Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Avira“

Subject: 64 % Rabatt – Premium-Schutz jetzt für 39,99 €

Montag, 2. Februar 2026

Na, Spammer, der du noch mal „Subject“ in deinen Betreff schreibst! Hast du Schmerzen mit deinem Spamskript?

Aber davon einmal abgesehen: So etwas wie eine Spam für angeblich preiswertes Antivirus-Schlangenöl hatte ich ja lange nicht mehr.

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© 2026

Und, wer hat jetzt das „geistige Eigentum“ auf diesen Kürzsttext aus dem Glibbersieb des Spamfilters? Doch nicht etwa das Jahr 2026. Und wo sind die „Abonnementdetails unten“ denn hin?

Von fehlenden E-Mail-Impressum will ich gar nicht erst anfangen.

Antivirus-Schlangenöl vom kriminellen Spammer ist immer das allerbeste! Da kann man sich auch gleich direkt die Schadsoftware auf dem Computer installieren. Allerdings gibt es diesen Hokuspokus für mein bevorzugtes Betrübssystem gar nicht, und für die von mir immer noch benutzte rd. zwanzig Jahre alte Antiquität von Handy natürlich auch nicht.

Der Link führt einmal mehr in die Cloud von Microsoft. Das scheint gerade so eine Mode unter Spammern zu sein. Dort gibt es eine Weiterleitungskette, die so lang ist, dass selbst bei Verwendung eines Textmodus-Browsers eine rd. zehnsekündige Verzögerung aufträte. Die Einzelheiten erspare ich hier, es würde sehr lang werden. Am Ende landet man tatsächlich bei Avira, natürlich mit angehängter Affiliate-ID des Spammers. Tja, Avira, so spült man mit Affiliate-Marketing sein letztes Stück Reputation im Klo runter. Es ist eine dumme Idee.

Das Schlangenöl verkauft sich wohl gar nicht mehr anders. Es hat sich wohl inzwischen rumgesprochen, dass es nur wenig zur Computersicherheit beiträgt, wenn man so ein Schlangenöl benutzt, und dass ein aktueller Softwarestand viel wichtiger ist, weil behobene Fehler nicht mehr ausgebeutet werden können. Gut so!

Einfach löschen, so einen Müll! Mit einer Spam kommt niemals etwas Gutes! 🗑️

Warum man immer mit wirksamen Adblocker im Web unterwegs ist…

Montag, 28. August 2017

Keine Spam, sondern nur ein Hinweis auf einen Artikel in der Website des Antivirus-Herstellers „Avira“:

Die meisten Scams stehen in Verbindung mit Weiterleitungen über Werbeanzeigen oder Pop-ups

Ja, richtig. Wenn man beim Surfen plötzlich eine erschreckende und überrumpelnde Meldung im Browser sieht, dass man sich einen Trojaner oder eine sonstige Schadsoftware „gefangen“ hat, handelt es sich immer um einen kriminellen Missbrauch eines Werbenetzwerkes.

Wozu auch immer man in den vorsätzlich einschüchternden Texten aufgefordert wird…

** IHR COMPUTER WURDE GESPERRT **

Fehler # DW6VB36

Bitte rufen Sie sofort an unter (040) xxxx xxxx.
Ignorieren Sie diese wichtige Warnung nicht..
Wenn Sie diese Seite schließen, wird der Zugang auf Ihren Computer deaktiviert, um weitere Schäden an unserem Netzwerk zu verhindern. Ihr Computer hat uns alarmiert, dass er mit einem Virus und Spyware infiziert wurde. Die folgenden Daten wurden gestohlen …

Facebook-Login
> Kreditkartendaten
> E-Mail-Konto-Login
> Auf diesem PC gespeicherte Fotos.
Sie müssen uns sofort kontaktieren, damit unsere Ingenieure Sie per Telefon durch den Löschvorgang führen können. BITTE rufen Sie uns in den nächsten 5 Minuten an, bevor Sie mit einem Verlust Ihres gesamten Computers zu rechnen haben.

Völlig kostenlos erreichbar unter : (040) xxxx xxxx

…man sollte das genaue Gegenteil davon tun. Auch, wenn diese Texte demnächst ein bisschen besser formuliert werden. Auf gar keinen Fall sollte man die Telefonnummer anrufen, um sich dort von geübten Betrügern übern Tisch ziehen zu lassen, damit man ihnen einen Wartungszugang auf dem eigenen Rechner nebst vollen Admin-Rechten gibt, so dass sie Schadsoftware aller Art installieren können.

Stattdessen sollte man, wenn man überhaupt etwas tun möchte, die kriminell missbrauchte Telefonnummer bei der Bundesnetzagentur melden, damit sie hoffentlich schnell gesperrt wird.

Aber auf jeden Fall sollte man sofort einen wirksamen Adblocker für seinen Webbrowser installieren, damit man diesen gefährlichen Kanal an der Wurzel blockiert und niemals wieder auf diesem Weg überrumpelt werden kann. Das von Avira anlässlich dieser Meldung angebotene Antivirus-Schlangenöl hilft natürlich nicht gegen vorsätzlich irreführende Werbung (es sei denn, dass es inzwischen um einen wirksamen Adblocker erweitert worden wäre), die einem wegen der Struktur der Werbenetzwerke übrigens auch auf ansonsten völlig unverdächtigen Websites begegnen kann.

Und nein: Dieser kriminelle Missbrauch von Werbenetzwerken und das dadurch verursachte Aufscheinen von Trickbetrügereien auf seriösen, beliebten Websites ist auch keine neue Erscheinung, sondern überrumpelt seit vielen Jahren immer wieder arglose und naive Computernutzer¹. Was neu ist, ist der angebliche Telefonsupport.

Und wenn sie jetzt endlich einen Adblocker haben und immer wieder Websites sehen, die angeblich mit einem Adblocker nicht funktionieren, dann wissen sie auch, dass die Betrieber dieser Websites Förderer der Organisierten Internetkriminalität und damit ihre persönlichen Feinde sind. Das hilft sehr beim Treffen von Entscheidungen, auch beim Treffen von Kauf- und Aboentscheidungen.

¹Die Screenshots vor sieben Jahren wurden bei GMX gemacht. Natürlich haftet keines dieser Unternehmen für die Folgen der von ihnen durch Werbeplatzvermarktung erst ermöglichten Kriminalität.

Aviras lächerliche Metasatire

Montag, 24. September 2012

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Ich finde ja, dass eine innerhalb des Windows-Desktops erscheinende Reklame, die mir ein Produkt anbietet, dass mich dann vor gewissen in meine Privatsphäre eindringenden Machenschaften der Werbetreibenden schützen soll, einen nicht zu verachtenden realsatirischen Charakter hat.

Nein, der Screenshot ist nicht von meinem Computer. Ich nutze gar kein Windows, und wenn ich solche Reklamemaschen sehe, habe ich einen weiteren Grund für diese Entscheidung.