Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Kommentarspam“

MS, Viagra und Spam

Dienstag, 30. September 2008

Habe ich eigentlich schon einmal darauf hingewiesen, dass die Kommentarspam mit dem Ziel der „Suchmaschinenoptimierung“ immer häufiger von „richtigen“ Menschen von Hand geschrieben wird? Ja, das habe ich ganz bestimmt, da bin ich mir ganz sicher.

Und habe ich schon einmal darauf hingewiesen, dass bei der händisch erstellten Kommentarspam vor allem in den letzten Monaten in besonderer Weise auf eine gewisse Qualität geachtet wird, dass die Texte sogar einen deutlichen Bezug zum kommentierten Text aufweisen, dass dann aber der angegebene Link den Spamcharakter der ganzen Darbietung völlig klar macht?

Ich habe das sogar schon einmal in meinem richtigen Blog erwähnt, nachdem ich eine Handvoll von diesen „Mitteilungen“ gelöscht habe. Wenn man einmal einen Text veröffentlicht hat, der sich einer hohen Aufmerksamkeit erfreut, hat das eben auch ein paar sehr unerfreuliche Auswirkungen. Die ganzen SEO-Spammer stürzen sich auf das Blog wie ein summender Schwarm Schmeißfliegen auf einen verrottenden Kadaver.

Ich möchte gar nicht wissen, wie häufig solche „Kommentare“ stehen bleiben. Zum Beispiel so ein dreister wie dieser hier (man beachte bitte auch die URL der Website, die dabei verlinkt werden sollte):

Harry - Mailadresse unkenntlich gemacht - pornzugang.com - IP-Adresse unkenntlich gemacht - Hallo zusammen, ich finde das nicht so toll, was hier geschrieben wird. Ich bin seit gut 10 Jahren ein MS-ler (Multiple Sklerose). Ständige Schübe und starke Medikamente haben dafür gesorgt, das ich irgendwann keinen Sex mehr ausüben konnte. Und es ist in der Tat so, das Viagra helben kann. Vorraussetzung ist eben das man nicht Herzkrank ist, bzw lieber vor einer Internetbestellung einmal vom Hausarzt durchchecken lassen. Die Seite die ich hier angegeben habe ist nicht meine, ich kenne mich mit Internet so gut wie nicht aus. Auf jeden Fall aber kann man dort Viagrapillen kaufen und ich bin ein sehr zufriedener Kunde. Ich kann nicht verstehen wieso hier geschrieben wird Viagra- und Cialis-Betrügern. Oder hatte ich einfach nur Glück, das alles reibungslos klappt und ich keinem auf dem Leim gegangen bin?? Gruß Harry

[Die angegebene Mailadresse und die IP-Adresse des Eintrages wurde von mir bewusst verschleiert, um einen Missbrauch dieser Daten unmöglich zu machen. Bei der Mailadresse gehe ich sowieso von einer falschen Angabe aus. Mit einem Klick kann der Screenshot aus meinem Spamfilter für den Kommentarbereich vergrößert werden.]

Wie gesagt, die in der Spam verlinkte Website hat es in sich. Ihr Titel gibt zunächst keinen Aufschluss darüber, dass man dort „Viagrapillen kaufen“ kann, er lautet allzu gewöhnlch für eine Pornoseite: „Amateursex um die Ecke! Amateursex frech und geil. Junge Amateure, freche Teens und geile Lolitas beim Amateursex freizügig und nackt gefilmt“. Auch die Meta-Auszeichnung dieser Website, eine Angabe, die sich nur an die Suchmaschinen richtet und für den normalen Leser gar nicht sichtbar wird, weist in eine Richtung, die bei solchem Titel nicht weiter überrascht. Als Beschreibung des Inhaltes kann man dort etwa lesen: „Wir bieten Dir Amateurbilder, Amateurgirls, Amateurfotos – sprich alles zum Thema Amateursex. Erlebe Amateur Sex pur, beobachte die geilen Amateure, wie Sie in alle ihre Löcher gefickt werden und um mehr betteln“, und als passende Schlüsselwörter zu diesem Inhalt wird die folgende, recht feuchte Liste angegeben: „amateurlolita, amateurlolitas, amateur, amateur-sexfilm, amateurcasting, casting, amateur-sexfilme, amateursex, frech, freche, geil, geile, junge, amateure, lolita, lolitas, sex, sexy, verdorbene, blutjung, blutjunge, teens, freizügig, freizügige, nackt, gefilmt, porno, amateurporno, amateurpornofilm, young, amateurpornofilme“.

Was man dazu als massiv mit Popup-Generve und Porno-Werbung vergällten „Inhalt“ dieser Seite kriegt, möchte ich meinen Lesern auch nicht vorenthalten:

Screenshot der Website...

Der Spamcharakter der gesamten Darbietung ist wohl genau so offensichtlich wie der Versuch, die Suchmaschinen mit einer bewusst falschen Auszeichnung in die Irre zu leiten. Im Moment ist jeder Blogger (und jeder Betreiber eines Forums, einer Website mit Gästebuch oder vergleichbaren interaktiven Angeboten) gut beraten, bei jeder auch nur leicht verdächtigen Mitteilung einmal einen Blick darauf zu werfen, wo die angegebenen Links hinführen. Nicht immer ist ein von Spammern verwendeter Domainname so verräterisch wie „pornzugang punkt com“.

Doch das eine hier noch: Wer chronisch krank ist, wird von seinem Arzt ohne besondere Probleme ein Rezept für Viagra ausgestellt kriegen. Der Rückgriff auf irgendwelche obskuren Websites, die mit Spam beworben werden und „VIAGRA OHNE REZEPT“ anzubieten haben, ist niemals nötig. Das schont auch den Geldbeutel, denn die richtige Apotheke gibt immer etwas für das Geld heraus. Dass hier jedoch Spammer die Nöte von chronisch kranken Menschen für ihre betrügerischen „Geschäfte“ ausnutzen wollen, das erfüllt mich allerdings mit Verachtung.

Daten sollten gelöscht werden

Dienstag, 16. September 2008

Und denn war da noch die Hohlniete der zwar „liebevoll“ von Hand geschriebenen, aber doch ganz besonders dummen Kommentarspam:

Software - gefälschte Mailadresse - Link auf eine Seite, die vorgibt, illegale Downloads anzubieten - Kommentar: nach einer zeit sollten diese daten denke ich gelöscht werden sonnst hat mann doch daten müll

Dieser Kommentarspammer hat alles richtig gemacht, um schon automatisch als ein Spammer erkannt zu werden. Wenn alle Spammer so doof wären wie dieser, denn wäre die automatische Erkennung der Spam gar kein Problem mehr.

  1. Da, wo ein Name für den Kommentar stehen sollte, hat dieser Vollpfosten den allgemeinen Begriff „Software“ angegeben, weil er wusste, dass dieser Begriff dann mit seiner „Homepage“ verlinkt wird. Das ist ein derartig dummes SEO-Gehabe, dass es schon automatisch erkannt werden kann. Oder will mir diese Hohlniete wirklich weismachen, dass sie von ihren Eltern mit dem Namen „Software“ gestraft worden wäre?
  2. Er hat als Begriff ausgerechnet „Software“ verwendet. Dieser Begriff landet – ähnlich wie „Ringtones“, „Handy“ oder „Poker“ – bei meinen Blogs grundsätzlich in der Moderation, wenn er nicht schon als Spam erkannt wird, und viele andere handhaben das ähnlich. So wird er nicht öffentlich sichtbar, selbst wenn die automatische Spamerkennung einmal scheitern sollte. Denn niemand möchte eine Website, an der ihm etwas liegt, zu einer Litfaßsäule für die Angebote des illegalen Handels mit nicht-lizenzierten Kopien von Software machen.
  3. Die als „Homepage“ angegebene URL enthält eine Kombination von zwei Begriffen, die schon für sich allein kaum eine Chance hätten, durch einen Spamfilter zu kommen, nämlich „Rapidshare“ und „Software“. Die Kombination ist aber erst richtig tödlich und stinkt so deutlich nach illegalen Kopien, dass sogar so ein dummes Programm wie ein Spamfilter diese Witterung aufnimmt.
  4. Die angegebene Mailadresse ist eine kostenlose Mailadresse bei yahoo.com. Solche Mailadressen und auch Group-Seiten bei Yahoo werden dermaßen häufig von Spammern für ihre kriminellen Angebote benutzt, dass gewiss nicht nur ich in meinen Blogs dafür sorge, dass so etwas niemals unmittelbar sichtbar wird. Yahoo wird für mich erst dann wieder zu einem Bestandteil des Internet, wenn man es dort geschafft hat, dem massenhaften Missbrauch der Angebote durch kriminelle Spammer zu begegnen.

Darüber hinaus ist in diesem Fall der eigentliche Kommentartext besonders erfreulich. Er fordert frei von jeglichem Kontext im kommentierten Text dazu auf, dass „diese Daten“ nach einiger Zeit einfach gelöscht werden sollten. Genau das habe ich eben mit dieser Spam und etlichen, sehr ähnlich gestrickten Arschloch-Versuchen unbekannter Verbrecher getan: Ich habe einmal schnell geklickt und diesen ganzen Datenmüll gelöscht. 😉

Und in meinem Geiste höre ich das Rauschen einer Klospülung…

Grüne Ordner

Montag, 8. September 2008

Wie „kontextbezogen“ doch die Pingback-Spam in Blogs ist, die von der zurzeit vielgelesenen Veröffentlichung eines Plugins für WordPress „angezogen“ wurde:

Ordner A4 Kunststoff 80mm grün … Ordner | blogiade.de/Ordner/ordner-a4-kunststoff-80mm-gruen-ordner-290023 | IP: xx.xxx.xxx.xx [Von mir unkenntlich gemacht]

[…] WP-Plugin: Chrome Blocker Weitere ähnliche Artikel: Ordner: Ordner Kunststoff A4 180Grad 80mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 4.23 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit zu…Ordner: Ordner Kunststoff A4 180Grad 52mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 4.23 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit zu… Ordner: Ordner Kunststoff A4 Chromocolor A4 80mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 3.05 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit zu… Ordner: Ordner Kunststoff A4 Chromocolor A4 50mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 3.05 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit

[… Die weiteren 14 Angebote für irgendwelche Ordner in irgendeiner anderen Farbe im ansonsten exakt gleichen Stil unterschlage ich hier mal.]

Ja nee, ist schon klar, SEO-Spamdepp! Da bietest du etwas in „Chromocolor“ an, und immer, wenn dein Technorati-Feed irgendetwas zum Thema „Chrome“ ausspuckt, denn setzt du mit einem hirnlosen hingestrokelten Skript ein Pingback, damit ein Link auf deine Schrottseiten entsteht und Google das Ranking ein bisschen verbessert. Denn darüber versprichst du dir herabregnende Euros, scheißegal, wie so ein Missbrauch von technischen Blogfunktionen die eigentliche, kommunikative Absicht eines Blogs beschädigt. Da hast du in den letzten Stunden aber ganz schön was zu spammen gehabt. Und das gleiche machst du bestimmt auch mit den vielen anderen Farben, in denen du dein Zeug anbietest. Ganz große Kunst!

Aber ob das jetzt eine besondere Empfehlung ist, mit jemanden wie dir ins Geschäft zu kommen? :mrgreen:

Schwachköpfe des Tages

Freitag, 22. August 2008

Die Flut der Spam macht stumpf. Manchmal vergreife ich mich schon im Ton, wenn ich beim Löschen einen Satz von Verwünschungen von mir gebe. Dann bezeichne ich die „Kommentatoren“ in meinen Blogs mit ihrem ganz besonderen Hang zur Nullmitteilung als „dumme Spamsäue“. Wenn ich dann wieder zu mir komme, bemerke ich sofort, wie falsch das ist. Es ist nämlich eine Beleidigung für Schweine, wenn sie mit Spammern auf eine Stufe gestellt werden – zumal die durchschnittliche lebende Schnitzelfabrik auch viel mehr Gehirn hat.

Als ich sah, wie eine gewisse „Anja“…

Schlimme Sache

…sich befleißigte, zu der dummen, mechanisch erstellten Sprache der Splogger noch selbst etwas dumme, mechanisch erstellte Sprache abzuseilen, nur um einen Link auf eine Pornoseite zu platzieren, da glaubte ich ja schon, dass ich den Tiefpunkt des heutigen Tages erlebt hätte.

Aber ich hatte meine Rechnung ohne die Dummheit der Spammer gemacht.

Denn da war noch ein gewisser „John“, der sich zur einer gnadenlos dummen Casino-Spam mit lobenden, wenn auch umlautlosen Worten zu diesem Blog äußern musste…

Schoner blog!

…um auf diese Weise ausgerechnet einen Link auf eine Casino-Site der Spammer zu setzen.

Gehts noch?!

Ja, es geht noch. Und wahrscheinlich geht es auch noch viel dümmer, obwohl ich mir das im Moment kaum vorstellen kann.

Ich geb ein aus

Freitag, 15. August 2008

Der Kommentar-Idiot des Tages zeigt schon mit seinem geistvoll gewählten Namen und der zugehörigen Homepage-Adresse klar auf, dass er lieber als Spam erkannt werden möchte:

prurfprap onlinepoker.de

Dieser Wunsch, sofort als Spammer erkannt zu werden, wurde ihm auch von der automatischen Filterung erfüllt. Das ist schade, denn es verbirgt die gnadenlose Unbeholfenheit eines Spameintrages vor einem größeren Publikum. Aber es gibt hier ja „Unser täglich Spam“, und da soll er doch noch zu seinem Recht kommen, dieser Dummarsch.

Hallo,

Immer eine beliebte Anrede in Spams. Schön unpersönlich und meistens passend.

ich moechte euch gerne mal mal Glueck erzaehlen. Ich hab letzte Woche 9.456 Euro im Online Casino gewonnen. Bei Roulette und Blackjack. De Scheck habe ich auch schon erhalten und bei meiner Bank eingereicht. Ohne Probleme.

Na, herzlichen Glückwunsch. Du bist wohl der Betreiber, was? 😀

Das Casino wo ich gespielt habe ist http://www.onlinekasino.de

Klar doch, da hast du gespielt. Glaube ich dir aufs Wort. Habe sogar einmal mit einem gut gesicherten System auf den Link geklickt, um zu sehen, dass ich gleich woandershin weitergeleitet wurde. Dahin, wo mir diese tolle Site sofort die tolle „Casino-Software“ installieren wollte. Wer genug Euros auf den Augen hat, der ist vielleicht mal so blöd und installiert sich Software von kriminellen Spammern auf seinen Rechner.

Wegen meines grossen Glueckes moechte ich alle Mitglieder hier im Forum zu einer Party kostenlos einladen. Ich gebe ein aus.

Wenn du mit diesem Schrotttext Blogs zupflasterst, denn pass wenigstens das Wort „Forum“ an. Sonst merkt noch jemand, dass du nur ein dummes Stück Scheiße bist, dessen Interaktion sich auf Spam beschränkt.

Einfach per Email an mich wenden. Jeder ist eingeladen. Egal ob wir uns kennen oder nicht. Ich freue mich schon auf euch alle.

Über welche Adresse? Etwa über die ausgedachte Mailadresse, die du als die deinige angegeben hast? Die sieht im Blog aber keiner.

Euer Benny

Wenn du so einen hübschen Namen hast, warum nennst du dich denn „prurfprap“? Bist du einfach nur zu blöd, dein Spamskript mal ein bisschen anzupassen? Schon scheiße, wenn man sogar zum Spammen noch zu blöd ist, nicht wahr? Aber wenn du schon kein Glück bei der Intelligenzvergabe hattest, denn hast du doch wenigstens Glück beim Zocken. Oder bist du sogar zu deppert, um einen Editor zu bedienen und hast es deswegen auch nicht geschafft, das Wort „Forum“ mal kurz gegen das Wort „Blog“ auszutauschen? Oder gar eine Formulierung zu nehmen, die im Kontext eines Blogs nicht ganz so unbeholfen wirkt?

Egal. Mit einem Klick ist alles weg. 😀

imeem.com

Mittwoch, 6. August 2008

Zurzeit prasseln massenhaft Kommentarspams auf die Blogs ein, die allesamt auf die gleiche Domain imeem.com verweisen. Die grundsätzliche Machart dieser Spam ist zwar einfach und die Erkennung durch automatische Filter deshalb relativ sicher, dennoch lässt die schiere Menge dieser Spam das Schlimmste befürchten.

Ein Beispiel dieser Spam sieht etwa so aus:

Autor : youporn
E-Mail: […von mir entfernt]
URL: http://www.imeem.com/people/ftVp02p
Kommentar:
hi great site nice work thanks youporn x com =) www redtube c see u

Nach einer kleinen Schleimportion für den Sitebetreiber werden also einfach ein paar Links gesetzt, die vorgeben sollen, dass sie auf bekannte pornografische Videoangebote verweisen. Auch der Name des Autors, in diesem Beispiel „youporn“, folgt diesem Schema; er wird allerdings mit einer Homepage verlinkt, die gar nichts mit youporn zu tun hat.

Wenn jemand auf einen dieser Links klickt, gerät er auf eine Seite, die eine gewisse Ähnlichkeit zu einem Videoportal hat, aber kein Video enthält. Stattdessen wird der Surfer aufgefordert, sich eine aktuelle Version des Flash-Players zu installieren, die auch gleich zum Download angeboten wird. Wenn der Verstand des Betrachters durch recht eindeutiges Bildmaterial beeinträchtigt genug ist, wird gewiss manch einer so doof sein, dass er dieses „Update“ installiert – und sich damit eine Kollektion der neuesten Schadsoftware auf seinen Rechner holen.

Und niemand glaube, dass er vor solchen Angriffen sicher ist. Weder gibt ein so genanntes „Antiviren-Programm“ Schutz vor den neuesten Ausflüssen krimineller Energie, noch kann man sich auf der sicheren Seite fühlen, wenn man ein anderes Betriebssystem als MS Windows benutzt. Das einzige, was wirklich gegen diese Angriffe hilft, ist die Benutzung des eigenen Gehirnes und der völlige Verzicht auf jeden Klick in eine Spam. Egal, ob sie als Mail daherkommt, als Spamkommentar in einem Forum, Blog oder Gästebuch oder als Mitteilung in MySpace oder Facebook. Jede Spam ist kriminell und für ihren Empfänger gefährlich.

No Nofollow

Montag, 4. August 2008

Frühe gab es auf der Site no-nofollow.de eine Liste von Blogs und Websites, die sich der unsichtbaren Kastration von Links in Kommentaren durch das nofollow-Attribut verweigern. Es ist klar, dass eine solche Liste auch jene unersättlichen Monster aus dem finstersten SEO-Sumpf anlockt, die in der Arbeit anderer Menschen vor allem eine Litfaßsäule für ihre Spamkommentare sehen.

Wo sich einst als Demonstration im Internet die Auflistung befand, welche Blogger nicht bereit sind, dieser Idee Googles zu folgen, steht zurzeit nur noch ein kurzer Hinweis an diese fragwürdigen Gestalten:

Nix mehr No Nofollow

Liebe „SEO“ Kollegen, wenn ihr Links braucht, dann ab sofort nicht mehr hier über das No Nofollow Verzeichnis, tolle Links findet ihr in diesem gut sortierten

Verzeichnis [Link von mir entfernt] oder hier [Link von mir entfernt] auf Deutsch

Das Verzeichnis sollte ursprünglich dazu dienen, dass Blogger sich gegen nofollow aussprechen und hier deutlich machen können.

Wegen immer mehr aufkommenden Spamaufkommen ist dies leider nicht mehr möglich. Schade aber ist so!

Dies ist wieder einmal ein Beispiel dafür, wie Kommunikation von Menschen in der Flut der Spam zu ertrinken droht. Eine Liste, die einfach nur dokumentieren sollte, dass Gestalter des Internet mit einer technischen Entwertung von Links nicht einverstanden sind, dient Spammern nur als Zielscheibe, weil sie sich davon „wirksamere“ Spam versprechen.

Und ja, ich meine das völlig ernst und sehr unfriedlich. Das, was man unter SEO versteht, läuft in seiner dümmstmöglichen und leider auch gewöhnlichen Anwendung vor allem auf Spam hinaus. Wenn ihr, werte „Suchmaschinen-Optimierer“, etwas im Internet werden wollt, denn versucht es doch bitte zur Abwechslung einmal mit Inhalten und kontinuierlicher Arbeit an einem eigenen Standpunkt im Netz statt mit euren fragwürdigen technischen Tricksereien und der alles menschliche erstickenden Pest eurer Spam! Ach, ihr wollt gar keine Inhalte übers Netz transportieren und einfach nur Profit aus einem bisschen eingeblendeter Reklame saugen? Das merkt man. Genau so führt ihr euch auch auf. Ich habe heute wieder einige eurer scheinbaren „Kommentare“ aus ein paar meiner Blogs still gelöscht, und ich werde darin nicht so schnell müde werden. Ihr seid einfach nur ein Haufen von Fäkalmaden, die ich wirklich nicht gebrauchen kann. Wahrscheinlich ist die Nutzlosigkeit eures Daseins eine Feststellung, die neben mir auch viele andere machen. Sonst bräuchtet ihr ja auch nicht mit solchen Verfahren eine „Relevanz“ in Suchmaschinen künstlich zu erzeugen, sondern würdet auch immer wieder einmal als Quellen verlinkt; ganz freiwillig, echt und menschlich, weil ihr etwas Gutes anzubieten habt. Geht bitte einfach sterben! Das beruhigt. Mich. Und. Euch. Ende der Durchsage.