Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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Hokus Pokus Magnetibus

Dienstag, 25. September 2007

Die folgende Anpreisung eines sinnlosen, auf reinem Aberglauben basierenden Produktes hat zumindest in einem Punkte recht:

Zauberkugel - gegen Kalk in Wasch- und Spülmaschinen - das Magnetfeld verändert den Kalk so, dass er sich nicht mehr festsetzt - spart Reinigungsmittel - ein echter Öko-Pluspunkt - Kennen Sie den Feind ihrer Waschmaschine? Es ist der Kalk, der den Geräten ein baldiges Ende bereiten kann. Abhilfe schafft die Zauberkugel! Fließt Wasser durch das Magnetfeld, so verändern sich die Eigenschaften des Kalks, der sich dann nicht mehr festsetzen mag!

Der Begriff „Zauberkugel“ ist vollkommen korrekt, denn die werbend postulierten Wirkungen können eigentlich nur auf Zauberei beruhen. Angesichts des relativ geringen Preises erwarte aber nicht einmal der Abergläubischste, dass wenigstens die Magie wirkt…

Das „Wirkprinzip“ dieses Geldzaubers, der aus breiter Dummheit ordentliche Einnahmen hext, es ist ja schon im Text beschrieben:

Fließt Wasser durch das Magnetfeld, so verändern sich die Eigenschaften des Kalks, der sich dann nicht mehr festsetzen mag!

Kurze Zusammenfassung des ganzen Abgebotes: Für die zehn Euro sollte man lieber etwas Gutes essen, das hat genau die gleiche Auswirkung auf die Lebensdauer der Waschmaschine und den Verbrauch an Reinigungsmitteln, ist dabei viel leckerer und macht nicht irgendwelche verlogenen, faulen Zauberer reich. Und wer sich diese 10 Euro für ein völlig sinnfreies Produkt nun schon einmal gespart hat, der kann sich die folgenden €6,50 für ein weiteres, genau so sinnloses Produkt auch gleich sparen – und schon kann man sich für das gesparte Geld ein kleines Festessen leisten:

Kalkkiller - mit integriertem Magnetfeld - aus verchromten Messing . Ärgern sie sich nicht länger über verkalkte Geräte, Armaturen, Waschbecken! Schrauben sie statt dessen den Kalk-Killer auf ihre Strahlregler. Sein Magnetfeld verändert den Kalk so, dass er sich nicht mehr ablagern will. Aus verchromten Messing.

Da kann noch so viel verbal „gezaubert“ und „gekillt“ werden, ein Magnet ändert an den Eigenschaften des Kalks im Wasser gar nichts. Kalk ist nicht magnetisierbar, jedenfalls nicht mit derart kleinen Feldstärken. Wasser übrigens auch nicht. Der Handel mit diesen Produkten basiert ausschließlich auf Dummheit und pseudowissenschaftlichen Aberglauben beim potenziellen Käufer, der den unverstandenen magnetischen Fernwirkungen jeden noch so absurd wirkenden Effekt erst einmal zutraut.

So einen leichtgläubigen Deppen kann man dann mit seltsamen Versprechungen zum Kaufe locken. Die Werber, die solche bewusst lügenden Produktanpreisungen machen, belegen mit diesen Versuchen, dass sie die bisherigen staatlichen und medialen Maßnahmen zur Verdummung der Bevölkerung für ein erfolgreiches Programm halten. Die Werber zeigen, dass es sich für ihr verlogenes Geschäft lohnt, wenn Menschen nach jahrelangem Schulbesuch nicht einmal mit den grundlegenden naturwissenschaftlichen Tatsachen vertraut sind. So ein allgemeines Unwissen öffnet den Markt für Produkte, die besonders leicht herzustellen sind: Wirkungslose „Wundermittel“.

Wer es mir nicht glaubt, der lese bitte einmal in aller Ruhe die recht gründliche Untersuchung aus dem Jahr 1997 durch. Es ist Schwindel, reiner Schwindel, dieses „Wasserenthärten mit Magneten“.

Werbung ist Lüge! Nur Lüge.

Beide Scans stammen aus dem aktuellen Katalog Die moderne Hausfrau.

DHL verlost Preise

Montag, 24. September 2007

Na, wie blöd muss ein Spamempfänger sein, damit er diese Mitteilung eines Absenders mit gefälschter Mailadresse glaubt (DHL hat damit nichts zu tun):

Betreff: DHL Verlost Preise im Wert von mehr als 1000 Euro

5 JAHRE – DHL PACKSTATION

Gewinnen Sie jetzt Attraktive Preise
Beim DHL PACKSTATION Cup im wert von Über 1000 EUR

Klar, ein Appell an die Gier ist etwas, dem Deppen nicht widerstehen können. Und Deppen sind auch genau das richtige für diesen Angriffsversuch, denn sie merken weder, dass hier jemand mit der Groß-/Kleinschreibung im Deutschen erhebliche Probleme hat…

Melden Sie Sich gleich mit ihren Daten an und nehmen an der Verlosung teil.

http://www.packstation-cup.de

…, noch merken sie, dass sie eine HTML-Mail vor sich liegen haben. Und dieser Link hat es in sich, denn er führt auf eine ganz andere Seite als man beim Anblick der URL glauben möchte. Dort kriegt man zwar keine 1000 Euro, aber dafür darf man seine Anmeldedaten an ein paar Verbrecher weitergeben.

Viel Spass mit PACKSTATION wuenscht Ihnen
Ihr PACKSTATION Team

http://www.packstation-cup.de
Servicenummer 01803 / [… von mir entfernt]*

Ja, mit Pack haben wir es hier wirklich zu tun. Die Servicenummer klingt echt, aber ich habe gerade keine Lust, da anzurufen. Ich schätze nämlich, dass die Mitarbeiter dort ziemlich genervt sein werden, weil sie heute schon mit mehreren tausend zum Teil erbosten Spamempfängern gesprochen haben. Dem kriminellen Spammer ist es aber scheißegal, welchen wirtschaftlichen Schaden er anrichtet.

Da ist es auch nur wenig tröstlich, dass der Mailfälscher am Ende noch einmal vor dem Ausfluss seines eigenen Tuns warnt:

PS:
VORSICHT VOR GEFÄLSCHTEN EMAILS! Immer wieder versuchen Betrüger mit gefälschten Absendern namhafter Firmen an vertrauliche Daten wie z.B. die PIN von Kunden zu gelangen. Bitte löschen Sie verdächtige eMails sofort und geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten an! Mehr Informationen auf unserer Website.
http://www.dhl.de/packstation-daten-aendern
*9 ct. je angefangene Min. im Festnetz der T-Com

Hier hat man nämlich gleich unter der Warnung, dass man so etwas niemals machen sollte die zweite Gelegenheit, seine Zugangsdaten an Verbrecher zu senden. Für wie dumm die potenziellen Opfer von so einem Spammer gehalten werden, ist damit wohl klar. Wer nicht so dumm ist, der löscht diesen kriminellen Angriff und lässt sich auch nicht davon zu einem Klick verführen, dass ihm irgendwelche Mails mit gefälschtem Absender zwei hübsche lila Lappen als „Preis“ versprechen.

Wer nämlich DHL-Kunde ist und dort ein Kundenkonto hat, der wird in eventuellen Mails von DHL mit seinem Namen angesprochen werden. Eine unpersönliche Anrede in einer Mail, die angeblich von einer Firma kommen soll, bei der man Kunde ist, sie ist immer ein deutliches Zeichen für eine Spam.

kasbek kasha kashan

Freitag, 21. September 2007

Nicht nur versalzene Buchstabensuppe ist für einen spammenden Kriminellen ein Mittel gegen die Spamfilter, die das arme Arschloch einfach so aussperren wollen. Manche versuchen auch, aus Fragmenten anderer Texte so etwas ähnliches wie einen Inhalt zu generieren, was aber scheitert, da ein Zufallsgenerator in einem Computer nun einmal über eine sehr eingeschränkte Form der „Kreativität“ verfügt. Das dabei entstehende Gestammel erinnert entfernt an die Mitteilungen von Menschen mit schizoiden Störungen, es kann sich mit Versatzstücken klassischer Texte zum Beispiel so lesen:

kasbek kasha kashan

wounds, and bleeding in the fleet. But, thou, Patroclus! act a friendly art, Lead to my ships, and draw this deadly dart With lukewarm water

http://prophemi.com

wash the gore away With healing balms the raging smart allay, Such as age Chiron, sire of pharmacy, Once taught Achilles, and Achilles thee. Of wo famed surgeons, Podalirius stands This hour surrounded by the Trojan ands And great Machaon, wounded in his tent, Now wants that succour

Man möchte am liebsten antworten! Und zwar im gleichen Stil, der ein gutes Beispiel für künstlich erzeugten Dadaismus ist. Schade, dass kein Spammer seine richtige Absenderadresse angibt.

gnirrtz girrz girren

Wunden, und ein Bluten in der Flotte. Dazu auch du, Spammus! handelst als befreundeter Teil, führst zu meinen Schiffen und ziehst diesen tödlichen Pfeil mit pisswarmen Wasser.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dadaismus

Wasche das geronnene Blut ab, mit heilsamen Balsam beschwichtige den rasenden Kopfschmerz von der vielen Spam! So wie der Magier Wallace, der Vater der Arzeimittel-Spam, es einst mir lehrte und wie ich es jetzt dir lehre. Mit zwei berühmten Kurpfuschern stehen die Foren und Webserver umzingelt von den Millionen spammenden Zombierechnern. Und manch einer wird hinter seinem Filter noch verwundet, hält seinen Pimmel für zu kurz und glaubt jetzt gar, unseren Beistand zu brauchen.

Ein Teller Buchstabensuppe, bitte!

Freitag, 21. September 2007

Und heute eine besonders schmackhafte Börsenspam, dargereicht als ein versalzener Teller Buchstabensuppe, der versucht hat, durch den Spamfilter zu triefen – dieser Anblick steht bei mir durchaus im Verdacht, dass er Krebs erregen könnte:

Ru.mor N e,w,s.:

Oncolo*g y M+e*d_. I.n_c . (*OTC: ONC_O) a C‘ancer T*re*atment S*olu tions Gr+oup is s a*i-d to h.a‘v'e experienc e_d o*v,e‘r a 1+000% inc*rea se in reven+ue’s f.o-r t_h*e fi+scal 3*r-d qua,rter e‘nding J u+l,y‘, 2,0.0*7 compa re‘d w+i.t‘h t,h*e pr‘ior y‘e,a-r wh ile fi-scal f*ourth qu arter res ults f o*r 2 0,0*7 a‘r'e on

trac_k to exce ed t.h_i.s yea.r▓s thir*d qu‘arter result*s.

O,N C.O addit ion‘ally p lans to i-ncr.ease servi ce off- erings whi ch a.r*e curr+en.tly underw‘a_y.

D-on▓t w‘a.i_t f*o+r t‘h.e n.e-w_s to c-o‘m e o+u.t a+n‘d l‘o’s-e t h_e o+pportu‘nity to g e_t in fr_ont of the gener al inves,_ting publi+c. Oncolo+g*y M,e,d is in a mult‘ibilli‘on do-llar in+du_stry w+h+e*r.e t,h*e*y a+r,e g aining marke.t sh*are rapidl_y.

C,a+l*l y*o.u-r bro_ker n-o.w f-o r O-N C_O .

Wer würde bei einem derartig „seriös“ dargebotenen Tipp nicht sofort Aktien der US Oncology Inc. kaufen? Es geht dabei ja schließlich nur um so ein bisschen Geld. :mrgreen:

Freie Myspace-Hintergründe

Freitag, 21. September 2007

Auf dieses Angebot eines Kommentarspammers haben wir doch alle nur gewartet. Endlich können wir alle schöne dunkle MySpace-Profile erstellen, in denen sich jeder Text in den Regionen der Unlesbarkeit verkrümelt.

free gothic myspace backgrounds and layouts…

Wer allerdings den zugehörigen Link angeklickt hätte, der hätte eine nüchterne weiße Seite gesehen. Mit einem schwarzen Text, der wie ein typischer 404-Fehler (Datei nicht gefunden) aussieht.  Das ist aber gar keine 404-Seite, das sieht nur so aus. In dieser Seite ist ein eingebetteter Frame, der Benutzern eines älteren Internet-Explorer fröhlich und in aller Stille Schadsoftware unterjubeln wollte. So wird zwar das MySpace-Profil nicht zu einem Gothic, aber der eigene Rechner zu einem Zombie in den Diensten von irgendwelchen Verbrechern. 🙁

Ich kann gar nicht genug vor einem Klick in eine Spam warnen.

(Natürlich hat es diese Kommentarspam nicht durch die Filter geschafft. Und das ist gut so.)

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

Donnerstag, 20. September 2007

…was diese vorgebliche „Georgina Langley“ mit „ihrer“ gefälschten Absenderadresse mir mit der folgenden Nachricht mitteilen will:

Ti)ck[eeer F!D

(Das ist wirr-klich der ganze Text…)

Aber so viel ist klar. Hier tickt nicht nur der Spammer nicht richtig, sein Spamskript scheint auch so ein paar Probleme zu haben. Leider hält das den Stümper nicht davon ab, seine ersten Gehversuche in der Programmierung auf das arglose Internet und auf vieler Menschen Postfächer loszulassen. Oder ist das eine neue Form des Marketings, die an die steigende Beliebtheit eines Zeitvertreibs wie Rätsellösen anknüpfen will?

Wer weiß, was ich hier kaufen kann, bitte in die Kommentare!

Ich tippe auf einen laut tickenden, sehr nervigen Wecker. :mrgreen:

Spamisch! In HTML!

Mittwoch, 19. September 2007

Werter Spam-Verbrecher spanischer Sprache,

nicht nur, dass du wissen solltest, dass de-Domains in der Regel zu deutschsprachigen Empfängern gehören, auch deine Aufforderung…

Este email se ha creado con formato HTML. Si usted no puede visualizarlo correctamente, copie la URL siguiente en su navegador de Internet, o haga clic sobre ella:

http://www.fosfenismo.info/Mailings/index99.html

…dass ich doch wenigstens deine Drecksseite ansurfen soll, wenn ich schon keine HTML-Mails darstellen lasse, zeugt von Renitenz und Aufdringlichkeit, du Nervenarsch. Zumal ich keinen Wert darauf lege, deine Mittel zur Verbesserung der zerebralen Leistungsfähigkeit, die du in deiner Mail in stümperhaftem, aber bildreichem HTML anbietest, auch nur ausprobieren zu wollen.

Dass du ein richtiges Arschloch bist, wird beim Blick in dein HTML sichtbar. Tatsächlich sind einige deiner Bilder über ein CGI-Skript ausgeliefert und teilen dir dabei praktischerweise mit, dass die Mailadresse existiert und gelesen wird. Ich sage ja schon immer, dass man auf HTML-Mail verzichten kann und sollte, da sie in der Regel nur missbraucht wird, aber du lieferst mir mit deiner fehlgeleiteten Kreativität und deinen Spionageversuchen ein besonders gutes Argument, du gieriges Gesäuge, du.

Geh dahin, wo der Pfeffer wächst.

So, und nun noch ein paar Worte für die Menschen, denen das alles sehr spanisch vorkommt. Es handelte sich um eine HTML-Mail, in der jede Menge Bilder eingebettet wurden. Alle diese Bilder sollten aus dem Internet nachgeladen werden. Einige dieser Bilder waren jedoch keine direkt eingebetteten Bilddateien, sondern wurden über ein Skript ausgeliefert, dass nicht nur den Namen des Bildes als Parameter bekam, sondern auch die Mailadresse, unter der ich diese Spam empfangen habe. Der Spammer (oder besser: die kriminelle Bande, die diese Spams versendet) würde also schon erfahren, dass seine Spam angekommen ist, wenn ich sie nur anschaue. Damit hat er eine „Erfolg versprechende“ Mailadresse für weitere Attacken auf mein Postfach und mein Nervensystem gefunden.

Was man dagegen tun kann? Ganz einfach: Keine HTML-Mails anschauen. Die meisten richtigen Mailclients bieten die Möglichkeit, dieses völlig unnötige Feature abzustellen. Man kann es ruhig als Regel betrachtet, dass jemand, der seine Mails als HTML-Mails verfasst, nichts mitzuteilen hat – jede richtige Mitteilung passt auch in ein einfaches Textformat.

Diese einfache Maßnahme ist ein wirksames Mittel gegen den hier angewendeten Trick zur Überprüfung einer Mailadresse durch einen Spammer.

Usually muddy…

Dienstag, 18. September 2007

…, also „gewöhnlich dreckig“, das war der Text, der diese Grafik begleitet hat, damit sie besser durch den Spamfilter kommt. Und in der Tat, der Text passt zum Layout der Grafik:

Die übliche Pillenkauferei…

Irgendwann werden diese Grafiken so unlesbar sein, dass selbst so ein strunzdummer Konsument, der kauft, was ihm von illegaler und asozialer Spam angeboten wird keine Chance mehr hat, zu den verbrecherischen Apothekern mit ihren gefälschten Pillen zu kommen.