Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Testkauf

Dienstag, 1. Dezember 2009, 01:00 Uhr

Ah, endlich mal wieder eine neue Masche der Verbrecher, das Durchschauen der Spam wurde doch in den letzten Wochen ein bisschen langweilig.

Mitarbeiter fuer Testeinkauf bundesweit gesucht.

Schon klar, hier werden also „Mitarbeiter“ gesucht. Und zwar scheißegal, was für welche. Deshalb wird der Weg der kriminellen, millionenfachen Spam mit falschem Absender gewählt. Die Mitarbeiter sind dermaßen beliebig – wenn sie nur dumm sind – dass in dieser Drecksspam auch auf jede Anrede oder auch nur minimale oder simulierte Formwahrung verzichtet wird.

Auf eine Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit verzichtet dieser windige „Arbeitgeber“ auch besser. Da müsste er ja so etwas wie eine Firmierung und eine Adresse angeben, was seinem „Geschäft“ wohl weniger zuträglich ist. Und so ein toller „Arbeitgeber“ sucht also irgendwelche, völlig beliebigen Leute für so genannte „Testeinkäufe“. Es ist so gut wie sicher, dass die gekauften Güter verschwinden werden (oder auch niemals existierten), während der dumme „Mitarbeiter“ auf den Kosten für diese „Käufe“ sitzenbleibt. Vielleicht ist es aber auch eher anders herum und der dumme Mitarbeiter darf auf eBay oder vergleichbaren Plattformen ein paar Hehlerdienste mit seinen ganz persönlichen Daten machen, damit die gekaperten und gehackten Accounts auch so richtig ausgeräubert werden können. Auf jeden Fall wird ein naiver Trottel, der sich auf so etwas einlässt, eines tun: Er darf sich persönlich strafbar machen und diesem lichtscheuen Gesindel dabei helfen, selbst in der Anonymität zu verbleiben und Gewinn aus kriminellen Geschäften zu ziehen.

Apropos Anonymität: Natürlich gibt es keinerlei Kontaktdaten dieses tollen „Arbeitgebers“, außer dieser einen…

Bewerbung bitte an BoFranziska (at) gmail.com

…anonym eingerichteten und völlig kostenlosen Mailadresse bei Google Mail – die selbstverständlich nicht mit der Absenderadresse übereinstimmt, so dass man sofort sieht, dass diese Schurken auch wirklich mit gefälschtem Absender schreiben. Deshalb soll man diese Drecksspam ja auch nicht mit „Beantworten“ in seiner Mailsoftware beantworten, denn sonst käme die gar nicht dort an, wo sie ankommen soll. So etwas ist gewissermaßen ein Intelligenztest, um die „Qualifikation“ der Bewerber um diesen „Job“ zu testen – nur, wer trotz solcher deutlicher Wahnzeichen enthirnt genug ist, diese Mail in der gewünschten Weise zu beantworten, ist geeignet, sich zum Deppen für die Verbrecher zu machen und dafür gegebenenfalls in den Knast zu gehen, ohne einen eigenen Vorteil davon zu haben.

Jeder andere Mensch sagt sich: Gesehen, Gelacht, Gelöscht!

Ich bin mir sicher, dass ich ein Jobangebot für „Testkäufer“ in den nächsten Wochen noch in besserer Form in das Postfach bekomme. Die Spammer brauchen immer so ein paar absolut hirnlose Mailings, bis sie sich darüber Gedanken machen, ob der mangelhafte Erfolg ihrer dummen Maschen wohl an den hirnlosen Mailings liegt. Aber dann ist es auch schon zu spät und die kriminellen Maschen sind weithin bekannt.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

2 Kommentare für Testkauf

  1. chrisi01 sagt:

    Diesen Dreck erhalte icha uch seit ein paar Wochen einige male pro Tag absolut nervig….

  2. IchMan sagt:

    Ja die sind schon ulkig diese hirnbefreiten.
    Wenn nicht grade mal wieder ein gewisser Herr seine Tannenbäume, Barhocker oder Fahnenmasten sich wo reinschiebt, dann werden Google-Mail und mittlerweile YAHOO Adressen auf die Weise genutzt…
    Google hat das sofort eingedämmt, bei Yahoo brauchen die Hirnzellen noch etwas zur Reife um das zu kapieren (naja anders kennt man den Laden ja auch seit Anbeginn nicht anders)
    Jedenfalls lässt sich der Spamfilter ja schnell auf „Testeinkauf“ ansetzen und der größte Teil entschwindet ungesehen im Nirvana.
    Selbst so ne Krücke wie OutlookExpress lässt sich auf sowas einrichten, muss ja nicht extra ein SpamFilter her. Aber lassen wir die DAUs mal in ihrem jetzigen Wissen, sonst verdienen die tollen Firmen, die am Spamen nicht unbeteiligt sind, nichts mehr ;o)

    Es grüßt ein SPAM Jäger.
    „Gib mir Deine IP und Du stehst Deinem Provider in Erklärungsnot!“

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