Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

KD 60952 Webshop Bestellung 26.03.2007

Dienstag, 27. März 2007

Ah, mal wieder etwas anderes als die nervtötende Spam-Dreieinigkeit Poker, Porno, Viagra in meinem Postfach. Gleich mal einen Blick reinwerfen…

Guten Tag,

Vielen Dank fur Ihre Bestellung!

Die von Ihnen bestellten Waren sind vollstandig am Lager und werden umgehend durch die Logistikabteilung an Sie versandt.

[… URL von mir entfernt]

Was für eine persönliche Anrede! Einfach nur „Guten Tag“. Und natürlich wird auch nicht weiter erwähnt, was ich nun wann bestellt haben soll. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich gar nichts bestellt habe. Woher sollen die auch solche Dinge wie meinen Namen, für mich interessante Produkte oder auch nur eine Lieferanschrift kennen? So etwas steht nicht in den großen Adresslisten, die von den Spammern untereinander gehandelt werden, da stehen nur Mailadressen drin. 🙁

Weniger wache Zeitgenossen werden bestimmt gleich wie dressierte Affen auf den Link klicken, den ich hier natürlich entfernt habe. Man möchte ja schließlich wissen, für was man demnächst ein bisschen argen Ärger hat.

Genau das habe ich auch (etwas vorsichtiger mit einem gut gesicherten Browser) getan, aber leider war die dort angebotene Website nicht besonders informativ, wenn man etwas lesen will. Hätte ich es mit einem der verbreiteten Browser in der Standardkonfiguration getan, hätte ich mir wahrscheinlich eine wenig appetitliche Schadsoftware eingefangen – aber zu einer umfassenden Analyse dieses aktuellen Wahnsinns bin ich gerade nicht aufgelegt.

Um eine schnellstmogliche Bearbeitung Ihre Ruckfragen gewahrleisten zu konnen, bitten wir Sie bei Ruckfragen immer Ihre Kundennummer 60952 und Belegnummer [3816712] anzugeben.

Ach, wie hübsch! So etwas wie einen Namen habe ich zwar nicht, aber immerhin schon eine Kunden- und eine Belegnummer.

Vielen Dank

Mit freundlichem Grub

Eberhard Schmidt

TMS Logistik GmbH

Der unfreiwillig geistreiche Vertipper „mit freundlichem Grub“ lässt psychologisch tief blicken. Offen bliebt allerdings, was ich hier begraben kann. :mrgreen:

Wichtige Anmerkung: Ich habe nicht recherchiert, ob es nicht vielleicht wirklich eine Firma „TMS Logistik GmbH“ gibt, deren Name hier von fragwürdigen Zeitgenossen für einen groß angelegten Angriff mit krimineller Spam missbraucht und in den Dreck gezogen wurde. Wenn das der Fall ist, kann ich die Mitarbeiter in dieser Firma nur bedauern, weil diese Mail sicherlich millionenfach mit geringen Abwandlungen auf den deutschen Sprachraum losgelassen wurde. Leider wird eine Strafanzeige gegen diese Verbrecher wenig fruchten.

Auf jeden Fall haben es die Spammer verstanden, eine vollständige Anschrift, eine Website und Telefonnummern der Firma anzugeben. Auch der Firmenname wirkt sehr plausibel – die Spammer lernen inzwischen, wie man seinen Betrug machen muss. Die Handelsregister-Nummer haben sie allerdings „vergessen“. Und die in der Spam angegebene Website führt im Moment nur auf eine Fehlermeldung des Webservers (klicken zum Vergrößern):

Die Fehlermeldung beim Aufruf der angegebenen Website von TMS-Logistik

Das kann darauf hindeuten, dass diese Sache für den Hosting-Provider etwas zu heikel wurde. Leider ist die Gefahr durch diesen Angriff noch lange nicht abgewendet, da gewiss in den nächsten Tagen die gleiche Masche noch einige weitere Male auf das deutschsprachige Internet losgelassen wird.

Sehr „gelungen“ und stilsicher ist übrigens auch die in der Mail enthaltene Werbung, welche Vorteile ich als „Kunde“ der Firma „TMS-Logistik“ habe.

Auf den Punkt gebracht – Ihre Vorteile als TMS Logistik Kunde

  • 14 Tage Ruckgaberecht fur originalverpackte Neuware
  • Beratung durch unsere Fachverkaufer
  • Transparente Preisgestaltung und Verfugbarkeitsanzeige
  • Rundumschutz durch optionales Servicepaket
  • Kostenfreie Parkplatze
  • Bequeme Zusendung durch uns oder DHL moglich
  • Kostenfreier 80-seitiger Gesamtkatalog – auch per Post nach Hause

Am schönsten daran finde ich im Zusammenhang dieser Spam die „kostenfreien Parkplätze“. 😆

1&1 Internet AG – Ihre Rechnung

Freitag, 23. März 2007

Das ist ja sonderbar, dass mir 1&1 eine Rechnung schickt. Seit ich mit denen vor ein paar Jahren im völligen Unfrieden auseinander gegangen bin, erwarte ich von deren Seite gar nichts mehr. Mal lesen:

Sehr geehrter 1und1 Kunde,

im Rahmen der Mehrwertsteuererhöhung sind wir gesetzlich verpflichtet, alle Rechnungen anzupassen, die im Jahr 2006 erstellt wurden und deren Abrechnungszeiträume in das Jahr 2007 hineinreichen.

Sie erhalten daher in dieser E-Mail eine Anlage:

Aber klar! Ich erhalte ich in dieser Mail eine Anlage. Alles andere hätte mich auch erschüttert in meinem Glauben an eine dumme, kriminelle Spam mit angehängter Schadsoftware. Und wenn ich diese Anlage öffne, bin ich mir sicher, dass Ströme gütiger und barmherziger Bytes meinen Rechner übernehmen werden und ihn zu einem Rechner anderer Leute machen werden. Der wird denn ganz bestimmt für andere Leute Spam versenden oder ähnlich leidige Dinge tun.

Damit aber auch der letzte noch wie ein dressierter Hund auf den Anhang klickt, muss noch etwas Schockierendes in der Mail stehen. Zum Beispiel ein surreal hoher Rechnungsbetrag.

Wir verrechnen diese beiden Belege miteinander. Aus Gutschrift und aktualisierter Rechnung ergibt sich somit für Sie ein Differenzbetrag von:

- 211,22 EUR

Klar, dass kommt bei einer reinen MwSt-Anpassung raus. Um wieviele Prozentpunkte wurde die Märchensteuer noch einmal erhöht? Ah, um 3 Prozentpunkte. Und diese drei Prozentpunkte sind also nach nicht ganz drei Monaten zu 211 Euros angeschwollen. Das heißt also, wenn man es mal eben flüchtig im Kopfe überschlägt, dass der monatliche Rechnungsbetrag sich auf deutlich über 2000 Euro beläuft. Die Kunden mit diesen Verträgen möchte ich wirklich mal sehen. Eine Standleitung nach Hause und ein eignerer Server ist billiger. :mrgreen:

Aber es kommt noch feiner. Der dreiste Versuch wird noch gekrönt durch einen Sicherheitshinweis.

Unbekannte haben Millionen von E-Mails versendet, die sich als Rechnungen der 1&1 Internet AG tarnen. Diese E-Mails versuchen den Rechner des Empfängers mit einem Virus zu infizieren.

Ausschließlich solchen E-mails wie dieser können Sie vertrauen. Öffnen Sie keinesfalls in gefälschten E-Mails angehängten Dateien!

Klar doch, eine solche Mail mit absurden Zahlen ist das einzige, dem man trauen soll.

Sie erkennen die Echtheit Ihrer 1&1 E-Mail-Rechnung an folgenden Merkmalen:

- Sie erhalten echte Rechnungen immer als ZIP Dateien
- Sie finden immer diesen Sicherheitshinweis darin

Also, merkt es euch! Diese Mails sind nur echt, wenn sie eine Warnung vor anderen Mails enthalten. Und sie sind nur echt mit angehängtem Schadcode.

Übrigens hat der freie Mailclient Thunderbird diese Mail korrekt als einen Phishing-Versuch erkannt und entsprechend markiert. Der Anhang wird hier gar nicht erst zum Öffnen angeboten. Wer sich noch mit einem anderen Mailclient herumschlägt, sollte vielleicht mal über einen Wechsel nachdenken.

Aber davon einmal abgesehen: Diese ganze (hier nicht vollständig zitierte) Mail ist stilsicher geschrieben und kommt im fehlerfreien Deutsch daher. Die Phisher und Spammer lernen, wie man richtig betrügt. Wahrscheinlich werden sie wieder einigen Erfolg damit haben – sie haben ja auch schon Konten abgeräumt, ohne auch nur richtig Deutsch zu können.

Überflüssig zu erwähnen, dass die 1&1 Internet AG mit solchen Machenschaften wahrscheinlich nichts zu tun hat. So viel schlechtes ich über diese Jungs auch sagen könnte, kriminelle Trojanerschleudern sind sie nicht.

Dieser kriminelle Versuch ist übrigens auch eine Meldung auf heise online geworden.

extrem reinige Oxide

Mittwoch, 21. März 2007

Es gibt ja immer wieder einmal eine Spam, bei der man sich fragt, wer dieses Angebot haben will. Nein, nicht Prozac und Viagra, sondern zum Beispiel so etwas wie das hier:

Das Herstellerwerk, das schon seit 15 Jahren auf dem chemischen Markt exestiert, bietet seinen Kunden folgende Erzeugnisse an:

- Titandioxid (Titanium dioxide) 99.999 5N […]

Genau die richtige Mail für jemanden, der morgens aufsteht und seinen Eimer Titandioxid zum Kaffee vermisst. Das scheint eine recht elitäre Zielgruppe zu sein, deshalb wird die Güte des gelieferten Stoffs auch in großer Ausführlichkeit in einer Tabelle angepriesen. Ausserdem erfährt man, dass es sich um ein weißes Pulver handelt.

Und damit der Empfänger auch weiß, dass die Zahlen nicht einfach ausgedacht sind:

Alle Erzeugnisse verfügen über Sertifikate den führenden Labors, Sertifikate des SGS Labor.

Das ist doch wirklich beruhigend. 😕

Aber offenbar sind sich die Spammer durch darüber im Klaren, dass nicht jeder sofort weiß, was er mit Titandioxid nun anfangen soll. Deshalb fügen sie noch ein paar Worte zu möglichen Einsatzbereichen an:

  • Faseroptikproduktion
  • Feinoptik und optische Geraetr
  • Elektronik (Plasmatafelproduktion)
  • Sonderchemi

Und auch die Lieferung von Titandioxid und anderen im Alltag eher ungewöhnlichen Substanzen scheint völlig gesichert zu sein:

Mögliche Lieferumfaenge pro Monat betragen von 350 bis 400 kg.
- extrem reinige und nanodispers Tantal-,Zirkonium- (hafniumfrei, Hafniumgehalt beträgt bis zu 0,05%), Magnesium-, Niob- und Hafniumoxide.
- Titantrihlorid TiCl3 (15% Lösung in Salzsäure).
- Hladon- Isobutan R 600 a (ozongefahrlos)

Da bestellt man doch gern schnell einen Zentner. Aber wer jetzt immer noch Fragen hat, kann sich an diesen Versandhandel ohne angegebene Website wenden, der es für nötig hält, mit krimineller Spam zu werben:

Nach Ihrer Anfrage schicken wir Ihnen gerne Sertifikate, Preisliste, Lieferumfaenge, sowie die Muster von unseren Erzeugnissen für Versuchzwecke.
Wir produzieren mehr als 40 Arten von Erzeugnissen, verfügen über ausgezeichnete wissenschaftliche Basis für Entwicklung von neuen Erzeugnissen und Technologien.

Heute bieten wir unseren Kunden einwandfreie technische Möglichkeit an, auf Grund von Ihren Anfrage neue Erzeugnisse zu entwickeln und Produktionsvolumen zu vergrößern.
Mehrere Informationen könnten Sie auf unsere Internet Seite gucken( die Adresse bekommen sie nach Ihre Anfrage).

Die einzigen Kontaktmöglichkeiten sind eine Mailadresse bei Hotmail und ein paar Telefonnummern mit russischer Vorwahl.

Wenigstens ist man sich darüber bewusst, dass nicht jeder Empfänger unter den paar Millionen Spam-Opfern etwas mit einem derart speziellen Angebot anfangen kann:

Bitte Entschuldigen Sie die Störung, wenn die in diesem Schreiben dargelegte Informationen für Sie kein Interesse erwecken haben.

Aber es war doch keine Störung, sondern eine höchst amüsante Lekture. Aber wenn mehr davon kommt, müsst ihr euch bald andere Telefonnummern suchen. 👿

Mit Disclaimer

Montag, 19. März 2007

Oh, das ist mal etwas neues. Eine Spam mit Disclaimer. Damit wirkt die von krimineller Spam beförderte Börsenmanipulation doch fast wieder legal. :mrgreen:

Disclaimer:
Offenlegung zur hier bestehenden Interessenkollision (Disclose): Der Verfasser bzw. der Auftraggeber nachfolgender Kundgabe und Kaufempfehlung hat selbst Short- oder Longpositionen nachfolgender empfohlener Aktie im Depot und spekuliert auf Gewinne, um wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Das bedeutet, dass der Empfehlende selbst Positionen des unten bezeichneten Wertpapiers eingegangen ist oder eingehen wird. Die folgende Empfehlung beruht auf reiner Charttechnik. Fragen Sie auch Ihren Anlageberater.

Das glaube ich dem Spammer aufs Wort. Einen Teil seiner „Charttechnik“ habe ich ja gerade im Postfach, und wenn nur ein paar hundert Deppen darauf anspringen, wird es gewiss sprudelnde Gewinne für den Verursacher dieses Ärgernisses geben.

Das Deutsch dieses Vertreters der „ANLAGE REPORTE Int“ wirkt zwar noch ein bisschen unbeholfen, aber es ist ja klar, was er sagen will.

Es ist ein regelrechtes Kursfeuerwerk zu erwarten. Die Chartanalyse ergab, dass mit Ausbruch vor einigen Wochen der wichtigste Grundstein aus charttechnischer Sicht gelegt wurde um in Zukunft mit dieser Aktie unglaubliche gigantische Kursgewinne zu erzielen.

Mit Ausbruch ist hier wohl das „Ausbrechen“ mehrerer Millionen Spams aus seinem Rechner gemeint.

Hochachtungsvoll

Sie mich auch! 👿

Was wollt ihr?

Sonntag, 18. März 2007

Diese Mail mit dem sehr aussagekräftigen Betreff „zu arbeiten in der“ (nicht von mir verkürzt) lässt doch einige Fragen offen:

Hallo, wie geht es Ihnen !
Australian?
Bitte schicken Sie Ihre E-Mail an […Die Mailadresse wurde von mir entfernt]
Bitte nicht vergessen folgendes mitzuschicken: wichtige Information von Ihnen: 1. Ihr Name: 2. Ihr Land:

WBR,
Alice.

Nicht nur, dass der unbekannte Absender dieser Mitteilung freundlicherweise einräumt, weder meinen Namen noch das Land zu kennen, in dem ich gerade mein Dasein friste. Er verzichtet auch völlig auf jede Mitteilung, was er außer meinem Namen von mir will. Außer vielleicht „zu arbeiten in der“, wo ich doch schon in der Spam-Hölle lebe – ein Fakt, der auch darin ein bisschen sichtbar wird, dass diese Mail nicht einmal an meine unter Spammern wohl bekannte Mailadresse geht.

Lieber Aktienfreund

Samstag, 17. März 2007

Ein Anlagetipp, der gewiss zu großen Gewinnen für irgend jemanden führen wird, flatterte mir heute in den virtuellen Mülleimer in das virtuelle Postfach:

Chartanalyse: Geld verdienen mit der Aktie des Monats:
[… Name von mir entfernt] Aktiengesellschaft

Hallo lieber Aktienfreund!

Wir empfehlen Ihnen dringend, sich folgende Aktien ins Depot zu legen:

[… Name von mir entfernt] AG
(D-Inlandsaktie)

Klar doch, gute Anlagetipps bekommt man mit einer Spam mit gefälschtem Absender. So sind bestimmt schon viele reich geworden. Viele Spammer, die sich vorher die wertlosen Papiere zum Schleuderpreis gekauft haben und sich darüber freuten, wie viele hundert oder tausend Deppen auf diesen Schwindel reinfallen.

Aber über den „Disclaimer“ musste ich denn doch herzlich lachen. 😆

Disclaimer: Dies ist keine Kaufempfehlung. Der Tipp beruht auf Chart reiner Chartanalyse. Der Handel mit Aktien dieser Art ist hoch spekulativ. Das sollte jeder wissen, der in diese Nebenwerte investiert. Fragen Sie Ihren Anlageberater. Auf der anderen Seite kann es Ihnen auch Freude bereiten, beim Kursanstieg von mehreren Prozent zu verdienen. Investieren Sie nie zu viel und nehmen Sie auf keinen Fall einen Kredit zum Aktienkauf auf. Erst Recht nicht, wenn es sich um diese hochspekulativen Pennystock-Aktien handelt.

Klar doch, Leute. Und was habt ihr noch einmal ein paar Zeilen höher geschrieben?

[…] Wir empfehlen Ihnen dringend, sich folgende Aktien ins Depot zu legen […]

Aber eine „Kaufempfehlung“ soll das nicht sein. Ich schmeiße mich weg. Schon an solchen Kleinigkeiten wird deutlich sichtbar, dass solche Spam nur auf die Dümmsten zielt.

scharfe lesben

Dienstag, 13. März 2007

Ich weiß ja nicht, wer sich für scharfe Lesben interessieren soll, außer vielleicht ein paar andere scharfe Lesben. Der Absender der Mail mit diesem Betreff scheint jedoch zu meinen, dass ein so breites Interesse an scharfe Lesben bestehe, dass man gleich eine richtige Rundmail an mutmaßlich eine Million Empfänger raushauen muss.

Lieber Kunde,
Vielen Dank fur die Anmeldung bei [… URL entfernt]
Hier ist Ihre Registrierungsnummer: 0107006601000011329
Ab jetzt ist der Zugang zu unserer Seite fur Sie freigeschaltet.

Auch ist es sehr nett, dass man jetzt schon angemeldet wird, ohne dass man sich angemeldet hat; und das, obwohl man ein Hetero-Weiblein mit gut gebauten Hüften und wohlgeformtem Arsch wesentlich anregender finden wird als irgendwelche „heißen Lesben“. Der Verzicht auf die Anmeldung, für die sich unser Spammer so freundlich bedankt, erklärt wohl auch die unfreundliche weil unpersönliche Anrede „lieber Kunde“.

High-Quality Teens Hardcore SEX Movies:
[… LINK entfernt]

Aber ich dache, hier gäbe es Lesben. Und was gibt es? Kinder. Bäh! 👿

Na ja, im Moment ist man ja schon froh, wenn die Spam nicht von einem Online-Casino kommt…

Nobel

Dienstag, 13. März 2007

Diese Branche, die mit als Glücksspiel getarnten Online-Betrügereien die Menschen abzocken will, sie muss im Moment einen ganz besonderen Werbebedarf haben. Ständig bieten sie über Spams große Boni an, die erhält, wer nur so blöd ist, etwas einzuzahlen.

300% Bonus für Ihre erste Einzahlung!

Klar doch, ihr habt es nicht vom Nehmen, sondern vom Verschenken. Und damit es jeder mitkriegt, müsst ihr mir jeden Tag eure Spams zusenden. Dadurch wirkt ihr auch gleich so richtig vertrauenswürdig.

Nur vom nobelsten aller Casinos können Sie ein so vornehmes Geschenk erwarten:

Im Moment erwarte ich von euch nichts weiter als Spams mit den immer gleichen „Angeboten“. Ihr scheint ja auf euren Geschenken sitzen zu bleiben wie ein Bäcker auf verschimmelten Kuchen.

300% Bonus für Ihre erste Einzahlung!

Das sagtet ihr schon im Betreff.

Zahlen Sie 100€/$ ein und spielen Sie mit 400 €/$!

Oben drauf bekommen Sie bei uns einen königlichen Service!

Zahlen sie hundert Euro oder Dollar ein und lassen sie sich um vierhundert Euro oder Dollar betrügen. Rubel sind unerwünscht, die haben wir schon genug. Unser „königlicher Service“ reflektiert die Tatsache, dass die Monarchen längst gestürzt sind. Seien sie also froh, dass wir sie nur um ein bisschen Geld bescheißen.

Kommen und spielen Sie im Royal VIP Casino!

Wie viele „VIP-Casinos“ mit irgendeinem Ort oder irgendeinem Attribut habt ihr eigentlich noch? Und warum müsst ihr alle zwei Tage mit eurer kompletten Domain umziehen? Liegt das etwa daran, dass eure plumpen Betrugsnummern den Providern zu haarig werden? Oder macht ihr das, um einfach die Casinos mitsamt dem ganzen eingezahlten Geld im Datennirvana verschwinden zu lassen?

Nee, wer bei euch zockt, der will betrogen werden.