Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „gmail.com“

Important Message

Sonntag, 7. Juli 2019

Und, um was geht es? Normale Menschen schreiben das in den Betreff rein. Spammer nicht. Mal reinschauen:

Von: ExxonMobil <sundal@exxon.no>
Antwort an: hansbjsundal@gmail.com

Der Absender ist gefälscht. Die weitere Kommunikation soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot laufen. Beide Mailadressen sind mir völlig unbekannt

Jemand, der es nötig hat, bei einer ersten Kontaktaufnahme seinen Absender zu fälschen, ist doch sicherlich ein guter und zuverlässiger Geschäftspartner, oder? 😉

Hi,

Das ist mal wieder ganz genau mein Name. 😀

Compliment of the day. My name is Hans Bjarne Sundal, I work with ExxonMobil Norge as a contractor here in Stavanger, Norway branch. I have an important business transaction I will like to share with you. Do find it proper to contact me for more details.

Ach, du weißt nicht einmal, wie ich heiße, so dass du mich „Hi“ nennst; du mailst mich bei der ersten Kontaktaufnahme mit gefälschten Absender an; du schreibst in unverschlüsselter und nicht digital signierter E-Mail offen wie auf einer Postkarte von irgendwelchen ominösen Ölgeschäften, die du mit mir „teilen“ willst und du magst dann doch nicht in die Einzelheiten gehen. Aber es geht um Öl, und ich soll mir vermutlich jetzt schon Berge von Geld vorstellen. 💰

Nun, Spammer, ich stelle mir einen Schädel ohne Inhalt vor, wenn ich diesen Quatsch lese. Deinen Schädel.

Thank you.

Wofür bedankst du dich so pseudohöflich? Dafür, dass du mir etwas von meiner beschränkten Lebenszeit mit deiner Spam geklaut hast?

Best Regards,
Hans Bjarne Sundal

Ja, ich weiß: Du bist eigentlich ein ganz netter Mensch. Und wenn du ein paar Freunde hättest, dann könnten die das sogar bestätigen.

Entf! 🚮

Guten Tag.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Qualitätsbetreff. Mit Punkt.

Von: P. Wong <info@beikert.com>
Antwort an: peterwongtunghsb@gmail.com

Qualitätsfälschung des Absenders. Aber bitte trotz des gefälschten Absenders ganz feste daran glauben, dass die folgende, ohne nennenswerte Mühe ersonnene und dargelegte und völlig unglaubwürdige Geschichte stimmt:

Lieber Freund, Meine E-Mail kommt überraschend zu Ihnen, aber ich entschuldige mich für etwaige Unannehmlichkeiten. Ich wende mich an Sie, um einen Betrag von 35 Millionen USD für Investitionszwecke in Ihrem Land zu überweisen. Ich schreibe aus Hong Kong. Bitte kontaktieren Sie mich für Details, wenn Sie über meine private E-Mail interessiert sind. peterwongtunghsb@gmail.com Mit freundlichen Grüßen Mit freundlichen Grüßen Peter Wong

Qualitätsvorschussbetrug mit Prädikat „alt und abgestanden“. Bitte über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse unverschlüsselt mit einem Unbekannten über 35 Megadollar kommunizieren, die einem ins Leben reinragen, weil man so ein lieber Freund ist und so eine schöne Mailadresse hat – und nicht davon abhalten lassen, dass dieser angebliche Geldsack aus Hong Kong zwar nach eigenen Angaben 35 Megadollar zum Investieren rumliegen hat, aber das bisschen Geld für einen richtigen Dolmetscher lieber einspart! Schön über seine private E-Mail interessiert sein und sich die üblichen Geschichten erzählen lassen; einmal genug Daten für einen Identitätsmissbrauch an Trickbetrüger geben; eine Vorleistung nach der anderen anonymisiert über Western Union bezahlen, weil der Herr Wong leider auch kein Bankkonto hat und nachdem man ein paar tausend Euro abgelegt hat, weil man ein paar Millionen vor Augen hatte, feststellen, dass jeder Enttäuschung eine Täuschung vorweggeht.

Freundliche Füße halten besser, wenn sie doppelt sind. Sie kosten ja auch nichts.

INFO

Dienstag, 25. Juni 2019

Ein extraspammiger Qualitätsbetreff, der nichts sagt. Mal reinschauen: Aha, eine Spam nach dem Motto „Hey, du bist ein gebranntes Kind? Komm, da hast du einmal Pech mit dem Feuer gehabt, das kann aber auch ganz anders laufen und wunderschön werden. Du musst offen im Geiste sein! Du darfst nicht einfach aus deinen bisherigen Erfahrungen Vorurteile machen! Komm, renn nochmal jubeljuchz ins Feuer! Oder patsch wenigstens nochmal dein Händchen auf die so lustig glühende Herdplatte! Danach regnet es auch Schokochips vom Himmel und alles wird schön“.

Calle Capitбn Carlos Haya, 1 28901 Madrid
TFL/FAX: +34-911-985-xxx
E-mail: infoimfxxxx24@gmail.com
REF: ML/11/06/19

ACHTUNG; BEGЬNSTIGTER! [sic!]

SEI GEWARNT! STOPPT ALLE KOMMUNIKATION MIT IHNEN
Nach mehreren Untersuchungen und Recherchen in der Internet-Datenbank [sic!] finden wir Sie unter denen, die betrogen wurden und dies beweist, dass Sie wirklich von Betrьgern betrogen wurden in der Hoffnung, einen Fonds oder den anderen zu bekommen, der nicht real ist.

Wir arbeiten mit NATIONAL SECURITY AGENTUREN zusammen, um jeden Betrьger aufzuspьren, nicht mehr auf ihre E-Mails, Briefe und Telefonanrufe zu reagieren, da es sich um Betrug handelt, und Sie sollten sehr vorsichtig sein, um nicht lдnger Opfer von Betrьgern zu werden Du hast nichts zu bieten, als abzuzocken [sic!], woran du hart gearbeitet hast.

Die Summe von siebenhunderttausend Euro (Ђ 700.000,00) sollten Sie als Entschдdigungsfonds fьr Betrug erhalten.

SEI GEWARNT! STOPPT ALLE KOMMUNIKATION MIT IHNEN.
Wir haben Ihren Fonds an der Stelle des Zahlungsagenten hinterlegt [sic!], wo die Untersuchung begonnen hat [sic!]. Bestдtigen Sie Ihre Daten erneut [sic!], damit sie sich der Person, die sie bezahlen, sicher sein kцnnen.
Wenden Sie sich an das Bьro des Zahlungsagenten und senden Sie Ihre Daten ьber die unten angegebene E-Mail-Adresse.

ZAHLUNGSVERABEITUNGS FORMULAR

Begьnstigter: ______________________ Geburtsdatum: __ /_ / __

Referenznummer: __________ Adresse: ___________________

Stadt: _________ Postleitzahl: ________ Provinz: _________

Land: _______________Telefon: _____________________

Mobiltelefon: _______________ Fax: _________________

E-Mail: _________________ Besetzung: _________________

Bankьberweisung:____________ Scheck:________________

Gesprдchspartner: Herr. Antonio Gmoez ESQ. (Email: antoniogomezxxx66@gmail.com )

Danke fьr Ihre Kooperation

Mfg,
Snr. Olivia Maria Camacho
(ERMITTLUNGSBEAMTER)

[Telefonnummern und Mailadressen von mir unkenntlich gemacht]

So so, ein Betrüger, der mit ganz geheimen Geheimbehörden zusammenarbeitet, warnt mich also nach seiner Recherche in „der Internet-Datenbank“ (die vermutlich irgendwo in diesem Internet herumliegt) in unbeholfenem und sehr missverständlichem Deutsch voller kyrillischer Einsprengsel vor Betrügern. Dass so eine namenlose Internetpolizeiwache, die mit jeder Menge internationaler Geheimdienste zusammenarbeitet und mal eben an „Achtung Begünstigter“ weitgehend grundlos 700 Kiloøre Entschädigung auszahlen kann, sich aber auch nicht einmal einen richtigen Dolmetscher leisten mag, sondern stattdessen für Übersetzungsarbeiten einen Praktikanten nimmt, der mal ein deutsches Wörterbuch von A-Z durchgearbeitet hat… :mrgreen:

Natürlich gibts das Geld aus dem sonnigen Spanien wieder nicht mit einer SEPA-Überweisung oder als zugesendeten Scheck, sondern mit den kompliziertesten Spezialverfahren, bei denen man eine Vorleistung nach der anderen bezahlen muss. Nein, nicht mit einem Scheck oder einer SEPA-Überweisung, sondern teuer und anonymisierend über Western Union und Konsorten. Diese Vorleistungen werden dann von den Betrügern für ihren verfeinerten Lebensstil ausgegeben. Die 700 Kiloøre existieren gar nicht.

from mr godwin joshua

Montag, 24. Juni 2019

Tja, normale Menschen schreiben in einen Betreff rein, um was es in der Mail geht. Und dumme Vorschussbetrüger schreiben da noch einmal ihren für mich völlig fremden und bedeutungsleeren Namen rein, der übrigens schon als Absender sichtbar wird.

Ach ja, der Absender:

Von: MR. GODWIN JOSHUA <devkaranblb4u@yahoo.co.in>
Antwort an: godwinjo1997@gmail.com

Der Absender ist natürlich gefälscht¹. Und die gesamte weitere Kommunikation in dieser Sache – es geht vermutlich immerhin um 22,6 Megadollar, der Spammer hat es aber nicht so mit dem korrekten und unmissverständlichen Hinschreiben von arabischen Ziffern – soll über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim Freemailer von Google laufen, diesem auch nach mehrfachen Meldungen einer von Trickbetrügern missbrauchten Mailadresse regelmäßig völlig untätigen Freund aller schäbigen Kriminellen².

ATTENTION PLS!

„Obacht“ ausgeschrieben, „bitte“ abgek. – da kommt schon vor dem eigentlichen Text eine Ahnung von Stil auf. Einmal ganz davon abgesehen, dass das keine übliche Anrede eines Empfängers in einer geschäftlichen E-Mail ist. 😉

I am Mr. Habib.K.Fadila, the Auditing and Accounting manager of Bank of Africa (B.O.A ANNEX) Ouagadougou, Burkina Faso. I Hoped that you will not expose or betray my trust and confident that I am about to establish with you for the mutual benefit of our both family. In my department I discover an abandoned sum of (US$22.600.000.000Million) in an account that belongs to one of our foreign customer who died along with his family in plane crash.

Aber wo der Spammer schon meinen Namen nicht kennt, hat er wenigstens selbst einen Namen. Und dieser nach einem „Ich bin“ genannte Name ist nicht einmal der gleiche Name wie im Absender. Vermutlich konnte er sich seinen ausgedachten Namen nicht so lange merken. Aber dafür soll man jetzt ganz fest daran glauben, dass der Rest der wirren Geschichte stimmt.

Denn der Spammer hat einen tollen Job: Er ist Oberbanker in Burkina Faso. Bei einer Bank, wo immer das viele Geld rumliegt, das den Menschen dann fehlt. Leider hat der freundliche Bankkaufmann aus dem Spameingang, der hier einen Komplizen für einen angeblichen Betrug sucht, auf der Berufsschule für Bankkaufmänner noch nicht gelernt, wie man Zahlen hinschreibt, und deshalb entsteht ein Betrag von 22,6 Milliarden Millionen US-Dollar, also 22,6 Billiarden Dollar. So viel Geld gibt es natürlich nichtaber das kann durchaus noch kommen:mrgreen:

Vermutlich wollte er schreiben, dass es 22,6 Millionen Dollar sind. Aber wer sich seinen ausgedachten Namen nicht so lange einprägen kann, der kann auch beim Abzählen der Nullen mal durcheinanderkommen.

It is therefore upon this discovery that I now decided to make this business proposal to you and release the money to you as the next of kin or relation to the deceased for the safety and subsequent disbursement since nobody is coming for it. I agree that 40% of this money will be for you, and 60% would be for me. Then after the money is been transferred into your account, I will visit your country for an investment under your kind control.

Und jetzt bin einmal mehr ich gefragt. Ich soll einfach einen Erbschaftsbetrug machen, mir das Geld aufs Konto überweisen lassen, vierzig Prozent davon in meine Taschen stecken und die restlichen sechzig Prozent holt sich unser Bankster mit seiner Namens- und Zahlenschwäche ab. Da ist er sich auch so richtig gut mit sich selbst einig geworden. 😀

Aber erstmal…

You have to contact my Bank directly as the real next of kin of this deceased account with next of kin application form which I will send to you immediately I hear from you. All you are required to do now is to confirm the bellow information through my private email address for a security reasons to enable us commence immediately.

1. Your Full Name:
2. Home Address:
3. Age & Sex:
4. Occupation:
5. Cell Phone:
6. State of Origin:
7. Country:
8: Marital Status:

…muss ich mich ein bisschen datennackt machen. Vor einem Banker, der seine Absenderadresse fälscht und Zahlen nicht so hinschreiben kann, dass dabei keine Ambiguitäten entstehen und mich als Komplizen für einen Erbschaftsbetrug ausgewählt hat, weil ich so eine schöne Mailadresse habe, obwohl er mich überhaupt nicht kennt. Es geht ja nur um ein bisschen Geld. Und der einen von Sicherheitsgründen faselt, aber in unverschlüsselter E-Mail offen wie mit Postkarten kommuniziert.

Da müsste ich aber ganz schön blöd sein… oh ja, genau das ist die Absicht! Ja, die suchen Dumme, und die grenzbescheuerte Spam zur Einleitung eines Vorschussbetruges ist nur die Vorauswahl. Je dümmer, desto besser.

Denn nur ein sehr dummer Mensch zahlt eine Vorleistung nach der anderen, wobei schnell tausende oder gar zehntausende von Euro zusammenkommen, weil irgendwelche Trickbetrüger ihm immer wieder von den Millionen erzählen, die er bald haben wird. Und nur ein sehr dummer Mensch zahlt diese Vorleistungen vollständig anonymisierend über Western Union und vergleichbare Dienstleister, weil so ein freundlicher Bankkaufmann, Notar, Treuhänder, etc. leider kein Bankkonto hat, auf dem er etwa einen Scheck einlösen könnte. (In Wirklichkeit wollen die Betrüger nicht polizeilich ermittelbar sein, denn sie gehen nun einmal lieber ins Bordell als in den Knast.)

Waiting to hear from you soon.

Und dann setzt sich der Spammer hin und wartet auf die Antworten, wohlwissend, dass die Mutter der Dummen immer schwanger ist und dass er auf seine paar Millionen Spams demnächst zwanzig, dreißig Antworten vom IQ-Bodensatz der Weltbevölkerung bekommen wird. Leider sind diese Spammer immer noch nicht verhungert, so dass es beinahe so ausschaut, als hätte der Mugu recht und es wüchsen immer wieder neue naive und dumme Menschen nach. Dabei ist der Vorschussbetrug ein wirklich alter Hut, den jeder kennen sollte.

Yours faithfully,
Mr.Godwin Joshua

Mit Winkewinke vom Vorschussbetrugsspammer
Jetzt wieder mit dem tollen Namen aus Betreff und Absender

¹Das ist sehr einfach: Es kann eine beliebige Absenderadresse in eine E-Mail eingetragen werden, ähnlich, wie man auch auf einem Brief jeden beliebigen Absender schreiben kann. Da der Absender für den Transport von E-Mail (und Briefen) keine Rolle spielt und nicht überprüft wird, entstehen für einen Spammer (oder Witzbold) keine Probleme durch gefälschte Absender. Niemals auf den Absender einer E-Mail hin vertrauen!

²Ich habe es längst aufgegeben, so etwas an Google zu melden. Es ist eine Verschwendung begrenzter Lebenszeit. Google hat kein erkennbares Interesse am Schutz der Menschen vor Spam und Kriminalität. Zusammen mit derartigen Beispielmails gemeldete Adressen von Spammern sind manchmal sogar noch jahrelang aktiv. Deshalb ist GMail auch bei Verbrechern so beliebt.

Lieber glücklicher Gewinner

Samstag, 22. Juni 2019

Abt.: Wenn der Spammer sich mit seiner Spam Mühe geben würde, könnte er ja auch gleich arbeiten gehen…

Von: MICROSOFT WORD MEGA JACKPOT PROMO <westernmoneyunion915@gmail.com>

😯

Oh, man bekommt jetzt Geld dafür, dass man Microsoft Word benutzt? Schmerzensgeld sozusagen? Das fände ich aber sehr angemessen. Es ist unfassbar, wie Microsoft aus einer brauchbaren Benutzerführung nach und nach eine Benutzerschnittstelle aus der Hölle gemacht hat, die alles, was ich suche, an den verstecktesten Verstecken versteckt.

Und wie „schön“ man schon durch die Mailadresse darauf vorbereitet wird, dass man seine finanziellen Vorleistungen anonymisiert über Western Union leisten soll, weil es sich bei Lotteriegewinnen ohne Loskauf aus der Spam immer um Vorschussbetrug handelt, die älteste Betrugsmasche des Internetzeitalters.

Lieber glücklicher Gewinner

Hach ja, wenn dumme Programme „Dear lucky winner“ wörtlich übersetzen, klingt es stets so richtig deutsch. Und das Deutsch kitzelt auch weiterhin beim Lesen etwas unangenehm am Gehirnchen.

Diese Korrespondenz bestätigt offiziell, dass wir Anweisungen zur Auszahlung Ihrer Lotteriegewinne in Höhe von (250 000,00 £) erhalten Nach der zufälligen Auswahl von 15.000 Teilnehmern aus einer anfänglichen Datenbank von 300.000 E-Mails und der Zonierung aller Teilnehmer nach Kontinenten auf der ganzen Welt haben wir eine umfangreiche Liste erstellt, aus der Sie als einer der Gewinner der Aktion hervorgegangen sind Grand Draw Preis.

Es bedarf keines großen Sprachgefühles, um nach Genuss dieser schnell zusammengeklöppelten Wortanhäufung ein wenig skeptisch zu werden. „Diese Korrespondenz“ kann gar nichts bestätigen, es ist eine nicht digital signierte E-Mail, die offen wie eine Postkarte durch das Internet ging und die jeder auf dem Weg beliebig lesen und verändern konnte, ohne dass diese Manipulation auffiele. Die Frage, wie man Mailadressen nach Kontinenten „zoniert“, bleibt das Geheimnis des Spammers. Schließlich muss ich aber froh darüber sein, dass das dumme Übelsetzungsprogramm des Spammers nicht auch noch „Grand Draw Preis“ vollständig zu „Großzugpreis“ übelsetzt hat. 😀

Bitte füllen Sie das unten stehende Formular mit den korrekten Informationen aus und senden Sie uns eine E-Mail mit einer Rücksendungs-E-Mail, damit wir eine genaue und umfassende Aufzeichnung unserer Gewinner erhalten. Ihr Gewinnscheck wurde bei unserer entsprechenden Bank sicher verwahrt, bevor Sie bereit sind, Ihre Ansprüche zu erfüllen.

Vorname
Nachname
Alter
SEX
Postleitzahl
Land
Zustand.
Handynummer
Besetzung

Unentbehrlich für die (zum Beispiel versicherte postalische) Zustellung eines Schecks ist die Angabe des Alters, des Sexus, des Zustandes (fabrikneu, hirnversehrt, lobotomiert), der Telefonnummer oder der Besetzung, nicht hingegen die Angabe der Postanschrift. :mrgreen:

Wenigstens möchte der Spammer nicht wissen, welche Haustiere ich halte.

Wir raten Ihnen, diese Informationen so schnell wie möglich weiterzuleiten, damit wir Ihre Datei bearbeiten können.

Hach ja, wenn aus „file“ eine „Datei“ statt einer „Akte“ wird! Früher war es meist umgekehrt, und dann wurden in schlechten Übelsetzungen mit Computern Akten bearbeitet.

Zu schade, dass dieses angebliche „Microsoft“ kein Geld für einen richtigen Dolmetscher übrig hat.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Gelder sicher bei einer Sicherheitsfirma in Europa hinterlegt wurden und Ihre Informationen an diese weitergeleitet werden, bevor sie Ihre Gewinne freigeben können.

Aber ein paar Sätze zuvor hast du noch geschrieben, dass der Gewinnscheck auf der Bank liegt – und jetzt führst du die „Sicherheitsfirma“ der Vorschussbetrüger ein, die viel viel viel teurer als jede Bank ist.

Ach, ich verstehe: Leute, die lesen können und ein Gedächtnis haben, das mehr als dreißig Sekunden in die Vergangenheit reicht, schätzt du sowieso als viel zu intelligent für deinen dummen Betrugsversuch ein.

Nachdem Sie diese Informationen übermittelt haben, wird ein Zertifikat für Sie erstellt.

Das ist ja toll. Ich werde stempel stempel zertifiziert. Nach einer Angabe in einer digital nicht signierten, unverschlüsselten und beliebig von Dritten verfälschbaren E-Mail. Und warum das?

Dies ist Ihr Beweis dafür, dass Sie von diesem Büro zum Zahlungscenter gelangen, bevor Ihre Gelder freigegeben werden.

Richtig! Um einen Beweis zu haben! :mrgreen:

(Und um die ersten Vorleistungen für die „Zertifizierung“ zu zahlen, natürlich.)

Sie sollten Ihre Gewinnzahlen für sich behalten, um zu verhindern, dass skrupellose Elemente die Situation ausnutzen.

Von welchen Gewinnzahlen faselt der Idiot da? Die haben doch Mailadressen gezogen, nachdem sie diese zoniert haben. :mrgreen:

Nochmals herzlichen Glückwunsch.

Grüße,

Herr Gary Martins

Hey Gary, du spammender hirnkastrierter Schwachkopfgehilfe! Ich gratuliere dir zu deiner rekordverdächtig großen Blödheit, die dich vermutlich davor bewahrt, jemals allzuviel Einsicht in das eigene Elend zu haben und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du mal wieder so richtig angstfrei, kindisch und unbeschwert auf der Autobahn spielen gehen kannst.

Google

Freitag, 14. Juni 2019

Ja, habe ich schon einmal gehört. Und? Um was geht es?

Von: Google <zaitaku@nni-med.jp>
Antwort an: sergey.m.brin@gllcawardprom.com

Weder die gefälschte Absenderadresse noch die Antwortadresse sehen auch nur so ähnlich wie Google aus. Ist ja auch nicht von Google. Ist eine Mail zur Einleitung eines Vorschussbetruges.

Hello,

Das richtige Google kennt meinen Namen.

The attached PDF FILE contains your Official Notification Letter and Claims Instructions as a selected winner.

Sincerely,

The Google Team.

Ach, ich habe im Spamlotto von Google gewonnen. Na, das ist ja eine Überraschung. Das hatte ich ja noch nie! Und weil das jetzt gar nicht mehr in den Text der E-Mail passte, gibt es einen Anhang mit 146 KiB Stopfmasse für das Postfach. So eine schöne Stopfmasse! So ein ansprechend gefülltes Postfach!

Eine leider auch im Jahr 2019 immer noch sehr nötige Warnung: Niemals einen Anhang aus einer derart offensichtlichen Spam öffnen! (Generell Mailanhänge in nicht digital signierter Mail nur mit der Kneifzange anfassen und immer vor dem Öffnen beim Absender telefonisch nachfragen, denn in eine E-Mail kann jeder beliebige Absender eingetragen werden.) Der Ärger, den man sich mit einem schnellen, unbedachten Klick einfangen kann, ist das bisschen befriedigte Neugierde nicht wert. Dettelbach ist überall. Der Heise-Verlag auch.

Detail aus dem PDF: Google Seal of ApprovalWer gar nicht widerstehen kann und unbedingt mal sehen möchte, wie die „Gewinnbenachrichtigung“ von Google aussieht: Ich habe das PDF in Gimp importiert. Das ist zwar auch nicht völlig sicher, aber allemal sicherer als die Adobe-Bloatware mit der furchteinflößenden Sicherheitsgeschichte, mit der die meisten Menschen ein solches Dokument aufmachen würden. Es ist kaum davon auszugehen, dass ein im Internet mit Schrotmunition um sich schießender Spammer eine Sicherheitslücke im Gimp ausnutzen würde, wenn doch die allermeisten Menschen den Adobe Reader mit seinen umfassenden Skripting-Möglichkeiten und seiner viel zu hohen Komplexität verwenden werden.

Das Dokument ist das übliche Spamkino. Hier hat wieder einmal ein außerordentlich untalentierter Layouter vor der Aufgabe gestanden, einen „offiziellen“ Brief von Google zu gestalten und dabei alle Register seines Nichtkönnens und seiner völligen Geschmacklosigkeit gezogen (zum Vergrößern Vorschaubild anklicken):

So sieht der Brief mit einer Gewinnbenachrichtung von Google aus -- heute gibt es 1,35 Megadollar dafür, dass ich so eine schöne Mailadresse habe

Unentbehrlich für eine Banküberweisung von 1,35 Megadollar ist die Antwort auf die Fragen, ob man jemals zuvor so eine E-Mail bekommen hat und ob man sich als Gewinner fühlt.

Herzallerliebst auch die mit einem Tamil-Font gemachte „Unterschrift“ von Sundar Pichai. Zu ärgerlich für die Spammer, dass es zum Wikipedia-Lemma Sundar Pichai keine eingescannte Unterschrift gab, sonst hätte die Fälschung wenigstens ein bisschen weniger heiterkeitsfördernd ausgesehen. Aber auch beim Mitnehmen von Unterschriften aus der Wikipedia können dumme Spammer zu langanhaltenden Lachschmerzen führen. 😀

Eigentlich kaum vorstellbar, dass darauf immer noch jemand reinfällt, vor allem, wenn die Präsentation des Betruges so mies und lächerlich ist. Leider gibt es diese Lotteriegewinne immer noch sehr regelmäßig im Glibbersieb, häufig noch unterzeugender als dieses Beispiel. Die Spammer müssen also immer wieder ein paar naive Menschen finden, denen sie mit dem Versprechen irgendwelcher Fantastillionen Geld für allerlei Vorleistungen aus der Tasche ziehen können. Inzwischen gibt es in solchen Spamtexten recht regelmäßig Hinweise…

NOTE!!! For security reasons, you are advised to keep your Winning information confidential till your claims are processed and your winning prize remitted to you. This is part of our Precautionary Measure to avoid Double Claims and Unwarranted Abuse of this Program; Please be WARNED!!!!

…dass es sich um ein ganz geheimes Geheimgeheimnis handelt, was einem da unverschlüsselt und somit offen wie eine Postkarte als E-Mail zugestellt wurde und dass man deshalb niemanden davon erzählen darf, weil das Geld sonst Flügel kriegen und fortflattern könnte. Vermutlich steht so ein Absatz drin, weil er die Trefferquote des Spammers erhöht – denn aus der Sicht des Spammers ist es jammerschade, wenn ein potenzielles Opfer seinen Freunden vom Lotteriegewinn erzählt und dann von ihnen über eine der ältesten Betrugsnummern des Internet aufgeklärt wird.

Hoffentlich erlebe ich noch die Zeit, in der niemand mehr darauf hereinfällt! So unterhaltsam diese ganzen „Briefe“ und „Gewinnbenachrichtigungen“ auch immer wieder sind: Eine Welt, in der solche Trickbetrüger einfach verhungern, ist viel erträglicher.

Please read carefully,

Montag, 10. Juni 2019

Aber nein doch. Spams irgendwelcher Schwachkopfgehilfen, bei denen nicht im Betreff drinsteht, um was es geht, muss man nicht auch noch besonders aufmerksam lesen. Es ist eh immer wieder das Gleiche.

Von: DR Rhama David Benson <bensondrrdavid@gmail.com>
Antwort an: DR Rhama David Benson <bdrrhamadavid221@gmail.com>

Dümmster gefälschter Absender des bisherigen Jahres! So unnötig und peinlich.

Aber was viele Leser gar nicht bemerken: Die Dummheit ist noch größer. Im größtenteils gefälschten Mailheader versucht der Spammer nämlich den Eindruck zu erwecken, seine Spam sei im Webmailer von Yahoo Mail verfasst worden. Immer, wenn ich glaube, ich hätte schon alles gesehen… 😉

From: Dr Rhama David Benson,

Aber das steht schon im Mailheader.

Please read carefully,

Und der Betreff steht auch schon im Mailheader. Außerdem kann er beim besten Willen keine persönliche Anrede ersetzen.

This message might meet you in utmost surprise. However, it’s just my urgent need for foreign partner that made me to contact you for this transaction. I got your contact from yahoo tourist search while I was searching for a foreign partner. I am assured of your capability and reliability to champion this business opportunity when I prayed about you.

Nein, ich bin seit 25 Jahren nicht mehr davon überrascht, dass ich Spam in meinem Posteingang habe, sondern nur ein bisschen genervt. Überraschend sind allerdings immer wieder die dummen Ausreden irgendwelcher Vorschussbetrüger, warum sie denn gerade mich anschreiben. Das machen wir doch alle so: Wenn wir jemanden suchen, mit dem zusammen wir ein paar Millionen Währungseinheiten durch die Welt schieben wollen, dann schauen wir in ein Yahoo-Verzeichnis für Tourismus. Und da finden wir lauter Mailadressen und suchen uns die schönste Mailadresse aus, denn die wird schon fähig und zuverlässig sein. Obendrauf ein frömmelndes Gebet drappiert, fertig ist die dumme Soße auf der faden Geschichte aus dem Neolithtikum des Trickbetruges.

Eigentlich schade, dass G‘tt mit Heuchlern nicht mehr wie in biblischen Zeiten umspringt, sonst gäbe es viel weniger „fromme“ Trickbetrüger und damit viel weniger Müll in der Mail und viel mehr erfreulich tote Spammer.

So, und wofür hast du dir jetzt jemanden aus einem Tourismusverzeichnis ausgesucht?

I am a banker by profession in Burkina-Faso, West Africa and currently holding the post of manager in account and auditing department in our bank. I have the opportunity of transferring the left over funds ($ 5.5 Million Dollars) belonging to our deceased customer who died along with his entire family in a plane crash

Ach, für fünfeinhalb Megadollar eines Toten ohne Angehörige, die dir nicht gehören und die du dir selbst mit einem irgendwie benötigten Komplizen betrügerisch zuschanzen willst. Und den Komplizen suchst du, indem du betest und Unbekannte anschreibst, die du als „Bitte aufmerksam lesen“ ansprichst. Schon klar! :mrgreen:

Hence; I am inviting you for a business deal where this money can be shared between us in the ratio of 60/40 if you agree to my business proposal. Further details of the transfer will be forwarded to you as soon as I receive your return mail as soon as you receive this letter.

Damit ich auch Lust darauf bekomme, bei so einem angeblichen Betrug mitzumachen – am Ende würde natürlich ich der Betrogene sein, weil ich eine finanzielle Vorleistung nach der anderen zahlte, und zwar immer anonymisierend über Western Union und Konsorten, denn der angebliche Banker bleibt nun einmal lieber anonym und hat leider kein Bankkonto – also, damit ich Lust bekomme, auf diesen antik anmutenden Betrugsversuch reinzufallen, wird mir mit 2,2 Megadollar vor den Nüstern meiner Imagination gewedelt. Natürlich existiert das Geld nicht.

Please indicate your willingness by sending the below information for more clarification and easy communication.

Aber erstmal muss ich einem Spammer, der offen seine Kriminalität eingesteht, sagen, wer ich überhaupt bin. Sonst hält der mich für unwillig, und dann gibts halt keine 2,2 Megadollar.

For more details, Contact me for more details.

Und wenn ich noch mehr dumme Lügen hören möchte, dann kann ich zurückschreiben, damit ich noch mehr dumme Lügen höre.

Jetzt aber zum Datenstriptease vor einem Trickbetrüger und Spammer – die hier angegebenen Daten sind natürlich auch für einen Identitätsmissbrauch verwendbar und werden sicherlich verkauft, nachdem der Betrug bis zum Ende durchgezogen wurde und aus dem naiven Opfer kein Geld mehr herauszuschütteln ist.

(1) YOUR FULL NAME
(2) YOUR AGE AND SEX
(3) YOUR CONTACT ADDRESS
(4) YOUR PRIVATE PHONE N0
(5) FAX NUMBER
(6) YOUR COUNTRY OF ORIGIN
(7) YOUR OCCUPATION

Aber ich habe gar kein Fax. Nimmst du auch eine Telex-Nummer? :mrgreen:

Trusting to hear from you immediately.
Thanks & Best Regards,
Dr Rhama David Benson.

Voller Sehnsucht nach neuem Geld für weitere Bordellbesuche
Mit Dank und Winkewinke
Dein spammender Vorschussbetrüger.

Ohne Betreff

Montag, 27. Mai 2019

Ich will es mal so sagen: Normale Menschen schreiben in den Betreff rein, um was es in der Mail ungefähr geht, damit der Empfänger eine Chance hat, seinen Posteingang halbwegs zügig abzuarbeiten. Spammer machen das eher nicht so.

Von: Elizabeth clark <elizabeth.clar.1a@vera.com.uy>

Kenne ich nicht.

Antwort an: elizabethclark744@gmail.com <elizabethclark744@gmail.com>

Der Absender ist gefälscht. Alle weitere Kommunikation soll über eine anonym und kostenlos eingerichtete Mailadresse bei Googles Freemail-Angebot laufen.

Hello I trying to reach you without success. Confirm that you receive this email for further proceedings.

There is a proposal I want to share with you.

Thanks

Ich will es mal so sagen: Selbst Menschen, die nicht zu den saftigsten Früchten am Obststand gehören, schreiben spätestens in den Text der E-Mail rein, um was es in ihrer E-Mail geht. Und zwar vor allem dann, wenn sie den Empfänger nicht kennen, als „Hallo“ ansprechen und auch noch etwas von ihm wollen. Die Frage, ob der, die oder das Absender:in dieser Spam so etwas wie ein Gehirn hat, kann vermutlich nur in der Metzgerei beantwortet werden.