Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Advanzia Bank“

Wechsel des Bankpartners für Ihre Gebührenfrei-Karte REF-32343584 von Аdvаnzіа AG

Montag, 9. Februar 2026

Nur, um das gleich klarzustellen: Weder habe ich eine Gebührenfrei-Karte, noch weiß ich überhaupt, was das sein soll, noch bin ich Kunde der Advanzia-Bank. Das hier ist also klares Phishing. Und die wichtigtümelnde Nummer im Betreff ist für mich auch völlig bedeutungsleer und nichtssagend:

gebührenfrei.de

Wechsel des Bankpartners für Ihre Gebührenfrei-Karte

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

für die Gebührenfrei Kreditkarten [sic! Mit Deppen Leer Zeichen, anders als noch im Betreff] gibt es einen neuen Bankpartner. Auch Ihr Gebührenfrei Kreditkartenvertrag [sic! Mit Deppen Leer Zeichen] wird Mitte Februar von der Аdvаnzіа AG zur Solaris SE übertragen.

Damit ändert sich zwar die Administration im Hintergrund – Ihre Gebührenfrei Kreditkarte sowie Partnerkarte(n) können Sie aber weiterhin wie gewohnt nutzen. Die Kreditkartennummer bleibt gleich, ein Austausch der Karte ist nicht nötig.

Deshalb erledigen Sie die Aktualisierung am besten gleich, damit alles weiter läuft wie am Schnürchen. [Aha, ich muss also nichts tun, außer in eine Spam zu klicken! Und wenn ich das mache, läuft der Betrug wie am Schnürchen.]

Bitte prüfen Sie Ihre Daten unter:

Weiter zum Kundenportal

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Аdvаnzіа Team

Аdvаnzіа Bank S.A.
9, rue Gabriel Lippmann · L-5365 Munsbach · Luxemburg

Sicherheitshinweis: Wir bitten niemals per E-Mail um Passwörter. Führen Sie Updates nur nach direktem Login auf https://www.Аdvаnzіа-bank.de durch.

© 2026 Аdvаnzіа Bank S.A. | Automatische Benachrichtigung

Der Link führt natürlich nicht zur Website der Advanzia-Bank, sondern nach einer längeren Weiterleitungskette, die allein für mehrere Sekunden Wartezeit sorgt, in die wenig Vertrauen erweckende Domain aktualisieren (strich) app (punkt) click, wo man die Gelegenheit bekommt, etwas sehr, sehr Dummes zu tun:

$ lynx -dump https://aktualisieren-app.click/neu/assets/login.php
Willkommen bei Ihrem Kreditkarten Kundenportal

   Geben Sie unten Ihre Daten ein, um sich sicher in Ihrem
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   Sie können hier auf Ihr Advanzia [1]Tagesgeldkonto zugreifen.
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Verweise

   1. https://aktualisieren-app.click/neu/assets/login.php
$ _

Aber nett, dass die Phisher zum Abschluss ihrer Phishing-Spam noch davor warnen, au irgendwelchen Websites Passwörter einzugeben, weil man in einer E-Mail darum gebeten wird. 😁️

Es gibt zum Glück einen sehr wirksamen Schutz vor Phishing, einer der häufigsten Trickbetrugsformen im gegenwärtigen Internet: Niemals in eine E-Mail klicken! Denn wenn man nicht in E-Mails (und vergleichbare Mitteilungen) kickt, kann einem kein Betrüger so leicht einen giftigen Link unterschieben. Stattdessen Lesezeichen für häufig besuchte Websites im Webbrowser anlegen und diese Website nur noch über diese Lesezeichen aufrufen. Wenn man nach dem „Genuss“ einer Phishing-Spam wie dieser hier doch einmal unsicher sein sollte: Einfach die Website der Bank über das Browser-Lesezeichen aufrufen und sich dort wie gewohnt anmelden. Wenn man danach keinen Hinweis auf das in der Spam behauptete Problem sieht, hat man einen dieser gefürchteten „Cyberangriffe“ abgewehrt und ganz viel Geld und mit allerlei Ärger versalzene Lebenszeit gespart. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Sollen die Betrüger doch verhungern, wenn keiner mehr darauf reinfällt!

Datenbestätigung erforderlich – 184491249175

Donnerstag, 22. Januar 2026

Das ist aber eine große Nummer. Und völlig bedeutungslos. Zwölfstellig. Da gibt es eine ganze Billiarde von, und diese eine auserwählte große Nummer steht im Betreff einer Mail in meinem Spameingang. Das muss ja echt jetzt mal eine sehr wichtige Mail sein. 😁️

So denken die Spammer darüber, wie ihre Opfer denken. In Wirklichkeit ist eine sinnlose Nummer im Betreff meistens ein Zeichen, dass man es mit einer Spam zu tun hat. Manchmal, wenn man sich mit einer Reklamation an einen Kundendienst gewendet hat oder einen Softwarefehler gemeldet hat, bekommt man auch eine Nummer für den Vorgang, eine so genannte „Ticketnummer“, die einem über E-Mail mitgeteilt wird, aber dann weiß man ja auch, um was es geht. Außerdem ist diese Nummer nicht so groß. Nicht einmal bei Microsoft.

Von: Аdvаnzіа <qua6zli2@harapanenergie.com>
Antwort an: undisclosed-recipients:;

Oder soll die Zahl eine Kontonummer sein? Meine ist es jedenfalls nicht. Ich bin da kein Kunde.

Die Mail wurde übrigens über eine IP-Adresse von Google versendet, wie ich eben beim Lesen von Quelltext und Header bemerkt habe. Eine echte Bank würde das nicht tun. Es verstieße gegen Datenschutzgesetze. Sogar im EU-Mitgliedsstaat Luxemburg. Einmal ganz davon abgesehen, dass eine Menge Kunden davor weglaufen würden, sobald sie es mitbekämen. Und zwar zu recht. Aber Google ist nun einmal der beste Kumpel und Komplize der Spammer und Betrüger und will daran nichts ändern. Deshalb läuft so viel Spam über Google. Weil es für Spammer keine Probleme mit Google gibt. Nach meinen Erfahrungen ist es völlig sinnlos, einen kriminellen Missbrauch von Google-Diensten an Google zu melden. Google will einfach nur Reibach machen, aber die damit verbundenen Kosten und Aufwände werden der ganzen Welt aufgelastet. Das ist eine Herangehensweise, die bemerkenswert ähnlich zur Spam ist. Und genau so asozial.

Logo der Advanzia-Bank

Datenbestätigung erforderlich

Das steht schon im Betreff. Aber nett, dass ihr die sinnlose Zahl nicht noch einmal wiederholt habt.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

Aber so genau mein Name!

nach einer kürzlichen Systemaktualisierung bitten wir Sie, Ihre hinterlegten Kontaktdaten zu überprüfen. Diese kurze Bestätigung stellt sicher, dass Ihr Zugang voll funktionsfähig bleibt und alle Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Bitte prüfen Sie Ihre Daten unter:

Anmelden

Der Link führt natürlich nicht zur Advanzia-Bank, sondern zu einer Website, wo es sofort eine Weiterleitung auf eine andere Website gibt.

$ mime-header https://jmlnetwork.com/adv/
HTTP/1.1 302 Found
Server: nginx
Date: Thu, 22 Jan 2026 08:45:08 GMT
Content-Type: text/html; charset=UTF-8
Content-Length: 0
Connection: close
Location: https://maisondesjeux.fr/-/
X-Cache-NxAccel: BYPASS
$ _

So so, „Haus der Spiele“. Oder vielleicht ein bisschen deutscher: „Spielhaus“. Wer denkt bei so einem Wort nicht sofort an seine Bank. 😁️

Alles, was man auf einer Website eingibt, die sich nach einem Klick in so eine Phishingspam öffnet, geht direkt an eine Betrügerbande. Auf dem Schaden bleibt man sitzen, und der Ärger ist groß, wenn Identität und Kreditkarte auf der ganzen Welt für Betrugsgeschäfte missbraucht werden.

Deshalb klickt man auch nicht in eine E-Mail. Und zwar niemals. Stattdessen einfach für solche Websites wie die der Bank ein Lesezeichen im Webbrowser anlegen und die Website nur noch über dieses Lesezeichen aufrufen. Dann kann einem niemand so einen giftigen Link unterschieben. Wenn man einmal so eine „komische Mail“ hat und nicht weiß, ob die nicht vielleicht doch von der Bank kommt, ruft man einfach im Webbrowser die Website auf und meldet sich dort wie gewohnt an. Wenn man dann keinen Hinweis auf das angebliche Problem sieht, hat man einen dieser gefürchteten Cyberangriffe abgewehrt. So einfach geht das. Macht das und klickt niemals in eine E-Mail. 🛡️

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Аdvаnzіа Team

Аdvаnzіа Bank S.A.
9, rue Gabriel Lippmann · L-5365 Munsbach · Luxemburg

Natürlich hat die Advanzia-Bank nichts mit dieser Spam zu tun. Das sieht man daran, dass diese Spam sogar bei mir ankommt, und ich bin da kein Kunde.

Sicherheitshinweis: Wir bitten niemals per E-Mail um Passwörter. Führen Sie Updates nur nach direktem Login auf https://www.Аdvаnzіа-bank.de durch.

Sage ich doch! 😉️

© 2026 Аdvаnzіа Bank S.A. | Automatische Benachrichtigung

Oh, sogar die Jahreszahl stimmt. Das schafft nicht jeder Spammer.

Auf diesen völlig durchschnittlichen Text für eine Phishingspam folgen 164 Leerzeichen. Und dann folgt die folgende, aus irgendeiner anderen E-Mail kopierte Spamprosa, deren einziger Zweck es ist, Spamfiltern einen anderen Inhalt vorzuspielen, damit die Spam nicht als Spam erkannt wird. Das wäre nämlich schlecht für das Geschäft eines Trickbetrügers, wenn seine Spams gar nicht mehr ankämen. Leider hat die bis zur Unbenutzbarkeit moderne Software oft keine permanent sichtbaren Rollbalken (neudeutsch: Scrollbars) mehr an den Anzeigebereichen im Fenster, so dass man beim Lesen gar nicht mehr bemerkt, dass da noch etwas kommt – und deshalb funktioniert so ein primitiver Trick, ohne dass die Anwender skeptisch werden.

Genützt hat es nicht. Die Spam wurde zumindest bei mir sicher als Spam erkannt und in den Glibbereimer aussortiert.

Dennoch gebe ich Softwareentwicklern zu bedenken, ob man wirklich jeden Trend in der Benutzerführung mitmachen muss, oder ob man vielleicht doch besser optisch signalisiert, wie groß ein ausschnittsweise angezeigtes Dokument ist. Vor allem in diesem Internet, das von Kriminellen nur so wimmelt. Oder wollt ihr alle nur die Kriminalität fördern.

Innenleuchten

Zur Auswahl

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Gutscheinbedingungen

*Aktion gültig bis 25.01.2026. Teilnehmende Produkte sind direkt im Shop reduziert. Nur solange der Vorrat reicht.

**Gültig bis 25.01.2026. Sie erhalten 10% Rabatt ab einem Mindestkaufpreis von 109 € und 13% Rabatt ab einem Mindestkaufpreis von 159 €, jeweils mit dem Code “SALE”. Von der Rabattaktion ausgeschlossen sind Produkte dieser Hersteller. Pro Kunde und Bestellung nur einmal gültig, nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen, nicht nachträglich von der Rechnung abziehbar.

Lampenwelt GmbH
Rabanusstraße 14-16
36037 Fulda
Tel: +49 (0) 30 311 ███ 99
E-Mail: gewerbe@lampenwelt.de

Kontaktformular

Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Fulda • AG Fulda, HRB 8845 • Geschäftsführer: Vanessa Stützle, Ansgar Weber • USt-Ident-Nr. gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz: DE 815559897 • Inhaltlich Verantwortlicher gem. §§ 5 DDG, 18 Abs. 2 MStV: Vanessa Stützle, Ansgar Weber

Preisänderungen und Irrtümer vorbehalten.

Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie mit folgender E-Mail-Adresse einen Kauf getätigt haben: info@spreewald-auszeit.de

Um unsere Datenschutzerklärung zu lesen, klicken Sie hier.

Als Kunde der Lampenwelt GmbH erhalten Sie von uns kostenlos Produktempfehlungen per E-Mail.
Wenn Sie zukünftig keine Produktempfehlungen mehr bekommen möchten, so können Sie diese jederzeit abbestellen, ohne dass Ihnen hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
Produktempfehlungen abbestellen. Alternativ und für sonstige Werbewidersprüche nutzen Sie bitte das Anliegen „Werbewiderspruch“ im Kontaktformular.

Ich habe die Telefonnummer der Lampenwelt GmbH im Zitat unkenntlich gemacht. Die werden heute wohl schon genug „Freude“ wegen des Missbrauchs einer ihrer E-Mails als Spamprosa haben… 😐️

Welchem eurer „Kunden“ mit ganz frischer Domain…

$ whois spreewald-auszeit.de | grep -i ^changed
Changed: 2026-01-19T16:45:51+01:00
$ _

…ihr diesen ganzen Ärger zu verdanken habt, wisst ihr jetzt wenigstens bei der Lampenwelt.

Update App-Service erforderlich =12718

Mittwoch, 14. Mai 2025

Oh schön, mit Nummer. Was das für eine Nummer ist? Weiß ich nicht. Die Lottozahlen sind es jedenfalls nicht, und die Temperatur für morgen wird es auch nicht sein.

Wer schreibt mir überhaupt?

Von: Аdvаnzіа Ваnk АG <e8mg5v@inbox.groovehq.com>

Ein Unternehmen, mit dem ich noch nie etwas zu tun hatte, schreibt mir. Deshalb ist die lustige Nummer wohl auch keine Kontonummer. Und mit was für einer tollen Absenderadresse die mir mal wieder schreiben!

Wichtige Aktualisierung Ihres Advanzia-Kontos

Guten Tag,

wir möchten Sie darüber informieren, dass Ihr Advanzia-Konto dringend aktualisiert werden muss, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Bitte führen Sie diese Aktualisierung innerhalb von 24 Stunden durch. Andernfalls wird Ihr Zugang aus Sicherheitsgründen vorübergehend deaktiviert.

Sicherheits-Update starten

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Advanzia-Team

Das ist natürlich das übliche billige Phishing, inklusive der für Phishingspams typischen Nötigung der Marke „Mach schnell und denk nicht nach, sonst wird es entweder teuer oder wir lassen dich nicht mehr an dein Geld“. Die Advanzia Bank mit ihrem hippen Deppen Leer Zeichen in der Firmierung hat damit nichts zu tun. Der Link führt auf eine Website von Trickbetrügern. Alles, was man dort eingibt, geht direkt an eine gut eingespielte Betrügerbande, die nur Minuten braucht, um richtig Schaden zu machen. Das anschließende Telefongespräch mit einem „Mitarbeiter“ vom „Serviceteam“, dass man zum Testen eine Transaktion bestätigen soll, führt man auch mit einem Trickbetrüger. Das Konto wird leergeräumt. Die Kreditkarte wird für Betrugsgeschäfte benutzt. Der Schaden kann fünfstellig werden. Der anschließende Ärger kann jahrelang gehen.

Zum Glück kann man sich ganz einfach vor Phishing, der immer noch häufigsten Form des Trickbetruges im Internet, schützen: Niemals in eine E-Mail klicken! Stattdessen für solche Websites wie die Website der Bank ein Lesezeichen im Webbrowser anlegen und diese Websites nur noch über das Lesezeichen aufrufen. Dann kann einem kein Betrüger so leicht einen giftigen Link unterschieben. Und das Beste daran: Es geht ohne jeden Komfortverlust, denn in beiden Fällen klickt man ja einfach nur. Macht das!

Oh, die Mail hat auch noch eine Fußzeile?

– New User
⚡️ Proudly sent via Groove!

Dem Trickbetrüger, der da irgendeine kostenlose Dienstleistung für Spam missbraucht, ist es sogar zu viel Mühe, sich einen besseren Namen als „New User“ für seinen Wegwerfaccount auszudenken. Ja, ist klar! Wenn er sich Mühe geben wollte, brauchte er ja auch nicht zu spammen, sondern könnte gleich arbeiten gehen.

Ihr Konto wurde vorübergehend gesperrt.

Dienstag, 17. September 2024

Abt.: Die Nuller Jahre möchten ihre schlechten Phishingspams zurückhaben

Oh, schön. Mit Punkt am Ende des Betreffs. Das habe ich lange nicht mehr gesehen. Menschen setzen da beinahe nie einen Punkt (andere Satzzeichen schon), aber Spammer, die ihr Skript nicht richtig verstehen, setzen da öfter mal einen Punkt. Nicht, weil sie das so wollen, sondern, weil sie ihr Skript nicht verstehen. Und auch den Rest habe ich lange nicht mehr gesehen, denn es ist ein altmodisches, unpersönlich vorgetragenes Phishing.

Von: Advanzia Bank <thevenue@oliverock.co.za>
An: undisclosed-recipients:;

Diese Spam geht an ganz viele Empfänger gleichzeitig. Sie ist so „persönlich“ wie ein Werbeprospekt, der in den Briefkasten geworfen wird.

Logo der Advanzia Bank

Ich habe kein Konto bei dieser Bank, und diese Bank hat keine Mailadresse von mir. Dieser Müll kommt bei allen Menschen an. Es ist Spam. Schrotmunition. Wird schon bei einigen treffen, wo es passt. Spam kostet den Spammer ja nichts.

Gentile cliente

Genau mein Name!

Sehr geehrter Kunde,

Ah, im zweiten Versuch klappt es gleich viel besser mit meinem Namen. 😁️

Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Ihr Konto aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt wurde. Wir müssen Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail- Adresse in unserem Service bestätigen.

Eine richtige Bank wüsste nicht nur den Namen ihres Kunden und spräche ihn persönlich an, sondern sie würde auch die Kontonummer angeben, wenn ein Konto des Kunden betroffen ist. Erstaunlich viele Menschen unterhalten mehrere Konten, zum Beispiel, um ihren persönlichen Geldkram sauber vom Geldkram aus selbstständiger Tätigkeit zu trennen. Diese Leute vom Finanzamt können immer ganz schön garstig werden, wenn da etwas nicht so durchschaubar ist.

Aber diese Spezialbank aus dem Spameingang weiß ja nicht einmal, wie ihr angeblicher Kunde heißt.

Um Ihre Telefonnummer und Ihre E-Mail zu bestätigen, klicken Sie auf den folgenden Link:
Aktualisieren

Wer da klickt, lasse alle Hoffnung fahren! Der Link führt in eine Domain, die in Serbien gehostet wird, und der dort laufende Webserver…

$ host zaduzbinajankovicandjelkovic.rs
zaduzbinajankovicandjelkovic.rs has address 185.119.89.170
zaduzbinajankovicandjelkovic.rs mail is handled by 10 mf.unlimited.rs.
$ country 185.119.89.170
185.119.89.170 is from Serbia (RS) 
$ surbl zaduzbinajankovicandjelkovic.rs
zaduzbinajankovicandjelkovic.rs	okay
$ mime-header http://zaduzbinajankovicandjelkovic.rs/sarl/
HTTP/1.0 302 Found
Connection: close
x-powered-by: PHP/8.0.30
set-cookie: PHPSESSID=8th4gi0tjr1t2b734c7enm9f0i; path=/
expires: Thu, 19 Nov 1981 08:52:00 GMT
cache-control: no-cache, no-store, must-revalidate, max-age=0
pragma: no-cache
content-type: text/html; charset=UTF-8
location: https://google.com
content-length: 0
date: Tue, 17 Sep 2024 08:20:32 GMT
server: LiteSpeed
$ _

…schaut auch nach, ob ein „richtiger Webbrowser“ etwas von ihm haben möchte, oder ob es sich um kleine, schnell hingefummelte Skriptchen handelt, mit denen jemand wie ich ankommt, bevor er die Websites von Kriminellen auf seinen Browser und seinen persönlich genutzten Computer loslässt. Wer analyisieren will, ist diesen Phishern zu neugierig und wird einfach zu Google weitergeleitet. Interessanterweise wird ein Internet Explorer 10 – diesen gebe ich in meinem lange nicht mehr angefassten Skript mime-header als anfragenden Browser an – inzwischen sogar von Kriminellen als veraltet und verdächtig angesehen. Nun gut, dann muss ich das wohl mal wieder anpassen, dann kommt halt demnächst ein Chrome vorbei, der traurige Quasistandard im heutigen Web, weil es nichts anderes mehr zu geben scheint… da helfen auch die vielen lustigen Browsernamen nicht, hinter denen sich immer ein Chrome mit anderer Benutzerschnittstelle verbirgt. 😉️

Natürlich hat niemand solche Tricksereien am Webserver nötig, wenn er keine bösen Absichten hat. Insbesondere hat eine Bank solche Tricksereien nicht nötig. Wenn sie es dennoch macht – warum sollte sie? – würde ich dringend empfehlen, sich eine andere Bank zu suchen, weil das einfach verdächtig aussieht.

Ich habe es mal in einer virtuellen Maschine ausprobiert: Wenn man mit einem „richtigen Browser“, in diesem Fall mit einem Chromium, vorbeischaut, gibt es keine Weiterleitung zu Google, sondern diese reizende Phishingseite:

Screenshot der Phishing-Seite

So so, „Phishing E-Mails im Umlauf“. Auf einer klaren Phishingseite. Mit Deppen Leer Zeichen. Fühlt euch gewarnt und sicher! 😸️

Natürlich gehen alle Daten, die man hier angibt, nicht an die Bank, sondern an eine Betrügerbande. Das Konto wird leergeräumt, mit der Kreditkarte werden betrügerische Geschäfte gemacht, eventuell wird das Konto noch zur Verschleierung von kriminellen Geldflüssen genutzt. Wer darauf reinfällt, ist schlagartig pleite, wird zum Ziel von Ermittlungen und darf in den nächsten zwei Jahren immer wieder Polizeibeamten, Untersuchungsrichtern und Inkassobüros seine Geschichte erzählen. Als ob der finanzielle Verlust nicht schlimm genug wäre! ☹️

Zum Glück für uns alle gibt es ein einfaches und wirksames Mittel gegen Phishing, einer der häufigsten Betrugsformen im gegenwärtigen Internet: Niemals in eine E-Mail klicken! Wenn man nicht in eine Mail klickt, haben Kriminelle keine so einfache Möglichkeit, einem einen giftigen Link unterzuschieben. Stattdessen für häufig besuchte Websites Lesezeichen im Browser anlegen und diese Websites nur noch über diese Lesezeichen aufrufen. Wenn so eine Spam ankommt, und man ist sich nicht sicher, ob die nicht vielleicht doch echt sein könnte – Phishing gibt es auch mit persönlicher Ansprache und manchmal sogar mit Angabe der Kontonummer, nicht jeder ist angesichts des aktuellen Industriestandards des Datenschutzes so datensparsam wie ich – dann klickt man nicht in die Spam, sondern wechselt einfach zum Browser, ruft die Website über das Lesezeichen im Browser auf und meldet sich dort ganz normal an. Wenn sich dabei zeigt, dass das in der Spam behauptete Problem, etwa eine Kontosperrung, gar nicht existiert, hat man einen dieser gefürchteten „Cyberangriffe“ abgewehrt und kann die Spam löschen. So einfach geht das. Macht das! 🛡️

Das bisschen Vorsicht spart schnell einen fünfstelligen Geldbetrag, mit dem vermutlich jeder Mensch etwas besseres anzufangen weiß, als Kriminellen ihren verfeinerten Lebensstil zu finanzieren. Einmal ganz davon abgesehen, dass sich niemand seine begrenzte Lebenszeit mit dem ganzen Ärger versauen will, wenn seine Identität missbraucht wird.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns immer unter folgenden Nummern: Kontakt Technische Beratung zum Online-Service meine.karte 49 (0)345 – 21973■■■ (Aus allen Netzen) Mo.-Sa., 8-19 Uhr Fragen zur gebührenfreien Mastercard Gold 0800 880 1■■■ (gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz) 24 Stunden erreichbar 49 (0)345-21973■■■ (Aus dem Ausland oder Mobilfunk) 24 Stunden erreichbar

Ich habe die Nummern mal unbenutzbar gemacht.

Viele Grüße
dein KONTO-Service-Team

Hier spammt das Serviceteam noch selbst!

Diese E-Mail wurde von einer Adresse versendet, die ausschließlich für Benachrichtigungen genutzt wird und keine E-Mails empfangen kann.

Diese Mail ist eine Spam.

Bitte nutze die im Footer genannten.
konto (GmbH & Co KG), Werner-Str. 1-7, 22179 Hamburg AG Hamburg, HRA 62024, Persönlich haftend:
Verwaltungsgesellschaft advanziambH, Hamburg, AG Hamburg, HRB 13762 vertreten durch: Alexander Birken (Vorsitzender)

Mit Stable Diffusion generiertes BildOh, ich sehe schon wieder den Standardeffekt aus solcher Spam, der inzwischen selten geworden ist. Der eigentliche Text war fertig, der Spammer freute sich, dass er seine fünf Arbeitsminuten absolviert hatte und musste da nur noch den Standardkram drunterschreiben, damit die Spam auch „echt“ aussieht. Halt so etwas wie ein Mailimpressum, wie es in geschäftlicher Mail in der Bundesrepublik Deutschland angegeben werden muss. Die Aufmerksamkeit des Spammers war aber längst schon wieder im Puff, der Mund nuckelte schon gierig an der leckeren Wodkaflasche, und dann schlichen sich zum Ende der Spam viele kleine Fehlerchen ein. Zum Beispiel die Konto (GmbH & Co. KG). Weil der Spammer sich sagt: „Das liest doch eh keiner, da brauche ich mich nicht anzustrengen. Da klappe ich irgendeinen Rotz rein. Meine Opfer schauen da ganz bestimmt nicht hin, die interessieren sich ja nicht einmal dafür, wo mein Link hinführt“.

Aber immerhin bemerkt man so, dass der Text nicht aus einem angelernten neuronalen Netzwerk stammt.

Entf! 🗑️