Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Laptop für vier Euro vom MediaMarkt?

Donnerstag, 15. Januar 2026, 18:44 Uhr

Wenn etwas zu gut klingt, um wahr sein zu können, dann liegt es meistens daran, dass es nicht wahr ist.

Hier geht es nicht um eine Spam. Es ist ein Link zu einem aktuellen Hinweis auf eine laufende Betrugsmasche bei Tarnkappe:

Facebook-Anzeigen versprechen Laptops für 4 Euro. Angeblich handelt es sich um MediaMarkt-Angebote, exklusiv für Menschen ab 45. Hinter der beworbenen Aktion steckt allerdings kein Schnäppchen, sondern ein gezielter Facebook-Betrug mit Daten- und Kreditkartenraub

Kurze Anmerkung: Es ist generell so, dass frühere betrügerische Spammer immer häufiger dazu übergehen, Anzeigen zu schalten, um Opfer für ihren Betrug zu finden. Dabei werden auch gern bekannte Marken und Firmierungen missbraucht. Dass diese Marken und Firmierungen damit in den kriminellen Dreck gezogen werden, ist den Betrügern gleichgültig, so lange ihr eigenes Geschäft gut genug läuft. Zum Glück für uns alle gibt es einen ganz einfachen Schutz, der diese Betrugsformen an der Wurzel unterbindet und damit verhindert, dass man zum Opfer von Verbrecherbanden werden kann: Einen wirksamen Adblocker im Webbrowser benutzen. Das kostet kein Geld, macht das ganze Web schöner und schneller und schützt sowohl vor dem Schadsoftwaretransport über Werbebanner (so genanntes Malvertising) als auch vor irreführender Reklame gewerbsmäßiger Betrügerbanden. Es schützt übrigens auch vor den Lügen der Werber.

In meinen Augen gibt es eh nur einen wirklichen Unterschied zwischen Spam und Reklame: Spam ist illegal, die professionelle manipulative Lüge der Reklame leider nicht.

2 Kommentare für Laptop für vier Euro vom MediaMarkt?

  1. J.R. sagt:

    > Einen wirksamen Adblocker im Webbrowser benutzen

    Das sind aber Fratzenbuch-Anzeigen. Die kommen im normalen Feed als „Inhalte“ getarnt. Als ich dort noch war, fälschten sie auch die Namen der echten, missbrauchten Marken. Decathlon war da sehr häufig.

    Die im Artikel beschriebene Masche ist aber auch schon mindestens so alt. Die habe ich da auch schon oft gesehen. Inklusive der Fake-Kommentare drunter wie „Ich habe meinen Laptop/sonstwas drei Tage nach Abschluss der Umfrage in der Post gehabt“

    Ich würde mich nicht wundern, wenn die Bande mit ihren Probierpaketen, ADAC-Notfallsets, Parkside-Werkzeugen, Medicare-Kits etc. auch dahinter steckt.

    Allerdings, aus dem Artikel:

    > Eine gezielte Ansprache von Menschen ab 40 oder 45 Jahren geschieht dabei nicht aus Nächstenliebe, sondern weil die Täter darauf setzen, dass diese Altersgruppe Social-Media-Betrug und Phishing-Kampagnen seltener erkennt und Markenversprechen eher vertraut.

    will mir nicht so recht in den Kopf, ich glaube, gerade diese Alterskohorte (ich würde mal auf 30-50 ausweiten) sollten diejenigen sein, die auch das größte Technikverständnis haben dürften. Das sind die, die von den relativen Anfangszeiten mit dem Internet groß geworden sind. Die noch älteren, klar, siehe den ehemaligen Bundeshosenanzug „Das Internet ist für uns alle Neuland“, und die jüngeren Generationen, die vor lauter TikTok nicht mal mehr vernünftig lesen können und jetzt sogar zappelnde Untertitel im Karaoke-Stil brauchen, um überhaupt nicht schon nach drei Millisekunden wegzuschalten.
    Aber bei den alten funktioniert halt der nigerianische Prinz und der gute alte Enkeltrick (leider) immer noch und bei den ganz jungen werden wir wohl in Zukunft ganz neue Maschen sehen. Wie die aussehen, kann ich mir allerdings nicht im geringsten vorstellen.

    • Michael P. sagt:

      > und bei den ganz jungen werden wir wohl in Zukunft ganz neue Maschen sehen

      Deshalb sollte schon im Schulunterricht der richtige Umgang mit dem Internet gelehrt werden: Adblocker, Phishing, betrügerische Werbung, Fakeshops, allgemeines gesundes Misstrauen – all das sollte auf den Lehrplan. Aber das wird natürlich nicht passieren. 🤷

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