Oh, ich bin erfreut! Die Vorschussbetrüger haben mal nachgeguckt, wie man das Wort richtig schreibt, so dass es keine „Benachritigung“ mehr ist. Leider haben sie nicht nachgeguckt…
Sehr geehrte Begьnstigten, Bitte lesen Sie die beigefьgte Gewinnbenachrichtigung, fьllen Sie das Formular aus und senden Sie von fax Ihren Anspruch Rechtsanwalt Dr. Joseph Aragonez . TELL / 0034 632-052-xxx / FAX / 0034 917-903-xxx
…wie man in einer derart kurzen Spam auch noch das Kunststück hinkriegt, dass lustige Punkte über manchen deutschen Vokalen stehen, und so erscheinen da halt fröhliche kyrillische Einsprengsel.
Die „beigefьgte Gewinnbenachrichtigung“ ist ein 211 KiB großes PDF-Dokument¹, dem auch ein typografischer Grobschmecker überdeutlich ansieht, dass der Autor einfach einen anderen Betrugsbrief bearbeitet hat, ohne sich darum zu kümmern, auch die gleichen Schriftarten zu verwenden:
Für alljene, die wegen eines derartig „überzeugenden“ angehängten Schriebs an einer mies gemachten Spam glauben, dass sie ganz dicke Gewinner seien und die deshalb ganz viel Geld für allerlei Vorleistungen mit Western Union zu anonymen Empfängern senden, gibt es immerhin noch einen Trost in der Trübsal ihres gut abgedunkelten Oberstübchens:

Dieser Gewinn kommt mit 100%-Geld-zurück-Garantie! 😀
¹Es ist grundsätzlich eine dumme und schlechte Idee, Anhänge aus einer Spam zu öffnen. Das bisschen befriedigte Neugierde steht in keinem guten Verhältnis zum möglichen Ärger. Wer nicht weiß, wie man einen besonders gesicherten Computer für diesen Zweck herrichtet – und nein, ein Antivirus-Schlangenöl und eine „Personal Firewall“ sind kein ausreichender Schutz – sollte gar nicht erst darüber nachdenken!








Das absolut Besteste daran: Wenn einem der Gewinn nicht gefällt, gibts eine hundertprozentige Geld-zurück-Garantie. So wird einem schon bei der erfreulichen Mitteilung, dass man ohne jeden Kauf eines Lotterieloses 950.000 Øre gewonnen hat, weil ein Agent der Lotteriekommission den Namen gekauft hat, völlig klar, dass da wohl doch noch eine Menge Geld zu löhnen ist, bevor das (nicht-existente) Milliönchen kommt. „Nett“ auch, dass sich der „Lotterieveranstalter“, der zwar Millionengewinne ausschüttet, aber die paar Euro zwanzig für einen richtigen Dolmetscher nicht entbehren kann, bei allen Empfängern für die Teilnahme bedankt, obwohl niemand freiwillig und bewusst teilgenommen haben kann.

