
Quelle dieses tollen Scans: Quelle-Katalog.

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Das könnte doch glatt eine richtige Kategorie in diesem heiteren Blog zur Nachbereitung des täglichen Wahnsinns sein: „Zu doof zum…“
Jeden Tag aufs Neue fließen diese Mails bei mir rein, deren Absender einfach zu doof war. So zum Beispiel der aktuelle Versuch, den Leuten Malware unterzuschieben und ihre Rechner zu übernehmen. Dass da ein Doofkopf ohne gleichen spammt, zeigt sich schon im Betreff der Mail, der aus einem einfachen „Re:“ besteht.
Und auch der restliche Text ist sehr minimalisitisch und verzichtet auf irgendwelche Anredeversuche oder sonstiges, menschelnd wirkendes Zeug. Der gesamte Text lautet so:
Hiermit erhalten Sie die angeforderten Unterlagen
mfG
Und wieso soll das nun „zu doof“ sein, wenn da eine richtig üble Malware dranhängt? Das könnte doch auf vielen Arbeitsplätzen klappen, weil dort jede Menge unmotivierter Leute flüchtig formulierte Texte von Rechner zu Rechner schicken?
Ja, das könnte schon manchmal klappen…
Wenn da nur irgendetwas an der Mail dranhinge. 
Dieser kriminelle Spamkopf war wirklich so doof, das Attachment zu vergessen. Der hat seinen unvollständigen Schrott mal eben so auf ein paar Millionen Menschen losgelassen, ohne sich vorher zu vergewissern, dass da auch wirklich der böse Trojaner oder was auch immer dranhängt. Klar, er hat im Prinzip recht gehabt. Es gibt genug Leute, die im Internet wie die Pawlowschen Hunde auf alles klicken, was sich nur anklicken lässt.
Aber dazu hätte er den Leuten eben was zum Anklicken geben müssen. Der Idiot!
Und ich dachte schon, ich hätte heute gar nichts mehr zum Lachen. 😆
Ach ja, das ist hoffentlich klar. Wenn diese Mail demnächst mit Attachment kommt, einfach nur löschen. Und grundsätzlich niemals dem Anhang einer Mail vertrauen. Auch nicht bei bekanntem Absender, wenn unklar ist, warum der nun irgendwelche Dokumente rüberschickt.
Der Spammer, der sich zu diesem Text hat hinreißen lassen, muss völlig verstrahlt gewesen sein:
Die Berliner U-Bahn Mitarbeiter fanden die Reste eines unbekannten Flugkoerpers.
Interessant findet man auch die Ermittlung von moeglichen Gruenden des Unwohlseins einiger U-Bahn Angestellten.
Nach etlichen Inspektionen wurde ein Fremdkoerper gefunden. Wie Wissenschaftler behaupten, koennte der Koerper so gross wie ein Bus sein.
Es wurde auch vermutet, er haette seltsame Strahlen aussenden koennen und das wegen rund um dem Rumpf gebildeter „Totzone“.Naeheres dazu unter […URL von mir entfernt]
Bei dem rund um den Rumpf gebildeter „Totzone“ handelt es sich offenbar um das Gehirn des Spammers, dass von diesem wohl immer noch als „Fremdkoerper“ empfunden wird. Wer sensationsgeil auf den Link (zu einer kostenlosen Webpräsenz bei geocities) klickt, kann sich darauf verlassen, dass ihm dort etwas untergejubelt wird, was kein Mensch auf seinem Computer haben will. Also: Lesen, Lachen, Löschen!
Nicht nur beim windigen Online-Handel mit Pimmelpillen und harten Psychohämmern scheint man heute auf Droge zu sein, auch die leidigen Pennystock-Spammer scheinen heute ein kleines Problem mit ihrer Nüchternheit zu haben. Oder gibt es eine bessere Erklärung für die folgende Aufforderung, bei der ein entscheidender Teil im Rauschen der fehlerhaften Programmierung unterging:

Der fade Pixelsalat, in dem die eigentliche Botschaft völlig untergeht, kann ja wohl kaum jemanden zum Verzocken seines Geldes an der Börse reizen, auf dass die kriminellen Spammer noch reicher werden. Oder ist das etwa die erste von mir erhaltene Spam, die sich in Wirklichkeit an Aliens richtet? (Sind wir schon so weit? Au, Scheiße!)
Ihr kriminellen Schwachköpfe! Wenn ihr schon eure asozialen Skripten auf ein weit gehend wehrloses Internet loslasst, denn macht euer Hackwerk wenigstens so weit fehlerfrei, dass es seinen Zweck auch erfüllen kann. Aber selbst dazu seid ihr zu blöd.
Besonders starke Drogen muss wohl der Spammer genommen haben, der mich heute mit einer Mail betreffs „about Great Drugs 123″ beglückte. Der gesamte Text dieser Mail sei hier zitiert:
|“UVSTHNTDRFUVAkwiuh
Leider hat der Absender völlig offen gelassen, was ich mir denn nun „einwerfen“ muss, um seiner gewiss wichtigen „Mitteilung“ einen Sinn zu entreißen. Ich glaube aber kaum, dass man solchen Stoff einigermaßen offen im Internet kriegen kann. Aber das Zeug muss wirklich gut knallen. 😀
Lernt doch erstmal das Spammen, bevor ihr damit anfangt. Ihr Idioten!
Im Moment wird der virtuelle Mülleimer das EMail-Postfach mit diversem Wahnsinn aus der Spamhölle überschwemmt. Aber das meiste ist (fast) jedem Menschen mit einer Mailadresse wohlbekannt, deshalb heute nur eine kurze Zusammenfassung des Wichtigsten und die üblichen Warnungen.
Wann werden es die Spam-Verbrecher endlich einmal merken: Das Wichtigste beim Betrug ist (scheinbare) Seriosität. Diese vier Ausflüsse des täglichen Wahnsinns, die gerade besonders nerven – eine schreckliche Meldung, die in keinem Nachrichtenticker auftaucht; ein Online-Casino mit ständig wechselnden Servern und zwei Geschäfte mit ganz windigen Geschichten dazu – schaffen es nicht einmal in Ansätzen, seriös zu wirken. Die Deppen, die auf so etwas hereinfallen, werden bald entweder ausgestorben oder pleite sein. 
Zum Thema der Seriosität wären die Vorschussbetrüger übrigens gut beraten, zwei Dinge zu tun: Ihre Texte von jemanden schreiben zu lassen, der wirklich Englisch kann und bei der Angabe des Betrages anzugeben, was es für eine Währung ist. So ein einfaches „$“ kann auch für tonganische Dollars stehen – und als Bankangestellte sollten die das Kürzel USD doch wirklich häufiger einmal geschrieben haben, oder?
Im Moment ist ein Großteil der automatisch erstellten Kommentarspam in Blogs ähnlich gebaut. Als „persönliche Daten“ zu einem Kommentar werden ein Phantasiename, eine nicht existierende Homepage und eine nicht existierende Mailadresse eingetragen. Dann folgt als „Kommentar“ ein einzelner Satz oder eine kurze Aussage, die wahrscheinlich nach einem Zufallsverfahren aus anderen Quellen im Internet entnommen wird. Dieser immer gleiche Strunz wird gefolgt von etlichen Links auf die angebotenen Beglückungsideen, wobei es den dummen Spam-Skripten ziemlich gleichgültig ist, wenn sie dabei eine Link-Syntax verwenden, die das Blogsystem gar nicht unterstützt.
Aber manchmal entsteht bei diesem mechanischen Vorgang auch unfreiwillig ein bisschen Wahrheit, so wie in diesem aktuellen Fall:

„Give Me Money Please“ – Bitte, gib mir Geld! In diesen Worten ist trefflich zusammengefasst, was jeder Spammer von den Menschen will. Nur aus diesem einen Grunde, um ein paar unerfahrene Deppen abzuzocken spammt so ein krimineller Dumpfmeister ja auch.
Da schaue ich zum Ende eines müden, aber erfreulich warmen Tages aus dem Leben eines Mitgliedes der deutschen Unterschicht mal wieder in mein virtuelles Postfach, und was finde ich da? Eine Mail mit dem wenig verheißungsvollen Betreff „Metal Parts“, die mich so anredet, wie es niemand täte, der meinem Elend und meiner Bettelei gegenüber stünde:
Dear Mr. General Manager
Good morning
Das ist ja schon einmal ein guter Brüller für eine Spam. Und überhaupt ist diese Spam mal etwas anderes, da man gar nicht so leicht merkt, worauf die Absender hinaus wollen. Sehr stilsicher wird dargelegt, was eine (mutmaßlich nicht existierende oder hier missbrauchte) Firma aus der Volksrepublik China so alles leistet:
Pingcheng Precision strives to Metal Parts machined components and assemblies located in China Guangdong province. Pingcheng Precision has maintained a commitment to state-of-the-art manufacturing technology, demonstrated a collective talent for creative problem solving in engineering, incorporated the most stringent quality assurance measures .Pingcheng‘ most valuable assets are the trained, experienced, motivated craftsmen who take pride in the quality products they produce. All employees adhere to an aggressive continuous improvement program that affects every aspect of our business. This commitment is what generates our industry defining performance standards.
Eine kleine Schwäche im Genitiv und eine gewisse, recht unschöne Holprigkeit im Stil, aber gemessen am Standard anderer Betrügereien durchaus gelungen. Vor allem, weil die später angegebene Mailadresse mit der Absenderadresse übereinstimmt und auf eine Homepage in der gleichen Domain verwiesen wird. Wer ein bisschen doof ist, kann wirklich daran glauben.
Wer nicht ganz so doof ist, findet es natürlich völlig absurd, dass hier ein namentlich Unbekannter aus einer unter Spammern gehandelten Liste mit Mailadressen mit den Worten „Sehr geehrter Herr Generaldirektor“ geehrt wird. Es ist ja auch gar nicht so einfach, jemanden anzusprechen, über den man gar nichts weiß. Doch dass die fernöstliche Neigung zur Höflichkeit gleich solche Wege gehen muss… 
Wer immer noch keine Einschläge merkt: Führungskräfte werden nicht mit einer Spam gesucht. Auch nicht in China. Punkt.
Ich erspare allen Lesern mal das vollständige Zitat dieser Spam und lasse den nächsten Absatz aus, wo von der Ehrung des Kunden, der zuvörderst wichtigen Qualität der Produkte, der ernsthaften wissenschaftlichen und technischen Erkundung, der fortschreitenden Verbesserung aller Bereiche des Unternehmens und so weiter geblaht wird – und zwar in einem Englisch, das auch einem Zweitsprachler wie mir noch so richtig weh tun kann. Es ist fast unmöglich, die gleichzeitige Blähwut und Unbeholfenheit des Ausdrucks zutreffend ins Deutsche zu übertragen, zumal man wirklich Probleme mit dem inhaltlichen Verständnis bekommt.
Und nach diesem fürchterlich langem und inhaltsleerem Blah kommen die Absender denn endlich zur Sache:
We are look forward to build long term business relationship, if you are interested, please contacted us. Thank you
Best regards
Jack Zhou
Die spammen also Millionen von Leuten wahllos mit einer halbverstandenen Kollektion des Bullshit-Bingos der Wirtschaftssprache zu, um sie als „General Manager“ anzusprechen und ihnen langfristige Geschäftsbeziehungen anzubieten. Damit die Empfänger dann Kontakt aufnehmen können, sind auch diverse Möglichkeiten angeboten: eine Anschrift in China, eine Telefonnummer, eine Faxnummer, eine Mailadresse und natürlich noch eine Website.
Wer an solchen Geschäften interessiert ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Wahrscheinlich hätte jemand, der darauf hereinfällt, im vor einigen hundert Jahren auch heiliges Stroh aus der heiligen Krippe gekauft und große Wunder davon erwartet. 
Am Ende ist man doch immer der Betrogene. Im Reliquienhandel und in irgendwelchen Spamgeschäften.