Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Emailing: Jetzt auch gezippt

Montag, 23. Juli 2007, 12:09 Uhr

Nun ja, inzwischen scheinen die Spamfilter gelernt zu haben, dass diese eine Excel-Datei an den momentanen Massenmails zur Börsenmanipulation eben E-Müll ist. Und wie reagieren die asozialen und kriminellen Spammer darauf? Suchen die sich jetzt etwa einen ehrlicheren Broterwerb? Nein, mitnichten, sie suchen einen neuen Weg an den Spamfiltern vorbei: Jetzt zippen sie eben diese Datei.

Das zeigt Charakter. Und zwar einen, mit dem man nichts zu tun haben will. Es zeigt den Charakter eines Arschloches, und es zeigt, dass es bei sich dieser Pennystock-Spam um Mitteilungen von Arschlöchern handelt.

Wer auf Grund einer solchen, mit großer krimineller Energie in das Internet gepusteten Mail irgendeine windige Aktie kauft, der wird sich nicht nur um sein sauer verdientes Geld bringen, während die Spam-Mafia den fetten Reibach macht; nein, er sorgt auch dafür, dass diese Seuche wegen ihres Erfolges noch lange weiter geht und bei Millionen von Menschen Nervenkraft und Bandbreite kostet – kurz, er wird durch den kriminellen Appell an seine Habgier selbst zu einem Asozialen.

Wer mit seinem Geld etwas besseres zu tun hat, als irgendwelche Kriminellen reicher zu machen, der sollte diese Spam einfach löschen und keineswegs „Exchange Mobile“ kaufen. Und wer mit seiner Zeit etwas besseres zu tun hat, als sich um die tägliche Spamseuche zu kümmern, der sollte diese Spam einfach löschen und keineswegs „Exchange Mobile“ kaufen. Wird dies oft genug so gehandhabt, denn bleiben die Kriminellen auf ihren Transaktionskosten sitzen und müssen lernen, dass diese Art des Abzockens naiver Zeitgenossen nicht funktioniert. In der Folge werden alle Internet-Teilhaber von dieser ausgesprochen lästigen Spam-Seuche befreit.

Ich mag es so sehr, da muss ich gleich mal zum Facebook klicken...

Ein Kommentar für Emailing: Jetzt auch gezippt

  1. Erik sagt:

    Zu den letzten zwei Sätzen dieses inzwischen fast 10 Jahre alten Beitrages:

    Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt. Was Spam betrifft, sollten wir sie aber langsam zu Grabe tragen. Die Transaktionskosten sinken und „naive Zeitgenossen“ (sehr vorsichtig ausgedrückt) werden immer mehr. Das wird nie enden.

    Im Moment ist ja die Welle der unschlagbar günstigen privaten Krankenversicherungen etwas abgeebbt und wurde durch die gnadenlos tollen Betriebshaftpflichversicherungen ersetzt. Davon habe ich täglich mindestens 20, die der Spamfilter nicht schluckt.

Kommentar hinterlassen

Beachten sie vor dem Schreiben eines Kommentares die Datenschutzerklärung für Unser täglich Spam. Wenn sie Wert auf ihre Privatsphäre legen und aus gutem Grund nicht überall ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse angeben wollen, machen sie einfach Phantasieangaben.