Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Autorenarchiv

Ehemalige Plattform für Freie Musik

Montag, 5. Januar 2009

Wenn eine ehemalige Plattform für Freie Musik (unter dem Namen „Jamendo“ bekannt) sich entschließt, die Ansicht der dort veröffentlichten Alben so ausschauen zu lassen…

Jamendo-Website, Albenansicht, großes Layer-Ad für T-Home mit dem Text: Das überlassen wir Stiftung Warentest

…denn stelle ich als „Stiftung Websitetest“ fest, dass ich eigentlich wegen der Inhalte gekommen bin, die jetzt unter diesem aufdringlichen Dreckslayer versteckt werden, damit sich auch ja die Aufmerksamkeit auf eine Firma richtet, die sowieso schon sehr bekannt ist. Und. Ich gebe dafür die Note „hundsmiserabel“, eine fette Sechs Minus. Mit solchen Mitteln vertreibt man Menschen.

Der Unterschied zwischen Spam und „regulärer Werbung“ ist manchmal nur ein formaler. Ob das so wohl etwas wird mit dem ganz großen Geschäft mit freier Kunst? ❓

Meine Alben gibt es jetzt jedenfalls an anderer Stelle. Mein Jamendo-Account ist jetzt frisch gekündigt, nachdem ich das vor weit über einem Monat angekündigt habe. Die Löschung des Künstlers „Elias Schwerdtfeger“ kann ich als Künstler nicht mehr selbst durchführen (!!!), ich habe aber per Mail darum gebeten und glaube trotz des üblen Mangels an jeglichem Stil auf Seiten Jamendos nicht, dass die von allen Alben befreite und inhaltlich zensierte Seite da noch lange stehen bleiben wird. Niemals wieder werde ich irgendetwas persönlich Bedeutsames einer so genannten „Web Zwo Null“-Plattform anbieten.

Sie sind nicht interessiert… ?

Montag, 5. Januar 2009

Das Abzock-“Casino“ mit den ganz vielen Namen und den täglich mehrfach wechselnden Internet-Adressen gibt sich wirklich Mühe, ein paar neue Texte an den Spamfilter vorbeizumogeln.

Betreff: Sie sind nicht daran interessiert, 2.500 € ganz umsonst zu erhalten?

Ich bin vor allem nicht daran interessiert, eure Drecksspam zu erhalten.

Sie sind nicht daran interessiert, 2.500 € ganz umsonst zu erhalten? Dann lesen Sie nicht weiter….

Diese doofe Frage habt ihr schon im Betreff aufgeworfen. Sie wird auch nicht interessanter, wenn die Ellipsis mit vier statt mit drei Punkten geschrieben wird.

Für diejenigen unter Ihnen, die interessiert sind, hat Euro Dice Casino kürzlich seine bisher großzügigste Bonusaktion angekündigt: eröffnen Sie ein Konto, und Sie erhalten bis zu 2.500 € extra!

Aber ganz großzügig, man gibt diesem kriminellen Spammern einen möglichst großen Haufen sauer verdientes Geld Geld…

Für jede Ihrer ersten fünf Einzahlungen beim Kassierer von Euro Dice erhalten Sie einen Spielbonus in Höhe von 100% im Wert von jeweils bis zu 500 €. Die Gesamtsumme beträgt dann also 2.500 €, die Sie für fast alle Spiele im Kasino einsetzen können…wer weiß, vielleicht werden Sie der nächste Gewinner des Mega-Jackpots..

…und die geben einem dafür virtuelle Jetons, die sie gewiss ganz leicht herstellen können. Und wenn man dann weiterzocken will, ist das Casino schon wieder umgezogen.

Wenden Sie sich noch heute an das Kundenbetreuungsteam von Euro Dice Casino, um weitere Informationen zu erhalten und von diesem tollen Angebot zu profitieren.

http://www.weblinecasino.com/de/

Klar doch, schon wieder unter anderer Adresse. Da wird man gewiss ganz toll „betreut“!

Euro Dice Casino gibt Ihnen die Chance zu gewinnen.

Vor allem gewinnt man an Erfahrung – zum Beispiel, dass man beschissen wird, wenn man bei spammenden Internet-Betrügern zocken geht.

Aber manchmal übt sich das Euro VIP Dice Royal Kackpot Bonus Kasino Vegas Club Prime Casino auch in Kürze:

Betreff: Geld online Verdienen – Mehr als 500 Euro täglich. iem

Ja, echt!

Wie, echt jetzt?! So richtig „iem“?!

Geld verdienen leicht gemacht, über 500 Euro in weniger als 20 Minuten. Gratis Bonus im Wert von 300 Euro.
Hier klicken, http://www.nametopcazino.com/de/

Ach so… :mrgreen:

(Es handelt sich um die gleichen Spammer und um den gleichen Beschiss.)

Smart Internet Solutions

Montag, 5. Januar 2009

Eine besondere Leseschwäche haben die SEO-Spammer von der kleinen Klitsche „Smart Internet Solutions“, die nicht nur nicht den deutlichen Text unterm Kommentarfeld lesen können, dass jede Form von SEO-Gehabe in meinem Blog völlig unerwüscht ist, sondern…

Done smart???

…die so etwas auch für ein ideales Umfeld halten, ihre besonderen SEO-Leistungen anzubieten. Dieses „Do it smart“ wird dabei zur gelungenen Realsatire.

Ach ja, willkommen in Akismet!

Eröffnen Sie heute Ihr Royal Club Casino Konto

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Eröffnen Sie heute Ihr Royal Club Casino Konto, und genießen Sie die königliche Behandlung vom ersten Tag an!

Aber ganz königlich, wer könnte bei diesen Spamkönigen auch nur einen Moment lang daran zweifeln.

Was könnte schöner sein als eine kostenlose Zuzahlung, wenn Sie Mitglied in einem Kasino werden?

Dass man sein Geld behält, statt es irgendwelchen Betrügern für ein paar versprochene, virtuelle Jetons zu schenken.

Kommen Sie zu Royal Club Casino, und Sie erhalten genau das und zwar im Wert von 555 €! Und so funktioniert es:

Erste Einzahlung: 300% bis zu 300 €

Zweite Einzahlung: 100% bis zu 100 €

Dritte Einzahlung: 155% bis zu 155 €

Seit über einem Jahr benutzen diese Dummabzockspammer die gleichen tollen Zahlen für ihr „Bonussystem“, und wundern sich wohl immer noch, warum sie in den meisten Spamfiltern hängen bleiben.

Royal Club akzeptiert eine große Auswahl bequemer Zahlungsmethoden, und das Eröffnen eines Kontos dauert nur wenige Minuten.

Glaube ich gerne – so lange man nichts von diesem „Konto“ zu richtigem Geld machen will…

Und wer glaubt, dass eine so konstante Abzockmasche auch auf andere Kontinuität hindeute, den muss ich enttäuschen…

Klicken Sie hier für weitere Informationen… http://www.hitstylegaming.net/de/

…denn dies ist allein im Dezember 2008 (ein ziemlich spamarmer Monat übrigens) die 102. (einhundertzweite) verschiedene Internet-Adresse dieser Abzocker und Betrüger.

Ich befürchte, die bleiben mir auch im neuen Jahr erhalten. Schade, dass sich so wenig durch den bloßen Wechsel der Jahreszahl verändert.

Ach ja: Guten Rutsch! 😉

Königlich

Montag, 29. Dezember 2008

Nein, es geht diesmal nicht um die Spam eines Betrugscasinos, dass auch sich immer wieder einmal mit dem Präfix „Royal“ benennt, um seine Opfer zu verblenden.

Es geht um ein Produkt und seine Verpackung. Genauer gesagt, geht es um eine Küchenmaschine. Das ist so ein Gerät, in das sich alle möglichen Dinge hineinstecken lassen, um sie in Brei zu verwandeln. Natürlich sehen Werber das ein bisschen anders, wenn sie den Funktionsumfang auf der Verpackung anpreisen. Für Werber hat dieses Ding neun Funktionen auf einmal: „Entsaften, Mixen, Schnitzeln, Schlagen, Mahlen, Reiben, Crushen, Zerkleinern und Pürieren“ – wobei mir die Feinheiten zwischen Schnitzeln, Crushen und Zerkleinern nicht so völlig klar sind, was aber daran liegen mag, dass ich das Musterbeispiel eines Grobschmeckers bin.

Aber ein solcher Versuch, etwas durch manipulative Sprache noch ein bisschen toller erscheinen zu lassen, ist ja typisch für die Reklame. Und. Leider auch sehr wirksam.

Viel interessanter finde ich den Namen der Küchenmaschine, der natürlich ebenfalls auf der Packung aufgedruckt ist. Sie heißt „Mr. Magic“ und wirft allein darin schon die Frage auf, ob sie in ihrer Anwendung wohl genau so wirksam wie okkulte magische Bestrebungen sein wird. Das ist aber nicht der vollständige Name, denn unter dieser Bezeichnung findet sich in gelber, rotumrandeter Schrift noch das ergänzende Attribut „Royal“, so dass dieses ganze Ding „Mr. Magic Royal“ heißen soll.

Offen bleibt allerdings, ob es wohl auch eine nicht-königliche, „bürgerliche“ Form des gleichen Gerätes gibt, und wie diese wohl benannt werden würde – etwa als „Mr. Magic bourgeois“… :mrgreen:

Nichts für Langsame

Samstag, 27. Dezember 2008

Da bekam ich mal wieder eine Mail von Royal Magic VIP Jackpot Euro Kasino Privilege Casino mit den ständig wechselnden Adressen im Internet – dieses Mal nannte es sich „The First Kasino“, das ist auch mal wieder etwas Neues. Die Mail war gerade zwei Stunden alt. Und weil ich die aktuelle Entwicklung dieses Betruges recht interessant finde, wollte ich einmal einen Blick auf den inzwischen wohl etwas ausgefeilteren Stand des Web-Blendwerkes werfen und startete mein „Spamklicksystem“ in einer virtuellen Maschine. (Spammer dürfen bei mir bestenfalls in einem Sandkasten spielen.)

Der Text der Spam war übrigens erfreulich kurz und zeigte das deutliche Bemühen um eine sprachliche Präsentation, die wieder durch die Spamfilter kommt:

Absender: The First Kasino (gefälsche Mailadresse)
Betreff: 300 Euro Gratis in Blackjack, Roulette und Spielautomaten online spielen!

40 Blackjack-Tische, 8 Roulette-Tische und 180 Spielautomaten warten auf Sie, hier klicken:
http://www.viponlineplay.com/de

Vzieyaizu tuvbaquao giam kjumuanvf evpyziqa zeksegv

Gvs booewremp o duefxyke axusi 😉 Jaihuxfaa uwaqyupt ofosedak ijexrmubr.

Wie gesagt, die Mail war erst zwei Stunden alt. Und was präsentierte mir der tolle Webserver, der unter der angegebenen Adresse auf dumme Klicks wartete? Eine ganz tolle Casino-Seite, die hier vollständig zitiert sein soll:

Forbidden

You don’t have permission to access /de/ on this server.

Wer von diesen kriminellen Spammern betrogen werden will, der muss eben schnell sein. Zwei Stunden nach dem Versand der Mails ist der photoshop-generierte Glanz des Beschisses schon wieder verflogen, und das „Casino“ hat seine Koffer gepackt, um mit neuer Spam und neuer Adresse nach neuen Opfern zu suchen.

Kurz und knapp

Samstag, 27. Dezember 2008

Sehr kurz, wenn auch etwas unverständlich, hat sich eine gewisse „Lena Cummings“, die auch noch meine Mailadresse als Absender für ihre Mail an mich verwendete, ausgedrückt, als sie die folgenden, höchst kompakten Zeilen verfasste:

Betreff: hi

d c

Aber vielleicht ist es gar nicht so verwunderlich, dass ich diese Mail nicht verstehe. Ich habe sie vor einigen Minuten, noch am 26. Dezember, erhalten – doch die Mail ist vom 28. Dezember, 16:28 Uhr. Vielleicht ist sie aus einem Paralleluniversum durch ein Zeitloch in mein virtuelles Postfach gefallen, und schon morgen bekomme ich genügend Kontext, um die kryptische Mitteilung deuten zu können. Vielleicht ist aber auch aus einem Paralleluniversum eine ganz schlechte Anleitung herausgeflogen, wie man ein Spamskript schreibt, und vielleicht ist dieses schäbige Handbuch in die Hände des Spammers gelangt. Schade nur, dass der Spammer durch den raumzeitlichen Riss nicht einfach in das Paralleluniversum gesogen wird, damit wir vor ihm Ruhe haben.