Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Sprachkrank“

mit dem guten Glauben…

Montag, 15. Oktober 2007

Ja, mit diesem Betreff möchte ein mir ein Vorschussbetrüger sein Stümmeldeutsch unterjubeln. Nicht nur bei der Übersetzung von Computer-Programmen, auch bei der Spam sollte man die verwendete Sprache doch wenigstens so weit beherrschen, dass man sich verständlich ausdrücken kann. Leider scheitern auch viele Spammer an dieser minimalen Qualifikation.

Ob so krüppelige Sprache wohl überzeugender wirkt, wenn zu allem Überfluss die Umlaute auch noch durch Leerzeichen ersetzt werden? 😀

Am liebsten,

Ich bin Herr Peter Eze, ein Manager in den Rechnungen und im Austausch an der fremden Rimesse-Abteilung von einer der f hrenden B nke in Ghana. Ich schreibe diesen Brief, um um deine Unterst tzung und Mitarbeit zu bitten, zum dieser Gesch ft Gelegenheit in meiner Abteilung durchzuf hren.

Klar doch, du hängst irgendwo in Ghana und kennst da als „Manager in den Rechnungen“ nicht mal jemanden. Da suchst du dir lieber mit ein paar Millionen Spams deine Opfer „Unterstützer“.

Übrigens, unter den vielen absurden Anredeformen in Spams ist „Am liebsten“ bis jetzt die mit dem größten Liebreiz… :mrgreen:

Wir entdeckten eine verlassene Summe of$12,500,000.00 (nur zw lf Million f nfhundert tausend Vereinigte Staaten Dollar) in einem Konto, das bis einen unserer Auslandskunden geh rt, die zusammen mit seiner gesamten Familie eine Frau und zwei Kinder im November 1999 in einem Selbstabbruch starben.

Klar doch, die haben einen „Selbstabbruch“ gemacht. So richtig alle zusammen, er und sie und die Kinder. Und haben etwas hinterlassen, weil sich Leute mit so viel Geld niemals ums Geld kümmern. Und das liegt da jetzt rum. Und du sitzt da mit deinem tollen Übelsetzungsprogramm und glaubst, das mache gutes Deutsch. Weil deine Bank so doofe Mitarbeiter im „Management“ hat, kriegt sie auch so viel Geld. Dein automatischer Übersetzer weiß ja noch nicht einmal, dass man hier eher „US-Dollar“ statt „Vereinigte Staaten Dollar“ sagt – dabei sollte dir als „Banker“ doch das internationale Währungskürzel „USD“ geläufig sein, das hier von jedem verständen würde, der für ein solches Geschäft in Frage käme.

Aber lesen wir mal weiter dein Stümmeldeutsch mit Restenglisch, du Mananger, du:

Seit wir von seinen Tod h rten, haben wir seine Folgend-vonst mme erwartet, vorbeizukommen und Anspr che f r sein Geld als der Erbe zu setzen, weil wir nicht die Kapital von seinem Konto freigeben k nnen, es sei denn jemand Anspruch als die Folgend-vonst mme an den Verstorbenen beantragt, wie in unserem Bankverkehr angezeigt Richtlinien. Leider weder hat ihr Familie Mitglied noch entfernter Verwandter everappeared, um die besagte Kapital zu behaupten. Sie ist in unserer Bankverkehr Richtlinie, die, wenn keine der Verwandten bis Anspruch diese Kapital nach 6years des Todes des sp ten Kunden kommen, die Kapital als unclaimed Rechnung und wird berwiesen werden auf das Fiskuskonto der Bank angesehen wird.

Vielleicht hättest du diesen Part mal jemanden zum Lesen geben sollen, der Deutsch kann. Der hätte dir nämlich gesagt, dass das auch nach dreimaligem Lesen nicht wirklich verständlich wird.

Mir macht das nichts aus. Ich kenne diese Betrugsnummer und weiß, was du sagen willst. Da ist einer verreckt, hat aber sein Geld auf dem Konto gelassen. Und es gibt keinen Erben, der es sich abholt. Und wenn sich niemand um die hübschen Millionen kümmert, geht das Geld einfach so ohne weiteres Aufheben an den Staat. Wie gesagt, ich kenne solche Betrugsmails und weiß daher, was du sagen willst. Aber deine Opfer, die diesen Beschiss noch nicht kennen, die werden bestimmt Verständnisprobleme haben. Das ist doch sogar schlecht für dein Geschäft. Aber das ist dir scheißegal. Lieber flutest du etliche Millionen Mailadressen, um eine Handvoll strohdummer Opfer zu finden, als dass du auch nur eine Sekunde lang versuchst, mit einer auch nur minimalen Sorgfalt vorzugehen.

Nach dieser Entdeckung sind I und andere Beamte in meiner Abteilung damit einverstanden gewesen, Gesch ft mit dir zu bilden und die Gesamtmenge in dein Konto als der Erbe der Kapitals freizugeben, da niemand f r es kamen oder entdeckten, da er Bankkonto unser beibehielt, andernfalls wird die Kapital zum Bankfiskus wie unclaimed Kapital zur ckgebracht.

Klar doch, ihr seid überein gekommen, mit mir „Geschäft zu bilden“. Und das, obwohl ich mich gar nicht kennt und nicht einmal mit Namen anreden könnt. Lieber einmal in die Kristallkugel schauen, bevor man etwas als unclaimed Kapital an den Bankfiskus gibt, so kriegt man vielleicht einen unnamed Komplize. Das soll euch einer glauben?

Na, der wird denn vielleicht interessiert sein, wenn er die folgende Rechnung in Restdeutsch überhaupt noch verstehen kann:

Wir haben darin bereingestimmt, da unser Verh ltnis des Teilens ist, wie folglich angegeben; 30% f r dich als fremden Partner, 65% f r uns die Beamten in meiner Abteilung und 5% f r die Regelung aller lokalen und fremden expences genommen von uns und von dir w hrend dieses Gesch fts. Nach der erfolgreichen Beendigung dieser bertragung, kommen I und einer meiner Kollegen zu deinem Land und k mmern sich um unseren Anteil. Er ist von unserem 75%, das wir beabsichtigen, landwirtschaftliches Machineries in mein Land als Weise der Wiederverwertung der Kapitals zu importieren. Um diese Verhandlung zu beginnen, ben tigen wir dich dein Interesse durch eine R ckhole-mail mit den folgenden Informationen sofort anzuzeigen:

1.)Dein privates Telefon und Telefax Nr.
2.)Dein voller Name

Klar, „Rückhole-mail“ ist viel verständlicher als „Antwort-Mail“. Vielleicht kriegst du ja ein paar Mails, ich habe eben auch schon eine geschrieben. Je mehr du mit interessiert klingendem Unsinn zu tun hast, desto weniger kommst du zu deinem eigentlichen Geschäft, dem Abzocken von Dummköpfen. Aber Telefon, das habe ich nicht; da musst du schon mit einem ziemlich teuren Ansagedienst in der Schweiz vorlieb nehmen. Sei froh, dass ich nicht die Nummer des BKA reingeschrieben habe. Und mein Name, na ja, der stimmt auch nicht so richtig. Die Absenderadresse der Mail übrigens auch nicht, ich bin doch nicht blöd und gebe irgend etwas Persönliches an schwer kriminelle Arschlöcher raus. Aber ich denke, dass viele Leser dieses Blogs auch nicht blöd sein werden und genau so vorgehen werden wie ich. Die freuen sich bestimmt schon…

Nach dem Empfang von diesem, erhalte ich Willeinturn zur ck zu dir und gebe dir die mordalities f r die Bank, um dich als das folgende der St mme zu genehmigen. Auch merken, diese Verhandlung mu wegen seiner Natur gehalten werden. Ich freue, deine sofortige Antwort zu empfangen. Zur ck zu mir an meinem privaten email bitte erhalten: e_ze123@hotmail.com

…auf die Zustellung der „mordalities“ – ein herrlicher Verschreiber, der wie eine Mischung aus „mortal“ und „modalities“ wirkt… 😀

Bester Respekt,
Peter Eze

Alle Ächtung!

Der Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

No future?

Samstag, 6. Oktober 2007

Zukunft für alle! Jetzt bei uns als Top-Angebot: Schnell umblättern und sichern!

Als wenn die Zukunft nicht von allein käme! Ganz ohne, dass uns jemand ein „Top-Angebot“ macht, das man sich „schnell“ sichern muss. Nein, die Zukunft kommt auch so. Zu jedem. Manchmal früher, als einem lieb ist – oder altert hier jemand gern? Aber dafür meist recht kostenlos…

Dieses Stück realdadaistische Werbung wurde von T-Mobile auf die Briefkästen in der hannöverschen Südstadt losgelassen.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…

Donnerstag, 20. September 2007

…was diese vorgebliche „Georgina Langley“ mit „ihrer“ gefälschten Absenderadresse mir mit der folgenden Nachricht mitteilen will:

Ti)ck[eeer F!D

(Das ist wirr-klich der ganze Text…)

Aber so viel ist klar. Hier tickt nicht nur der Spammer nicht richtig, sein Spamskript scheint auch so ein paar Probleme zu haben. Leider hält das den Stümper nicht davon ab, seine ersten Gehversuche in der Programmierung auf das arglose Internet und auf vieler Menschen Postfächer loszulassen. Oder ist das eine neue Form des Marketings, die an die steigende Beliebtheit eines Zeitvertreibs wie Rätsellösen anknüpfen will?

Wer weiß, was ich hier kaufen kann, bitte in die Kommentare!

Ich tippe auf einen laut tickenden, sehr nervigen Wecker. :mrgreen:

Active O2 Fitness Water

Montag, 17. September 2007

Und heute als fröhliches Wort zum trüben Montag eine kleine, nicht nur flüssige, sondern völlig überflüssige Beglückungsidee aus der legalen Spam. Dieser Scan stammt aus einer Postwurf-Werbung des Edeka-Marktes Wucherpfennig, die als kleine Vermüllung des sonnigen Wochenendes über die wehrlosen Briefkästen der hannöverschen Südstadt ging:

Active O2 Fitness Water - ohne Kohlensäure, ohne Kalorien, mit Sportlock-Verschluss

Das klingt ja für den abgestumpften Konsumtrottel hippen Sportsfreund von heute zunächst ganz normal, deshalb noch ein paar Erläuterungen, die helfen mögen, das vorliegende Werk aufzuschließen:

  1. Als Freund der niederdeutschen Sprache freut man sich doch sehr darüber, dass in der Reklame endlich wieder Produkte op platt angeboten werden. In der Tat, auch ich pflege im Alltage eher „dat water“ te seggen, als dass ich korrekterweise „Das Wasser“ verwenden würde. Dieser Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt der deutschen Sprache ist auf ganzer Linie begrüßenswert.
  2. Aber die Verwendung van de nederdüütsche spraak im Angebote macht keineswegs den Bindestrich entbehrlich, auch bei plattester Betrachtung steht in „Fitness Water“ immer noch ein Deppenleerzeichen. Hier wird also nicht nur sprachliche Vielfalt gefördert, hier will man auch gegen die unverständliche Einfalt der deutschen Rechtschreibung vorgehen. Ein stiller Protest gegen die Unvollkommenheit der letzten Rechtschreibreform hat sich in diese Zeilen eingeschlichen, der gewiss vielen Zeitgenossen aus der Seele spricht.
  3. Es fällt auf, dass dieses Angebot bei seinem Spiel mit Anklängen und Begriffen jeden Bereich der Bildung in Frage stellt. Es handelt sich nur scheinbar um eine Anpreisung für ein Getränk; in Wirklichkeit ist es formvollendete Kunst. Ganz offenbar ist es eine moderne Spielart des Dadaismus. Hier wird eine jedem Menschen vertraute Form mit inhaltsleeren Aussagen gefüllt, um das den abgegriffenen Konventionen des Ausdrucks verhaftete Hirn nach Kräften auszukitzeln. In diesem Zusammenhang ist die eine Idee als sehr gelungen zu bezeichen, dass Menschen den Sauerstoff nicht mehr über die Lungen, sondern über den Magen aufnehmen. Wozu sonst sollten sie mit Sauerstoff angereichertes Wasser benötigen?
  4. In der detailierten Beschreibung des scheinbaren Angebotes im Rahmen dieses Kunstwerkes an unerwarteter Stelle wird keine Gelegenheit ausgelassen, Erwartungen des Lesers aufzubauen und mit gezielten Sinnlosigkeiten ins Leere laufen zu lassen. Die Angabe „Ohne Kohlensäure“ entspricht durchaus noch dem genretypischen Ausdruck der Anpreisung eines zur trinkenden Konsumption vorgesehenen Wassers. Die direkt folgende Angabe „Ohne Kalorien“ sichert hingegen die selbstverständlichste Eigenschaft eines Wassers zu und führt auf diese Weise mit minimal gehaltenen Mitteln zu einer angenehmen Verwirrung beim Rezipienten.
  5. Als geradezu genial erweist sich die künstlerische Wortbildung „mit Sportlock-Verschluss“. Zunächst ist festzuhalten, dass hier nicht auf den Bindestrich verzichtet wurde, dass mit dem sparsamen Ausdurcksmittel der korrekten Schreibung wirksam der Eindruck eines gültigen deutschen Wortes erweckt wird. Aber dieses Wort erweist sich schon beim zweiten Blick als genialer Unfug. Soll „Sportlock“ denn den unsportlichen Sesselfurzer zum Sporte locken? Um gleich als Verschluss dieses Tor zu neuer Körperlichkeit wieder zu verschließen? Eine Kaskade wirrer Assoziationen wird von diesem beziehungsreichen Einfall eines talentierten dadaistischen Dichters losgetreten, die Vorstellung des aufgeschlossenen Lesers kommt gar nicht zur Ruhe. Im großen Zusammenhang dieses Werkes verwundert auch die seltsame Vorstellung eines Magens nicht mehr, der nach Luft schnappt. Es gibt eben doch noch wahrhaft Kreative unter den Werbern!
  6. Kurz vor dem Ende dieses unfassbaren Werkes in der so fassbaren Welt der Angebotsliste eines Supermarktes findet sich eine völlig absurde Aufstellung von Zahlen: „1 Ltr. = 1.32″. Hier ist auch ein Liter nicht mehr ein Liter, er wird übrigens auch nicht durch ein kleines „l“ abgekürzt, hier ist ein Liter einer wirren Ziffernkombination gleich. Im ersten Moment glaubt man hier zu lesen, dass ein Liter gleich eins komma drei zwei sei – nur, um zu entdecken, dass es sich gar nicht um ein Komma handelt, sondern um einen Punkt. Ein Punkt sollte eigentlich in einer Zahl die Tausender-Gruppen trennen, es scheint also am Ende der unvollständig geschriebenen Zahl eine Null zu stehen, die in dieser Umsetzung fehlt. Ein Liter ist demnach eintausend dreihundertzwanzig ohne Null – eine sinnfreie Aussageform, die auch nicht durch die Angabe einer Maßeinheit neben der bedeutungsfreien Ziffernfolge entwertet wird.
  7. Selbst der Abschluss in diesem dadaistischen Stakkato ist noch für eine Überraschung gut, obwohl er scheinbar nur die Aufgabe hat, den situativen Kontext der Anpreisung eines Getränkes herzustellen. Hier wird mit inflationär verwendeten Bindestrichen ein künstlich langes Wort gebildet, um nicht den Geist mit einer klaren Ausdrucksform wie „PET-Flasche zu 0,75 Ltr.“ in die triste Realität zurückzuführen. In der Ausführung des Abschlusses im vorliegenden Werk werden zwar gegenüber der gewöhnlichen sprachlichen Form zwei Buchstaben eingespart, dieses geht jedoch auf Kosten zweier Bindestriche. Der Künstler will uns damit sagen, dass Sparen verbindet, dass es auch solches zu verbinden vermag, was sonst nur wenig Verbundenheit spürt. Das ist ein interessanter Standpunkt zu den Warteschlangen vor den Kassen in Billigmärkten, die von den meisten Menschen doch eher als störend empfunden werden. Auch erhält die Abschlussformel in dieser besonderen Ausführung etwas von Länge, erinnert an die Segensformel der Liturgie, mit der die Menschen nach einer Predigt entlassen werden. Ein Hauch von Erlösung durch Kauf schleicht sich in die Assoziationen, ein wahrlich gelungener Abschluss einer textuellen Symphonie!

Was für ein Werk! Und vor allem: Was für ein Getränk muss das sein, das mit solchem Werk beworben wird! :mrgreen:

Ein ganz besonderes Waschmittel

Donnerstag, 30. August 2007

Ein Waschmittel, auf das die Welt gewartet hat. Und zwar ganz sehnsüchtig.Das nebenstehende Bild eines relativ neuen, gewiss entbehrlichen Produktes wurde aus einer aktuellen Auswurf Postwurf-Sendung von Aldi-Nord eingescannt.

Es ist sofort klar, was das für ein Produkt ist. Die typische Form der Plastikflasche, die kreischepinke Farbstoff-Farbe, der zum Dosieren gemachte Verschlussdeckel. Es muss sich um ein Reinigungs- oder Waschmittel handeln. Und tatsächlich, es ist ein Waschmittel. Das überrascht nicht, obwohl in der heutigen Zeit des Gehirnverzichtes durchaus auch ein Getränk so verpackt werden könnte. Nur so, um die Kinder besser zu irritieren, dem Giftnotruf zur Freude. Getränke in dieser Farbe (und wahrscheinlich mit ganz ähnlichem Geschmack) gibt es ja schon etwas länger.

Aber es ist wirklich etwas für die Klamotten. Zum Waschen. Für die Maschine. Für 30, 40 und 60 Grad. Alles das ist noch nichts Besonders. Doch diese produkttypisch abgefüllte Chemiepampe gibt vor, dass sie doch etwas ganz Besonders ist; kein ordinäre Drecklöser wie jeder andere, sondern ein ganz spezieller Drecklöser für einen ganz speziellen Dreck. Für diese pinkekranke Frischelüge haben sich die Werber ein ganz tolles „Alleinstellungsmerkmal“ ausgedacht. Es ist nämlich ein…

*trommelwirbelmach*

una SPORT Waschmittel

SPORT-WASCHMITTEL! (Sagt mal, Werber, geht’s noch? Hat das letzte Joggen mit ungeeignetem Schuhwerk eure koksgeschwängerten Hirne zu gut durchgeschüttelt? Habt ihr von dem Zeug getrunken, als ihr euch dieses Treatment ausgedacht habt? Oder hat euer merkbefreiter Chef einfach einen eurer internen Witze an Aldi verkauft?)

Ja, das hat uns allen noch gefehlt: Ein Sport-Waschmittel! Mit der werbenden Zusicherung, dass es das ideale Waschmittel für atmungsaktive (schönes Wort, Werber!) Sport- und Funktionskleidung (noch so ein schönes Wort, Werber!) sei. Die anziehbaren Schweißlappen der Jogger und „nordischen Wandler“ haben ja ganz besonders hohe Ansprüche an das Zeug, mit dem sie gewaschen werden sollen. Da kann man schließlich nicht einfach das ganz normale Waschmittel nehmen, das man schon immer dafür genommen hat. Und deshalb gibt es jetzt dieses spezielle Sportwaschmittel. Ein Produkt, worauf die Welt gewartet hat. Sie wusste es nur noch nicht. Weil ihr genialen Werber es der Welt nicht gesagt habt. Aber das habt ihr jetzt ja nachgeholt.

Eine Frage bleibt nur offen. Fliegen die Schwitzeklötten nach dem Waschen mit diesem Zeug jetzt höher, schneller oder weiter? Oder sind sie einfach nur besser gedopt?

„Deine Maria“ mal wieder

Sonntag, 26. August 2007

Offenbar hat „Deine Maria“ mit ihrer millionenfachen Spam, die sie noch vor zwei Monaten auf das deutschsprachige Internet losgelassen hat, keinen geeigneten Partner gefunden. Das heißt aber nicht, dass „sie“ jetzt eingesehen hätte, dass der gewählte Weg schlecht wäre. Nein, „sie“ hat sich hingesetzt und ihren triefenden Brief ein wenig überarbeitet, allerdings ohne dabei die Grammatik Korrektur lesen zu lassen.

Und „sie“ ist renitent, diese Maria. Ich habe sie jetzt schon zwei Mal mit einem Abstand von wenigen Minuten dazwischen. Bei der letzten Spamwelle musste „sie“ mich gut 60 Mal beglücken, bis sich die russische Spam-Mafia die nächste Masche ausgedacht hatte. Und ich dachte wirklich schon, „sie“ hätte jetzt jemanden gefunden… 🙂

Hallo!!!! Verwundere sich uber meinen Brief bitte nicht. Ich sah dein Profil auf „Singles.freenet“ oder „Friendscout24″. Ich wollte uber dich mehr erfahren. Und ich wollte dir den Brief schreiben. Ich denke daran dass du der gute und sexuelle Mann. Ich will dich besser und naher sehr erfahren. Moglich bist du ein Mann meines Traumes. Ich denke dass in unserer Welt moglich allen. Du bist einverstanden???Ich will es wird dass unsere Bekanntschaft glauben, zu dauern. Moglich konnen wir das grosse Gefuhl schaffen?

Das einzige Gefuhl, was „Du“ mit dieser öden Mitteilung bei mir schaffst, ist Langeweile. Der Inhalt „deiner“ Mail ist ja fast gleich geblieben, auch den triefenden Ton erhältst „Du“ aufrecht. Nur, dass „Du“ jetzt auch noch „friendscout24″ als Quelle für eine mögliche virtuelle Begegnung aufführst, aber da bin ich auch nicht vertreten. Mein Tipp: Versuch es doch noch zusätzlich noch mit MySpace, da gibt es mich sogar!

Und denn kannst „Du“ „dich“ gar nicht mehr erinnern, wo „du“ mein Profil „gesehen“ haben willst. Mensch Maria, das muss doch auch ein russischer Spam-Krimineller merken, dass das nicht so glaubwürdig rüberkommt…

Aber immerhin, „du“ erzählst immer noch die gleiche gelogene Scheiße, um einsamen deutschen Männer zu einer Verhärtung im Schritt zu verhelfen:

Ich werde uber mich mehr erzahlen. Ich die gewohnliche Frau. Mir 30 Jahre. Meinen Geburtstag den 15.01.1977. Ich lebe in Stadt Sankt-Petersburg. Es ist eine zweite Stadt in Russland. Meine Stadt nennen „Nordvenedig“. Ich bin uberzeugt dass du meine Stadt weit. Ich lebe zusammen mit den Eltern. Wir leben in der kleinen und gemutlichen Wohnung. Meine Mutti auf der staatlichen Rente. Meinen arbeitet der Vater auf der Reparatur der Eisenbahnzuge. Es ist ein guter und friedlicher Beruf. Ich die einzige Tochter bei den Eltern. Ich habe den Bruder oder die Schwester nicht. Aber ich habe einen Cousin und zwei Cousine.

„Du“ hast jetzt übrigens noch etwas. „Du“ hast einen Feind.

Ich arbeite in die Transportgesellschaft. Ich lerne mich mit der Planung der Zustellung der Ladungen nach ganzem Russland.

„Du“ machst „deine“ Arbeit aber nicht gut, weil „dein“ Spamtransport in Deutschland ankam. Oder wird das jetzt als ein Teil Russlands angesehen.

Auch bin ich ein Helfer des Buchhalters. Mir gefallt meine Arbeit. Aber leider bei mir das kleine Gehalt.

Ach, hat „dich“ der Buchhalter zum asozialen und illegalen Spammen animiert? Der muss ja als Kaufmann auch wissen, dass Spam die billigste Form des Dummenfanges ist…

Aber das Geld ist haupt-fur mich nicht. Fur mich das Wesentliche die Liebe und das Gluck. Ich will aufrichtig mit dir in seinen Briefen sein. Ich habe die Geheimnisse vor dir nicht. Ich sage dir dass ich die vorliegende Liebe suche. Das vorliegende Gluck. Ich suche das Bundnis der Liebe und des Gluckes. Viele Manner und die Frau suchen seine Liebe und das Gluck. Es ist sehr viel Leute in dieser Welt einsam. Viele Frauen und der Mann suchen seine Liebe im Internet. Viele finden das Gluck und die Liebe. Viele haben die Fehler und die Enttauschungen. Leider, ist viel es im Internet Betrug. Ich las daruber in der Zeitung. Es ist traurig. Ich werde aufrichtig mit dir und ich bitte dich, ehrlich auch zu sein. Die Ehrlichkeit und das Vertrauen sind fur die Liebe sehr wichtig. Es ist fur mich und fur dich wichtig. Keine Spiele. Nur die ernsten Beziehungen. Ich glaube dass die Liebe am meisten wesentlich in der Welt ist.

Hey Maria, „Du“ bist ja so etwas von „aufrichtig“. Das fängt schon mit der gefälschten Absenderadresse „deiner“ Mail an. So ein Detail lässt das ganze triefende Liebesgefasel gleich viel aufrichtiger erscheinen, nicht wahr?

Moglich hast du die Hauptfrage. Warum suche ich seinen Mann in Deutschland? Wahrscheinlich willst du daruber fragen. Fur die Liebe und das Gluck existiert der Hindernisse bei der Entfernung nicht. Meine Freundin beratete mir, nach dem Mann in Deutschland zu suchen. Wir sind von der Kindheit befreundet. Wir lernten in einer Schule. Fruher lebten ich und meine Freundin in den benachbarten Hausern. Unsere Eltern waren von den Familien befreundet. Meine Freundin lebt in Deutschland in diesen Moment. Die Stadt Baden-baden. Vor einigen Jahren konnte sie nicht nachdenken was in Deutschland zu leben wird. Aber jetzt es so. Sie ist zum normalen Leben zuruckgekehrt. Sie hat seine Liebe im Internet gefunden. Sie hat den deutschen Mann gefunden. Sie ist in Deutschland zu seinem Brautigam abgereist. Sie hat den deutschen Mann verheiratet. Sie sehr glucklich jetzt. Sie haben seine Firma. Das grosse Geld und das Business. Ich bin dass meine beste Freundin glucklich in diesen Moment sehr sehr froh. Sie hat mir angeboten, nach seiner Liebe im Internet zu suchen. In Deutschland. Ich glaube dass ich seinen Mann finden kann. Ich werde die Probleme fur das Leben in Deutschland nicht haben. Aber das Geld bin fur mich nicht wichtig. Ich weib dass das Wesentliche in das Leben die Liebe und der geliebte Mensch. Ich werde seinen Mann den glucklichsten Menschen in der Welt machen. Ich kann in Deutschland zu jeder Zeit ankommen. Ich habe das Visum. Der Mann meiner Freundin half, mein Visum zu machen.

Die gleiche hanebüchene Story hast „Du“ doch schon vor zwei Monaten rumgemailt. Und um sie glaubwürdiger zu machen, hast Du sie so sechzig Mal wiederholt. Denn nimm „dir“ doch endlich „dein“ verkacktes Visum und komm her, damit ich“Dir“ „deine“ dreckige, gierige Fresse einschlagen kann. Aus Liebe, versteht sich. Vernünftiger wäre das bewährte Bolzenschussgerät. Wirklich vermissen würde „dich“ hier niemand.

Aber noch etwas spricht gegen das Bolzenschussgerät. Es könnte sein Ziel verfehlen. 👿

Welcher den Mann suche ich? Ich suche der gute und gute Mann. Der mich liebgewinnen kann. Und ich werde diesen Mann liebgewinnen. Moglich es du?

Oder moglich es ein andere von Millionen Mailadressen auf meine Liste.

Ich werde seinen Mann glucklichst in der Welt machen. Ich glaube in die Liebe auf ganzes Leben. Ich bin uberzeugt dass ich seines Gluck und die Liebe finden werde.

Klar doch. Deshalb stellst „Du“ „dir“ schon vor, wie mein Profil auf irgendeinem Seitensprung-Portal aussehen würde und schreibst mir auf diese Vorstellung hin eine Spam.

Nach welcher Frau suchst du? Welcher dein Traum?

„Du“ bist es jedenfalls nicht. So hart, wie „Du“ es zu brauchen scheinst, kann ich es „dir“ nämlich gar nicht geben. 👿

Jetzt ich vollkommen einsam. Ich habe etwas Freundinen. Aber ich habe den nahen Menschen nicht. Ich habe geliebt den Mann nicht. Ich versuchte, nach dem Mann in seinem Land zu suchen. Aber alle Manner wollen nur die Unterhaltung. Die Manner wollen nicht die ernsten Beziehungen haben. Ich hoffe mich dass du uber mich mehr erfuhrst. Ich werde uber mich mehr in jedem Brief erzahlen. Ich hoffe mich dass du uber dich mehr auch erzahlen wirst. Mir wird es sehr interessant sein, uber dich mehr zu erfahren. Ich will dich mehr nahe erfahren. Mir ist es sehr interessant. Ich werde deinen Brief warten. Dein Brief wird mich glucklich machen. Versprich, zu antworten! Ich werde deinen Brief warten. Ich bin obligatorisch werde antworten. Ich werde dir das Foto schicken und ich werde uber mich mehr erzahlen. Ich werde seine Post oft prufen.

Klar, denn genau das ist „dein“Geschäft. Ob es „dir“ um Menschenhandel, Scheinehe, Pornographie oder schlichten Vorschussbetrug geht, das geht aus „deiner“ Mail leider nicht hervor, aber wenn man „dir“ ein bisschen schreiben würde, denn kriegte man das bestimmt schnell heraus. „Du“ musst echt viele sein, so ein paar hundert Deppen nehmen „dein“ triefendes Geschreibsel doch bestimmt für bare Münze. Und antworten „dir“. Und „Du“ antwortest ihnen, zusammengesetzt aus schönen Textbausteinen. „Du“ musst einen echt tollen Job bei der russischen Spam-Mafia haben. Und wie „Du“ das nennst! „Transportwesen“! Eine sehr einfallsreiche Umschreibung für eine solche asoziale Tätigkeit, die aus der menschlichen Verelendung der Jetztgesellschaften noch einen flotten Rubel Dollar Euro mit Spam schlürfen will.

Ich habe dir den Brief aus dem Internet-Cafe geschrieben. Ich gehe im Internet-Cafe selten. Meistens benutze ich das Internet in der offentlichen Bibliothek. Ich habe dir den Brief von anderem Briefkasten geschrieben. Schreibe mir die Antwort auf meinen personlich e-mail.

Meinen personlich e-mail: [… Mailadresse von mir entfernt]

Klar doch, das gehört zu“deinem“ Geschäft dazu, dass „Du“ „deine“ Spams von „anderem Briefkasten“ schreibst.Und zwar jede einzeln von einem anderen. Im Internet-Café hast „Du“ das bestimmt nicht gemacht, sondern ein fettes Botnetz hast „Du“ dafür verwendet. Man will sich ja keine richtige Arbeit machen, wenn man Deppen abzockt, nicht wahr?

Kuss, Deine Maria

Fick Dich!

Dein Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Partner in Deutschland

Montag, 20. August 2007

Ich möchte ja am liebsten gar nichts mehr über die Versuche der russischen Spam- und Phishing-Mafia schreiben, wenn diese Verbrecher nach neuen Deppen suchen, die sich als billige Komplizen für die Geldwäsche hergeben. Es ist an sich ermüdend. Aber dennoch, dieser „Wiktor Romancew“, der seltsamerweise mit Absendern wie „Coleen Alfaro“, „Autumn Haney“, „Terra Stafford“, „Audra Miles“ oder anderen ausgedachten Namen und selbstverständlich mit gefälschter Mailadresse schreibt, er ist doch noch einer Erwähnung würdig. Allein schon, weil der gleich so oft über sein spezielles Anliegen schreibt.

Sehr geehrte Herr/ Frau!

Eine persönlichere Anrede kann ich ihnen leider nicht bieten, da in meiner großen Datei mit spambaren Mailadressen nicht ihr Name steht. Und selbst wenn er darin stünde, ich hätte keine Lust, etwas dafür zu programmieren. So viel Mühe sind die Deppen, die ich suche, nicht wert.

Ich heisse Wiktor Romancew, Geschaeftsfuerender Gesellschafter (Pool LTD), eine Gesellschaft  spezialisiert sich  uns auf angewandte Entwicklung, Systemintegration, unsere Spezialisten arbeiten korporativen Netze, Finanzprogrammen und andere Software fuer verschiedenen Loesungen der Geschaefts – und Finanzproblemen aus, wir verkaufen auch Internet-Projekten, IT-Loesungen.

Ich heißen Russki-Viktor, bin Geschäftsführer einer kleinen Geldwäscherei (Fool Ltd.), eine Gesellschaft spezialisiert sich euch auf angewandte Spamskript-Verwendung, Integration von gierigen Idioten in unser Geschäft, unsere Spezialisten arbeiten mit Phishing-Netzen, finanziellen Abzockungen unserer Opfer und andere Weichköpfe für verschiedene Lösungen unseres Finanzbedarfen aus, wir verkaufen auch Internet-Projekten, IT-Lösungen.

Letzteres führt aber nicht dazu, dass wir wissen, wie man Umlaute in einer Mail codiert. 😀

Die Gesellschaft wurde in Ukraine gegruendet, dort gibt es unseres Hauptbuero. Jetzt oeffnen wir eines neue Buero im Lettland. Wir haben mit vielen europaeschen und nordamerikanischen Gesellschaften im Softwarebereich zusammengearbeitet, Unsere Gesellschaft steht in einem guten Ruf. Wir bekommen viele Vorschlaege, Programme fuer auslaendische Maerkte zu schaffen. Wir planen unseren Business im Weltmarkt anzufangen.

Die Gesellscahft wurde als kleine Bande Ukrainski gegründet, dort gibt es unseres Hauptquartieren. Jetzt öffnen wir eine neues Büro in Lettland, weil auch dort Strafverfolger käuflich sein. Wir haben viele europäische und nordamerikanische Opfer von Phishing abgezockt und treiben schwunghafte Handel mit Spam, Adressen, Bankdaten, gephishte Ebay-Accounts. Unsere Gesellschaft steht in einem guten Ruf bei andere Gauner. Wir bekommen viele Vorschläge, Programme für ausländische Märkte zu schaffen, lehnen aber ab meiste Bewerber wegen zuviel Rücksicht auf Mensch. Wir planen unsere krummen Dinger in Weltmarkt anzufangen, aber wir sind ja schon in USA und Ostblock. Ach, das merkt unsere Empfänger nicht, wenn der deppert ist.

Leider haben wir einige Schwierigkeiten mit Zahlungserhalten fuer nseren Service. Gewoehnlich bekommen wir die Zahlungen in 10-30 Tagen. Es ist zu langsam und unbequem fuer uns. Wir haben keine  Zeit, um jede Postanweisung anzunehmen, auch koennen wir keine Bankschecks und Ueberweisungen annehmen.

Denn leider wir haben Schwierigkeiten aus Betrug Geld zu machen. Ohne Erhalten von Zahlung nix gut Geschäft. Gewöhnlich kriegen wir Asche in eBay-typischer Zeiträume. Es ist zu langsam und unbequem für uns, denn auch die Russki Bullen nicht alle gekauft. Auch ist besser für uns, wenn das Geld nicht zu uns gehen, sondern zu jemanden anders, sonst wir kommen langsam ins unbequeme Knast.

Deswegen suchen wir Partner in Ihrem Land, die uns helfen koennen und diese Bezahlungen bearbeiten koennen.

Deswegen wir suchen Komplizen in Ihrem Land, die uns helfen können, die heißen Kohlen aus dem Ofen zu holen. Lettland gehören doch noch zu Deutschland, oder? :mrgreen:

Natuerlich verstehen wir, dass das Zeit braucht, und wir sind bereit Ihere Hilfe verdient bezahlen. Wenn Sie unseren Vertreter in Ihrem Land werden, als unser Partner Sie bekommen 8% von jede ausfuerenden Bezahlung.

Natürlich wir verstehen, dass es braucht Zeit, und wenn zu lange brauchen, wir helfen ihnen mit Russki Inkasso. Wenn gut, denn wir geben Ihnen acht Prozent von dreckige Geld ab, damit sie bezahlen können notwendig Anwalt.

Unsere Partner muessen Postanweisungen, Ueberweisungen und Banksscheks kriegen und bearbeiten und uns schicken ( ohne entsprechende 8%)  Unsere Vertreter haben freien Arbeitsablauf-plan und einen gute Nebenverdienst. Das stoert ihre Hauptarbeit nicht!

Sie also spielen Bank, weil unsere Geld für normale Bank zu heiß. Sie nehmen Geld in ihre Namen von unsere Opfer und uns schicken bar, natürlich ohne acht Prozent für ihre Risiko. Sie unser Vertreter mit freie Zeiteinteilung und Menge Kohle. Können auch arbeiten normal weiter. Bis sie gehen ins Kittchen.

Wir sind immer froh ueber neue Partner und Ideen! Wenn unser Vorschlag interessant fuer Ihnen, setzen Sie sich bitte in Verbindung mit mir fuer zusaetzliche Information.

mail : [… Mailadresse von mir entfernt]

Wir sind immer froh über neue Schergen ohne Hirn. Wenn unser Vorschlag interessant für Ihnen, sie mailen uns zurück, aber nicht an Absenderadresse. Wir denn geben mehr Information. Aber keine krumme Dinger, sonst wir machen Ihnen eine Angebot, dass sie nicht ablehnen können.

Emailen Sie bitte folgende Information fuer uns:

Vorname, Name; Alter; Bildung; Ihre Adresse; Kontaktstelefonnummer / Fax; Ihre Beschaeftigung momentan.

Und nicht sie vergessen, dass nicht einfach machen „Antworten an“ in Mailprogramm. Sonst wir nicht kommen ins Geschäft.

Antworten Sie bitte uns, und wir gewaehren zusaetzliche  Information ueber unsere Gesellschaft, wie wir arbeiten und wie man unseren Vertreter sein kann.

Antworten Sie bitte uns, und wir ihnen sagen wie man werden Geldwäscher für uns.

Schreiben Sie uns, und wir antworten sehr gerne auf ihren Fragen

Schreiben Sie uns, und wir geben Ihnen gern noch weitere Lügen.

Mit freundlichen Gruessen!

Wiktor Romancew.

Unter Erbietung meiner vorzüglichsten Verachtung!

Der Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Abschließende Anmerkung: Wer wirklich glaubt, dass man im Zeitalter von mehreren Millionen Arbeitslosen eine legale und gut bezahlte Arbeit mit einer millionenfach versendeten und illegalen Spam bekommt, sollte sich mal von seiner Naivität befreien. Und wer es darüber hinaus auch noch für möglich hält, dass es sich für irgend jemanden lohnt, die an sich vertrauensvolle Aufgabe einer Bank an einen Menschen zu übertragen, der völlig unbekannt und viel teurer als die Bank ist, der hat ein ernsthaftes Defizit in seiner intellektuellen Leistung.

Das spezielle Geschenk zum Kauf

Freitag, 27. Juli 2007

Mein Leser littleandy hat mich eben gerade mit einem Kommentar darauf hingewiesen:

Grad geht offensichtlich eine Mail rum, die von einem “Ebay-Geschenkâ€? spricht. Sie tut so, als ob sie von Ebay-Deutschland kommen würde. Der angegebene Link führt (wie man beispielsweise bei Firefox erkennen kann) nicht zur Ebay-Seite (auch wenn es so aussieht), sondern zu einer der Geocities-Seiten.

Da musste ich doch gleich mal Müll Mail abholen. Aber was ich da kriegte, war dennoch etwas überraschend. Ich bin es ja gewohnt, dass die „Mitteilungen“ von Spammern nicht besonders lesenswert sind, aber so einen Text sieht man nicht ganz so häufig:

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Das mit der Angabe des korrekten Zeichensatzes müssen diese Kriminellen wohl noch einmal üben. Also Spammer: Bevor du dich an dein destruktives Werk setzt, versuch einmal in aller Ruhe die Skripten zu verstehen, die du benutzt! Und wenn du das nicht kannst, denn lies einfach mal ein paar RFCs und eine Dokumentation der verwendeten Programmiersprache! Wie, so viel Arbeit willst du dir für die Deppen, die auf deinen Beschiss reinfallen sollen nicht machen? Klar, das habe ich mir gleich gedacht.

Natürlich hat die Mail auch etwas „richtigen“ Text, der so aussieht:

Unsere herzlichsten Glückwünsche. Sie sind der Käufer #10.000 in unserem Geschäft, deshalb schenken wir Ihnen ein Geschenk. Welcher?

Nicht nur, dass die Spamskripten nicht verstanden werden, die verwendete deutsche Sprache ist auch etwas rätselbaft.

Zunächst sagt man im Deutschen nicht „Käufer Nummer 10000″ und man kürzt „Nummer“ auch nicht wie die Amerikaner mit dem Sonderzeichen „#“ ab. Stattdessen verwendet man eine Ordinalzahl. Also schriebe man: „Sie sind der 10000. Käufer in unserem Geschäft“. Der etablierte Stil des formellen Umganges vermeidet übrigens das Wort „Käufer“ und würde „Kunde“ bevorzugen.

Und „…deshalb schenken wir ihnen ein Geschenk.“ geht gar nicht. Die doppelte Verwendung eines Wortstammes in einer Phrase vermeiden in Deutschland sogar schon die Sechsjährigen, denen würde der kleine Lapsus mit dem zwei kurz aufeinander folgenden Wörtern aus „Schenken“ also nicht mehr passieren. Mein Alternativvorschlag: „Deshalb möchten wir ihnen ein Geschenk überreichen“. Ach, dafür hättet ihr euch Mühe geben müssen, ähnlich wie mit dem Verständnis des Spamskriptes? Ja, ich weiß… :mrgreen:

Diese Holprigkeit des Stiles wird von „Welcher?“ gekrönt. Wir haben da im Deutschen so etwas, das wir „Genus“ nennen, jedes Nomen hat ein Geschlecht. Und Geschenk ist nun einmal ein Neutrum, die korrekte Form lautet also „Welches“.

Schon in dieser Anhäufung von Schwächen und Fehlern in einer derart kurzen Aussage zeigt sich, dass man auf Seiten der Absender, die diesen Müll zurzeit millionenfach durch das Internet blasen, weder sorgfältig ist noch überhaupt Syntax und Semantik der deutschen Sprache versteht. Das passt hervorragend zum Betreff dieses Abfalles, der da „Das spezielle Geschenk zum Kauf.“ lautet. Zunächst setzt man in einer Überschrift oder in einem Betreff keinen Punkt am Ende des kurzen Satzes. Aber das kann schon einmal passieren. Viel schlimmer ist dieses: Auch inhaltlich ist der Satz  etwas seltsam, da man ein „Geschenk“ eben geschenkt, also kosten- und bedingungslos übereignet bekommt und somit nicht „kaufen“ muss.

Na ja, ihr habt wirklich gut genug dokumentiert, mit wieviel Sorgfalt ihr in eurem „Geschäft“ so vorgeht. Eine Empfehlung für irgendeine Geschäftsbeziehung ist das übrigens nicht, da davon auszugehen ist, dass eure Rechnungen oder eure Zahlungsmoral von einer ähnlichen Sorgfalt geprägt wären. Wer dennoch versucht, mit euch ins Geschäft zu kommen und euer „Geschenk“ bei Ebay erwerben will, wird denn auch sogleich beschissen:

Bitte, folgen Sie dem Link [… Link und vom Link abweichende URL im Linktext sind von mir entfernt] und erfahren Sie das.

Es handelt sich um eine HTML-Mail. Der Linktext sieht wie eine URL der Domain ebay.de aus, führt aber in Wirklichkeit zu GeoCities und wird einer der vielen Versuche sein, den Empfängern gegen ihren Willen und gegen ihr Wissen Schadsoftware zu installieren. Wer darauf klickt, hat verloren.

Wir danken Ihnen für die Benutzung der Dienstleistungen unseres Geschäftes. Kaufen Sie bitte noch.

Ja ja, die „Benutzung der Dienstleistungen unseres Geschäftes“. 😀 Noch dümmlicher kann man sich kaum ausdrücken. Versucht es doch einmal mit „Vielen Dank für ihr Vertrauen in unser Geschäft. Bitte bleiben sie uns treu.“ – was übrigens noch besser wirkte, wenn ihr euch einen Namen für dieses „Geschäft“ ausdenken würdet. Aber denn würden ja zu viele Empfänger bemerken, dass sie gar nichts mit euch zu tun haben. Das ist schon ein Mist, wenn man seine Computersabotage mit Spam betreiben will und darauf angewiesen ist, das möglichst viele Deppen auf den Link klicken; da wird der Stil schon einmal unpersönlich und schlecht.