Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Der „Vorteil“ eines Google-Kontos

Mittwoch, 12. März 2014

Der „Vorteil“ eines Google-Kontos – für die Spammer, versteht sich – ist, dass man angehalten ist, dort seinen echten Namen anzugeben (und dass Google gelegentlich sogar fordert, dass man den Scan eines Ausweisdokumentes einsendet, um seinen Namen zu belegen). So kommen die Spammer gleich an einen Namen für ihre müden Nummern, und freundlicherweise ist die E-Mail-Adresse dabei. So etwas ist ja durchaus automatisiert abgreifbar, und nun, wo ich die erste derartige Spam sehe, wundert es mich ein bisschen, dass da nicht noch längst jemand drauf gekommen ist.

Betreff: REPLY URGENTLY FOR MORE DETAILS

Dear Sir/Madam,

Tja, den Namen zu haben und ihn nicht für eine Anrede zu nutzen ist ein bisschen doof, Spammer.

I am the family attorney to late (Engineer Bernard Schwerdtfeger) a national of your country died with his entire family in auto accident On the 1.October.2010 and left nobody as a Next of Kin that can lay claim to his estates worth US$5.580.000.00 deposited in a bank here.I have contacted you to claim the estate of my late client since you share the last same name with him.Note, this claim will be carried out legally without any consequences.Kindly contact me through my email for more information (alfredmarcccc200 (at) gmail (punkt) com) Send your information Below.

Wie üblich hat meine Mailadresse mal wieder ein paar Millionen Euro geerbt. Neu ist der angepasste Name des Erblassers, der an meinen Nachnamen angepasst wurde, so dass die Nummer diesmal geringfügig glaubwürdiger aussieht. Warum mein Name nicht für eine Anrede verwendet wurde? Na, da hätter der Spammer sich ja Gedanken machen müssen. Und das liegt ihm nicht.

Deshalb gibts hier auch den unangepassten Datenstriptease aus der ganz konventionellen Vorschussbetrugs-Spam, bei dem ich nicht nur meinen Namen, sondern sogar die Mailadresse angeben soll, unter der ich diese Spam erhalten habe – aber bloß nicht antworten, indem man auf „Antworten“ klickt, denn der Absender ist gefälscht:

Your full name:
Your House Address:
Your Telephone Number:
Your Occupation:
Your Age:
Email Address:

Übrigens würde kein Mensch, der seine fünf Sinne beisammen hat, in solcher Situation nach dem Alter fragen. Das ändert sich nämlich bei der nächsten Geburtstagsfeier. Aber wenn sich der Spammer Gedanken machte, wäre er ja kein Spammer.

Have a nice day.
Yours Sincerely,
Barrister Alfred Marc.
Telephone: +228 9328xxxx

Abgesehen davon, dass der Nachname des Google-Kontos verwendet wurde, ist das die ganz normale Einleitung eines Vorschussbetrugs, und diese ist nicht einmal besonders originell. Wer ebenfalls ein Google-Konto¹ hat, sollte besser aufpassen, denn es ist davon auszugehen, dass diese Nummer in Zukunft noch etwas verfeinert wird. Allerdings hat Google eine sehr wirksame Spamfilterung, und diese Spam ist dort nicht durchgekommen, so dass es auch sein kann, dass es nicht zu weiteren Versuchen dieser Art kommt.

¹Die Hauptverwendung meines Google-Kontos ist die Mailadresse, auf die ich einige völlig spamverseuchte Mailadressen weiterleite. Meine Spam – das sind genau die Daten, die ich Google gern, freiwillig und massenhaft gebe, da darf Google auch gern drin lesen, um mich mit personalisierter Reklame zu beglücken, die ich eh nicht mehr sehe. Dass dabei die Spamfilter von Google besser werden, stört mich nicht. Ganz im Gegenteil.

offizielle sieger

Freitag, 7. März 2014

Spammer's Hall of Shame: Millionengewinn! (Voll Offizielle Gewinnbenachritigung!)

In die „Hall of Shame“ kommen nur die ganz Harten. Die, bei denen sich der mutige Einsatz von Technik und das Streben nach gestalterischer Exzellenz mit unfassbarer Stümperei paart. Die, bei denen man das Gefühl bekommt, dass ein Bolzenschussgerät das Ziel verfehlen könnte. Wenn du hier landest, Spammer, dann hast du vermutlich die Lobotomie schon hinter dich gebracht…

Oh, eine Mail ohne Inhalt, die jemand so an sich selbst geschrieben hat, dass sie schließlich dank einiger BCC:-Header auch bei mir ankam. Nur drinstehen tut halt nichts.

Schade, dabei war das so ein schöner Betreff!

Oh, da ist ja doch etwas: Die Spam hat einen Anhang. Der Absender dieses Mülls war ganz offensichtlich der Meinung, dass so eine Spam viel offizieller ausschaut, wenn da nicht einfach in… sagen wir mal… dreitausend Byte Text drinsteht, um was es geht, sondern stattdessen 545 KiB Gülle aus der bizarren Kopfwelt der Vorschussbetrugs-Spammer als Anhang verklappt werden. Dank der Base-64-Codierung für den E-Mail-Versand werden daraus rund 730 KiB, was vor allem Menschen mit Volumentarif von einer ganz besonderen Freude über ihre „offizielle Gewinnbenachritigung“ erfüllt sein lässt.

Aber immerhin, dafür wird das angehängte PDF-Dokument mit dem schönen Dateinamen c.g.euromilion.pdf doch sicherlich vortrefflich formuliert und hübsch gestaltet sein¹…

So sieht das angehängte PDF aus, zum Vergrößern bitte klicken!

…damit es wenigstens ein bisschen überzeugend aussieht. Oder vielleicht noch nicht einmal das. :mrgreen:

¹Eine 150-dpi-Version zum bequemen Lesen gibts nach einem Klick auf das Vorschaubild. Mailadressen und Telefonnummern habe ich unkenntlich gemacht, um nicht zum unfreiwilligen Hoster für diese Hirnamputierten zu werden.

Dear Email User??

Dienstag, 4. März 2014

Mal wieder ein echter Qualitätsbetreff!!

Congratulation,

Ich hab zwar keine verdammte Ahnung, wer du eigentlich bist und kann dich deshalb nicht anreden, aber für ein warmes „Herzlichen Glückwunsch“ reicht es noch.

Your e-mail address have just won you One Million Six Hundred Thousand Dollars only ($1,600.000.00 USD) in the Email Lotto Lore 2014 Lottery Promotion held Sat,March 1, 2014.

Denn deine E-Mail-Adresse hat in der großen E-Mail-Lotterie (irgend so eine Werbekampagne irgendeiner Unternehmung, die damit seltsamerweise nie so geworben hat, dass du es auch mitbekommen hast) nicht etwa einen dieser Kleingewinne geholt, sondern gleich die ganz fetten Millionen. Meine E-Mail-Lotterie ist was ganz Tolles, das musst du verstehen, denn du brauchst niemals ein Los dafür zu kaufen. Ich habe einen Geldbaum und will einfach nur das Laub loswerden..

So, und jetzt ein ganz wichtiger Hinweis:

Please Keep this winning numbers confidential to avoid double claims, and you must quote it in your response.

Winning Number: 3 8 16 23 34 44 Bonus 41

Da sind auch irgendwelche Gewinnzahlen gezogen worden, aber die musst du geheim halten. Bitte iss einfach diese Mail nach dem Lesen auf! Sonst kommt noch jemand anders mit den gleichen Gewinnzahlen an und schnappt dir das Geld weg. Welche Bedeutung diese lustigen Zahlen haben, wenn doch – wie weiter oben geschrieben – deine E-Mail-Adresse gewonnen hat, erkläre ich dir nicht weiter.

(Wenn du auf meinen Betrug reingefallen bist, werde ich nochmal auf diesen Schwachfug Bezug nehmen und dir eine Vorleistung von mehreren hundert Dollar dafür aus der Tasche leiern, dass überprüft wird, dass deine Mailadresse deine Mailadresse ist, weil eine andere Mailadresse die gleichen Zahlen zu haben vorgibt.)

Diese Vertraulichkeit wird selbstverständlich in einer unverschlüsselten Mail eingefordert, die offen wie eine Postkarte durch das Netz befördert wird und auf ihrem gesamten Weg mitgelesen werden kann. :mrgreen:

Copy and paste this Link {http (doppelpunkt) (doppelslash) www (punkt) lottolore (punkt) com (slash) lotto649 (punkt) html} carefully for verification of your winning number and make sure you contact Mr. Williams Patrick Immediately with the below claim requirments.

[Im Original war der Link nicht verlinkt. Das setzen eines Links hat den Autor dieser HTML-formatierten E-Mail offensichtlich in seinen technischen Fähigkeiten überfordert.]

So, und jetzt schau dir mal an, was ich dir für einen schönen Link zugesteckt habe.

Screenshot der verlinkten Seite

Da kannst du ganz öffentlich im frei zugänglichen Web die Zahlen nochmal nachlesen, die du ganz geheim halten sollst, damit sie auch ja kein anderer kennt. Nur die dort angegebene Gewinnsumme stimmt aus völlig rätselhaften Gründen gar nicht mit dem Betrag aus der Spam überein. Ach, egal, warum sollte es ein Lotterieveranstalter auch mit so einem Kleingeldkram wie Millionenbeträgen genau nehmen?!

So, und jetzt zum Wichtigsten. Für mich zumindest:

WINNING CLAIM REQUIREMENT.

1. FULL NAME:
2. COUNTRY OF ORIGIN:
3. PRESENT ADDRESS:
4. DATE OF BIRTH:
5. OCCUPATION:
6. TELEPHONE NUMBER:
7. MARITAL STATUS:
8. WINNING NUMBERS 3 8 16 23 34 44 Bonus 41.

Gib mir bitte – das musst du tun, wenn du den Zaster haben willst – mal einen vollständigen Datenstriptease, der sogar einen späteren Identitätsmissbrauch ermöglicht, wenn wir dir schon deinen ganzen Dispo-Rahmen an Vorleistungen rausgeleiert haben!

Aher denk dran:

Contact this office with your winning numbers for more details

EMAIL LOTTO LORE 2014 CLAIM ENQUIRIES OFFICER

Mr. Williams Patrick
Telephone: +1 763 301 xxxx
Email: enquiry (at) lottolorewin (punkt) com
Email: mrwilliamspatrick (at) lottolorewin (punkt) com
Email: enquirihere (at) careceo (punkt) com

[Im Original waren die Mailadressen nicht mit einem mailto:-Link belegt, weil der Autor dieser HTML-formatierten Mail offenbar vom Setzen eines Links in seinen technischen Fähigkeiten überfordert war. Sie konnten also nicht geklickt werden, sondern mussten – wie die Adresse der weiter oben erwähnten Web-Seite – über die Zwischenablage verwendet werden.]

Beantworte diese Mail auf gar keinen Fall, indem du einfach auf „Antworten“ in deinem Mailprogramm klickst! Ich habe nämlich den Absender gefälscht. Und ich habe zwar eines dieser modernen Spamskripten, mit dem ich auch einen Reply-to-Header setzen kann, aber weißte, ich weiß nicht einmal, was das ist und deshalb habe ich den einfach unverändert gelassen, statt da eine der gewünschten Antwortadressen für meine Lotterie-Spamflut reinzuschreiben. Es reicht doch, dass ich Lotterien veranstalte und dich reich mache, da muss ich doch nicht auch noch das Medium beherrschen, um das es in meiner E-Mail-Lotterie vorgeblich geht. :mrgreen:

Once again Congratulations from members of E-mail Lotto Lore Promotions.

Also nochmal: Glückwunsch, Unbekannter!

Sincerely Yours
Mrs. Johanna Peters
Publications Department Email Lotto Lore

Immer auf der Suche nach neuen Opfern
Ausgedachter Name eines Vorschussbetrugsspammers
Ganz toller Bullshit-Job

(Bei einem Unternehmen ohne Anschrift.)

fyi>

Freitag, 21. Februar 2014

Na, keine Lust gehabt, einen richtigen Betreff zu formulieren? Wenn du dir Mühe geben würdest, wärest du ja auch kein Spammer geworden…

My name is Lewis Baach, Attorney at law. Sequel to your non response to my previous email, I am re-sending this to you again thus; A deceased client of mine, that shares the same last name as yours,who died as the result of a heart-related condition on January 28th 2009. I have contacted you to assist in distributing the money left behind by my client which is lodged in the bank.

Regards,
Lewis Baach

Schon klar, und weil dein namenloser verstorbener Klient den gleichen Nachnamen hat wie ich, kannst du mich nicht mit meinem Namen anreden, wenn du eine zweite Drecksmail schickst, weil ich deinen ersten Betrugsversuch aus dem Spam-Neolithikum auch schon gelöscht habe? Du bist mit deiner Betrugsmasche fast schon so überzeugend und glaubwürdig wie ein deutscher Politiker, der vor Kamera und Mikrofon seine Sprechblasen leerplappert.

Aber: Wenigstens hast du dich ein bisschen kürzer gefasst.

Antworten Sie bitte dringend

Donnerstag, 20. Februar 2014

Guten Tag

Wer du bist, weiß ich nicht.

Mein Name ist Alfred Robert und ich arbeite mit der Finanz- Haus hier in der Niederlande. Ich fand Ihre Adresse durch meine Ländern internationale Web Verzeichnis. Bei unserem letzten Treffen und Prüfung der Bankkonten hier in den Niederlanden, in meiner Abteilung fand ein ruhendes Konto mit einem enorme Summe von US $ 6.500.000,00 (Sechs Millionen fünfhunderttausend US- Dollar ), die von verstorbenen Herrn Williams aus England abgelagert wurde .

Für mich selbst habe ich mir einen Namen ausgedacht und einen Job, der deutlich seriöser klingt als ich es jemals sein werde. Deine Mailadresse habe ich in der Datenbank von Internet-Kriminellen gefunden, die ich neulich für dwölfzig Dollar gekauft habe, dein Name stand nicht dabei. Das hindert mich aber nicht daran, irgendwelche Geschäftsgeheimnisse über die Kontostände eines Toten mit einer unverschlüsselten Mail in dein Postfach zu pusten.

Vor seinem Tod übernahm er die Summe von US $ 6.500.000,00 ( Sechs Millionen 500.000 $ ) an eine Bank hier in den Niederlanden. von unserem Untersuchung hatte er keinen Empfänger oder nächsten Angehörigen , diese Mittel zu erreichen.

Denn mit dieser Geschichte will ich dir glaubhaft machen, dass hier einfach so ein paar Megadollar herrenlos in den Niederlanden herumliegen. Und wenn du jetzt nicht reagierst…

Aufgrund unserer Finanzhausordnungnur ein Ausländer kann als Stand- nächsten Verwandten oder Angehörigen . Der Antrag eines Ausländers als nächsten Angehörigen ist die Basis auf der Tatsache, dass der Hinterleger ein Ausländer war und jemand in der Niederlande nicht als die nächsten Angehörigen zu stehen.

…dann kommt gluck, gluck, gluck die Nordsee und spült die ganzen schönen Millionen einfach so weg.

Ich brauche Ihre Erlaubnis als nächsten Verwandten oder Angehörigen der Verstorbenen Kunden, so dass die Mittel freigegeben und übertragen werden Ihre Konto , am Ende der Transaktion 40% wird es für Sie und 60% werden für mich und meine Kollegen.

Deshalb mache ich dir einen tollen Geschäftsvorschlag: Wir fälschen ein paar Papiere und geben dich als Erben aus, und hinterher machen wir fast halbe-halbe. Warum ich das nicht einfach mit einem meiner Kumpel mache, die genau so moralisch biegsam sind wie ich? Das ist einfach:

Wir brauchen ein ausländisches Konto . Ich noch in der Finanz Haus zu arbeiten , und das ist der eigentliche Grund, dass ich noch eine zweite Partei oder Person zu stehen und Arbeit mit mir und gelten für die Bank hier in den Niederlanden , wie die nächsten Angehörigen.

Die Erbschaft gibt es nur, wenn es ein ausländisches Konto gibt. Erbscheine innerhalb der Niederlanden sind nämlich ungültig. Das musst du mir glauben. Ich bin Spammer, und ich würde dich doch niemals für dumm verkaufen! :mrgreen:

Ich habe in meinem Besitz aller notwendigen Unterlagen , dies haben Transaktion erfolgreich durchgeführt .

Ich habe sogar schon deinen Namen in alle notwendigen Unterlagen eingetragen. Du heißt doch „Guten Tag“, oder?! :mrgreen:

Weitere Informationen werden nach Erhalt Ihrer Aufforderung zur Verfügung gestellt werden Antwort , und ich möchte, dass Sie wissen, dass es kein Risiko. Ich werde müssen uns zusammenarbeiten, wenn Sie interessiert sind, und ich versichere Ihnen , dass ich als diesem Geschäft alle nützlichen Informationen und Unterlagen braucht dringend Aufmerksamkeit , da es keine viel Zeit zu verlieren.

Noch mehr lustige Lügen gibt es von mir, wenn du antwortest. Dann leiere ich dir erstmal die Telefonnummer raus, und dann mache ich mit meinen drei Freunden hier einmal die übliche Aufführung: Es liegen Millionen herum, hier wird eine Gebühr fällig, dort ist eine Kostennote zu begleichen, und nochmal eine Gebühr für die Beglaubigung und eine Gebühr für die Bank und für ein Formular für das Finanzamt. Und eine kleine Bestechung für einen Kollegen oder einen korrupten Polizisten. Und das muss immer alles ganz schnell gehen, und deshalb gibt es dafür kein Konto, sondern es geht immer nur über Western Union und MoneyGram. Schließlich will ich ja nicht verhaftet werden, wenn ich deinen Zaster abhole und mit Koks und Nutten verprasse.

Bitte schreiben Sie mich direkt mit Ihrem Namen , Adresse, Telefon-und Faxnummer auf diese E-Mail alfredrobert (punkt) alfred (at) aol (punkt) com , so kann ich die Verfahren zu erklären.

Bitte antworte nicht, indem du auf „Antworten“ klickst, denn mein Absender ist wie üblich gefälscht.

Grüße

Verachtungsvoll
Dein Vorschussbetrugsspammer

Diese Spam ist ein Zustecksel meines Lesers W. W. – Danke!

Kredit nach Bedarf

Mittwoch, 19. Februar 2014

Guten Tag,

Gute Nacht!

Sie suchen eine Bank, die ueberaus flexibel ist?

Wenn du eine „Bank“ suchst, die zwar keine Firmierung hat, aber so „flexibel“ ist, dass sie nicht einmal vor illegaler und höchst asoziale Spamreklame zurückschreckt, dann hat unser Spammer hier das Richtige für dich. Keine Angst, eine „Bank“, die offen illegale Methoden anwendet, wird dich ganz sicher nicht übern Tisch ziehen. :mrgreen:

Zinsen ab 4,3 Prozent, variable Laufzeiten.
Geringe Anforderungen an die Bonitatet.
Bearbeitung bis zur Auszahlung innerhalb von 8 Tagen.

Jeder kriegt extragünstige Darlehen, Bonität spielt keine Rolle, und schnell gehts auch noch.

– zum Ausgleich eines ueberzogenen Disporahmens,
– zur Umschuldung und Abloesung von laufenden Verpflichtungen,
– zur Erfuellung besonderer Wuensche wie Traumurlaub, Luxusauto usw.,
– zur Vorfinanzierung von Auftraegen,
– zum Ausbau Ihres Warenlagers usw.,

dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse.

Egal, ob du schon überschuldet bist, ob du mal wieder Urlaub machen willst, ob du dir eine protzigen Penisersatz mit Verbrennungsmotor kaufen willst oder ob du als Geschäftsmann deine Insolvenz verschleppen willst, bei dieser „Bank“ bist du immer an der richtigen Adresse.

Natürlich wird die Adresse ebensowenig wie die Firmierung genannt. :mrgreen:

Informieren Sie sich jetzt, wie schnell und einfach Sie bei uns Ihren neuen Kredit bekommen >>>>

Für weitere Lügen einfach in die Spam klicken.

Ich tippe hier auf Vorschussbetrug. Natürlich werden keine Darlehen im Ausland vermittelt, aber das Prozent Provision wird vermutlich gern genommen: „Um die Bearbeitung zu beschleunigen, machen sie es doch bitte bequem und schnell über Western Union, dann haben sie morgen schon ihr Geld“…

Niemals auf Western Union, MoneyGram und andere anonymisierende Wege des Geldtransfers als Zahlungsweg für irgendwas einlassen! Und schon gar nicht, wenn Spam im Spiel ist!

Hello

Samstag, 8. Februar 2014

DAVID LAMBERT
South Quay Plaza
183 Marsh Wall
London
E14 9SR

DER HEILIGE APOSTEL PETRUS
Zweite Wolke links
Siebter Himmel
Gegenwart des Allmächtigen

Dear Friend,

Do accept my sincere apologies if my mail does not meet your personal ethics. I would like to introduce myself, I am David Lambert and I work with the staff in the accounts management section of a well-known bank here in the United Kingdom.

Hallo, Unbekannter,

bitte entschuldige, wenn du zufällig ein anständiger oder intelligenter Mensch bist, meine in dein Postfach gemachte Mail. Ich kenne dich nicht und habe mir für mich selbst einen schönen Namen und einen tollen Job ausgedacht. Die Bank, bei der ich arbeite, hat übrigens keinen Namen, und von mir hast du nur eine Spam mit einem gefälschten Absender und einer eigentragenen Antwortadresse bei Google Mail, die ich anonym und kostenlos eingerichtet habe. Meine angegebene Anschrift in London existiert nicht.

One of our accounts is holding a balance of Ўк48,375,000 (Forty Eight million, Three Hundred and Seventy Five Great British Pounds) and has been dormant for some years now. From my investigations and confirmations, the owner of this account died on the 16th of February 1999 in an autocrash in Birmingham, here in the UK.

Obwohl ich Banker in Großbritannien sein will, bin ich nicht dazu imstande, in einer englischsprachigen E-Mail das Währungszeichen £ unterzubringen und erfreue dich stattdessen mit meiner fehlgeschlagenen Codierung. Das macht aber nichts, denn du sollst ja nicht auf solche technischen Feinheiten schauen, sondern auf die achtstellige Zahl, die ich zur Verdoppelung des Appells an die dumme Gier auch noch mal in Worten ausgeschrieben habe. Das ist alles Geld von jemanden anders, der schon seit anderthalb Jahrzehnten hopp ist, und das Geld möchte ich mir gern zusammen mit dir Unbekannten unterm Nagel reißen.

Since then no one has responded in anyway with regards to claiming the funds. As far as we can tell he has no family member that is aware of the existence of either the account or the funds. Information from the National Immigration Office also states that he was single on entry into the UK.

Weil… Verwandte hat der namenlose Kontoinhaber nicht gehabt.

I have confidentially discussed this issue with some of the bank officials and we have agreed to find a reliable foreign partner to deal with us. We thus propose to do business with you, standing in as the next-of-kin. We will process these funds from the deceased and release them to you, after due processes have been followed.

Das haben wir hier in der Bank mal ein bisschen ausdiskutiert, und da sind wir auf die Idee gekommen, einfach irgendeinen Unbekannten anzumailen (und um sicher zu gehen, haben wir die Spam gleich ein paar Millionen Male versendet), um mit dem ins Geschäft zu kommen. Verstehst du, so ist das eben bei Banken, die geben immer Millionen an irgendwelche Mailadressen. Wir machen einen ganz tollen Deal: Du spielst hier den Erben, wir zahlen dir das Geld aus und hinterher teilen wir.

This transaction is totally risk free as the funds is legitimate and devoid of any illegal/illicit activity. Please think this over and should you be interested, do let me hear from you ASAP.

Das ist natürlich ohne jedes Risiko und echt jetzt – großes, heiliges Ganovenehrenwort – total legal und im Rahmen der Gesetze, sind ja nur ein paar Urkundenfälschungen und ein Betrug. Und nicht mal das machen wir, denn wir kommen schön mir dir ins Gespräch, machen dich so richtig gierig und lassen dich eine verdammte Vorleistung nach der anderen bezahlen, natürlich immer schön über Western Union und MoneyGram, damit wir nicht die Handschellen klicken hören, wenn wir dein Geld abholen, um es in den Puff zu tragen. Also lass jetzt bitte so schnell wie möglich was von dir hören, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie teuer unser Lebensstil ist. Und irgendwer muss den ja bezahlen…

Regards,

David Lambert

Mechanisch grüßend

Dein Vorschussbetrugsspammer mit der uralten Masche

This Is Our Last Notice To You

Freitag, 7. Februar 2014

Oh, du willst mich nicht weiter zuspammen? Gute Idee… 😀

This Is Our Last Notice To You.

Aber das hast du doch schon im Betreff gesagt. Irgendjemand muss den Spammern erzählt haben, dass es ein gute und überzeugender Ersatz für eine persönliche Anrede sei, wenn man einfach den Betreff wiederholt. Und die Spammer haben das auch noch geglaubt! Na ja, wenn sie etwas in der Rübe hätten, würden sie ja auch nicht spammen.

We wish to notify you again that you were listed as a beneficiary to the total sum of US$8,500,000.00 Dollars in the intent of the deceased (name now withheld since this is our second letter to you).

Hier weiß jemand zwar nicht einmal, wie ich heiße, aber meine Mailadresse hat einen riesigen Batzen US-Dollar geerbt. Wer da gestorben ist? Das wird mir nicht gesagt, es handelt sich ja um den zweiten und letzten Brief an mich, und deshalb muss man es mir nicht sagen. Wer das überzeugend findet, der…

We (Hispanic Chambers) is finally re-contacting due to some names identity problems we specified in our first email to you. Please you have to send us the below information for match-checking with what we already have here.

1. Your name and surname
2. Nationality
3. Contact telephone numbers.

…sagt den dummen Spammern auch gleich, wie der Mensch heißt, der die Mailadresse hat, die achteinhalb Millionen Dollar geerbt hat. Und welche Telefonnummer sie hat. Damit die Betrüger auch schön anrufen und eine tolle Geschichte von einem Berg Geld aufführen können, der bereit liegt und einfach überwiesen werden könnte, aber da ist noch eine Vorleistung für den Notar, da eine für ein Dokument, da eine für die Bank, und noch eine, und immer schön über Western Union oder MoneyGram bezahlen, damit die Betrüger das Geld ganz anonym abholen können.

If you are not the intended contact, we will get back you to inform. All information will be re-given to you on the state of the cash funds mentioned above.

Und denk dran, du Mailadresse mit dem Millionenerbe: Das war die zweite und letzte Mail an dich, und wenn du jetzt nicht reagierst, dann fällt das Geld an den Staat.

Yours faithfully,
Best regards,
Mr. Ernesto Leon Isidoro
ernesto (punkt) isidoro (at) hispanic (strich) chambers (punkt) com
ernesto (underline) isidoro (at) terra (punkt) es

Die Absenderadresse der Mail ist natürlich gefälscht. Das macht mal so bei Millionen-Erbschaften. Und als Antwortadresse ist nicht eine dieser beiden Adressen eingetragen, sondern isodoro (underline) ernesto (at) hotmail (punkt) com. Die Verwendung einer anonym einzurichtenden und kostenlosen Mailadresse bei hotmail (punkt) com muss diese ganz besondere Vertraulichkeit sein, die mit solchen Millionenbeträgen kommt. Ich warte ja immer noch darauf, dass ich meine Antworten auf solche Fragebögen der Vorschussbetrugs-Spammer als Kommentar zu einem offen sichtbaren Facebook-Eintrag hinterlassen soll… :mrgreen: