Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

C-Klasse

Sonntag, 23. März 2008

Der vorgeblich kanadische Pillenversender, der übrigens einfach nur das Geld einstreicht und niemals Pillen versendet und wohl auch deshalb häufiger seine Internet-Adresse wechselt als ich meine Unterwäsche, er hat wohl inzwischen bemerkt, dass seine diversen Glücksideen gar nicht mehr so richtig bei der Zielgruppe ankommen. Ist ja auch kein Wunder, wenn die Spams so schäbig gestrickt sind, dass auch ein dummer Filter irgendwann diesen Müll erfolgreich aussortiert.

Einen neuen C-Klasse Mercedes und viele weitere Preise - Spam von Canadian PharmacyDeshalb hat man sich jetzt an die Arbeit gemacht und ein „Redesign Viagra Spam“ in die Wege geleitet. Die alten Betreffzeilen, die sofort klar machten, dass man es wieder einmal nur mit diesen Pimmelsteifern zu tun hat, sie wurden aufgegeben. Stattdessen gibt es schon im Betreff einen klaren Appell an die Gier: „Einen neuen C-Klasse Mercedes und viele weitere Preise“ – das ganze kommt in einer munter gestalteten HTML-Mail daher, für einen Eindruck von der Gestaltung einfach auf das Vorschaubild klicken.

Allerdings ist im Text der HTML-formatierten Mail gar nicht mehr von irgendwelchen Gewinnspielen die Rede – was ich angesichts des angegebenen Namens des Absenders, „Apotheke-Online“, auch gar nicht erwartet hätte. So machen die Absender dieses elektronischen Kothaufens auch dem Dümmsten schon auf dem ersten Blick klar, dass sie nur Betrüger sind, die auf eine Überrumpelung ihrer Opfer setzen. Da vermag es auch nicht zu überzeugen, dass jemanden wie mir, der ich niemals so eine Scheiße bestelle, eine „Kunden-Nr.: 84763″ zugeteilt wurde. Ein sachlich tun wollendes, dekoratives Element im Text. Allerdings ist der Absender des millionenfachen Mülls auf der anderen Seite nicht dazu imstande, seine „Kunden“ mit einem Namen anzureden.

Und nein, der Name „Anna“ beim Empfänger ist nicht meiner. Ich habe mich noch nicht beim Experimentieren mit diversen Pflastern zur Verlängerung des kleinen Freundes selbst kastriert und nenne mich deshalb immer noch Elias.

Aber kommen wir doch mal zum Text:

Apotheke-Online

Das habt ihr schon im Absender geschrieben. Seit wann kriegt man jetzt einen Mercedes in der Apotheke. Wird der etwa von der Krankenkasse übernommen, wenn man Minderwertigkeitsgefühle oder einen kurzen Pimmel nachweisen kann?

Die populärsten Medikamente können Sie nun bequem und kostengünstig online bestellen.

Wie, jetzt erst? Das macht ihr doch schon echt lange. Bestellen konnte man bei euch immer, bezahlen übrigens auch. Das funktionierte ganz hervorragend. War ja auch euer Geschäft. Nur etwas geliefert kriegen, das konnte man bei euch nie. Macht aber nichts, hat eurem Geschäft ja keinen Abbruch getan.

Die wirkungsvollsten Liebes-Helfer für Frau und Mann (Viag.., Cial.., Levit..) : Info hier

Immerhin habt ihr inzwischen mal gemerkt, dass das Runterkürzen der Pillen für den stahlharten Pimmel auf Vi., Ci. und Le. nicht von jedem Enpfänger in eurem Sinne gedeutet wird.

Gewinnen sie 3-4 cm mit den revolutionären Penis-PiIIen: Info hier

Revolutionär auch eure innovative Schreibweise des Wortes „Pillen“ mit dem Doppel-“i“ als Binnenmajuskel. Na, mein Spamfilter kennt des jetzt auch. Aber eigentlich habt ihr doch im Betreff was von einer fetten Karre gefaselt, die man bei euch gewinnen können soll – und jetzt werden es doch nur ein paar Zentimeter.

Für Body-Builder und Athleten, alle leistungssteigernde Präparate: Info hier

Und falls jemandes Sinn nach Doping für den Heimgebrauch steht, kann er auch von euch beschissen werden. Aber nicht nur die anschwellenden Muskeln…

Diät-Helfer – Abnehmen ganz einfach und ohne zu hungern: Info hier

…auch die abschwellende Wampe soll ein Grund sein, bei euch zu bestellen. Das mit der „canadian diet method“ könnte sogar funktionieren. Wenn man euch genügend Geld hingeworfen hat, ohne irgendeine Ware zu sehen, muss man eben mal für einen Monat lang woanders sparen. Und wer sich immer noch nicht angesprochen fühlt…

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…ist vielleicht ganz heiß auf eure „weiteren Produkte“, die wie üblich angepriesen, aber niemals geliefert werden. Was das wohl sein wird? Auch Neugier ist eine Gier, und zwar eine, die eurer Gier sehr entgegen kommt.

Übrigens führen alle Links auf dem Text „Info hier“ auf die gleiche Seite. Wer bei solcher Präsentation glaubt, dass hier Verweise auf spezielle Informationen gegeben werden, hat sich geschnitten. Wie übrigens jeder, der den Spambetrügern irgendetwas glaubt. Damit die Homepage auch wirklich gesehen wird…

Besuchen Sie uns noch heute
Erich Buttler, Apotheke-Online
http://nbype.gasalways.com/

…wird ihre URL auch nochmal ausgeschrieben. Das ist bei so einer URL aber wirklich keine gute Idee, das habt ihr vor einem Monat schon einmal etwas „innovativer“ gelöst, indem ihr eure Schrottdomains in der HTML-Formatierung gut versteckt habt.

Ach, und ein kleiner Tipp noch an die Arschlöcher, die mir das Postfach zumüllen: Wenn ihr schon in deutscher Sprache spammt (inzwischen sogar in gutem, fehlerfreien Stil, das hat echt gedauert), denn denkt doch mal daran, dass dieses graphische Banner in Englisch ein bisschen daneben ist. Oder wollt ihr einfach nur vermeiden, dass „#1 Internet Online Drugstore“ auf Deutsch zu einem „Ihre Nummer Eins für Medikamente im Internet“ wird und dass sich denn jeder fragt, warum er von dieser „Nummer Eins“ nur über kriminelle und asoziale Spam hört? :mrgreen:

hi

Sonntag, 23. März 2008

Hi dear!!

Hallo, unbekannter Sexlockvogel aus dem kalten, fernen Russland, der du nicht einmal meinen Namen kennst und doch so „persönlich“ klingen willst.

My letter will surprise you!!

Ich wäre eher überrascht, wenn ich einmal meine Mail abholte und von so einem Schrott verschont würde.

Übrigens: Interessanter persönlicher Stil mit dem doppelten Ausrufezeichen!! Verbraucht sich aber spätestens beim zweiten Mal!!

My name – Elena. My age-26 years.

Dein Name könnte alltäglicher nicht sein. Dein Alter nicht besser gewählt. Selten nur wurde mit so wenigen Worten eine Kulisse für flüchtige Sexträume geschaffen.

I live in Russia!!

Irgendwie ist das der einzige Satz in dieser Mail, den ich glauben kann.

Private life didn\’t turn out well. I decided to find a foreign man.

[Der Backslash vor dem Apostroph kommt aus dem Original und verrät deutlich, dass die Textfragmente aus einer Datenbank kommen. Es kann ja eigentlich nicht so schwer sein, diesen technischen Müll aus der Mail zu entfernen. Aber so viel Sorgfalt sind die Opfer den Spammer nicht wert. Das wäre ja ein Testlauf und vielleicht ein halbes Stündchen zusätzlicher Arbeit.]

Ich kann mir vorstellen, dass das Leben nicht so toll ist, wenn man für die Spammafia Texte schreibt. Aber ausgerechnet mit millionenfacher Mail nach einem Mann im Ausland suchen? Du musst ja ganz ordentlich Hornhaut auf den Schamlippen haben, wenn du es so hart brauchst.

I dream to meet a decent, kind and clever man!!

Träum weiter!!

It is difficult to tell about myself.

Kein Wunder, wenn man gar nicht wirklich existiert. Was will man da schon über sich erzählen. Wahrscheinlich war die Angabe des Namens und des Alters schon eine Überforderung deiner literarischen Phantasie.

If this is of any interest to you, write to me. My address – ramsdams@gmail.com

Immerhin, zwei Dinge hast du geschafft. Erstens ist es dir gelungen, dass deine Antwortadresse mit der Absenderadresse übereinstimmt. Und zweitens scheinst du die Captchas aus der GoogleMail-Anmeldung ab und an mal entziffert zu kriegen. Bei so viel technischer Fähigkeit hättest du dir doch wirklich jemanden suchen können, der etwas überzeugendere Trieftexte schreibt. Aber zu viel Mühe willst du denn doch nicht in deine Betrugsnummern investieren.

I\‘ll wait!! Kisses Elena

Fick dich selbst!!

Und wenn das mit Spams von Google-Konten in den nächsten Tagen bestehen bleiben oder gar zunehmen sollte, denn wird die komplette Domain gmail.* von mir als Spamquelle behandelt und alles von dort wandert ungesehen in den digitalen Orkus. Ich werde bestimmt nicht der einzige sein, der genau so vorgehen wird, und ich glaube kaum, dass Google das wollen kann. Länger als – sagen wir mal – eine Woche werde ich mir die neue Quelle der Spampest nicht zu Gemüte führen. Danach ergeht es Google bei mir so, wie es jetzt schon längst Yahoo und mail.ru ergangen ist. Denn ich habe Besseres mit meiner beschränkten Lebenszeit zu tun, als mir so eine miese Scheiße in die Augen zu reiben.

Aus Prozenten Geld machen

Mittwoch, 19. März 2008

Die besten Spieler sind in Vegas und die besten Bonusse finden Sie nur bei Vegas VIP Casino!

Ja, ist ja gut. Da weiß man gleich, dass man mal wieder Post vom Magic Jackpot Super Duper Vegas Euro VIP Casino Kasino hat. Die haben jetzt ihre Spam-Technik wieder im Griff und es gibt technisch korrekt geformte HTML-Mails.

Aber irgendwie scheint der Rechenbeauftragte heute zu schlafen. Wie sonst sollte man sich den folgenden Text erklären:

200% für Ihre erste Einzahlung, 100% für Ihre zweite und dritte Einzahlung und als Krönung einen 155% Bonus für Ihre vierte Einzahlung!!! Das ergibt insgesamt einen Willkommensbonus von 555 €/$!

Rechnen wir das doch einmal in aller Ruhe nach:

  200 Prozent
+ 100 Prozent
+ 100 Prozent
+ 155 Prozent
-------------   
= 555 Dollar/Euro

Irgendwie scheint da so ein Zahlenbeauftragter dieses Casinos mit Äpfeln und Birnen durcheinander gekommen zu sein. Beim Addieren von prozentualen Angaben entsteht plötzlich Geld, einfach die Summe als Eurobetrag. Oder auch Dollar, wenn man diese Inflationswährung unbedingt haben will.

Aber das typische Opfer dieses Betruges soll ja auch schön dumm sein und deshalb wegen einer Spam sein Geld an irgendwelche Kriminellen überweisen. Dafür gibt es natürlich nichts zurück. Außer einer Software von Kriminellen, den man sich gnädigerweise auch noch auf dem eigenen Rechner installieren „darf“. Wer das macht, dem ist nicht mehr zu helfen. Denn immer noch wechselt dieses „Casino“ häufiger seine Internet-Adresse als ich meine Unterhose. Heute liegt es auf dem Server vegazgame.info, und morgen ist es wieder ganz woanders. Für deren „Geschäft“ ist Kundenbindung völlig unerwünscht und diese angeblichen „Casinos“ sind…

Dieses und vieles mehr erwartet Sie im fabelhaften Vegas VIP Casino, der beste Platz zum spielen!

…einfach nur der beste Platz, um sich bescheißen zu lassen.

Spam-Splitter (5)

Dienstag, 18. März 2008

Klick da wo „klick da“ draufsteht – Sehr „kreativ“ war dieser Spammer, in dessen Müllmail etliche aus dem Internet nachgeladene Werbebanner eingebettet waren, die mit flackerndem Blinken laut „Klick mich“ riefen. Er hat offenbar gemerkt, dass die Spam vielleicht noch etwas „Text“ enthalten sollte, und er hat deshalb auch zwei Zeilen Text geschrieben. Die erste lautet „Click on these ads for your offer“, falls jemand die blinkenden Texte in der Reklame übersehen hat, obwohl er nicht blind ist. Und die zweite lautet „©2008 Unsubscribe | More Newsletters | Privacy“ – leider erfährt man nicht, wer hier denn nun das Copyright für diesen kriminellen Schrott in Anspruch nimmt. Es dürfte aber völlig sicher sein, dass die angepriesenen „more newsletters“ auch dann kommen werden, wenn man es versäumt hat, auf diesen Link zu klicken.

Inflation – Es ist interessant zu sehen, wie in den Scum-Mails der letzten Wochen die Dollarbeträge immer größer werden. Die Inflation der US-Währung ist offenbar auch bei den Spammern angekommen: „In October, 2002, my late client Ghazi Musa Hassan, an Iraqi Crude oil merchant made a numbered fixed deposit of Twenty million Eight Hundred Thousand United State Dollars (US$ 20,800,000) only in my branch“. So richtig kritisch wird es wohl werden, wenn noch zwei weitere Größenordnungen hinzukommen, oder wenn selbst die Spammer für ihre Beträge lieber Angaben in Euro verwenden.

Ganz viele Zahlen – Wenn du nichts zu sagen hast, denn versuche, deine Leser mit Zahlen zu verwirren, das scheint das Motto der Betrüger zu sein: „With winning numbers 03, 05, 13, 17, 23, 24, 28, 43, Bonus 08. Your e-mail address attached to ticket number: 56475600545188 with Serial number 5368/05 drew the lucky number: 09 which subsequently won the LOTTO prize“. Dieser Preis ist natürlich eine fette Million britische Pfund, man will ja an die Gier appelieren. Was aber völlig unklar bleibt, ist die Frage, was meine Mailadresse mit den nummerischen Wüsten zu tun haben soll. Einmal ganz abgesehen von einer anderen Zahlenfrage, nämlich der Frage, wovon sich eine Lotterie ohne Einsätze zu finanzieren gedenkt.

Pinocchio – Wenn ich „Steve told me that after taking this incredible solution, he gained an inch in less than a month“ lese, stelle ich mir unwillkürlich vor, wie jemandes Nase immer länger wird.

Nein, ich hatte heute keine Lust, die dummen englischen Texte zu übersetzen. Das nächste Mal wieder. Versprochen!

Billigflüge in alle Welt

Samstag, 15. März 2008

Heute gibt einmal eine Müllpost, die nicht dazu auffordert, dass man sein Geld in betrügerische „Casinos“ werfe oder es irgendwelchen vorgeblichen „Pillenhändlern“ gebe, die es dann natürlich behalten, ohne dass man eine Pille dafür sieht. Auch gibt es nicht den holpersprachen Brief irgendwelcher Bankangestellten weit draußen im Ausland (meist in Afrika), die einen Komplizen suchen, mit dem man Millionen von Dollars in gieriger, betrügerischer Absicht bewege – was am Ende dazu führt, dass das Opfer dieser Masche mit tausenden oder zehntausenden von Euro in Vorleistung getreten ist, während sich die versprochenen, riesigen Beträge in Luft aufgelöst haben.

Nein, heute gibt es etwas Abwechslung in der virtuellen Mülltonne, zu der mein Mailpostfach jeden Tag von Spammern gemacht wird. Es handelt sich um die Spam einer deutschen Firma, die sogar eine Anschrift und eine Steuernummer auf ihrer Homepage angeben kann, und die ganz offenbar glaubt, dass millionenfache, unverlangt zugestellte Mail ein adäquates Mittel wäre, Werbung für die eigenen Produkte zu machen. Es handelt sich um einen in HTML formatierten „Newsletter“ (den ich natürlich niemals bestellt habe, so dass auch dieses Wort der Mail nicht ihren Spamcharakter nehmen kann), den man vielleicht auch einmal in seinem richtigen Layout betrachten sollte. Ich habe hier zur Dokumentation eine PDF-Version der Spam erstellt. Von einer Inanspruchnahme der darin angepriesenen Dienstleistung rate ich angesichts des offenbaren Spamcharakters dieser Reklame nachdrücklich ab. In folgendem Beitrag ist nur der unformatierte Text der Spam zitiert.

Dem Absender dieser Müllmail kann ich nur zu bedenken geben, ob es wirklich in seinem Interesse liegt, durch die hier gewählte, gleichermaßen asoziale wie illegale Werbeform in den Dunstkreis jener krimineller Machenschaften zu geraten, innerhalb derer man sich sonst eben dieser Form bedient. Es ist in so einem Fall nicht einmal auszuschließen, dass eine derartige Mail von einem Konkurrenten mit dem Ziel der Geschäftsschädigung verfasst und massenhaft versendet wurde – ich kann das nicht beurteilen und empfehle dem so Geschädigten für diesen Fall dringend, die erforderlichen juristischen Maßnahmen einzuleiten und offensiv an die Öffentlichkeit zu treten, bevor der Ruf der Firma völlig ruiniert ist. Denn das kann teuer werden und sogar Existenzen vernichten.

Newsletter 03/08

Werter Absender, es handelt sich hier nicht um einen bestellten Newsletter, sondern massenhaft und mechanisch versendete Spamwerbung. Daran kann auch dieses Wort (übrigens in dicker, blauer Schrift) nichts ändern.

aktuelle Angebote von
www.dasticket.de

Und ich als Empfänger dieser illegalen Massenwerbung habe nicht das geringste Interesse an irgendwelchen Angeboten, sondern will einfach nur die virtuelle Post zur Kommunikation nutzen. Genau so wird es einem Großteil der Empfänger auch gehen, von daher ist diese Werbeform einfach nur widerlich.

Türkei – Istanbul
Nur Flug
Direktflug z.B. ab München oder Frankfurt ab € 29,-

Türkei – Ankara
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Berlin oder München ab € 59,-

Türkei – Izmir
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Hamburg oder München ab € 79,-

Ägypten – Kairo
Nur Flug
Direktflug z.B. ab München oder Köln ab € 79,-

Syrien – Damaskus
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Frankfurt oder München ab € 235,-

Libanon – Beirut
Nur Flug
mit 1 Stop z.B. ab München oder Frankfurt ab € 249,-

Jordanien – Amman
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Frankfurt oder München ab € 279,-

Marokko – Casablanca
Nur Flug
Direktflug z.B. ab Frankfurt oder Köln ab € 79,-

Darüber hinaus bin ich nicht daran interessiert, irgendwo hinzufliegen. Und wenn ich doch einmal flöge, so informierte ich mich gewiss nicht aus unverlangt zugestellter und illegaler Spam über verfügbare Angebote. Denn von Spammern erwartet jeder Denkende nur eines: Dass sie ihn bescheißen wollen. Und. Werden, wenn er auf solche „Angebote“ eingeht.

Von daher könnte nichts kontraproduktiver sein als eine Werbung mit Spam.

Hohenzollernstr. 156
80797 München

Tel.: 089.54x xxx 87
Fax: 089.54x xxx 88
info@dasticket.de
www.dasticket.de

[Die zitierten Telefonnummern wurden von mir unkenntlich gemacht, damit sich nicht Wirrköpfe zum Telefonterror aufgefordert fühlen. Es ist schlimm genug, wenn die asoziale und barbarische Form der Kommunikation von den Spammern ausgeht.]

Auch die Tatsache, dass da eine Anschrift und eine Telefonnummer drunter steht, macht diese Müllmail nicht zu einer legalen Form der Werbung. Und. Auch nicht zu einer erträglicheren.

Euro Dice Casino

Freitag, 14. März 2008

Wie, nicht mehr Royal VIP? Ihr werdet echt langsam „kreativ“ mit euren Texten, denkt euch sogar einen neuen Namen für die alte Masche aus.

Betreff: Lassen Sie sich Ihre Chance nicht entgehen mit 2500€ Willkommensbonus

Denn so ein „Casino“ (hier gibt es kein Spiel, sondern nur verschwindende Einzahlungen und regelmäßige Umzüge der Internet-Präsenz) hat es nicht vom Nehmen, sondern vom Geben. Das wissen wir doch alle.

Das beste und grosszügigste Casino: Euro Dice Casino

Das ist so was von gut und großzügig, dass man es ohne millionenfache Spam gar nicht wüsste, wie gut und großzügig es ist.

Lassen Sie sich Ihre Chance nicht entgehen mit 2500€ Willkommensbonus!

Und geben sie den Spammern die Chance, dass sie etwas Software von Kriminellen auf ihrem Computer installieren. Damit die ihnen nicht nur einmal das Geld aus der Tasche ziehen können.

Mit uber 100 Spektakulären Spielen und die freundlichste Kundenbetreuung garantieren wir Ihnen ein fantastisches Erlebnis, während Sie die möglichkeit haben eines der multi Millionen Jackpots zu Gewinnen!

Ah, endlich die erste Phrase des neuen Autors dieser Müllmail. Mit der Rechtschreibung und der Grammatik hapert es zwar noch ein bisschen, aber das gilt auch für den Webauftritt dieses „Casinos“, der einem zwar so etwas wie ein Impressum oder eine Anschrift der Firma erspart, aber dafür den folgenden fröhlichen Einblick in die diesbezüglichen Fertigkeiten des neuen Autors gibt:

Jetztz spielen!

Tz, tz, tz. Na ja, ich habe von Spammern auch schon ganz andere Peinlichkeiten gelesen, die gerade in Verbindung mit dem Streben nach grafischer Exzellenz erst so richtig daneben aussahen.

Der vorherige deutsche Autor der virtuellen Betrugsbriefe, die als Euro Royal Super Magic Vegas VIP Jackpot Casino Kasino wohl jedem Mailempfänger bekannt sind, brauchte allerdings auch seine paar Monate, bis er so einigermaßen mit der Grammatik klar kam. Warum haben sie den eigentlich nicht behalten? Oder warum nehmen die nicht gleich einen, der richtig Deutsch kann?

Spielen Sie jetzt bei Euro Dice Casino!
http://www.bestgamingcenter.com/de/

Ach nee, so kriegt ihr nie einen Menschen mit Denkvermögen zum Zocken, ihr Arschlöcher! (Aber ihr strebt ja auch nach anderen Vermögenswerten…)

Sie haben uns bestimmt gesucht

Mittwoch, 12. März 2008

Na ja, „gesucht“, wie es in deinem Betreff heißt, habe ich dich nicht so richtig, Spammer. Trotzdem würde ich gern mal so jemanden, der auf der Suche nach neuen Opfern Millionen von Müllmails durch das Netz schickt, in die Finger bekommen. Keine Sorge, der Schaden ist begrenzt. Auch ein Spammer hat nur 210 Knochen.

Wir sind ein dynamisches Unternehmen im Bereich der Finanzen!

Wir sind ein kriminelles Unternehmen, das Phishing- und Betrugsgelder über irgendwelche Deppen anonymisiert an die Spammafia schickt. Dafür suchen wir immer wieder neue Idioten, die uns die Kohlen aus dem Feuer holen und sich daran die Finger verbrennen.

Unsere weltweiten Geschäftskontakte werden immer wichtiger. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen Profi als Treuhandagenten.

Weil das Wort „Finanzmanager“ inzwischen zu verbrannt ist, nennen wir unsere Deppen lieber „Treuhandagenten“. Die Aufgabe ist aber genau die gleiche.

Sie
· befinden sich in der EU
· verfügen über Engagement, denken unternehmerisch und handeln zielstrebig
· haben einige Internet Erfahrung und sind ständig erreichbar
· haben mindestens 5 Stunden pro Woche frei

Unser Unternehmen

· bietet Ihnen ein leistungsorientiertes Einkommen und beste Karrierechancen
· überlässt es Ihnen selbst ,wie Sie Ihre Arbeitszeit bestimmen.

Jemand, der so doof ist, dass er glaubt, über eine Mail käme man an einen Job im Finanzgewerbe, nimmt Überweisungen von Betrugsopfern entgegen und leitet sie an uns weiter. Wir werden reich, und er macht sich strafbar. Aber er darf noch nicht so doof sein, dass er keine Mail mehr schreiben könnte, sollte trotz aller Blödheit noch ein Konto bekommen, wissen, wie man an ein Handy kommt und seinen Wohnsitz in der EU haben.

Ihr Einkommen beträgt ab 2500 Euro pro Monat. Falls Sie mehr erfahren wollen oder Interesse an dieser Arbeitsstelle haben, schreiben Sie bitte Ihre Bewerbung bzw. Fragen an:
rinksupport@rambller.ru

So einer hält es denn auch nicht für merkwürdig, dass er auf eine Spam hin einen Job mit einem Stundenlohn von 120 Euro bekommt. Der hält das für normal und fragt sich nicht einen Moment lang, wieso solche Jobs an anonyme Menschen herangetragen werden, die vom Spammer nicht einmal mit Namen angesprochen werden. Und das beste: Wer so hirnlos ist, fragt sich auch nicht einen Moment lang, warum er nicht einfach an die (gefälschte) Absenderadresse antworten kann oder die Antworten-Funktion seines Mailclients benutzen kann. Nein, der ist so doof und hält das für völlig normal. Ob der Richter ihm wohl auch seine Dummheit abkauft, wenn dieser Depp wegen Geldwäsche vor Gericht steht? Egal, das ist nicht unser Problem.

Mit freundlichen Grüssen

RINKY LTD

Mit geheuchelter Freundlichkeit

Ihre Spam- und Phishing-Mafia

Brain report

Freitag, 7. März 2008

Der Text dieses eMülls macht ja gar nicht so viel her…

Safe and secure ordering process, protected ordering system, full confidentiality. Prompt worldwide delivery. Friendly customer service, customer support center to answer all your requests.

…so lange man sich nicht das zugegehörige, sehr gelungen wirkende Design des HTML-formatierten Infoschrotts anschaut. Grün und Blau trägt die Spamsau.

Bäh!

Da kriegt man doch gleich ein Gefühl dafür, eine wirklich professionelle Leistung erhalten zu können. In dem blauen Balken sollte übrigens eine Grafik aus dem Internet eingebettet werden, die über ein CGI-Skript ausgeliefert wird und dabei auch gleich die Mailadresse als URL-Parameter übermittelt, damit die Spammer ihre Adressdatenbank bereinigen können. Dieses kleine Detail zeigt schon die große „Freundlichkeit“ des Kundendienstes. Allerdings lasse ich solche „Features“ in meiner Mailsoftware nicht zu – wer aber weniger für die Sicherheit tut, hat den Spammern schon durch das Anschauen der Mail einen großen Gefallen getan, selbst, wenn er hinterher löscht.

Neben der technischen Kompetenz im Schnüffeln nach Mailadressen und in der grafischen Exzellenz beim Erforschen hässlicher Farbkombinationen zeigt diese Mail mit ihrem gefälschten Absender aus der Domain brainreport.com auch ein tiefes intellektuelles Verständnis der Spammer für die Standards des Internet. Zum Beispiel ist die Angabe von Datum und Uhrzeit in einer Mail ja nicht so schwierig, dass man damit besondere Probleme haben sollte, aber hier…

So so, wir haben also am Freitag einen Donnerstag…

…ist man der Meinung, dass der heutige Freitag ein „Thursday“, also ein Donnerstag ist. Bei solchen Zeitverschiebungen verwundert es auch nicht weiter, dass die Uhrzeit ein paar Stündchen in die Zukunft weist. Dieses Ding mit der Benutzung von Standard-Bibliotheken in einem Spamskript, das sollte dort unbedingt nochmal geübt werden.

Denn so kommt der Schrott niemals durch ein Spamfilter. Dieser „brain report“ ist sogar für ein dummes Programm leicht zu deuten.  :mrgreen: