Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Romana unterwuerfig..!

Dienstag, 8. Juli 2008

Na, bei diesem Betreff weiß man ja schon ungefähr, von welcher Natur die „Mitteilung“ in der Spam sein wird. Und. Wird auch nicht enttäuscht, wenn man einen Blick hinein wirft…

Hai , mein Hengzt.

Und ich dachte schon, „du“ richtestest „dich“ an Männer…

Ich bin die Roni und in meiner Freizeit geh ich gerne in die Kneipe oder Party, und dann hre ich total gerne Musik.

Aber hossa, hossa!

Mein s:exy Koerper wird von einigen se-xy Tattos geziert und ausserdem hab ich Pierscings in meiner Lippe und an meiner engen Lustgrotte.

Außerdem hast „du“ wohl auch ein „Pierscing“ in deinem Gehirn. Ungefähr dort, wo dieser Trick mit der Rechtschreibung verarbeitet wird.

Ich wuerd mich selbst als wildes und charmantes Mdchen bezeichnen und manchmal bin ich auch ein bisschen begriffsstutzig.

Vor allem das „begriffsstutzig“ glaube ich „dir“ auf der Stelle. Das liegt an „deiner“ tollen Mail. Übrigens scheinst „du“ auch ein „Pierscing“ in deines Hirnes Umlautzentrum zu haben. Deshalb werden die Umlaute manchmal in zwei ASCII-Buchstaben aufgelöst, und manch anderes Mal verschwinden sie auch einfach in den Abgründen der Datenverarbeitung, weil „du“ nicht daran gedacht hast, sie richtig falsch zu schreiben. Diesen kleinen Trick mit der Angabe einer Zeichenkodierung für die Mail hast „du“ jedenfalls nicht begriffen. Deshalb hast „du“ ja auch us-ascii angegeben und trotzdem Umlaute verwendet. Aber dafür glaubst „du“ zu wissen, wie man sich mit eingesprenkelten Sonderzeichen an die Spamfilter vorbeimogelt. Das hat aber auch nicht so richtig geklappt.

Im Bettchen mchte ich einen tonangebenden, ungehemmten Kerl der gerne die Richtung angibt und mir sagt wo es lang geht!

Und weil „du“ es gar nicht hart genug haben kannst, schreibst „du“ solche Wünsche mal eben mit einer automatischen Massenmail an einige Millionen Empfänger.

Live Cam mit jungen Girls
http://www.hoi.

„Du“ bist sogar sowas von triefend geil, dass du gar schnell genug tippen kannst. Das ist denn wohl auch der Grund, dass du die TLD ganz vergessen hast. Na ja, wer nicht einmal eine anständige Mail geschrieben kriegt, der darf auch ruhig zu doof sein, um einen korrekten Link in seiner verkackten Spam zu setzen.

Ich liebe Spielchen und Fetisch-S-ex, vor allem aber drfen heisse D.ildos nicht fehlen. Und wenn Dein Schwanz abspritzen will, dann mache ich folgsam und spitz mein Mund auf, damit ich Dir LIVE im P0rno-Chat das Sper-ma aus-lutschen kann.

Schon klar. Ich will aber nicht mit „dir“ chatten, sondern dir mit ein paar wohldosierten Stromstößen zeigen, wie toll ich deine Mails so finde.

Geile Fikkmaus sucht Spass vor der Livecam
http://www.zoc.

Vor allem, wenn „du“ zwei Mal hintereinander an so einer einfachen Aufgabe wie dem Kopieren einer URL mit Hilfe der Zwischenablage scheiterst. So wird das niemals etwas damit, dass „du“ den aufgegeilten „Hengzten“ eine hübsche Kollektion von Malware auf die Rechner schaufeln kannst.

Aber wie ich „dich“ und deinesgleichen so kenne, wird dieser Kleinkram in der vierten oder fünften Spamwelle nach diesem Muster schon richtig sein. So eine Spamsau wie „du“ ist einfach zu blöd, das eigene Gestrokel mal eben vor der Verwendung zu überprüfen. Dafür ist es ja viel zu einfach, ein paar Millionen Spams zu erzeugen. Dass es nicht funzt, die Wichser auf die verseuchten Seiten zu kriegen, das merkst „du“ denn einfach daran, dass keiner kommt, um sich das informatische Äquivalent zum AIDS auf seinem Rechner zu holen.

Geh einfach sterben!

Und mal wieder „Hallo“

Montag, 7. Juli 2008

Dieses einfache „Hallo“ ist ja ein sehr beliebter Betreff bei einer gewissen Klasse von Spam, die vorgibt, einen persönlichen Kontakt knüpfen zu wollen – meistens sind diese Brieflein virtuell ziemlich triefend, und zwar vor allem aus einer am unteren Rumpf des Frauenkörpers befindlichen Öffnung.

Hallo. Ich bitte dich nicht zu sein verwundert meinen Brief zu bekommen.

Nach so vielen Jahren im Internet bin ich immer wieder darüber verwundert, dass immer noch die gleichen alten Maschen ausprobiert werden. Aber über die Spam so einen „Brief“ wundere ich mich wirklich nicht mehr. :mrgreen:

Ich sah dein Profil auf der Web-Seite der Bekanntschaften. Ich erinnere mich wie dieser heisst dating die webseite. Singles.Freenet.de oder „Flirt“.

Ah, sehr „gut“, die Kleine hat Gedächtnisausfälle. Die Spammer lernen langsam. Wie hieß die Seite denn gleich nochmal? Früher haben die Spammer ja einfach eine angegeben, aber so holt man sich natürlich etwas mehr Opfermenge. Wenn die mein Profil so toll fand, dass sie mir einfach schreiben musste, warum zu allen fickenden Pferden schaut sie dann nicht mal einfach in die Adresszeile ihres Browsers?! Und warum kommt sie nicht einfach auf die Idee, mich über meinen dort benutzten Nick anzusprechen? Das macht doch sonst auch jeder so. Aber so ein Skript, das ein paar Millionen Müllmails raushaut, das kann das eben nicht, und deshalb ist der Text so allgemein wie möglich gehalten.

Ich habe entschieden dir den Brief zu schreiben. Diesen ist meinen ersten Brief fur dich. Ich will dich kennenlernen mehr. Moglich konnen wir die guten Beziehungen in Zukunft schaffen. Verstehst du meinen deutsch? Ich werde mich bemuhen, deutsch damit du zu verwenden verstand mich.

So gern würde ich dir in hingestrokelten Russisch antworten, aber leider kann ich nicht einen Funken Russisch. Dass du mutmaßlich aus Russland kommst, erklärst du mir zwar auch gleich, es wurde aber auch in der verwendeten Zeichenkodierung für die Mail klar.

Es stimmt übrigens nicht, dass das „dein“ erster „Brief“ ist, triefende Olesya. Ich habe schon hunderte, tausende von diesen „Briefen“ mit wechselnden Namen, aber gleicher Story aus meinem Spamfilter gelöscht. Natürlich hattest „du“ dich damals anders genannt. Manchmal hast du sogar in Englisch geschrieben und nanntest dich Marin, damit Deppen auf einen Link in „deinen“ Müllbriefen rumklicken, um „dein“ Foto zu sehen; und als „du“ dich noch Maria genannt hast, da war sogar „deinen Deutsch“ viel besser.

Meinen Namen ist Olesya. Ich bin 29 Jahre alt. Ich wohne in Russland. Ich wohne in der Stadt Sankt-Petersburg. Es hat die Bedeutung fur dich? Ich las in der Zeitung dass einige russisch die auslandischen Manner betrugen. Und viele deutsche Manner glauben den russischen Frauen nicht. Es so?

Vor allem Spammerinnen aus Russland sind hier sehr beliebt, und viele bedauern, dass sie nicht mal das negative soziale Feedback für die plumpen Betrugsmaschen geben können. Solche Scheiß-Spammerinnen wie du zum Beispiel. Glaub mal ja nicht, dass dir hier irgendjemand deinen Namen, dein Alter oder auch nur deinen Wohnort glaubt – die Angabe „Russland“ hingegen, die wirkt durchaus vertrauenswürdig.

Viele ehrliche Leute konnen nicht mir traurig dass wegen diesem Betrug seine Liebe finden. Ich werde dich nicht betrugen. Glaube mir bitte.

Natürlich glaube ich dir nicht, wenn du in einigen Millionen automatisch erstellten Spams in triefendster Weise von „Liebe“ faselst.

Ich werde bei dir das Geld nicht bitten. Meine Freundin wohnt in Deutschland. Und meine Freundin wird mir vom Geld fur die Reise in Deutschland helfen. Meine Freundin beratete mir, nach dem deutschen Mann wieder zu suchen. Sie ist davon uberzeugt dass ich den guten Mann in Deutschland zu finden kann. Ich glaube auch dass ich Liebe in Deutschland finden kann.

Au weia, die ganze Story hast „du“ doch schon als „Maria“ gebracht. Fällt „dir“ echt nichts neues mehr ein?

Meine russische Freundin hat den deutschen Mann gefunden. Sie ist in Deutschland 1,5 Jahre ruckwarts abgereist. Sie ist zusammen dem deutschen Mann glucklich.. Sie wohnen und arbeiten zusammen. Meine Freundin hat nur ein Problem. Sie hort nicht und sagt nicht. Sie hat den deutschen Mann der auch gefunden sagt nicht und hort nicht. Es nicht das Problem fur ihre Liebe. Sie sind zusammen glucklich.

Wenn „deine“ taubstumme Freundin auch spammt, denn hoffe ich, dass sie fühlt. Und jeden Tag so richtig eins in die Fresse kriegt. Aber „deine“ verkackte Freundin existiert leider nicht, und „du“ arbeitest für ein paar Verbrecher in der organisierten Kriminalität Russlands. Da wirst „du“ viel zu selten eins in die Fresse kriegen, sondern schön deinen Anteil zählen, den du „du“ dafür kriegst, dass du in Spams und Mailkontakten so tust, als seiest „du“ eine Frau und gelegentlich deine Opfer mit ein paar leckeren Fotos heiß machst.

Ich kann in Deutschland jederzeit ankommen. Meine Freundin wird das Geld fur das Leben in Deutschland mir geben. Meine Freundin hat mir angeboten, in Deutschland zu jeder Zeit anzukommen. Auch wird sie das Geld auf meine Reise geben. Ich habe das Visum. Ich kann zu dessen Mann ankommen ich kann liebgewinnen und der wird mich lieben. Moglich diesen Mann bist du?

Oder ein anderer der Millionen Empfänger. „Moglich“ ist alles.

Moglich konnen wir nur versuchen, die Liebe zu bauen. Meine Freundin hat mir gesagt dass ich mich wegen des Geldes beunruhigen nicht soll. Sie kann allen bezahlen. Sie wird mir das Geld im Voraus geben. Auch kann in Zukunft sie mir die gute Arbeit mit dem grossen Gehalt geben. Wenn ich wollen werde in Deutschland zu
bleiben.

Wenn das alles so einfach ist, denn komm doch einfach und versuch über den altmodischen, persönlichen Kontakt einen Stecher zu finden, statt wie üblich asoziale Massenmail durch die Welt zu schicken.

Bist du fertig, zu versuchen zu beginnen, die Liebesbeziehungen mit mir zu bauen?

Wenn ich „dich“ in die Finger kriegen würde, dann wäre ich sofort fertig zu versuchen zu beginnen. Und lange, bevor ich mir dir fertig geworden wäre, würdest du mich um den Tod anflehen.

Wir konnen drei monate der guten Zeit haben. Wir konnen versuchen die grosse Liebe und das Gluck zu bauen. Fur die Liebe ist das Land und des Alters nicht. Willst du damit ich in Deutschland ankam? Willst du mich kennenlernen? Ich werde mich freuen, in Deutschland anzukommen, um zu versuchen, die Liebe neben dir zu schaffen. Aller ist moglich. Und ich kann mit dir fur immer bleiben. Ich will dass du auf meine Worter ernst bezogen wurdest. Bitte, nur die ernsten Beziehungen. Keine Spiele. Ich werde dir allen ist
ausfuhrlich den in nachsten Brief schreiben. Ich dir eine Foto zu schicken es werde ist obligatorisch sein. Ich werde uber mich mehr schreiben. Moglich bist du mein Schicksal? Schreibe mir. Dein Brief wird mich die gluckliche Frau machen.

Klar, die ganze Nummer, die „du“ schon seit Jahren abziehst. Es gibt natürlich auch Dinge, die man nie von „dir“ bekommt. Zum Beispiel deine Telefonnummer, um „dich“ mal anzurufen. Oder „deine“ Anschrift, wenn man „dich“ mal vor Ort besuchen möchte und auch das schöne Russland ein bisschen besser kennenlernen möchte. Der Kontakt darf immer nur einen gefühlte Nähe haben, keine echte. Denn das macht „dir“ den Betrug viel leichter.

Diesen Brief habe ich dir aus internet-cafe mit allgemein email geschrieben.Schreibe die Antwort auf meinen personlich e-mail.

d2007olesyaneu@yahoo.com

Klar doch, immer die gleiche Ausrede. Und warum benutzt du in einem „Internet-Café“ nicht einfach mal „deine“ richtige Mailadresse? Oder warum fragst du nicht einfach mal den Programmierer „deiner“ Spamskripten, warum er nicht einfach eine Antwortadresse in die Mail reinkriegt, das ist doch gar nicht so schwierig, zur triefenden Fotze nochmal! Der wird doch wohl einen RFC lesen können.

Ach, so viel Mühe ist es „dir“ auch nicht wert. Weil sowieso nur merkbefreite Deppen darauf reinfallen werden. Na, denn ist ja alles gut. 😀

Fur mich dein Brief sehr wichtig. Schreibe mir den Brief obligatorisch.

Deine Olesya

Halt einfach deine kriminelle, spammende Fresse! Für immer! Geh tot!

Dein Nachtwächter

Wer „Olesya“ mal antworten will, der sollte die wichtige Warnung unbedingt beachten: Es handelt sich hier um Kriminelle, die im Zweifelsfall vor nichts zurückschrecken werden. Es geht hier nicht nur um den Verkauf irgendwelcher Arzneimittel, sondern entweder um organisierten Vorschussbetrug oder um organisierten Menschenhandel – diese Mail lässt beide Optionen offen. Wer solche Geschäfte macht, versteht keinen Spaß und könnte die automatische Waffe sehr locker sitzen haben, falls man in die Quere kommt.

Zum Einen behindert es das Verbrechen, wenn man hier eine kurze Mail mit einem improvisierten Text hinschreibt; zum anderen kann man sich damit aber auch erheblich in Gefahr bringen. Deshalb jede eventuelle Antwort mit einer vollständig anonymisierten Mailadresse verfassen, die am besten nach der Aktion weggeworfen wird. Mit allen eventuellen Antworten äußerst vorsichtig umgehen. Auf keinen Fall zulassen, dass das verwendete Mailprogramm eine automatische Empfangsbestätigung schickt. Keinen Anhang öffnen, ohne ihn durch mehrere zuvor frisch aktualisierte Virenscanner zu testen. Keine persönlichen Daten in eigenen Texten preisgeben, nur irgendwelche Fantasie-Angaben.

Viel Spaß! :mrgreen:

Karriere fuer Sie

Donnerstag, 3. Juli 2008

Hallo!

Aber hallo doch! Für eine Anrede mit Namen hat es mal wieder nicht gereicht, was? Na ja, wer nicht einmal einen Umlaut in den Betreff kriegt, der schafft eben auch andere Dinge nicht.

Unser Unternehmen bietet Ihnen die Position eines Manager-Assistenten in Teilzeit von zu Hause aus. […]

Euer Unternehmen, das es in dieser Mail leider verabsäumt hat, auch nur seine Firmierung, eine Website oder gar eine Anschrift mitzuteilen, will also einen Unbekannten, den es nicht einmal namentlich kennt, zum Assistenten im „Management“ machen. Das muss aber ein heiteres Unternehmen sein, das auf diese Weise an seine „Führungskräfte“ kommt. Und das müssen heitere Hohlnieten sein, die so etwas glauben können.

[…] Sie brauchen nichts zu investieren und keine speziellen Kenntnisse. Sie brauchen nur einige Stunden in der Woche und können den Job von überall in Deutschland ausführen.

Und das Beste daran: Eure „Führungskräfte“ müssen nicht einmal etwas können. Es reicht bestimmt aus, wenn die ein Konto haben, auf dem sie Geld in ihrem eigenen Namen annehmen, das sie dann bar und anonymisiert an eure tolle „Firma“ weiterleiten. So kommt ihr an das Geld, und eure „Assistenten des Managements“ kommen vor Gericht. Das ist doch wirklich toll, wer würde das nicht wollen? :mrgreen:

Unsere Anforderungen:

Oh, jetzt muss man doch noch etwas können…

- Sie sollten PC-Kenntnisse haben, sich sicherim Internet bewegen und E-mail´s bearbeiten können.

[Schreibfehler und Deppenapostroph aus dem Original]

Wer diese Schrottmail empfangen hat, der kann ja schon Mail. Und wer darauf reinfällt, der bewegt sich alles andere als „sicher“ im Netz der Netze, denn dafür bedarf es eines Gehirns. Aber hirnlose Opfer sind euch bei eurem Betrug bestimmt recht. PC-Kenntnisse hat wohl auch jeder Mailempfänger…

- Sie sollten Englisch-Grundkenntnisse haben.

Of course, für Grundkenntnisse reicht es noch bei jedem. Kriegt man schließlich in der Schule. Und ich dachte schon, hier kämen jetzt die harten Anforderungen. :mrgreen:

Sind Sie interessiert und möchten mehr über uns und Ihre Position erfahren? Dann richten Sie Ihre Kurzbewerbung an: germany@pix-consult.com

Nein, ich bin nicht interessiert. Schon gar nicht, wenn ich eure Spam nicht einmal mit der Antworten-Funktion meiner Mailsoftware beantworten kann, weil ihr nicht so viel Internet-Kenntnisse habt, dass ihr eine anständige Antwortadresse angeben könnt. Und solche Schwachköppe fordern von mir, dass ich E-Mails bearbeiten kann. Das mit der Antwortadresse in einem Skript kriegt jeder fünfjährige Nachwuchshäcker auf dem Kackpott hin, wo kriegt ihr also diese hirnlosen Loser her, die eure Spamskripten immer wieder so schmählich verkacken? Sucht doch besser mal jemanden, der ein bisschen programmieren kann und sich mit der guten, alten E-Mail auskennt, den braucht ihr gerade viel dringender.

Ach ja, und fälscht eure Absenderadressen mal etwas besser. Und verwendet für den Mailversand keine Rechner mit einer dynamischen IP-Adresse von einem Einwahlprovider. Und gebt, wenn eurer Scheißskript SMTP macht, beim HELO nicht einfach nur eine IP-Adresse an. Schon gar nicht eine, die schon längst in der Blacklist von Spamhaus ist, weil ihr den Zombie-PC schon so lange benutzt habt. Wenn ihr solchen Kleinkram auch noch hinbekommt, denn kommt ihr vielleicht sogar durch meinen Spamfilter.

Und wenn ihr da durchgekommen seid, denn denkt euch eine anständige und plausible Firmierung für euren Ableger der Phishing-Mafia aus. Und überlegt einmal in aller Ruhe, dass niemand euren schnell hingepfuschten Text ernst nehmen kann, selbst wenn er ihn zu Gesicht bekommt. Wer so blöd ist, das er darauf reinfallen kann, der kriegt hier nicht einmal mehr ein Konto und ist damit für euch unbrauchbar. Also denkt euch eine etwas bessere Story aus. Selbst ich lese und kommentiere das viel lieber als eurer hier hingestümpertes Werk. Wenn ihr es dann auch noch schafft, eine HTML-formatierte Mail so zu gestalten, dass ihr eine unsortierte Liste nicht mit Minuszeichen am Zeilenanfang einleitet, sondern das dafür vorgesehene Tag nehmt, denn nähert ihr euch langsam einer gewissen Chance, sogar noch ein paar dumme Opfer zu finden.

So könnt ihr es einfach nur vergessen. Eure Schrottmail ist nutzlos und bringt gar nichts.

Vielen Dank.

Aber gern geschehen!

Capital One TowerNet

Mittwoch, 2. Juli 2008

So hieß der angebliche, gewerbliche Absender einer Mail, die mich als Kunden begrüßte. Allerdings handelt es sich hier „nur“ um die neueste Phishing-Welle, mehr nicht…

Dear Capital One TowerNET customer,

Security and confidentiality are at the heart of the Capital One. Your details (and your money) is protected by a number of technologies, including Secure Sockets Layer (SSL) encryption.

Na, denn ist ja alles in Ordnung. Wieso müsst ihr so etwas schreiben?

We would like to notify you that Capital One Commercial carries out customer details confirmation procedure that is compulsory for all Capital One Commercial customers. This procedure is attributed to a routine banking software update.

Und was hat es mit dem SSL zu tun, wenn ich mich anmelden soll? Nichts! Einfach nur ein bisschen Blah, um unerfahrene Netzuser dazu zu bringen, dass sie ihre Zugangsdaten an Verbrecher geben.

Please login to Capital One TowerNET using the link below and follow the instructions on the screen.

http://towernet7.capitalonebank.com[…]

Und ganz wichtig: Bloß den Link aus einer Mail nehmen, die zwar wahnsinnig viel von Sicherheit gefaselt hat, aber dafür nicht einmal digital signiert ist! Aber wer völlig unerfahren ist, glaubt das und klickt auf eine URL, die scheinbar die Domain der eigenen Bank ist. Aber nur scheinbar, denn diese Mail ist in HTML formatiert und der Link führt auf einen anderen Server. Dort bekommt man eine liebevoll nachgemachte Website zu sehen, die vorgibt, dass man sich bei seiner Bank anmelden könne. Kann man aber nicht. Stattdessen gibt man einen Satz Anmeldedaten an organisierte Kriminelle, die gewiss eine Verwendung dafür haben, die einem nicht gefallen kann.

Ich habe den überlangen Link in diesem Zitat gekürzt, der sicherlich recht überzeugend den typischen URLs dieses Bankhauses nachgestaltet war. Nur soviel: Er führte auf den Server web376.com…

Ganz viel Vorschussbetrug

Montag, 30. Juni 2008

Ohne, dass ich mal wieder eine solche Mail sarkastisch und böse kommentieren will, dennoch der Hinweis. Im Moment gibt es relativ viele Versuche des Vorschussbetruges über Mail – allerdings vor allem in englischer Sprache.

Die Machart dieses Betruges ist immer wieder gleich. Eine zuvor unbekannte Person, die übrigens auch keine persönliche Anrede formulieren kann (wie auch, bei einigen Millionen automatisch erzeugten Spams an eine Liste von Mailadressen), behauptet, dass sie eines Gehilfen für eine etwas windige finanzielle Transaktion im Umfang mehrerer Millionen Dollars benötige. Ob es sich dabei um Erbschaften handelt, die sonst an den Staat fallen würden, ob es sich um das Geld eines verunglückten Kunden handelt, dass man sich gemeinsam unterm Nagel reißen will oder ob sich die Betrüger eine andere Masche ausgedacht haben, ist dabei recht egal.

Angeboten wird das „Geschäft“, dass man sich gemeinsam unter Angabe falscher Daten das Geld unterm Nagel reißt. Die versprochene Beteiligung am Erfolg für das Opfer dieses Betruges liegt im siebenstelligen Bereich. Obwohl jedem Denkenden schon bei Benutzung des „gesunden Menschenverstandes“ klar sein sollte, dass niemand solche „Geschäfte“ mit einem wildfremden Menschen durchführen wird, fallen leider immer wieder Menschen auf diese Masche herein.

Natürlich existiert dieses Geld gar nicht. Aber im Fortlauf des Betruges muss das Opfer ein wenig in Vorleistung treten – da fehlt mal jenes Papier, mal die andere Urkunde und vielleicht auch einmal eine notarielle Beurkundung. Aber was sind schon diese paar zehntausend Euro, die sich dabei zusammenläppern können, gegen die versprochene Beute in Millionenhöhe? Zumal man sehr schnell in scheinbar engem Kontakt mit sehr geübt auftretenden Betrügern steht, die aus ihrer kriminellen Erfahrung heraus sehr genau wissen, wie sie auftreten müssen, damit immer mehr Geld nachgeschmissen wird. Am Ende löst sich der oft persönlich gehaltene Kontakt genau so in Luft auf wie die Millionen von Dollars, und zurück bleibt ein Betrugsopfer, das wegen seiner Mittäterschaft an einer windigen Unternehmung und oft auch wegen seiner Scham nicht einmal eine Anzeige erstatten mag. Diese wäre auch ziemlich fruchtlos, da über die Täter auf der anderen Seite beinahe nichts bekannt ist.

Kurz gesagt: Die einzigen, die hier durch massenhaften Betrug ihre Millionen machen, sind die Absender dieser Mails – wenn genug leichtgläubige Menschen darauf reinfallen. Diese Mails sollten also wie normale Spam behandelt und gelöscht werden. Nur, wer sehr erfahren ist und weiß, wie man im Internet seine wirkliche Identität verbergen kann, sollte die nahe liegende Idee verwirklichen, mit diesen organisierten Kriminellen in Kontakt zu kommen und ihr Geschäft ein wenig aufzuhalten, indem sie in eine zeitraubende Kommunikation verwickelt werden. Dabei auf einen Fall auf ein persönliches Treffen einlassen, denn diese Leute fackeln auch nicht lange.

Ende der Warnung.

Make $75 per online survey

Freitag, 27. Juni 2008

Und wieder einmal denkt so ein Spammer, dass viele Menschen saudumm werden, wenn sie eine Möglichkeit sehen, mit wenig Mühe an Geld zu kommen:

How would you like to make 75 – 250 every single day just for clicking your mouse?

Eigentlich würde ich das Geld ja lieber fürs Nichtstun kriegen. Aber wenn der das versprechen würde, dann würde noch jemanden auffallen, dass wohl nirgends Geld verschenkt wird.

Start earning Minutes from now!

Klar, können muss man auch nichts, damit einem irgendwelche Leute aus lauter Großzügigkeit mit massenhaft Geld beschenken. Die machen das einfach, weil sie zu viel Geld haben und nix damit anzufangen wissen, da geben sie es halt voraussetzungslos an irgendwelche Leute, die mit eifrigen Finger irgendwo rumklicken.

The „CashCreation“ – System that allows you to start making m.oney on the Internet 15 minutes from now – without any investment or advertising.

Und die große Anpreisung nimmt kein Ende. Damit auch der merkbefreiteste Depp noch bemerken kann, dass er es hier mit der Spam eines Kriminellen zu tun hat, versucht sich dieser Schrotttext allerdings mit der etwas sonderbaren Interpunktion bei „m.oney“ an den Spamfiltern vorbeizumogeln. Als ob „Cash“ nicht genau so anfällig wäre. Ich kenne übrigens auch ein „System zur Schaffung von Bargeld“: Eine Druckmaschine. Aber damit muss man drucken, da reicht das Klicken nicht.

All you have to do is click your mouse!

Und glauben sollst du. Klicken und glauben. Ein krimineller Spammer wird dich ganz bestimmt nicht belügen. Und dein Klick macht dich reich. Du kannst ja gleich damit anfangen:

For Full details please read the attached .html file

Klick einfach auf das Icon der angehängten Datei und mach sie in deinem Browser auf! Du bist nur einen Klick vom Reichtum entfernt! Glaube uns, denn wir sind Verbrecher! Klick auf die Datei! Da erfährst du alles! Jeden Tag flattern die Dollars in dein Haus! Klick auf die Datei!

Nun, wer es tut, wird sein blaues Wunder erleben. Diese so harmlos daher kommende HTML-Datei enthält eigentlich gar keinen richtigen Text, sondern nur etwas JavaScript. Und zwar eines, das seinen wahren Inhalt auch lieber versteckt, deshalb beginnt es auch mit den Worten…

document.write(unescape(“%3C%53 […]

…und geht in genau diesem Stil weiter. Wer mag, kann es sich gern einmal als Text anschauen. Ich habe das jetzt nicht analysiert, aber man kann sich darauf verlassen, dass mit diesem einen Klick nicht das große Geld kommt, sondern der übelste kriminelle Angriff gegen den eigenen Computer. Dabei kommt vielleicht für die Kriminellen der Spammafia das große Geld, aber gewiss nicht für den Deppen, der darauf geklickt hat.

Und das die Browser heute gesicherter sind, haben die Spammer auch bedacht, denn ihre Schrottmail schließt mit den Worten

To view FULL DETAILS please click on Information Bar and Allow Blocked Content in your browser. Thank you

Wenigstens bedanken die sich dafür, dass einer so blöd ist, eventuelle Sicherheitsmaßnahmen des Browsers einfach abzuschalten. Das ist mal etwas Neues. :mrgreen:

Two ships passing in the night looking for a harbor

Dienstag, 24. Juni 2008

Ave, my friend!

Work – home – work – home… Everything is grey, dull and boring… but here is the phone ringing and I hear the dear voice… And the day becomes bright, happy, because I know that you are waiting for me and when I come home, you wil lask me how was my day, and I will tell you lots of nonsence and you will be listening to me with a kind smile. I will know that I am so lucky that you are near, that you are so wonderful and that I love you! I want to get to know you better!

Sei gegrüßt, Spamsau!

Spam – Spam – Spam – Spam… Alles ist grau, öde und langweilig, doch jetzt klingelt hier das Telefon und ich höre deine von Gier und Bosheit verzerrte Stimme… Und der Tag wird hell und glücklich, weil ich mich dir gegenüber erfolgreich verstelle und du tatsächlich darauf hereinfällst. Und ich weiß, dass wir uns treffen werden, und ich werde dir dann erstmal eine Menge Unsinn erzählen, damit du schön eingelullt und unvorsichtig bleibst, und du wirst mir mit deinem vom jahrelangem Betrug eingegerbten, falschen Lächeln in der Fresse zuhören; arglos, an dein Glück glaubend, ein neues Opfer gefunden zu haben. Aber den Weg bestimme ich, und was sich an meinem Ziel unseres Weges so an scharfen, spitzen und stumpfen Gegenständen findet, das verspricht drei Tage Spaß mit deinem gierigen, gefräßigen Fleisch. Deshalb grinse ich die ganze Zeit so. Ich weiß, dass ich jeden deiner Schmerzlaute in den nächsten Tagen kennenlernen werde. Und ich freue mich darauf. Eine wundervolle Vorstellung! 👿

Please write to me here
http://dreamsaboutlady.com/7767/

Klar, man schreibt, indem man die Website von kriminellen Spammern aufruft! Da wird man sich schon nichts einfangen! Und bloß nicht an die Absenderadresse schreiben, die ist nämlich gefälscht. Also schön auf den Link klicken, mit dem man sich einen großen Haufen Scheiße und Probleme auf den Rechner holt.

Looking forward to hear from you soon
Natalia S

Ich erwarte, demnächst deine Todesanzeige zu lesen! Eine besonders hämisch und fröhlich formulierte. Geh endlich sterben, Spammer! Keiner wird dich vermissen.

Der Nachtwächter

Viel Moos in geringer Zeit

Dienstag, 24. Juni 2008

Das gleiche gibt es auch mit „Knete“, „Zaster“, „Geld“ und anderen Ausflüssen eines Thesaurus im Betreff.

Sie besitzen einige Internetkenntnisse?
In einen Organisation zu arbeiten waere Ihnen interessant?

Sie besitzen schlechte Kenntnisse von deutsches Sprache und in den russische Mafia als Geldwäscher zu arbeiten wäre Ihnen interessant?

Bitte bei uns an elfielfi1@megabox.ru kurz melden, die Details kommen unverzueglich.

Wenn sie sich nicht daran stören, für Stümper zu arbeiten, die nicht einmal eine vernünftige Antwortadresse in ihre Schrottmail schreiben können, denn klicken sie einfach auf die Mailadresse. Daraufhin kriegen sie eine ziemlich automatische Antwort, die ihnen sagt, dass sie Geld auf ihrem Konto unter ihrem Namen entgegennehmen und anonym an die russische Mafia weiterleiten sollen. Der Deal ist ganz einfach: Wir kriegen das Geld, und sie die Gefängnisstrafe wegen Geldwäsche oder wegen Verstoß gegen das Gesetz zur Regulierung des Kreditwesens. Und zivilrechtlich kommt auch noch mal einiges auf sie zu, denn sie dürfen die ganzen Schäden mit ihrem Geld wiedergutmachen. Also seien sie ein echter Blödmann und kommen sie mit uns ins Geschäft. Es lohnt sich. Für uns.