Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Nichts für Langsame

Samstag, 27. Dezember 2008

Da bekam ich mal wieder eine Mail von Royal Magic VIP Jackpot Euro Kasino Privilege Casino mit den ständig wechselnden Adressen im Internet – dieses Mal nannte es sich „The First Kasino“, das ist auch mal wieder etwas Neues. Die Mail war gerade zwei Stunden alt. Und weil ich die aktuelle Entwicklung dieses Betruges recht interessant finde, wollte ich einmal einen Blick auf den inzwischen wohl etwas ausgefeilteren Stand des Web-Blendwerkes werfen und startete mein „Spamklicksystem“ in einer virtuellen Maschine. (Spammer dürfen bei mir bestenfalls in einem Sandkasten spielen.)

Der Text der Spam war übrigens erfreulich kurz und zeigte das deutliche Bemühen um eine sprachliche Präsentation, die wieder durch die Spamfilter kommt:

Absender: The First Kasino (gefälsche Mailadresse)
Betreff: 300 Euro Gratis in Blackjack, Roulette und Spielautomaten online spielen!

40 Blackjack-Tische, 8 Roulette-Tische und 180 Spielautomaten warten auf Sie, hier klicken:
http://www.viponlineplay.com/de

Vzieyaizu tuvbaquao giam kjumuanvf evpyziqa zeksegv

Gvs booewremp o duefxyke axusi 😉 Jaihuxfaa uwaqyupt ofosedak ijexrmubr.

Wie gesagt, die Mail war erst zwei Stunden alt. Und was präsentierte mir der tolle Webserver, der unter der angegebenen Adresse auf dumme Klicks wartete? Eine ganz tolle Casino-Seite, die hier vollständig zitiert sein soll:

Forbidden

You don’t have permission to access /de/ on this server.

Wer von diesen kriminellen Spammern betrogen werden will, der muss eben schnell sein. Zwei Stunden nach dem Versand der Mails ist der photoshop-generierte Glanz des Beschisses schon wieder verflogen, und das „Casino“ hat seine Koffer gepackt, um mit neuer Spam und neuer Adresse nach neuen Opfern zu suchen.

Kurz und knapp

Samstag, 27. Dezember 2008

Sehr kurz, wenn auch etwas unverständlich, hat sich eine gewisse „Lena Cummings“, die auch noch meine Mailadresse als Absender für ihre Mail an mich verwendete, ausgedrückt, als sie die folgenden, höchst kompakten Zeilen verfasste:

Betreff: hi

d c

Aber vielleicht ist es gar nicht so verwunderlich, dass ich diese Mail nicht verstehe. Ich habe sie vor einigen Minuten, noch am 26. Dezember, erhalten – doch die Mail ist vom 28. Dezember, 16:28 Uhr. Vielleicht ist sie aus einem Paralleluniversum durch ein Zeitloch in mein virtuelles Postfach gefallen, und schon morgen bekomme ich genügend Kontext, um die kryptische Mitteilung deuten zu können. Vielleicht ist aber auch aus einem Paralleluniversum eine ganz schlechte Anleitung herausgeflogen, wie man ein Spamskript schreibt, und vielleicht ist dieses schäbige Handbuch in die Hände des Spammers gelangt. Schade nur, dass der Spammer durch den raumzeitlichen Riss nicht einfach in das Paralleluniversum gesogen wird, damit wir vor ihm Ruhe haben.

Allein die Einladung ist ein Privileg.

Freitag, 26. Dezember 2008

Bei so einem Betreff fühlt man sich doch gleich ein bisschen „privilegierter“, oder? Man gehört zu jenem auserwählten Kreis von einigen Millionen Empfängern einer Spam. Aber was verbirgt sich im Text einer derartigen Müllmail? Nur die Einsicht, dass das spammende Euro Super Royal Magic Club Jackpot Kasino VIP Casino sich diesmal nicht nur eine neue Internetadresse gesucht hat, sondern auch mal wieder einen neuen Namen ausgedacht hat; es nennt sich jetzt Privilege Casino.

Auch die Spam entspricht nicht so ganz den vertrauten Schemata – diesmal werden keine 300 oder 555 Prozent oder Euro Bonus oder 8onus oder B0nus angeboten, so dass sich dieser Müll sogar an meinen Filterregeln vorbeimogeln konnte.

Haben die etwa einen neuen Autor? Der sollte aber doch noch ein bisschen üben, denn diese Masche kann ja nicht der spammenden „Weisheit“ letzter Schluss sein:

Es ist immer eine Freude zu spielen.

Leider ist die Freude oft getrübt, wenn das „Casino“ mitsamt allen Zockangeboten und Einzahlungen mal wieder umgezogen ist – und das eingezahlte Geld zusammen mit den virtuellen Jetons ins Nichts verschwunden ist.

Es ist sogar schoener zu gewinnen.

Na, Umlautschmerzen? Wäre schon „schoener“, wenn da „schöner“ stünde, nicht wahr? Aber dieses „o“ mit den beiden Punkten darüber hat der mutmaßlich russische Autor (erkennbar an der Codepage, die in der Spam verwendet wurde) nicht auf seiner Tastatur gefunden. Schade, aber durchaus vertraut. Dass man in einer HTML-Mail auch einfach „ö“ verwenden könnte, ist dem neuen Autor offenbar noch nicht vertraut.

Ach ja, eventuelle „schoene“ Gewinne verschwinden mit dem ganzen Casino, so dass auf das „schoene Gefuehl“ schnell eine gewisse Ernüchterung folgt, die von der Einsicht begleitet wird, dass man um sein sauer verdientes Geld betrogen wurde. Und da man dabei selbst an einem in der BRD illegalen Glücksspiel teilnehmen wollte, kommt man nur als echter Döskopp auf die saudumme Idee, einfach eine Anzeige zu erstatten – denn die Spammer kriegen die Strafverfolger nie, aber ihre ebenfalls straffällig gewordenen Opfer. Schon ein Jammer, wenn man auf die „schoenen“ Gewinne reingefallen ist. :mrgreen:

Alle weiteren Fragen zu Angeboten aus einer Spam und zum Thema des illegalen Glücksspieles beantwortet ihnen die nächste Polizeidienststelle.

Aber eingeladen zu werden, ist ein Privileg fuer sich selbst.

Vor allem, wenn man so „persönlich“ eingeladen wurde. Da kommt doch echte Freude auf!

Kommen Sie vorbei und spielen Sie beim Privilege Casino.

http://www.netonegambling.com/de/

Klar, Links in einer Spam sind immer ganz toll. Da kriegt man die ganz aktuelle Software, mit der man den Spammern den eigenen Computer zur Verfügung stellt. Wer würde da nicht vorbei kommen wollen?

Szotyeo tamzyy 🙂

Lgyxyjcil!

Utgyc vuuqcfxqe iqzypooqy jyeeas ysykiwiu gyhucnkm Luoeykhaw saaljyp rbuq khfivyaoh gyrpyagrn

Ja, ist ja schon gut, du Ghewllrcy!

Wer überhaupt nicht widerstehen konnte und auf den Link in der Spam geklickt hat, der sieht auch gleich die neuesten „Innovationen“ der Casino-Spammer – dargestellt in einem HTML-Frame, der bereits auf die kommende Website des „Casinos“ verweist. Der Reigen der technischen Neuerungen beginnt mit einem schnuckeligen Flash-Schnipselchen, dass unentwegt einen Jackpot hochzählt:

Progresive Jackpot – $46000 und ein paar Zerquetschte

Dieser Jackpot ist sogar so gewaltig, dass er den kleinen Rahmen um die Anzeige sprengt. Immerhin, so lenkt er davon ab, dass „Progresive“ eigentlich „Progressive“ geschrieben würde. Aber wer spricht schon englisch? Die Leute, die hier ihr Streben nach grafischer Exzellenz mit legasthenischen Stümpereien verbanden, jedenfalls nicht. :mrgreen:

Beim Disassemblieren des Bytecodes dieses Flash-Teiles zeigte sich übrigens sehr schnell, dass das ganze Ding gut wiederverwendbar ist, es wird also demnächst immer wieder einmal eingesetzt werden. Die Zahl wird einfach nur regelmäßig inkrementiert, aber die Darstellung kann man in der verwendeten Schriftart, im Währungssymbol, in der Größe und in den Farben beliebig anpassen. Fragt sich eigentlich nur, warum diese Deppen das nicht so taten, dass der an die Gier appellierende, sinnlose Zähler in das vorgesehene Feld passte – und auch das Rot ist keine so gute Wahl, da es im rot-güldenen Farbschema der Website einfach untergeht. Ein leicht grelles Grün wäre besser gewesen, um die Aufmerksamkeit zu lenken. Na ja, es handelt sich ja auch um das Werk von kriminellen Spammern, da sollte ich die Ansprüche lieber etwas herunterschrauben. Zumal der Code zur Formatierung der Zahlen in Dreiergruppen wirklich krass ist, so etwas kann nur ein blutiger Anfänger gemacht haben. Ebenfalls etwas anfängerhaft in diesem Code ists auch, dass die Trennzeichen nicht anpassbar gemacht wurden, so dass im Gegensatz zur üblichen Formatierung in Deutschland Kommata die Tausender trennen, während die Dezimalstellen nach einem Punkt kommen. Solcher Kleinkram wird in kommenden Versionen bestimmt noch ein bisschen besser gemacht.

Nicht nur das, auch das deutsche Sprachgefühl wird auf eine harte Probe gestellt…

300% Willkommensbonus downloaden

…wenn man seinen Willkommens Bonus (ohne Bindestrich) runterladen soll. Der neue Texter muss doch noch ein bisschen an seinem Blendwerke arbeiten. Na, was Wunder, denn…

Das Angebot dieser Website wird von Euro VIP Casino zur Verfügung gestellt.

…vom „Euro VIP Casino“ erwartet der erfahrene Spamgenießer auch nichts anderes. Die haben schon ganz anderes Gestrokel auf ihre potenziellen Opfer losgelassen.

Warnung: Das Klicken auf einen Link in einer Spam ist niemals zu empfehlen. Wer es tut, sollte ein besonders gesichertes System haben, wobei ein Virenscanner und eine Firewall nicht ausreichend sind. Wer nicht weiß, wie man an ein besonders gesichertes System kommt, sollte gar nicht erst darüber nachdenken. ❗

Royal Club Gestrokel

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Na, das ist ja wirklich nichts Neues oder Unvertrautes, was da spät am 24. Dezember in mein Postfach gegöbelt wurde:

Betreff: Royal Club Casino, wo jedes neue Mitglied 555 Euro umsonst bekommt!

Sichern Sie sich einen KOSTENLOSEN Bonus im Wert von 555 € bei Royal Club Casino

Royal Club Casino ist bekannt für seine exzellente Spieleauswahl und für den professionellen Kundenservice und erdient daher seinen Ruf als führendes Onlinekasino. Der Royal Club gehört zum großen Playtech-Kasinonetzwerk und bietet die größten fortlaufenden Jackpots (im Wert von mehreren Millionen!) und die großzügigsten Sonderaktionen, einschließlich der tollen 555€-Willkommensbonusserie:

Erste Einzahlung: 300% bis zu 300 €
Zweite Einzahlung: 100% bis zu 100 €
Dritte Einzahlung: 155% bis zu 155 €

Der Anmeldevorgang ist sehr einfach und nimmt nur wenige Minuten Ihrer Zeit in Anspruch.
Klicken Sie hier, um noch heute Mitglied zu werden und mit dem Geld vom Royal Club zu spielen!!

Dieser Text enthält auch die üblichen Schwächen. Und mal wieder eine neue Adresse für das tolle „Casino“, das alle paar Stunden seine Internet-Adresse wechseln muss. Aber am besten finde ich immer noch den Namen des (gefälschten) Absenders, der heißt nämlich %LNAME %FNAME – so entwickelt hoffentlich jeder das angemessene Vertrauen gegenüber diesen Verbrechern. :mrgreen:

Spam-Splitter (25)

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Sie brauchen sich bloß bei Euro Prime Casino zu registrieren und schon kann sich Ihr Leben grundlegend verändern.

Stimmt. Wenn Sie vorher Vertrauen in solche Angebote hatten, werden sie aus dieser Enttäuschung etwas für ihr weiteres Leben lernen.

Bestellen Sie jetzt und vergessen Sie Ihre Enttaeuschungen, anhaltende Versagensaengste und wiederholte peinliche Situationen!

Bestellen Sie jetzt, geben sie diesen Verbrechern ihr sauer verdientes Geld in die gierigen Klauen und tauschen Sie die eine Enttäuschung durch die andere aus. Ein Versager sind sie in jedem Fall. Erst versagt der Pimmel, dann versagt der Schädelinhalt.

Es gibt keinen einzigen Grund, auf einen Schuhputzautomaten zu verzichten!

Wenn ich es mir recht überlege: Es gibt auch keinen einzigen Grund, auf einen reißfesten Strick um den Hals eines kriminellen Spammers zu verzichten. 👿

This notice will come to you as a suprise, […]

Nein, von den hingestrokelten Texten der Vorschussbetrüger, die mir gewaltige Lotterigewinne mitteilen, obwohl ich nirgendwo zocke, bin ich schon lange nicht mehr überrascht. Eher angeödet.

We are Looking forward to hearing from you.

Denn hört mal gut zu: FAHRT ZUR HÖLLE!

Auch-mit-Alkohol-fahren f. nur 98,20

Das geht auch noch billiger, für ganz umsonst. Wer sich auch nur angeheitert in seinen Atmosphärenkonverter sein Auto setzt und es einfach so in Kauf nimmt, andere Leute zu Krüppeln oder Leichen zu fahren, der ist ein asoziales Stück Zeitgenosse, das seinen Lappen eh nicht verdient hat.

Profi Alkohol Test statt 1.000,- nur noch 98,20 EUR . (Ehemals kosteten diese Geraete mit fast identischem Testprinzip bis zu 1.000 EUR!)

Aber fast identisch war es, das frühere fast identische Testprinzip. Früher wurde wohl gemessen, und heute wird halt geraten. Aber ansonsten ist es das gleiche… fast. :mrgreen:

Tausende zufriedene Kunden empfehlen […]

Tausende Geprellte, die auf die Spambetrüger reingefallen sind, empfehlen euch, so einen Schrott auf der Stelle zu löschen.

The Treasury Department and the Ministry of Finance […] has recovered your funds and insured it at the tune of J1,000,000.00 (One Million British Pounds Only)

Schön, dass man im Finanzministerium und in der Haushaltsabteilung nicht einmal das Währungszeichen für das britische Pfund kennt. Das ist kein „J“, wie hier der Dummspammer zu glauben scheint, sondern das ist dieses „£“ – es sieht nicht einmal ähnlich aus. Aber in der nächsten Spamwelle werden diese Betrüger das bestimmt besser machen…

#1 Internet Inline Drugstore

Dass man jetzt schon das typische Spamwort „online“ vermeidet, um an die ganzen Filter vorbei zu kommen, ist ja gut gedacht – aber ob „inline“ ein guter Ersatz ist, so rein sprachlich betrachtet?

Aktienkrach in Deutschland… retten Sie schnell ihre Anlagen.

Klar, gebt das Geld den Spamverbrechern!

Frohe und spamfreie Weihnachten allen Lesern – und ein neues Jahr 2009, das hoffentlich mit noch weniger Spam als 2008 daherkommt.

Besuchen Sie noch heute das heisseste Casino! yro

Dienstag, 23. Dezember 2008

Na, wenn einem draußen das nieselkalte Frösteln durch die Kleidung auf der Haut packt, denn seht man sich doch nach etwas „Heißem“. Ganz besonders heiß ist dieses Casino mit der zwei bis drei Mal täglich wechselnden Internet-Adresse, nirgends anders verbrennt das bitter erwirtschaftete Geld so schnell.

Sie werden nicht glauben, wer im Fiesta Club Casino spielt.

Ich glaube nicht einmal, dass dort überhaupt jemand spielt, obwohl bestimmt schon genug Deppen dort Geld eingezahlt haben, um die fetten virtuellen Bonusjetons abzustauben. Und dass dort jemand spielt, das wird auch nicht glaubwürdiger, wenn es in einer größeren und fetteren Schriftart gesetzt wird.

Besuchen Sie noch heute das heisseste Casino weit und breit und seien Sie mit dabei.

http://www.ultrawebgames.com/de/

Immerhin, dass mit dem „ß“ von heiß habt ihr immer noch nicht hingekriegt. Und dabei ist das eine HTML-Mail.

Pyvuuuoefi ld 🙂 Sckeveewl. Jcv aluj ldpwomyc ywykpyawj nhak yzavijodx? Gaxykjwube ecoiwug a iwtugodyv uysokvya

Klar, da nehmt ihr nicht so große und fette Buchstaben, für diese wenig verständliche Erläuterung. Sonst sieht man ja gleich auf dem ersten Blick, mit welchen Tricks ihr Halunken euch am Spamfilter vorbeimogeln wollt.

Job mit Unterbeschaftigung

Freitag, 19. Dezember 2008

Komisch, sonst wird man bei jedem Job eher „uberbeschaftigt“ und dafür unterbezahlt. Also mal lesen…

Wir mochten Ihnen eine Stelle des Finanzmanagers in Focal Financial Group anbieten.

Ah, das hatten wir ja lange nicht mehr. Die Spam- und Phishingmafia sucht mal wieder ein paar dumme Gehilfen für die Geldwäsche. Solche „Jobs“ sind sehr einfach: Man nimmt das Geld auf seinem eigenen Konto entgegen und sendet es bar an die Verbrecher weiter. Die haben das Geld, und der dumme Gehilfe für Geldwäsche, der zum Hohn von den Spammern als „Finanzmanager“ gerufen wird, er hat die Strafverfolgung am Arsch. Nähere Informationen gibt es in der nächsten Polizeidienststelle.

Einmal ganz davon abgesehen, dass sogar der Merkbefreiteste bemerken muss, dass es irgendwie sonderbar ist, dass die jemanden zum „Manager“ machen wollen, den sie nicht einmal mit seinem Namen ansprechen können.

Aber immerhin, die haben sich jetzt sogar mal eine Firmierung ausgedacht, und um die mit Leben zu füllen, wird fröhlich fabuliert:

Focal Financial Group entwickelte sich erfolgreich auf dem Finanzenmarkt im Laufe von mehr als 10 Jahren. Wir bieten professionelle Finanz- und Investitionslosungen privaten Investoren sowie Korporationen an. Focal Financial Group funktioniert auf dem Markt mit dem unaufhorlich wachsenden Potenzial und mit den neuen Moglichkeiten. Wir öffnen neue Horizonte des Erfolgs und bieten auf solche Weise die modernen und aktuellen Qualitatsdienstleistungen an.

Und, was sagt das? Richtig: Es sagt in etwas holprigem Deutsch absolut nichts. Die haben keinen Firmensitz, keine Anschrift, keine Website; nur unendliches Wachstum mit irgendwelchen nicht näher benannten Finanzprodukten.

Zu den modernen und aktuellen Qualitätsdienstleistungen scheint es übrigens auch zu gehören, dass man dort HTML-Entities in eine reine Textmail reinschreibt. :mrgreen:

Jetzt hat unsere Gesellschaft eine freie Stelle – die Stelle des Finanzmanagers.

Ah ja, und diese „Stelle“ ist so wenig begehrt, dass ein paar Millionen Spammails rausgehauen werden müssen, um diese „Stelle“ zu besetzen. Ist ja auch kein Wunder, wenn die „Manager“ immer nach zwei bis drei Wochen Tätigkeit in Untersuchungshaft sitzen.

Besonderheit von Arbeit eines solchen Fachmannes besteht darin, dass man mehrere private Rechnungen bei der Transaktionen benutzt.

Die Besonderheit der angebotenen Tätigkeit besteht darin, dass man den Verbrechern hilft, die Herkunft der Gelder nicht nachvollziehbar zu machen. Aber das wusste ich ja schon.

Das ist eine der Bedingungen fur die langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden, weil das zur Vermeidung der Besteuerung (Kommissionsgebühr für Geldüberweisung, die von der Bank erhoben wird) und zur Beschleunigung des Transaktionsprozesses dient.

Aha, Bankgebühren sind Steuern. Gut, dass mich die Spammer aufklären.

Aufgaben eines Finanzmanagers schlieben Verarbeitung von Transaktionen, die auf unsere Rechnungen von unseren Kunden uberwiesen werden, weitere Uberweisung der Geldmittel auf Rechnungen, uber welche Sie genauere Informationen von uns bekommen werden. Um all das zu leisten, sollen Sie nur 3 Stunden pro Tag dieser Arbeit widmen und gewiss einen Wunsch, das zu machen, haben. Ihr Lohn am Anfang wird 2,000$ pro Monat plus 5 % von jeder Transaktion sein.

Und das soll wirklich billiger sein als die Bankgebühren? Das glaubt doch keiner, der seinen Kopf nicht nur für den Friseur trägt. Vielmehr sieht es so aus, dass die „Geschäfte“ dieser Leute so offensichtlich kriminell sind, dass nicht einmal mehr die Banken dabei mitmachen.

Wir bieten an:
Weitere Training
Kariersteigen und personliche Entwicklung
Training und Arbeit in einer dynamischen und freundlichen Atmosphare
Wettbewerbslohne
Lohnsystem plus Bonus, falls Sie gute Ergebnisse haben

Vor allem „Kariersteigen“, aber immer nur aufwärts!

Falls Sie für unsere Vakanz Interesse haben oder irgendwelche Fragen an uns stellen mochten, schreiben Sie bitte an e-mail Adresse:
oobogytanuiny (at) gmail.com

Auf gar keinen Fall an den Absender der Mail antworten. Also nicht einfach den „Antworten“-Button der Mailsoftware nehmen. Denn diese Mafiosi schreiben nicht nur mit gefälschter Adresse, sie sind auch viel zu unfähig, den tieferen Sinn dieses „Reply-to“ im Header einer Mail begreifen zu können. Leider spammen sie trotzdem, und leider gibt es trotzdem ein paar hundert Deppen da draußen, die auf so eine hanebüchene Story reinfallen.

oder besuchen unsere Webseite: www.focalg.com.

Na, denn mal zu – Websites, die in Spam angepriesen werden, sind immer besonders vertrauenswürdig. Wer möchte nicht seinen Rechner zu einem Bot der Spam-Verbrecher machen? :mrgreen:

Auf eine Abschlussformel wurde mit gleicher Leichtfertigkeit verzichtet, wie man auf eine Anrede verzichtet hat.