Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Allgemein“

Spam-Krieg wird fortgesetzt

Freitag, 22. Juni 2007

An sich ist so ein Filter gegen Spam zwar eine passive, aber doch auch eine deutliche Maßnahme. Wer Spam automatisch ausfiltern lässt, zeigt damit auch, dass er die tägliche Verstopfung seines virtuellen Postfaches mit illegalen und asozialen Mitteilungen nicht dulden will.

Das interessiert die kriminellen Spammer aber nicht. Statt sich nach einem weniger asozialen Gelderwerb umzuschauen, suchen diese Arschlöcher immer wieder nach neuen Wegen, wie sie ihre gierkranken „Mitteilungen“ durch die Spamfilter lotsen könnten. Im Moment machen sich die Gauner zu Nutze, dass die Spamfilter noch keine PDF-Dateien für den Acrobat Reader analysieren. Und so werden die Versuche zur Börsenmanipulation als PDF-Anhang zu ansonsten völlig sinnfreien Texten versendet, wie heise online heute meldet:

[…] Um die Spam-Filter auszutricksen, enthält der eigentliche Text der Spam-Mail zwar leicht wirre Phrasen, die lassen aber bei der Prüfung durch den Spam-Filter kaum Verdacht auf Junk-Mails aufkommen. Im Anhang steckt dann allerdings profanes Stock-Spam: In einem PDF-Dokument wird für Aktien der Firma Talktech geworben. […]

Spammer gehören zu den Menschen, die jeden Tag aufs Neue belegen, dass mit ihnen kein Frieden möglich ist.

Telefon-Abzocke

Mittwoch, 20. Juni 2007

Zur Warnung einmal ein aktueller Hinweis bei BooCompany:

Habt auch ihr garantiert gewonnen? Und da ist „kein Haken“ dabei, mal schnell 1.500 Euronen abzugreifen sowie die „Chance“ auf weitere Riesengewinne zu nutzen? Ihr müsst nur mal schnell eine der insgesamt 42 (in Worten: Zweiundvierzig) 0900-er Nummern (zu 1,99 Euro/Min.) anrufen, für die eine Automatenstimme derzeit am Telefon spammt. Diejenigen, die auf das Gesäusel reinfallen und anrufen, werden einige Minuten hingehalten, sodass in Kürze mit Leichtigkeit bis zu 60 Euro an Telefonkosten entstanden sind.

Also, wenn die Tonbandstimme erschallt, einfach den Hörer daneben legen und den Telefon-Spammern auf diese Weise wenigstens ein paar Kosten machen.

GeoCities

Montag, 18. Juni 2007

In den letzten Monaten ist mir ein Trend in einer besonderen Art der Spam aufgefallen. Ungefähr eine gefühlte Hälfte derjenigen Mails, die einem auf Umwegen Schadsoftware auf den Rechner schaufeln wollen, führt einem mit den Link auf eine jeweils zu diesem Zweck kostenlos bei GeoCities angelegte Seite.

In beinahe allen Fällen wird dabei zurzeit eine bestimmte Lücke des Internet Explorer von Microsoft ausgenutzt. Die Anzeige besteht aus einer vermeintlichen Fehlerseite, in dieser Seite ist jedoch für den normalen Besucher unsichtbar ein präparierter IFRAME eingebettet. Durch einen bekannten Fehler des Internet Explorer wird heimlich Software auf dem „Opferrechner“ installiert, ohne dass der Benutzer etwas davon mitbekommt. Mit Hilfe einer so installierten Software kann dann aller möglicher krimineller Unfug betrieben werden, vom Ausspähen des Rechners über den Spamversand bis hin zu kriminellen Sabotageakten gegen andere Rechner im Internet.

Allein diese Tatsache sollte jeden Menschen immer davon abhalten, einem Link in einer Spam zu folgen. Leider scheinen sich zu viele Menschen einer derartigen Gefahr gar nicht bewusst zu sein, und derartige Angriffe sind deshalb verheerend erfolgreich.

Interessant ist aber auch die Häufung in der Benutzung von GeoCities. Offenbar finden die kriminellen Spammer dort ein Umfeld vor, das einen derartigen Missbrauch relativ leicht macht, und dieser Zustand muss jetzt schon monatelang ununterbrochen bestehen. Meiner Meinung nach wäre man bei GeoCities gut beraten, wenn man sich Gedanken darüber macht, wie diesem Missstand entgegen getreten werden kann. Zum einen, um das Internet als Ganzes ein bisschen spamfreier und sicherer zu bekommen, zum anderen, um das eigene Geschäft nicht durch die verbrecherischen Taten der Spammer zu gefährden. Wenn dieser Zustand des permanenten Missbrauches noch einige Monate anhält, wird die Nähe zur Kriminalität auch auf GeoCities und alle seine Anwender abfärben – so unbegründet ein solcher Eindruck auch sein mag. Nichts kann einer Geschäftsidee mehr Schaden zufügen als die Zerstörung des Vertrauens der Menschen. Einmal ganz davon abgesehen, dass in einem immer größer werdenden Bereich des Internet die gesamte Domain geocities.com kategorisch geblockt werden könnte, um Schaden von Rechnern abzuwenden.

Von daher: Es ist jetzt Zeit zu handeln.

Der Spam-Krieg

Mittwoch, 13. Juni 2007

Wer spammt, ist immer gewälttätig. Von Natur aus, weil Spam in ihrer Natur Gewalt ist. Jede einzelne Spam, egal in welcher Form, ist ein aufdringlicher, barbarischer Akt, dem die Opfer im Allgemeinen nicht mit angemessenen Gegenmaßnahmen begegnen können. Spam macht virtuelle Postfächer unbrauchbar, Spam legt Rechner lahm, Spam führt zur Marginalisierung menschlicher Miteilungen, Spam kostet dem Empfänger Zeit und Nerven – kurz: Spam macht das Internet unbrauchbar.

Die bislang einzige Möglichkeit, sich gegen Spam zu wehren, ist die automatische Filterung der Informationsmengen. Es ist keine angemessene Form, sondern ein passiver Akt, ein Sich-Einrichten in eigentlich unhaltbaren und barbarischen Zuständen. Das automatische Ausfiltern von Spam ist ein wirklicher Segen, obwohl auch immer wieder Mitteilungen von Menschen in den virtuellen Sieben hängenbleiben. Aber ohne Spamfilterung würden alle Mitteilungen von Menschen in einer Flut illegalen und unerwünschten Werbemülls und krimineller Angriffe auf Computer untergehen. Das Internet der Spammer wäre eine reine Werbe- und Abzockmaschine, in der nichts anderes mehr Raum greifen könnte.

Und deshalb sind die Filter eben ein Segen, obwohl sie manchmal versagen. Und diese Filter werden immer besser; im Gegenzug wird es für die Spammer immer schwieriger, ihre einseitigen, gierigen und dummen Nachrichten in die Kommunikationskanäle zu schleusen.

Wie reagieren die Spammer nun darauf? Sehen sie etwa ein, dass es unter diesen Umständen immer sinnloser wird, Menschen mit Werbemüll und Schadsoftware zu belästigen? Denken sie darüber nach, vielleicht einmal auf weniger verbrecherische Weise Geld zu verdienen? Natürlich nicht, sie reagieren darauf so, wie man es von kriminellen Gewaltmenschen erwartet, sie reagieren mit einem Akt der Barbarei und der Zerstörung: Sie führen einen Krieg gegen die Anti-Spam-Dienste.

Die Anti-Spam-Dienste Spamhaus, SURBL und URIBL, die bekannte Spam-versendende Rechner und zugehörige IP-Adressen auflisten und für die Mailfilterung aufbereiten, sehen sich seit Mitte vergangener Woche einem verteilten Denial-of-Service-Angriff (DDoS) ausgesetzt. […] Derzeit sind jedoch die Webseiten von Spam URI Realtime Blocklists (SURBL) und Realtime URI Blacklist (URIBL) nicht mehr aufrufbar, auch das Rules Emporium […] lässt sich nicht erreichen.

Eine derartige DDoS-Attacke dürfte eine Verzweifelungstat der Spamversender sein, die auf die Effizienz der Filter hinweist. Es bleibt derzeit nur zu hoffen, dass die Angreifer dieses Mal keinen Erfolg haben.

Niemand glaube, dass man mit solchen Verbrechern wie den Asozialen aus der Spam-Mafia irgendwelche Geschäfte machen könnte. Jede Bestellung auf eine Spam hin, ja, jeder angeklickte Link in einer Spam sorgt dafür, dass weiterhin gespammt wird, da Spam ein zwar feiges, aber doch billiges und erfolgreiches Geschäftsmodell ist. Erst wenn Menschen nicht mehr auf Spam reagieren, wird die Spamseuche aufhören.

Geruch, keinen Geschmack, sie haben nichts als Worte.

Mittwoch, 30. Mai 2007

In meinem postfach fand ich eine spam. Das laden von bildern wurde vom mailprogramm verhindert und was übrig blieb, war randomisierte maschinenlyrik, nichts als worte, wie es schon im betreff richtig hiess:

Der kleine Prinz ri.
Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig.
So liebten den Siddhartha alle.
Noch einen kleinen Rat geben.
Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zur.
WeiX noch nichts von der.
Er langweilte sich schon ein bi.
Dass du vor Suchen nicht zum Finden kommst.
Ich lernen, mit dem Boot umzugehen.
Aber in meiner Herrscherweisheit.
Hatten sie ihre Lampen angez.
Ich bin eine Blume.
Das sind deine Wissenschaften.
Und das macht ihn ganz geschwollen vor Hochmut.
Seine Blume hatte ihm erz.
Aber ich bin leider nicht imstande, durch die.
Denn auch ErlXsung und Tugend.
Sich nicht Freude, er war sich nicht zur Lust.
Aber das kam nicht von der Erk.
Es fehlt mir an Bewegung.
Hindernis auf ihren Reisen.
Kaufmann war mein Lehrer, und einige WXrfeIspieler.
Vertrauen genossen, ich habe Freundschaft gefunden.
Der kleine Prinz, der der Entwicklung.
Denn du brauchst.
Ich besitze drei Vulkane, die ich jede Woche kehre.

Bitte laut lesen und die wohlige leere geniessen.

Geld mit Werbung

Dienstag, 29. Mai 2007

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Ausbreitung der Allgegenwart der Werbung: „Endlich“ gibt es auch ein offizielles Zahlungsmittel (also Geld) mit Werbung.

Eine offizielle 25-Cent-Münze (Quarter) der USA mit ReklameEine offizielle und gültige 25-Cent-Münze der Vereinigten Staaten von Amerika ist in einer Auflage von 40.000 Stück mit Werbung für eine Comic-Verfilmung aus Hollywood beprägt und in den vergangenen Tagen ausgegeben worden. Es handelt sich bei diesem treatment um Werbung für den Film „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“. Die Werbeprägung wurde sehr aufwändig ausgeführt und ist farbig, damit sie auch ja nicht der Aufmerksamkeit des Geldbenutzers entgehe. Das Motiv ist die Figur des „Silver Surfer“. Am Rand der mit Reklame verseuchten Münzseite befindet sich die URL der Homepage, die zur Vermarktung des Filmes aufgebaut wurde.

Es ist gewiss, dass diese Entwicklung „Folgen“ haben wird, irgendwann auch außerhalb der USA. Wir dürfen alle gespannt darauf sein, ab wann die immer aufwändiger werdende Herstellung von Münzen und Banknoten mit Werbung finanziert werden wird. Wieder ein bislang reklamefreier Platz, den die Werber und Weltverpester für ihre einseitige und dumme Kommunkationform entdeckt haben – mögen sie allesamt zur Hölle fahren!

Via Fefe

Hass!

Samstag, 26. Mai 2007

Wenn ich diesen Menschen erwische, der für die gefälschten Absenderadressen in seinem Spamversand eine meiner Domains verwendet hat, denn werde ich wirklich alles vergessen, was ich jemals über die Vorzüge eines friedlichen Miteinanders gesagt habe. Es war ja auch für Menschen bestimmt, die den Frieden zu schätzen wissen, nicht für Spammer.

Wenn ich diesen Menschen erwische, dem ich diese ganzen Rückläufer zu verdanken habe, die mir zurzeit das Mailpostfach verstopfen, denn werde ich auf dieses asoziale und kriminelle Verhalten nur noch eine Antwort geben.

Und diese wird – zum Ende hin, nachdem es zu einigen anderen Formen des negativen sozialen Feedbacks kam – ungefähr so aussehen:

Was ich mit dir machen werde, Spammer!

Und schon lange, bevor ich mit diesem oder auch einem anderen Spammer so richtig fertig geworden bin, wird sich das widerliche Arschloch auf die Hölle freuen.

Nein, so etwas wie Frieden ist mit einem Spammer nicht möglich. Ein Spammer kennt nur eines: Seine Gier und seine persönlichen finanziellen Vorteile. Wenn er seine gierigen Ziele mit Betrug und Gewalt durchsetzt, ist es ihm egal, welche Zerstörungen er dabei anrichtet.

Hast du das verstanden, Spammer? Ich hasse dich. Und wenn ich dich in die Finger kriege, gibt es keine Gnade mehr. Dann werde ich dir alles an Schmerz gewähren, was dein Fleisch hergibt. Dann bekommst du endlich die Gewalt zurück, die du jeden Tag anwendest.

Ich habe fertig.