Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Newsletter – Warnsignale zur Finanzkrise! Fakten

Freitag, 1. Mai 2015, 15:20 Uhr

Nein, ich werde hier nicht die ganze Spam wiedergeben, denn sie ist sehr lang. Nur ein längeres, zusammenhängendes Zitat aus dem Mittelteil des Textes, damit der extralaut trötende Alarmton fühlbar wird:

IWF-Chefin Lagarde warnt vor neuer Finanzkrise

Die letzte Finanzkrise ist noch nicht verdaut – und schon bahnen sich neue Schwierigkeiten an. Davor warnt keine Geringere als die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Risiken für die globale Finanzstabilität nehmen zu“, sagte Christine Lagarde. Dazu würden vor allem die niedrigen oder gar negativen Zinsen sowie dramatische Wechselkursschwankungen beitragen.

Mehr als zwölf Millionen Menschen sind in Deutschland arm.

In Deutschland gelten mehr als zwölf Millionen Menschen als arm. So viele waren es seit der Widervereinigung noch nie. Vor allem Alleinerziehende und Rentner, aber auch viele Minderjährige seien von Armut betroffen, sagte Ulrich Schneider, der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, dessen Armutsbericht den Titel „Die zerklüftete Republik“ trägt.

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger

(69 Prozent) glauben nach einer Umfrage nicht, dass ihre staatliche Rente im Alter zum Leben reichen wird. Unter den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 93 Prozent, bei den über 65-Jährigen 49 Prozent, wie die Befragung des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ergab.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt sich um die gesetzliche Rentenversicherung.

Diese werde in Zukunft vielen nicht reichen, sagte sie auf einem Festakt zum 125-jährigen Bestehen des deutschen Rentensystems. „Wir sind gefordert, Altersarmut vorzubeugen und dafür geeignete Lösungen zu entwickeln“, so Merkel.

Niedrigzinsen kosten Verbraucher 112 Milliarden Euro laut DZ Bank.

In den vergangenen Jahren herrschte eine Phase extrem niedriger Zinsen vor. Das hat die Verbraucher eine Menge Geld gekostet – trotz der Vorteile durch geringe Darlehenskosten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der DZ Bank gekommen.

Pro Kopf (vom Neugeborenen bis zum 100 jaehrigen) 1400 Euro Verlust in den letzen 5 Jahren

Die finanzielle Belastung durch die steigende Zahl der Zuwanderer

Kann vom Bund und den Kommunen aus Dauer nicht getragen werden. Die Abwaelzung dieser Kosten auf den Steuerzahler ist nur noch ein zeitliches Problem

Frankreich schränkt Verwendung von Bargeld drastisch ein

Der französische Finanzminister Michel Sapin hat eine drastische Verschärfung für die Verwendung von Bargeld in Frankreich bekanntgegeben. Wie die Zeitung Le Parisien berichtet, sollen die Bürger ab September 2015 streng überwacht werden, wenn sie Zahlungen in Bargeld vornehmen und die Geldbeschaffung im Ausland fuer Private wird fast nicht mehr moeglich sein.

Der offizielle Grund für diese Maßnahmen ist der “Kampf gegen den Terror”. Tatsächlich handelt es sich bei der Maßnahme um eine neue Form der finanziellen Repression. Hier spielt Frankreich den Vorreiter – die anderen EU – Laender werden folgen.

Diese ganzen erschröcklichen Meldungen seien hier kurz in einem kleinen Bild zusammengefasst:

Die Geldfresser kommen! (Pacman frisst eine Reihe Euro-Münzen)

Aber unser krimineller, spammender Reichwerdexperte hat ein ganz tolles Angebot gegen diese Gefahr, das ich im März dieses Jahres schon in der Hall of Shame gewürdigt habe: Er lässt einfach Geld vom Himmel regnen (unbedingt dort eine zwar ältere, aber dafür vollständig zitierte Spam lesen).

Neben den „aktuellen“ Nachrichten, die offenbar direkt aus der Angst-Redaktion der „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ abgekupfert wurden, gibt es wieder die zwei gleichen, unwiderstehlichen Angebote eines hübschen Haufens Zaster, der – hokus pokus, schieb Geld bei mir intus – aus dem Nichts entsteht:

Sie haben die Wahl zwischen:

Programm 1: Erste Auszahlung von 350.000 Euro in max. 4 Monaten und 2. Auszahlung von 600.000 Euro nach 15 Jahren.

Programm 2: Erste Auszahlung von 240.000 Euro in max. 4 Monaten und 2. Auszahlung von 700.000 Euro nach nur 8 Jahren.

Eines freilich hat sich geändert, und das ist der Name des freundlichen Reichwerdexperten, der mir dieses unwiderstehliche Angebot macht – darin scheint er ein wenig die Wahl zu haben, weil er lügt:

Mit freundl. Gruss

Klauss Peter Hartmann

Financings without Debt’s S.A.

Av. Venezuela 729

1027 Santo Domingo

Dominican Republic

Die „Freundlichkeit“ dieser Spam ist zwar immer noch abgekürzt, aber diesmal von Klauss [sic!] Peter Hartmann und nicht mehr – wie im März – von Josef Robert. Natürlich hat sich auch die Mailadresse für die Antwort geändert:

E-Mail financings (strich) without (strich) debts (at) financier (punkt) com (Bitte diese Mailanschriften [sic!] nutzen)

Tja, wenn man als Spammer dieses Dingens mit dem Reply-To-Header nicht hinbekommt und auch keinen dahergelaufenen Dwölfjährigen findet, der das mal kurz macht, können die Empfänger halt nicht auf „Antworten“ in ihrer Mailsoftware klicken, um die kriminelle Spam zu beantworten. Das Wort „Mailanschrift“ finde ich übrigens lobenswert – es klingt so seltsam deutschelnd in einer Spam, die angeblich aus Venezuela kommt, über eine dynamische IP-Adresse eines mit Schadsoftware übernommenen Privatrechners aus Toroto, USA versendet wurde und sich an deutsche Leser richtet.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

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