Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Kommentarspam“

Das Pagerank-Leid

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Ich finde es ja persönlich immer wieder sehr erstaunlich, wie „heiß“ viele Bloggende auf einen hohen PageRank bei Google sind. Sicher, ein hoher PR (wie doppeldeutig doch diese Abkürzung ist!) führt dazu, dass die eigenen Texte auch recht weit oben in den Suchergebnissen erscheinen können. Aber das ist ein eher zweifelhaftes Maß für den „Erfolg“. Früher, als ich noch sehr ausführliche, statistische Auswertungen des Verhaltens meiner Leser durchführte – zu meiner Schande gestehe ich auch gern, dass ich solches mit Google Analytics tat – habe ich immer wieder festgestellt, dass über diesen Weg zwar viele „Besucher“ auf mein Blog kommen, aber eben auch, dass diese oft eine Verweildauer von unter einer Minute haben und nicht gerade zu den Lesern des Blogs zu zählen sind. Auch kommen solche „Leser“ in ihrer Mehrzahl niemals zurück, auf diese Weise entsteht also keine besondere Bindung an ein Blog oder irgendeine andere Website. Seitdem ist es mir ziemlich gleichgültig geworden, welchen PR meine marginalisierten Publikationen bei Google erzielen. Und es ist mir wichtig, wer „mich“ liest und vielleicht auch auf eigenen Sites verlinkt.

Für mein eigentliches Blog wünschte ich mir machmal fast, dass Google mich auf einen PR von Null runterstuft. Ein guter PageRank hat nämlich noch eine weitere Auswirkung: Links von einer Site mit hohem PR werden bei Google höher bewertet. Was bei den Links, die ich selbst zu setzen pflege, alles andere als unerwünscht ist, das führt im Zusammenhang mit einer Kommentarfunktion und meiner prinzipiellen Weigerung, Links aus Kommentaren mit einer nofollow-Auszeichnung für Google zu entwerten, zu einer geradezu magnetischen Wirkung auf SEO-Spammer aller Art.

Der aktuelle Trend in der SEO-Spam – die sich in ihrer manipulativen Absicht nicht direkt an Menschen wendet, sondern den indirekten Weg über die Beeinflussung der Ranking-Algorithmen der großen Suchmaschinen wählt – sind handgeschriebene Kommentare, die manchmal nur schwer als Spam zu erkennen sind. Im Zeitalter der staatlich subventionierten Elendsarbeit hat ganz offenbar der Betreiber so manchen gewerblichen Auftrittes im Internet einen Euro in der Stunde übrig, um Leute dafür zu entlohnen, dass sie von Hand Spam-Kommentare verfassen, die sogar einen – meist eher kleinen und oberflächlichen – Bezug zum kommentierten Text haben, deren eigentlicher Zweck aber das Abseilen eines Links auf eine kommerzielle Website unter einem bestimmten. an Suchmaschinen gerichteten Schlagwortes ist, auf dass der Link auch von Google ausgewertet werde.

Als ein Beispiel dieser inzwischen wirklich lästigen, täglichen Pest diene hier nur der jüngste Ausfluss eines solchen Suchmaschinen-Optimierers, der eines meiner besonders tristen Fotos in folgender Weise „kommentierte“:

Fassaden-Ulf - Spamlink auf eine Firma zur Gebäudereinigung: Hi, das sieht ja eher aus wie ein Knast. Also ich hoffe nicht, dass ich mal in ein Seniorenzentrum muss. LG, Ulf

[Die genaue Mailadresse und die IP-Adresse des Eintrages sind von mir mit Absicht unkenntlich gemacht worden, um einen Missbrauch dieser Daten zu verhindern.]

Der Text des Kommentares sieht auf dem ersten Blick durchaus gewöhnlich aus, er könnte die echte Stellungnahme eines flüchtigen Lesers sein. Dass er nicht den geringsten Bezug zum kommentierten Text hat, fällt schon ein bisschen auf, ist aber angesichts des wirklich üblen Fotos zum Text gar nicht so ungewöhnlich – so ein Foto reizt schließlich schon für sich allein zur Stellungnahme. Beim flüchtigem Überfliegen der Kommentare – und das können ja doch schon einmal ein paar mehr sein, so dass man nicht jeden in aller Ausführlichkeit würdigt – könnte so eine Spam durchaus unauffällig sein und deshalb auch immer wieder einmal stehen bleiben. Und genau darauf spekuliert auch der Mensch, der aus reiner Habgier auf diese Weise die Suchmaschinen manipulieren möchte und anderer Menschen Websites nur als Vehikel für dieses verachtenswerte Streben betrachtet, indem er sie mit seiner Reklame zuscheißt.

Es ist nicht einmal ein zweiter Blick nötig, um den Spamcharakter zu erkennen. Die Kombination eines reinen Suchmaschinen-Schlagwortes wie „Fassaden“ mit dem Vornamen „Ulf“ sieht an sich hoch verdächtig aus, und die auf diesem Text verlinkte Website bestätigt diesen Verdacht auf der Stelle:

Screenshot der mit SEO-Spam beworbenen Website von Hermes Waschanlagen, zum Vergrößern klicken

Über die Dienstleistungen der in meinem Blog mit SEO-Spam beworbenen Firma „Hermes Waschanlagen“ aus Kirchhundem (hier sehr bewusst nicht verlinkt, aber anhand des Spamkommentares leicht auffindbar) kann ich nur das sagen, was ich über jeden Spammer dieser Welt sagen würde: Wer es für eine gute Idee hält, einen eigentlich für die Kommunikation von Mensch zu Mensch errichteten Kanal mit Spam in der Grauzone zur Illegalität zu fluten, legt damit einen Charakter an den Tag, der sich in meinen Augen für keinerlei geschäftliche Kooperation oder auch nur menschliches Miteinander empfiehlt. Dies gilt in besonderer Weise, wenn solche, deutlich angebrachten Hinweise zur Kommentarfunktion…

Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und ein trauriges Zeugnis des menschlichen Zerfalls, dass das erwähnt werden muss. Die Möglichkeit der Kommentare ist keine Litfaßsäule, sondern soll den Lesern dienen, sich untereinander und mir mitzuteilen. Dieses Blog ist bewusst werbefrei, und es verzichtet bewusst auf die Verkrüppelung der Links mit der nofollow-Auszeichnung. Wer hier in dümmsten SEO-Gehabe einen Link auf eine offensichtlich kommerzielle, also in erster Linie zum Zwecke der Gewinnerzielung betriebene Site setzt, wird von mir still und ohne weitere Anmerkung gelöscht werden. Im Wiederholungsfall werde ich solche Kommentierer als Spammer behandeln, selbst wenn diese Kommentare von Hand erstellt werden und einen Bezug zu den kommentierten Texten aufweisen.

…einfach als unbeachtlich gewertet und deshalb ignoriert werden. Wer so vorgeht, hat die vollständige Ächtung verdient, bis er in der Nutzung des Internet wieder zu einem akzeptablen Minimalstandard des menschlichen Miteinanders gefunden hat, zu dem auch eine Grundhaltung des Respektes gegenüber dem Werke anderer Menschen gehört – so sehr man auch zuweilen über das Inhaltliche den Kopf schüttelt.

[Um diesem möglichen Einwand die Luft aus den Segeln zu nehmen: Es handelt sich bei dieser SEO-Spam mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um die sabotierende Tätigkeit eines Mitbewerbers, da dieser überhaupt kein Interesse daran haben könnte, dass sein Konkurrent eine Aufwertung in Suchmaschinen erfährt.]

Wie gesagt, die Firma „Hermes Waschanlagen“ aus Kirchhundem (hier sehr bewusst nicht verlinkt, aber anhand des Spamkommentares leicht auffindbar) steht hier nur exemplarisch für ein Gehabe im Internet, das mir zurzeit beinahe jeden Tag die Lust am Bloggen vergällt. Es ist ja nicht so, dass mir die (vor allem wegen der vielen Spam und der Dummheit der Spamfilter) erforderliche Pflege der von mir betriebenen Websites bei meinen recht betrüblichen Lebensumständen immer leicht fällt, und ich finde mich auch so manches Mal darin wieder, in einer Bücherei sitzend und unter Stress die ärgste Umfunktionalisierung der Kommentarfunktion zu einer kostenlosen Litfaßsäule für illegale Reklame einzudämmen. Wenn Flüche töten könnten, hätten wir inzwischen gewiss eine bessere Welt, bei all dem Übel, das ich Spammern schon an den Hals gewünscht habe.

Ich werde deshalb in Zukunft meinen persönlichen Beitrag zur Ächtung solcher SEO-Spammer leisten, indem ich mir immer wieder einen dieser besonders offensichtlichen Versuche zur Google-Manipulation herauspicke und in diesem Blog unter Nennung des Firmennamens, mit Screenshot und natürlich ohne jeden Link „lobend erwähne“. Sich auf der faktisch stets zutreffenden Beschreibung des Vorfalles und meinen eventuellen, diesbezüglichen Kommentaren zum Vorfall einen Reim zu machen, überlasse ich der Intelligenz meiner Leser. Wenn Sie Gewerbetreibender sind und eine solche „Würdigung“ ihres Auftretens im Internet für eine Schädigung ihrer geschäftlichen Vorhaben halten, kann ich ihnen nur empfehlen, einfach nicht zu spammen – und bei ihrem Webauftritt daran zu denken, dass die beste Suchmaschinen-Optimierung immer noch richtige, überzeugende Inhalte und eine angemessene Form des Umgangs mit Kunden und Interessierten sind. Dazu gehört im heutigen Internet durchaus ein bisschen mehr…

Schnellkontakt - Wir rufen Sie gerne zurück! - Eingabefeld: Name und Vorname - Eingabefeld: Telefonnummer - Schaltfläche: Absenden

…als die Möglichkeit, in einem HTML-Formular eine Telefonnummer für den Rückruf (womöglich noch durch ein Callcenter) anzugeben – zumal auf dem Hintergrund der jüngsten Daten-Skandale und der ebenfalls täglichen Pest der cold calls jeder hirntragende Mensch sehr vorsichtig mit solchen Angaben in einem anonymen Medium sein wird. Wer einen nennenswerten Anteil seines geschäftlichen Erfolges dem Internet verdankt, der weiß das schon.

Bitte keine weiteren Versuche! Ich habe wirklich besseres mit meinem Leben anzufangen, als solche Stellungnahmen zu schreiben.

Euer Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Stopspam

Sonntag, 12. Oktober 2008

Und hier der Kommentarspamdepp des Tages:

To stop spam in your website, visit the spammer’s website

Um meine Website aus der Spamliste dieser Arschfresse zu entfernen, soll ich also die Website dieser Arschfresse besuchen, um dort zu erfahren, wie das geht. Ein ganz toller „Leserkommentar“ ist das! Manchmal denke ich, dass Gewalt eine richtig gute Lösung wäre… 👿

MS, Viagra und Spam

Dienstag, 30. September 2008

Habe ich eigentlich schon einmal darauf hingewiesen, dass die Kommentarspam mit dem Ziel der „Suchmaschinenoptimierung“ immer häufiger von „richtigen“ Menschen von Hand geschrieben wird? Ja, das habe ich ganz bestimmt, da bin ich mir ganz sicher.

Und habe ich schon einmal darauf hingewiesen, dass bei der händisch erstellten Kommentarspam vor allem in den letzten Monaten in besonderer Weise auf eine gewisse Qualität geachtet wird, dass die Texte sogar einen deutlichen Bezug zum kommentierten Text aufweisen, dass dann aber der angegebene Link den Spamcharakter der ganzen Darbietung völlig klar macht?

Ich habe das sogar schon einmal in meinem richtigen Blog erwähnt, nachdem ich eine Handvoll von diesen „Mitteilungen“ gelöscht habe. Wenn man einmal einen Text veröffentlicht hat, der sich einer hohen Aufmerksamkeit erfreut, hat das eben auch ein paar sehr unerfreuliche Auswirkungen. Die ganzen SEO-Spammer stürzen sich auf das Blog wie ein summender Schwarm Schmeißfliegen auf einen verrottenden Kadaver.

Ich möchte gar nicht wissen, wie häufig solche „Kommentare“ stehen bleiben. Zum Beispiel so ein dreister wie dieser hier (man beachte bitte auch die URL der Website, die dabei verlinkt werden sollte):

Harry - Mailadresse unkenntlich gemacht - pornzugang.com - IP-Adresse unkenntlich gemacht - Hallo zusammen, ich finde das nicht so toll, was hier geschrieben wird. Ich bin seit gut 10 Jahren ein MS-ler (Multiple Sklerose). Ständige Schübe und starke Medikamente haben dafür gesorgt, das ich irgendwann keinen Sex mehr ausüben konnte. Und es ist in der Tat so, das Viagra helben kann. Vorraussetzung ist eben das man nicht Herzkrank ist, bzw lieber vor einer Internetbestellung einmal vom Hausarzt durchchecken lassen. Die Seite die ich hier angegeben habe ist nicht meine, ich kenne mich mit Internet so gut wie nicht aus. Auf jeden Fall aber kann man dort Viagrapillen kaufen und ich bin ein sehr zufriedener Kunde. Ich kann nicht verstehen wieso hier geschrieben wird Viagra- und Cialis-Betrügern. Oder hatte ich einfach nur Glück, das alles reibungslos klappt und ich keinem auf dem Leim gegangen bin?? Gruß Harry

[Die angegebene Mailadresse und die IP-Adresse des Eintrages wurde von mir bewusst verschleiert, um einen Missbrauch dieser Daten unmöglich zu machen. Bei der Mailadresse gehe ich sowieso von einer falschen Angabe aus. Mit einem Klick kann der Screenshot aus meinem Spamfilter für den Kommentarbereich vergrößert werden.]

Wie gesagt, die in der Spam verlinkte Website hat es in sich. Ihr Titel gibt zunächst keinen Aufschluss darüber, dass man dort „Viagrapillen kaufen“ kann, er lautet allzu gewöhnlch für eine Pornoseite: „Amateursex um die Ecke! Amateursex frech und geil. Junge Amateure, freche Teens und geile Lolitas beim Amateursex freizügig und nackt gefilmt“. Auch die Meta-Auszeichnung dieser Website, eine Angabe, die sich nur an die Suchmaschinen richtet und für den normalen Leser gar nicht sichtbar wird, weist in eine Richtung, die bei solchem Titel nicht weiter überrascht. Als Beschreibung des Inhaltes kann man dort etwa lesen: „Wir bieten Dir Amateurbilder, Amateurgirls, Amateurfotos – sprich alles zum Thema Amateursex. Erlebe Amateur Sex pur, beobachte die geilen Amateure, wie Sie in alle ihre Löcher gefickt werden und um mehr betteln“, und als passende Schlüsselwörter zu diesem Inhalt wird die folgende, recht feuchte Liste angegeben: „amateurlolita, amateurlolitas, amateur, amateur-sexfilm, amateurcasting, casting, amateur-sexfilme, amateursex, frech, freche, geil, geile, junge, amateure, lolita, lolitas, sex, sexy, verdorbene, blutjung, blutjunge, teens, freizügig, freizügige, nackt, gefilmt, porno, amateurporno, amateurpornofilm, young, amateurpornofilme“.

Was man dazu als massiv mit Popup-Generve und Porno-Werbung vergällten „Inhalt“ dieser Seite kriegt, möchte ich meinen Lesern auch nicht vorenthalten:

Screenshot der Website...

Der Spamcharakter der gesamten Darbietung ist wohl genau so offensichtlich wie der Versuch, die Suchmaschinen mit einer bewusst falschen Auszeichnung in die Irre zu leiten. Im Moment ist jeder Blogger (und jeder Betreiber eines Forums, einer Website mit Gästebuch oder vergleichbaren interaktiven Angeboten) gut beraten, bei jeder auch nur leicht verdächtigen Mitteilung einmal einen Blick darauf zu werfen, wo die angegebenen Links hinführen. Nicht immer ist ein von Spammern verwendeter Domainname so verräterisch wie „pornzugang punkt com“.

Doch das eine hier noch: Wer chronisch krank ist, wird von seinem Arzt ohne besondere Probleme ein Rezept für Viagra ausgestellt kriegen. Der Rückgriff auf irgendwelche obskuren Websites, die mit Spam beworben werden und „VIAGRA OHNE REZEPT“ anzubieten haben, ist niemals nötig. Das schont auch den Geldbeutel, denn die richtige Apotheke gibt immer etwas für das Geld heraus. Dass hier jedoch Spammer die Nöte von chronisch kranken Menschen für ihre betrügerischen „Geschäfte“ ausnutzen wollen, das erfüllt mich allerdings mit Verachtung.

Daten sollten gelöscht werden

Dienstag, 16. September 2008

Und denn war da noch die Hohlniete der zwar „liebevoll“ von Hand geschriebenen, aber doch ganz besonders dummen Kommentarspam:

Software - gefälschte Mailadresse - Link auf eine Seite, die vorgibt, illegale Downloads anzubieten - Kommentar: nach einer zeit sollten diese daten denke ich gelöscht werden sonnst hat mann doch daten müll

Dieser Kommentarspammer hat alles richtig gemacht, um schon automatisch als ein Spammer erkannt zu werden. Wenn alle Spammer so doof wären wie dieser, denn wäre die automatische Erkennung der Spam gar kein Problem mehr.

  1. Da, wo ein Name für den Kommentar stehen sollte, hat dieser Vollpfosten den allgemeinen Begriff „Software“ angegeben, weil er wusste, dass dieser Begriff dann mit seiner „Homepage“ verlinkt wird. Das ist ein derartig dummes SEO-Gehabe, dass es schon automatisch erkannt werden kann. Oder will mir diese Hohlniete wirklich weismachen, dass sie von ihren Eltern mit dem Namen „Software“ gestraft worden wäre?
  2. Er hat als Begriff ausgerechnet „Software“ verwendet. Dieser Begriff landet – ähnlich wie „Ringtones“, „Handy“ oder „Poker“ – bei meinen Blogs grundsätzlich in der Moderation, wenn er nicht schon als Spam erkannt wird, und viele andere handhaben das ähnlich. So wird er nicht öffentlich sichtbar, selbst wenn die automatische Spamerkennung einmal scheitern sollte. Denn niemand möchte eine Website, an der ihm etwas liegt, zu einer Litfaßsäule für die Angebote des illegalen Handels mit nicht-lizenzierten Kopien von Software machen.
  3. Die als „Homepage“ angegebene URL enthält eine Kombination von zwei Begriffen, die schon für sich allein kaum eine Chance hätten, durch einen Spamfilter zu kommen, nämlich „Rapidshare“ und „Software“. Die Kombination ist aber erst richtig tödlich und stinkt so deutlich nach illegalen Kopien, dass sogar so ein dummes Programm wie ein Spamfilter diese Witterung aufnimmt.
  4. Die angegebene Mailadresse ist eine kostenlose Mailadresse bei yahoo.com. Solche Mailadressen und auch Group-Seiten bei Yahoo werden dermaßen häufig von Spammern für ihre kriminellen Angebote benutzt, dass gewiss nicht nur ich in meinen Blogs dafür sorge, dass so etwas niemals unmittelbar sichtbar wird. Yahoo wird für mich erst dann wieder zu einem Bestandteil des Internet, wenn man es dort geschafft hat, dem massenhaften Missbrauch der Angebote durch kriminelle Spammer zu begegnen.

Darüber hinaus ist in diesem Fall der eigentliche Kommentartext besonders erfreulich. Er fordert frei von jeglichem Kontext im kommentierten Text dazu auf, dass „diese Daten“ nach einiger Zeit einfach gelöscht werden sollten. Genau das habe ich eben mit dieser Spam und etlichen, sehr ähnlich gestrickten Arschloch-Versuchen unbekannter Verbrecher getan: Ich habe einmal schnell geklickt und diesen ganzen Datenmüll gelöscht. 😉

Und in meinem Geiste höre ich das Rauschen einer Klospülung…

Grüne Ordner

Montag, 8. September 2008

Wie „kontextbezogen“ doch die Pingback-Spam in Blogs ist, die von der zurzeit vielgelesenen Veröffentlichung eines Plugins für WordPress „angezogen“ wurde:

Ordner A4 Kunststoff 80mm grün … Ordner | blogiade.de/Ordner/ordner-a4-kunststoff-80mm-gruen-ordner-290023 | IP: xx.xxx.xxx.xx [Von mir unkenntlich gemacht]

[…] WP-Plugin: Chrome Blocker Weitere ähnliche Artikel: Ordner: Ordner Kunststoff A4 180Grad 80mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 4.23 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit zu…Ordner: Ordner Kunststoff A4 180Grad 52mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 4.23 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit zu… Ordner: Ordner Kunststoff A4 Chromocolor A4 80mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 3.05 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit zu… Ordner: Ordner Kunststoff A4 Chromocolor A4 50mm grün: Ordner Kunststoff günstig einkaufen Preis: 3.05 EUR zzgl. Versand Produkt-Verfügbarkeit

[… Die weiteren 14 Angebote für irgendwelche Ordner in irgendeiner anderen Farbe im ansonsten exakt gleichen Stil unterschlage ich hier mal.]

Ja nee, ist schon klar, SEO-Spamdepp! Da bietest du etwas in „Chromocolor“ an, und immer, wenn dein Technorati-Feed irgendetwas zum Thema „Chrome“ ausspuckt, denn setzt du mit einem hirnlosen hingestrokelten Skript ein Pingback, damit ein Link auf deine Schrottseiten entsteht und Google das Ranking ein bisschen verbessert. Denn darüber versprichst du dir herabregnende Euros, scheißegal, wie so ein Missbrauch von technischen Blogfunktionen die eigentliche, kommunikative Absicht eines Blogs beschädigt. Da hast du in den letzten Stunden aber ganz schön was zu spammen gehabt. Und das gleiche machst du bestimmt auch mit den vielen anderen Farben, in denen du dein Zeug anbietest. Ganz große Kunst!

Aber ob das jetzt eine besondere Empfehlung ist, mit jemanden wie dir ins Geschäft zu kommen? :mrgreen:

Schwachköpfe des Tages

Freitag, 22. August 2008

Die Flut der Spam macht stumpf. Manchmal vergreife ich mich schon im Ton, wenn ich beim Löschen einen Satz von Verwünschungen von mir gebe. Dann bezeichne ich die „Kommentatoren“ in meinen Blogs mit ihrem ganz besonderen Hang zur Nullmitteilung als „dumme Spamsäue“. Wenn ich dann wieder zu mir komme, bemerke ich sofort, wie falsch das ist. Es ist nämlich eine Beleidigung für Schweine, wenn sie mit Spammern auf eine Stufe gestellt werden – zumal die durchschnittliche lebende Schnitzelfabrik auch viel mehr Gehirn hat.

Als ich sah, wie eine gewisse „Anja“…

Schlimme Sache

…sich befleißigte, zu der dummen, mechanisch erstellten Sprache der Splogger noch selbst etwas dumme, mechanisch erstellte Sprache abzuseilen, nur um einen Link auf eine Pornoseite zu platzieren, da glaubte ich ja schon, dass ich den Tiefpunkt des heutigen Tages erlebt hätte.

Aber ich hatte meine Rechnung ohne die Dummheit der Spammer gemacht.

Denn da war noch ein gewisser „John“, der sich zur einer gnadenlos dummen Casino-Spam mit lobenden, wenn auch umlautlosen Worten zu diesem Blog äußern musste…

Schoner blog!

…um auf diese Weise ausgerechnet einen Link auf eine Casino-Site der Spammer zu setzen.

Gehts noch?!

Ja, es geht noch. Und wahrscheinlich geht es auch noch viel dümmer, obwohl ich mir das im Moment kaum vorstellen kann.

Ich geb ein aus

Freitag, 15. August 2008

Der Kommentar-Idiot des Tages zeigt schon mit seinem geistvoll gewählten Namen und der zugehörigen Homepage-Adresse klar auf, dass er lieber als Spam erkannt werden möchte:

prurfprap onlinepoker.de

Dieser Wunsch, sofort als Spammer erkannt zu werden, wurde ihm auch von der automatischen Filterung erfüllt. Das ist schade, denn es verbirgt die gnadenlose Unbeholfenheit eines Spameintrages vor einem größeren Publikum. Aber es gibt hier ja „Unser täglich Spam“, und da soll er doch noch zu seinem Recht kommen, dieser Dummarsch.

Hallo,

Immer eine beliebte Anrede in Spams. Schön unpersönlich und meistens passend.

ich moechte euch gerne mal mal Glueck erzaehlen. Ich hab letzte Woche 9.456 Euro im Online Casino gewonnen. Bei Roulette und Blackjack. De Scheck habe ich auch schon erhalten und bei meiner Bank eingereicht. Ohne Probleme.

Na, herzlichen Glückwunsch. Du bist wohl der Betreiber, was? 😀

Das Casino wo ich gespielt habe ist http://www.onlinekasino.de

Klar doch, da hast du gespielt. Glaube ich dir aufs Wort. Habe sogar einmal mit einem gut gesicherten System auf den Link geklickt, um zu sehen, dass ich gleich woandershin weitergeleitet wurde. Dahin, wo mir diese tolle Site sofort die tolle „Casino-Software“ installieren wollte. Wer genug Euros auf den Augen hat, der ist vielleicht mal so blöd und installiert sich Software von kriminellen Spammern auf seinen Rechner.

Wegen meines grossen Glueckes moechte ich alle Mitglieder hier im Forum zu einer Party kostenlos einladen. Ich gebe ein aus.

Wenn du mit diesem Schrotttext Blogs zupflasterst, denn pass wenigstens das Wort „Forum“ an. Sonst merkt noch jemand, dass du nur ein dummes Stück Scheiße bist, dessen Interaktion sich auf Spam beschränkt.

Einfach per Email an mich wenden. Jeder ist eingeladen. Egal ob wir uns kennen oder nicht. Ich freue mich schon auf euch alle.

Über welche Adresse? Etwa über die ausgedachte Mailadresse, die du als die deinige angegeben hast? Die sieht im Blog aber keiner.

Euer Benny

Wenn du so einen hübschen Namen hast, warum nennst du dich denn „prurfprap“? Bist du einfach nur zu blöd, dein Spamskript mal ein bisschen anzupassen? Schon scheiße, wenn man sogar zum Spammen noch zu blöd ist, nicht wahr? Aber wenn du schon kein Glück bei der Intelligenzvergabe hattest, denn hast du doch wenigstens Glück beim Zocken. Oder bist du sogar zu deppert, um einen Editor zu bedienen und hast es deswegen auch nicht geschafft, das Wort „Forum“ mal kurz gegen das Wort „Blog“ auszutauschen? Oder gar eine Formulierung zu nehmen, die im Kontext eines Blogs nicht ganz so unbeholfen wirkt?

Egal. Mit einem Klick ist alles weg. 😀