Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


150 + H = 75

Donnerstag, 5. Juni 2008

Was mag sich wohl hinter solchen komischen Gleichungen im glibberigen Sieb des Spamfilters verbergen? Etwa eine Rechenaufgabe? Die ist leicht zu lösen, und H ist -75. Mal reinschauen:

Helo, dear Friend.

Halo, Arschspammer.

It is Easy To Loss Weight Without Feeling Hungry!

Es ist in der Tat sehr einfach, Gewicht ohne das Gefühl des Hungers zu verlieren. Zum Beispiel, indem man einfach stirbt.

Hoodia Gordonii provides a positive, natural method to weight loss.

Und eine recht natürliche Methode, schneller zu sterben, ist nun einmal die Einnahme minderwertiger Medikamente von irgendwelchen Spammern. Zum Glück bezahlt man meistens, ohne dass man etwas dafür bekommt.

Hoodia has been featured on CNN, BBC, OPRAH and CBS 60 Minutes as the Miracle Weight Loss Supplement of the new century!

Damit überhaupt jemand auf die Idee kommt, muss man auch noch erzählen, dass überall erzählt wird, dass das eigentliche Produkt wirken würde.

Look here – http://www.30slimz.com

Och nö, eine Website von kriminellen Spammern besuche ich bestimmt nicht.

Regards.

Nimm dir deine Sterbediät, Spammer!

Wichtig

Dienstag, 3. Juni 2008

Jemand, der für seine Millionen Müllmails so einen um Aufmerksamkeit schreienden Betreff nimmt und sich zu seiner gefälschten Mailadresse auch noch den tollen Namen „Gewinn“ ausdenkt, muss ja gute Nachrichten überbringen:

Neu Eröffnung unsere Online Casinos.

Wie? Schon wieder? Das macht ihr doch jeden Tag zwei Mal, und immer unter einer anderen Adresse im Internet.

Das erste Online Online Casino was mit dem Gütesiegel sehr gut ausgezeichnet wurde.

Gerade erst eröffnet – das heißt ja dieses „Neueröffnung“ – und so unbekannt, dass man es über kriminelle Massenmail bekannt machen muss, und doch schon ein Gütesiegel! Da muss aber ein Tester wirklich schnell gewesen sein. Oder habt ihr das Gütesiegel einfach nur erfunden? Und könnt ihr deshalb auch nicht angeben, wer euch dieses Siegel hingestempelt hat? Oder wollt ihr es nicht, weil es irgendwie unglaubwürdig ist, wenn ihr schreibt, dass ihr euch selbst als „sehr gut“ auszeichnet? Na, das habe ich mir doch gleich gedacht.

Alle unseren Neuen Spieler erhalten 100 Euro als Willkommens Geschenk.

Und ein kostenloses Deppen Leer Zeichen dazu.

Sie können somit unser Casino kostenlos und unverbindlich kennenlernen. Ohne jedes Riskio.

Außer natürlich das „Riskio“, das jeder auf sich nimmt, wenn er auf einen Link in einer von Verbrechern versendeten Spam rumklickt. Die. Nicht einmal das Wort „Risiko“ richtig schreiben können.

Selbstverständlich dürfen Sie alle Gewinne behalten.

Ach, das hätte ich jetzt nicht gedacht! :mrgreen:

Ich dachte immer, man zockt, um eventuelle Gewinne einfach wegzuwerfen. Und genau das kann man bei euch ohne weiteres, denn ihr zieht schneller um, als einer sein Geld verzocken kann.

einfach mal ausprobieren.

*träller* und mit einem Klick ist alles weg!

http://winner-cities.com

Immer nur hin! Da gibt es Software von Verbrechern zum Installieren auf dem eigenen Rechner. Wer wollte die nicht wollen.

Product placement on demand

Montag, 2. Juni 2008

Kurz aus Medienrauschen zitiert sei hier die neueste Beglückungsidee der Werber:

Sony nun will einen weiteren Schritt im Bereich des Product Placement gehen – so sollen Werbebuchungen demnächst On-Demand direkt in Filme wandern, die der Hersteller auf Bluray anbietet. Über die Online-Schnittstelle des Bluray-Abspielgerätes könnten Produktplatzierungen direkt in den Film gerendert werden […]

Allerdings muss festgehalten werden, dass SoNie hier noch nicht fortschrittlich genug denkt. Wenn man schon die gesamte Auslieferung der Filme online macht, denn kann man dabei auch eifrig Daten sammeln. Zusammen mit einem bisschen eifriger Marktforschung und einem Rabattsystem, das die Nutzer zu zusätzlichem Datenstriptease animiert, ist auf diese Weise erstmals eine zielgruppengerechte Schleichwerbung in den Massenprodukten der Contentindustie möglich. Diese Form der Gehirnwäsche Werbung wird bestimmt ein großer Markt werden…

Kurz und schmerzhaft

Montag, 2. Juni 2008

Wenn man, wie der angebliche „Denny Wolf“, der diese Mail auf die Welt losgelassen hat, alles schon im Betreff sagen kann, denn sagt man eben alles im Betreff:

www.porn239.com 55 HOT sites for free! ( cabezones

Was will man da noch in die eigentliche Mail reinschreiben? Man könnte ja so ein Skript nehmen, das aus dem Usenet oder aus Websites typische Spamprosa erzeugt, aber das war „Denny Wolf“ offenbar zu anspruchsvoll. Deshalb hat er es auch gelassen und sich mühsam selbst einen Text ausgedacht. Das Ersinnen der folgenden Mitteilung dürfte „Denny Wolf“ sicherlich die gesamte Kapazität seines Geistes gekostet haben…

=(xy

…denn allzuviel Geist findet sich nicht im Kopfe eines Spammers.

Die vollkommene Nutzlosigkeit

Samstag, 31. Mai 2008

Uhren müssen nicht schön sein. Die Anforderung, die ein Mensch an eine Uhr hat, ist, dass diese eine Uhrzeit anzeige. Wenn diese Uhrzeit auch noch geringe Abweichungen von der „richtigen“ Zeit hat, denn kann eine solche Uhr sogar manchmal nützlich sein.

Schon seit Jahrzehnten verwenden Werber Uhren im öffentlichen Raum als Werbeträger. Vor allem dort, wo die Kenntnis der Zeit einen Vorteil bietet – etwa im Bereich von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs – ist dies ein sehr geeignetes Mittel, das Ablesen der Uhr mit einer unterschwelligen Wahrnehmung der Reklamebotschaft zu verbinden. Kaum eine stärker frequentierte Haltestelle, an der nicht eine solche, mit meist dummer Reklame vergällte Uhr stünde. Offenbar ist dieses Marketing des Marketings ein derartiger Selbstläufer, dass sich die Anbieter solcher Werbeflächen gar nicht mehr recht um diese Uhren kümmern wollen:

Eine Uhr, die viele verschiedene Zeiten anzeigt und eine dazugehörige Werbefläche, die keiner mehr haben will…

In der hier abgebildeten Uhr bieten die beiden rückwärtigen Ziffernblätter noch einmal zwei weitere, von den im Bilde sichtbaren Zeiten abweichende Anzeigen an. Natürlich stimmt keine der vier angebotenen Zeiten, und das schon seit Jahren nicht mehr. Diese Uhr ist ein vollkommen nutzloses Angebot, sie ist eine Reklameruine, die einfach so in einem hannöverschen Wohngebiet stehenbleibt und damit stumm an die Idiotie der Werbung gemahnt. Ob diese Nutzlosigkeit wohl auch der Grund dafür ist, dass man die Werbeflächen schon seit Jahren mieten kann, ohne dass jemand Interesse daran zeigt? Immerhin, das wilde Plakatieren macht dieses Nutzlosding nicht mehr hässlicher, aber gibt ihm dennoch oft etwas wirklich Informatives. 😉

Das Foto wurde an der Straßenbahn-Haltestelle Küchengarten zu Linden bei Hannover aufgenommen. Ich habe aber schon häufiger solche „vernachlässigten“ Uhren als Werbeträger gesehen. Leider bin auch ich manchmal zu stumpf, um das Unsinnige in solchen Artefakten der völligen Werbedurchtränkung des Lebens noch zu würdigen.

Günstiges Doping

Samstag, 31. Mai 2008

Und heute mal wieder ein Ad mit einem besonders fröhlichen Angebot, wo doch der Sport mal wieder so hoch im Kurse steht:

Google-Werbung für günstiges Doping

city life

Samstag, 31. Mai 2008

Was wäre nur mein Leben als städtischer Nomade, wenn mir nicht so ein Spammer das Stadtleben erklärte:

1. Find a girl
2. Invite her to your appartments
3. Use subject product V (or C)
4. Have fun
5. Take her number
6. Profit?

Ich verstehe diese Anleitung etwa so:

  1. Gabel dir die erstbeste Junk-Nutte auf!
  2. Nimm sie in dein Zimmer mit!
  3. Schmeiß schnell noch eine Pimmelpille, weil du schon lange gar keinen mehr hochkriegst!
  4. Hab schnellen, einfachen und gefährlichen Sex ohne Kondom – denn du fickst mit genau so viel Verantwortungsgefühl, wie du im Internet unterwegs bist. Sonst hättest du diese Mail wohl kaum beachtet.
  5. Vergiss nicht, ihre Nummer zu erfragen! Das ist der Anfang einer langen, professionellen Beziehung.
  6. Und? Hat es sich gelohnt?

So weit, so schlecht. Dafür brauche ich wirklich keine Spam. Natürlich verbindet der Spammer diese Erläuterung aber auch mit dem Link auf ein kriminelles Angebot:

More details -> http://pickold.com

Wie jetzt, „pickold“? Soll ich mir bei dieser Vorgehensweise auch noch eine Alte suchen? Weil ich selbst mit Viagra und Cialis für die Jüngeren mit ihrem Lebenshunger zu schlaff bin? Tolle Erläuterung! :mrgreen:

Brauchen Sie einen Nebenjob?

Freitag, 30. Mai 2008

Da sage noch einmal jemand, es gäbe keine Arbeit! Es gibt so ein Überangebot an gut bezahlten Arbeitsstellen, dass sogar schon mit krimineller Massenmail dafür geworben werden muss – wobei sich diese Arbeitgeber natürlich schützen, indem sie eine falsche Absenderadresse angeben.

Ein wachsendes Handelsbetrieb sucht neue Mitarbeiter !!

Ich weiß natürlich nicht, womit dieser Betrieb handelt. Vermutlich sind es aber eher Phishing-Gelder als Abhandlungen über die deutsche Grammatik. Auch die Typografie lässt ein bisschen zu wünschen übrig, so viel wird in dieser Mail geplenkt. Das lässt sich nur schwer durch die tapfere Verdoppelung der Satzzeichen ausgleichen.

Sie haben 4 Stunden in der Woche Zeit , besitzen einige Computerkenntnisse und sind laufend erreichebar??

Ja, wenn man mir nachläuft, bin ich sogar mal erreichebar. Und so ein paar Kenntnisse hätte ich auch. Ich habe schon einmal ein Programm gestartet und sogar eine selbstverfasste Mail geschrieben. Und ich blogge. Ist das alles? Das kann ja kein toller Job werden.

- Sie haben dann die Moeglichkeit bei uns einzusteigen und Zweitausend monatlich zu bekommen!!

Aber für die geforderten Fähigkeiten eines Achtjährigen gibt es immerhin einen Stundenlohn von über hundert Euro. Wer von der kriminellen Spam noch nicht skeptisch geworden ist und wer jetzt immer noch glaubt, dass er es hier mit einem ernsthaften und legalen Angebot zu tun hat, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Soll er doch Anlauf nehmen, bevor er gegen die Wand rennt! Allen anderen sei gesagt, worin diese „Jobs“ bestehen. Es geht darum, Gelder von Betrugsopfern unter eigenem Namen entgegenzunehmen und anonym zu den Betrügern weiterzuleiten. Dafür kriegt man einen ordentlichen Anteil ab. Und man ist für die Ermittler der einzige namentlich bekannte Täter, der sich hinterher wegen Geldwäsche vor Gericht verantworten darf. Natürlich muss man den Schaden der Betrogenen auch in voller Höhe zurückzahlen. Man wird also richtig abgezockt.

Und wer mir das nicht glaubt…

Neugirig? – schreiben Sie uns an elfingo@mail.ru und lassen Sie sich genauere Details zumailen.

…der frage doch einfach mal den Absender dieser Mail, der hierfür selbstverständlich nicht unter seiner (gefälschten) Absenderadresse angeschrieben werden möchte – weshalb man die Mail auch nicht einfach mit der Antworten-Funktion seiner Mailsoftware beantworten kann. Sicher, dieser Spammer hätte in seiner kriminellen Schrottmail eine Antwortadresse angeben können, aber so viel technischer Aufwand (eine Zeile im Quelltext) ist für die Deppen, die darauf hereinfallen, gar nicht nötig. Die merken nämlich gar nichts.

WARNUNG: Wer denen wirklich eine Mail schreibt, sollte darauf achten, dass er keine persönlichen Daten angibt und eine Wegwerfadresse verwendet. Das sind keine kleinen Kinder, sondern schwer kriminelle Menschen, die nicht lange fackeln, wenn ihnen jemand in die Quere kommt. Aber mit der angemessenen Vorsicht kann man denen schon ein bisschen Arbeit machen, so dass sie sich weniger um das Betrügen von unerfahrenen Netznutzern kümmern können. Natürlich darf man sich niemals auf ein persönliches Treffen einlassen, und wenn es doch einmal dazu kommen könnte, sollte man ruhig der nächsten Polizeiwache einen Besuch abstatten, damit ein weiterer Halunke dingfest gemacht werden kann.

Mit freundlichen Gruessen

ELFYN Corp.

Klar, in jeder Firma unterschreiben die Mitarbeiter einfach mit einem Firmennamen. Vor allem, wenn der dermaßen „bekannt“ ist, dass Google nicht einmal eine Homepage dieses Unternehmens finden kann. Es ist eben – wie ja auch in der Mail gesagt wird – ein „wachsender“ Handelsbetrieb, und noch kein existierender. :mrgreen: