Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Frohe Weihnachten

Donnerstag, 12. Februar 2009, 01:03 Uhr

Die tägliche Dummheit der Spam macht ja stumpf, und ich habe mich schon an viel zu viel Schwachsinn gewöhnt. Aber als ich eben das Sieb meines Spamfilters überflog, hat ein Betreff meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen:

WEIHNACHTEN – 12 Doosen umsonst

Wie bitte? Wir haben Mitte Februar, falls du es noch nicht gemerkt hast, Spammer! Und tatsächlich, er hat es (scheinbar) nicht gemerkt:

Jetzt bestellen und naechste Woche erhalten – 12 Tb. umsonst zum Weihnachten!

Frohe Weihnachten

Bei soviel weihnachtlicher Wichtelei zur Unzeit verwundert es auch nicht weiter, dass der Depp sogar versucht hat, in seine HTML-Mail einen IFRAME einzubetten – wehe dem, der da ein Windows hat, sich HTML in Mails einfach anzeigen lässt und keine Probleme damit hat, die Website von kriminellen Spammern innerhalb seiner Mailsoftware anzeigen zu lassen. Natürlich ist die verlinkte Domain sehr unkenntlich gemacht, es wird der Umweg über eine Suchmaschine und einen wahrscheinlich einmaligen Text beschritten, um den Domainnamen nicht erscheinen zu lassen. Ich habe gerade keine Lust, mal nachzuschauen, welche Sicherheitslücke da ausgebeutet werden soll, aber sie wird wohl recht aktuell sein.

Oder kurz gesagt: Das ist keine Viagra-Spam, die „12 Doosen“ oder „Tb.“ anbieten will, das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Angriffsversuch. Vermutlich wurde deswegen auch der jetzt so absurd wirkende und „Fun“ versprechende Betreff und Text verwendet, damit sich die Empfänger auch wirklich diese Mail anschauen, um sich den Lachmuskel reizen zu lassen. Natürlich lacht der Kriminelle hier oft als letzter, und was das Opfer dieses Angriffes klammheimlich reingedrückt kriegt, ist gewiss nicht appetitlich.

Merke: Niemals eine Spam lesen, wenn nicht besondere Vorkehrungen getroffen wurden, um solche Angriffe zu vermeiden. Die Verwendung eines Virenscanners und einer Firewall sind gegen einen gut vorgetragenen Angriff machtlos. Im Zweifelsfall die unerwünschten „Botschaften“ einfach unbesehen löschen. Einen besseren Schutz gibt es nicht.

Unglaublich, was sich die Kriminellen mal wieder einfallen lassen!

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

Ein Kommentar für Frohe Weihnachten

  1. […] wieder mögliche österliche Ikonografie für ihre recht einseitige Kommunikation, und Spammer kommen mit den Festen schon mal durcheinander. So einfach sich das Christentum auch installieren und bedienen lässt, ein paar Schwächen […]

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