Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Internetttapoooootheke

Montag, 28. April 2008

Bislang gab es ja immer nur Viiiaaaagra, aber das scheint nicht mehr zu reichen. Deshalb muss jetzt auch die Verkaufsstätte für diverse Drogen ein paar verdoppelte und verdreifachte Buchstaben kriegen, vielleicht kommt sie dann ja besser durch die Spamfilter. War aber nix, Betrüger, ist wie üblich im Sieb kleben geblieben.

Sendung online verfolgen! Kundenhotline! – Lieferung aus der Digitale Apoooootheeeek Kanada

*prust!* – Wollt ihr eure abgezockten Kunden jetzt noch mit einer Seite bespaßen, auf der sie lesen können, dass ihr Paket unterwegs sei. Wozu? Die sind euch doch eh scheißegal, nachdem sie bezahlt haben. Ist vielleicht auch besser für eure Kunden, das ihr nix liefert. Sonst wären die viel öfter tot. So sind sie nur abgezockt.

Und voll die Hotline! Warum schreibt ihr die Telefonnummer nicht einfach mal in die Mail rein, damit ich ein paar eurer Callcenter-Mäuschen mal ein bisschen kleinbrüllen kann? Aber macht ihr nicht. Und auf eurer weiter unten verlinkten Website auch nicht die Spur davon. Ihr Spamverbrecher seid euch wohl untereinander noch nicht ganz einig darüber, was ihr jetzt euren Opfern erzählt wollt.

Na ja, das Wesentliche ist ja klar:

Spezialangebot: Viiiaaa -ra x 10 tab + Ciiiaaa ..alis x 10 tab – 53,82 EURO

Viiiaaa -ra 10 tab – 26,20 Euro
Ciiiaaa ..alis 10 tab – 30,00 Euro

Und diese mal Viiiaaa sogar ohne „g“ und und „r“. Ach ne, da hängt ja eines nach dem Leerzeichen und einem Bindestrich hinter. Wow, so langsam schafft ihr es, völlig realdadaistisch zu werden, so dass in euren Müllmails einfach nix mehr zu verstehen ist. Immerhin…

* MEDIKAMENTE *

…der Link als solcher ist noch kenntlich. Wer so dumm und unerfahren ist, dass er auf alles klickt, was sich anklicken lässt, der klickt vielleicht sogar darauf.

Schnellrestaurant für Nazis

Sonntag, 27. April 2008

Wenn man sich um ein leicht zugängliches Forum kümmert (Anmeldung mit Nick und Mailadresse, Versenden einer Mail, Bestätigung des Zugangs durch einen Link in der Mai und der Account ist fertigl), denn „darf“ man jeden Tag einige Spam-Anmeldungen löschen.

Mit diesen Spamzombie-Accounts wird in der Regel niemals ein Beitrag geschrieben, damit sie nicht weiter auffallen. Aber es wird immer ein Profil angelegt, und da die meisten Forumssysteme die Möglichkeit bieten, im Profil auch die Homepage eines Users anzugeben, wird in diesem Feld der Spamlink auf eine betrügerische Website gesetzt. Die Spammer, die so vorgehen, hoffen darauf, dass ihr Missbrauch des Forums als Litfaßsäule für kriminelle Angebote unbemerkt bleibt und dass das angelegte Profil irgendwo im Forum sichtbar wird, um das Google-Ranking der so beworbenen Site zu erhöhen. Meistens enthält dieses Profil auch die Möglichkeit, weitere persönliche Angaben zu machen; dieses Feld wird dann für die typischen Spamwörter benutzt, mit denen Google in die Irre geführt werden soll.

Für mich, der ich mich zurzeit „nebenbei“ um zwei sehr wenig frequentierte Foren kümmere, bedeutet diese Form der Spam, dass ich regelmäßig einen Blick auf die Neuanmeldungen werfe und diesen ganzen Müll lösche. Die Einträge sind in der Regel nicht sehr einfallsreich; die verwendeten Nicks sehen meist ganz „normal“ aus. Sie sollen ja in einer einfachen Listendarstellung möglichst wenig auffallen, damit sie nicht einfach gelöscht werden. In der Regel muss ich mir jeden Account einzeln anschauen; eine wirklich hirntote Tätigkeit.

Heute hatte ich jedoch einen neu angemeldeten Nick, der mich sehr zum Lachen brachte. Ich habe eine Spam-Anmeldung für einen angeblichen Viagra-Verkäufer gelöscht, der sich mit dem tollen Nick McHitler angemeldet hat. Das klingt ja beinahe, als bekäme man Viagra in einem Schnellrestaurant für Nazis. :mrgreen:

Fragezeichen und Dollars am 23.

Sonntag, 27. April 2008

Der Autor der folgenden Mail mit dem Betreff „2008/4/23 – 8:18:55 ???????? ???“ hat sich sehr auf das Wesentliche konzentriert. Das Wesentliche ist nicht etwa die Angabe eines korrekten Zeichensatzes für die Mail, sondern die korrekte Anzeige des Dollarzeichens und eines Betrages. Der Rest hingegen wirft ein paar Fragen auf:

2008-4-23 – 8:18
????????
?????:?????????,????????
????????????????????+??????
?????????$24,900 (????100MB????????)
?????????,????????
??????????????????????
??e??????,????????
??????????
?????????:0 9 8 0 1 1 9 8 1 2
tE8J54YhJskp

Es hat wohl schon eine gewisse Folgerichtigkeit, dass das genannte Datum zu solch kryptischer Kommunikation ausgerechnet der dreiundzwanzigste April ist.

Erich ist ganz irre drauf

Mittwoch, 23. April 2008

Hi Brigitte,

Der Name stimmt nicht. Aber Spammer, du kannst noch ungefähr hundertausend gängige deutsche Vornamen ausprobieren, irgendwann klappt es bestimmt. Kleiner Tipp zur Eingrenzung deiner Strokelei: Das Geschlecht ist auch verfehlt.

Auf http://skt.bizknight.cc/ lernte ich Lorena kennen. Wir haben uns gleich gut verstanden und ein Treffen vereinbart. Seit wir uns getroffen haben, geht hier zweimal die Woche die Post ab 🙂

Das ist ja voll die krasse Seite, da mag ich gar nicht denken, dass die sich an Weibchen richtet. Die Schlampen da sind zu allem bereit. Und jedes Mal, wenn ich irgendeinen der Links in dieser statischen HTML-Seite klicke, kriege ich die gleiche Seite zu sehen.

Passwort anfordern. Um Zugang zu dem geschützten XXX-Bereich zu bekommen, brauchen sie nur ihre eMail-Adresse einzutragen…Diese Seite fordert mich dazu auf, ein Passwort anzufordern. Wen jetzt schon so richtig das Blut in den Schwanz und damit aus dem Hirn geflossen ist, der denkt bestimmt, dass er da echt ein Passwort kriegt. Und dann trägt er da brav seine Mailadresse ein und klickt, um seine Mailadresse an die Domain cybilling.com und damit an kriminelle Spammer zu schicken. Da geht echt „die Post ab“, aber volle Kanone. Und nicht nur zweimal die Woche. Denn auch die Spammer müssen immer wieder ihre Adresslisten bereinigen.

Ob man von den Verbrechern einfach nur zielgruppengerechte Spam für hirnlose Menschen kriegt, die das ganze Internet nur für ein Pornokino und einen Fleischmarkt für Kontakte halten, oder ob einem die Verbrecher auch noch die aktuellste Kollektion von Malware als „Zugangssoftware“ schicken, weiß ich allerdings nicht – denn ich habe denen natürlich nicht meine Mailadresse gegeben. Und. Ich würde es niemanden empfehlen.

Willst du noch heute erotische Kontakte finden? Dann schau bei: http://skt.bizknight.cc/ rein.

Ach nee, da war ich gerade schon. Und ich glaube, dass ich auf jeder Parkbank und in jedem Autobus bessere Chancen hätte. Außer natürlich, ich wäre ein Fetischist und Kontakte mit dummen Spamverbrechern würden mich erotisieren.

Bis bald
Petra 70

Geh sterben!

Miss Lungen 2008

Mittwoch, 23. April 2008

boris_oq | bxxxx@gxxxxgirl.com | index6.grigho.com

<a href=
> <a href=
> <a href=
>
>
> <a href=
> <a href=
> <a href=
>

Ach, weißte, „boris_oq“, wenn wir früher etwas programmiert haben, denn haben wir damit auch einen Test gemacht, bevor wir es auf die Welt losgelassen haben. Warum? Na, um solche nutzlosen Peinlichkeiten zu vermeiden. Ach, das ist dir egal und du hast keinen Ruf zu verlieren? Stimmt, du bist ja auch eine dumme, asoziale Spamsau.

Endlich!

Mittwoch, 23. April 2008

Endlich weiß ich, warum so ein Mailclient Unicode-fähig sein muss. Damit ich auch solche Spams lesen kann, wenn ich sie kriege:

山鉧科技網é ?設計
我們的宗旨:客戶的æ¯?ㄧ件å°?事情,都是山鉧的大事情
我們ç?¾åœ¨æŽ¨å‡ºä¼?業形象網站包å?«å‰?å?°ç¶²é ?美工+後å?°ç®¡ç?†ç¨‹å¼?
é™?時é™?é‡?專案價å?ªè¦?$24,900 (在é€?ㄧ年100MBä¸?é™?æµ?é‡?網站空間)
[… Rest von mir gekürzt]

Jetzt muss eigentlich nur noch ich Chinesisch-fähig werden, damit ich auch etwas mit diesem Massenmüll anfangen kann… :mrgreen:

Kommerzsau des Tages

Dienstag, 22. April 2008

Man bekommt ja keineswegs nur Spam von irgendwelchen Pillenvertickern, auch windige Unternehmer aller Art machen sich dieses besonders asoziale Mittel des Marketings zu Nutzen. Allerdings zeigt schon der Betreff einer solchen Mail, dass es sich nicht um eine persönliche Ansprache handelt, ist doch sogar die Sprache des Blogs verfehlt:

We are interested in purchasing advertising on tamagothi.de

Wenn ihr so heiß darauf seid, Reklame auf einer wenig gelesenen, deutschen Website zu schalten, wieso könnt ihr mir nicht einmal euren Schrotttext in Deutsch schreiben?

Im Gegensatz zu üblichen Gepflogenheiten beginnt solche Spam nicht mit einer Anrede, sondern kommt gleich zur Sache. Woher sollte ein Spammer auch wissen, wie er mich anzureden hat, er kennt doch meinen Namen gar nicht.

Are you currently accepting advertising on your website tamagothi.de?

Aber immerhin, als Mailadresse hat der asoziale Spammer den webmaster genommen, das dürfte in den meisten Fällen ankommen. Nur bei mir geht das eben sofort in den virtuellen Mülleimer, in den ich nur alle paar Tage einmal einen eher oberflächlichen Blick werfe. Denn diese Mailadresse benutze ich nicht.

Und was ich über Werbung in meinen Blogs denke, habe ich genau dort sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Aber um das aufzufassen, hätte der Spammer eben ein bisschen Deutsch verstehen müssen. Warum der wohl Reklame auf deutschen Websites will, dieser Arsch? Alles, was der will, ist mutmaßlich die Verbesserung seines Google-Rankings durch ein paar tausend gekaufte Links, und bezahlen wird der für seinen Kauf gewiss gar nichts. Wer glaubt, dass man mit einem Spammer ins Geschäft kommen kann, ist einfach nur dumm.

Thank you,

Wofür?

Gary
Marketing Manager
ZTMC, Inc.
gary@ztmc.net

Aber unsere Kommerzsau des Tages muss nach dieser unverschämten und dreisten Anfrage noch ein paar Worte nachlegen, um zu erklären, wie sie auf die dumme Idee gekommen ist, mich überhaupt anzumailen:

I personally visited tamagothi.de. If you have received this information in error, or are not interested in accepting advertising on your site, simply respond to this email with „do not contact“.

Dass du mein Blog persönlich besucht hast, nehme ich dir nicht ab. Sonst hättest du gewiss davon abgesehen, mich in einer Sprache anzumailen, die ich dort praktisch niemals verwende. Was dort geschrieben steht, hast du auch nicht verstanden. Du bist – wie jeder Spammer – ein Lügner, ein Betrüger, ein Verbrecher. Und ich habe diese „Information“ keineswegs fehlerhaft erhalten, sondern du bist an den Falschen geraten. Ich werde mich hüten, dir direkt zu sagen, was ich dir zu sagen habe. Stattdessen ein paar persönliche Worte von mir an dieser Stelle:

Gary, du Bastard,

auch deine Angaben und dein hingestrokelter Abschluss nehmen deiner Drecksmail nicht ihren asozialen Spamcharakter, eben so wenig wie die sonst im Spamgeschäft sehr seltene Verwendung einer richtigen Absenderadresse. Und weiter: Wer über deine, soeben genannte Firma sein Marketing erledigen lässt, kooperiert mit Spammern. Davon kann ich nur abraten. Wer wirklich meint, dass er für seine Reklame die gleichen Mittel benutzen muss wie betrügerische Pillenverticker und Abzockcasinos, der hat sich in meinen Augen für jedes Geschäft disqualifiziert.

Auf gar keinen Fall werde ich dir eine Antwort schreiben. So weit kommt es noch, dass ich Spammern helfe, ihre Adresslisten auszumisten! Stattdessen antworte ich dir hier. Vielleicht besuchst du diese Seite ja auch mal „persönlich“, da kannst du dann gleich lesen, was ich von Spam halte. Und von den Menschen, die jeden Kommunikationskanal mit ihrer einseitigen und dummen Scheiße zu verstopfen suchen, bis irgendwann einmal ein Internet entsteht, das nur noch aus Werbung besteht. Ach, du kannst ja gar kein Deutsch, sondern arbeitest nur Domainlisten ab, indem du dein Skript diese Schrottmail immer an die Adresse webmaster schicken lässt! Na gut, sogar da komme ich dir noch entgegen.

Falls den ganzen Text hier nicht lesen magst oder kannst, hier ist meine kurze Zusammenfassung, extra für dich in Englisch ausgedrückt:

Every spammer is an antisocial, mindless jerk. And, Gary, you too. And if I ever be able to get you, than you will experience a very unfriendly kind of social feed back.

Die hard!

Der Nachtwächter
Nach Diktat verreist