werden elenderweise immer mehr.