Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „SEO“

…bei dir ist angehmen

Dienstag, 10. Februar 2009

Die heutige SEO-Spammedaille in rostigem, gelaberten Blech mit einem Kranz gedroschenen Strohs geht an „vjiola“, die sich mit folgendem handgeschriebenen „Kommentar“ in meinem Blog verewigen wollte:

also ich bin das erste mal hier und finde den blog so wie es kist wunderbar, bin zwar kein freund von schwarz aber bei dir ist angehmen

Was unter bezaubernde (strich) damen (strich) kleider (punkt) de dargeboten wird, gibt der Domainname zutreffend wieder. Besonders „angehmen“ ist es bei mir wohl vor allem deshalb, weil ich auf die Verkrüppelung der Links mit einer nofollow-Auszeichnung verzichte – das weckt immer wieder derartige Begehrlichkeiten. Schließlich muss man doch irgendwie das Google-Ranking verbessern, wenn man es schon nicht mit Inhalten schafft.

Ach ja: Willkommen in Akismet!

Und auch in Zukunft werde ich immer wieder die Fluten von SEO-Spam, die bei mir landen, an dieser Stelle ohne jeden Link würdigen und verbinde damit die Hoffnung, dass das Geschäft der Spammer darunter leidet. Wenn Ihnen das nicht gefällt, verzichten sie einfach auf Spam.

Banka Kredileri

Donnerstag, 22. Januar 2009

Die heutige SEO-Spammedaille in verrostetem Blech geht an meinen „Kommentator“ mit dem recht türkisch klingenden Namen „Banka Kredileri“, der ein gewiss betrügerisches hoch seriöses Darlehens-Angebot mit folgendem Kommentare und angegebenen Spamlink auf seine Drecksseite für mich zwar unverständliche, aber gewiss verlogene sehr informative Imitation eines Blogs zu meinem Text „Die grüne Bank“ abließ:

Die Bank ist beschädigt.
Banken sind beschädigt. Und kosten. Das Land.
Das Land beschädigt. Uns.
Neoliberaler Terror.

Wir erheben uns. Von der Bank gegen den Terror im Land.

Machen wir das Land sauber vom Terror der dreckigen Bank.

Damit wir uns wieder unbeschmutzt setzen können in unserem Land auf der Bank.

Schade nur, dass dieser beflissene „Kommentator“, der seine eigentümliche Lyrik sogar von Hand verfasste, nicht nur im Text, sondern nicht einmal anhand der beiden Fotos in meinem Text bemerken konnte, dass hier nicht etwa von einem Kreditinstitut, sondern von einer Sitzgelegenheit die Rede war. Bei solchen Vollpfosten kann man sich nur noch ein neues Internet wünschen.

Willkommen in Akismet!

Frankreich Urlaub

Samstag, 17. Januar 2009

Die heutige SEO-Spammedaille in rostigem Blech geht an meinen Kommentator „Dirk“, der meine vor 18 Monaten geschriebene Ankündigung, dass ich ein paar Tage „Urlaub“ vom Bloggen mache mutmaßlich durch das Suchen nach geeigneten Schlagwörtern für sein Google-Spamming gefunden hat. Dass der Beitrag sehr alt ist, hat ihm ebenso wenig gestört wie der Text des Beitrages, und so packte er im blinden und gnadenlosen Willen, mein Blog zu einer kleinen Manipulation des PageRanks zu missbrauchen, den folgenden, von Hand geschriebenen, „Kommentar“ auf die guten Wünsche treuer Leser:

Dirk – frankreich-urlaubsinfos.de – könnte ich auch gut gebrauchen, so eine kleine Auszeit.

Die darin verlinkte Website ist ganz gewiss so seriös, wie jedes andere mit Spam in die Aufmerksamkeit gezwungene Angebot auch. Nicht nur, dass sie SEO-beflissen ein Deppen Leer Zeichen in „Frankreich Urlaub“ im Titel schreibt, damit Google gleich zwei wichtige Suchbegriffe kriegt, sie kommt auch mit der Ergänzung „Information, Reise buchen, Hotel buchen, Flug buchen“ gleich zur geschäftlichen Sache. Das Angebot gibt vor, dass der Interessierte dort gezielt Tourismusprodukte suchen kann.

Der Spamcharakter ist also mal wieder offensichtlich.

Weshalb es denn nur zur rostigen SEO-Medaille aus Blech gereicht hat? Nun, die Seite ist noch gar nicht fertig. Die oberste Ebene der Navigation führt auf etliche 404-Fehler (Datei nicht vorhanden), wenn man darauf herumklickt, und auch so einige Suchmöglichkeiten sind noch nicht vorhanden…

Tja, die Hotelsuche fehlt noch.

[Über das Design sage ich jetzt gar nichts…]

…zum Beispiel erfreut die „Hotelsuche“ die interessierten Leser mit gähnender Leere. Andere Spammer haben wenigstens schon ihre realen oder scheinbaren „Produkte“ fertig, wenn sie mit dem Missbrauch der kommunikativen Infrastrukturen des Internet beginnen. Dieser SEO-beflissene Mitmensch hingegen, er ist wohl der Meinung, dass man die „Liebe“ der Suchmaschinen doch besser mit Spam als mit Inhalten zu sich ziehen sollte. Und diese mutmaßliche Meinung, sie ließe tief in einen Charakter blicken, der sich für kein Geschäft und auch kein anderes Miteinander empfiehlt. Mehr als wertloses Blech gibt es dafür nicht.

Mit einem Klick ist alles weg. Und: Ach ja, Willkommen in Akismet! Mögest du nirgends mehr mit Blogkommentaren durchkommen! :mrgreen:

Und ich werde immer wieder an dieser Stelle über die aktuelle Flut der Spamkommentare in meinem bewusst werbefreien Blog berichten, deren einziger Zweck in der Manipulation der Suchmaschinen besteht. Die Urheber dieser besonderen Form der Spam sind so gut wie zweifelsfrei bekannt, weil niemand etwas dafür tun würde, dass ein Mitbewerber Vorteile in Google bekommt. Wer Geschäfte im Internet macht und eine solche Würdigung als Spammer unerträglich fände, sollte besser auf Spam verzichten.

Das Zelt Gottes unter den Menschen!

Montag, 12. Januar 2009

Es ist schon seltsam. Da schreibe ich einen sehr langen Text über die Zehn Gebote, in dem das Wort „Zelt“ in einem sehr unüblichen Kontext erscheint, neben so hübschen Wörtern wie „Zeltheiligtum“ – und was kriege ich: Einen trotz seiner Länge inhaltlich eher oberflächlichen und handgeschriebenen Kommentar, der am Text vorbeigeht, mit einem spammigen SEO-Link auf ein Forum für Camper.

Das ist so eine gute Realsatire, dass der Schrottlink noch ein bisschen stehen bleibt. Aber nicht für ewig.

Manchmal habe ich wirklich keine Lust mehr. 🙁

Smart Internet Solutions

Montag, 5. Januar 2009

Eine besondere Leseschwäche haben die SEO-Spammer von der kleinen Klitsche „Smart Internet Solutions“, die nicht nur nicht den deutlichen Text unterm Kommentarfeld lesen können, dass jede Form von SEO-Gehabe in meinem Blog völlig unerwüscht ist, sondern…

Done smart???

…die so etwas auch für ein ideales Umfeld halten, ihre besonderen SEO-Leistungen anzubieten. Dieses „Do it smart“ wird dabei zur gelungenen Realsatire.

Ach ja, willkommen in Akismet!

Мобиль

Montag, 15. Dezember 2008

Es ist doch immer wieder eine echte Freude, dass so ein Blogsystem dank Unicode mit so ziemlich jeder Sprache klarkommt, die irgendwo auf dieser Welt gesprochen wird. Zum Beispiel spricht ein gutes Zwanzigstel der Weltbevölkerung Russisch, und da wollen russische Spammer sich auch nicht zurückhalten und irgendwelche Blogs als SEO-Litfaßsäule für diese gewaltige Zielgruppe verwenden. So etwas nennt man denn wohl einen „aufstrebenden Wirtschaftsraum“, und die Tatsache, dass diese Spam handgeschrieben ist, zeigt einem auch gleich, dass es dort genügend Markt für Elendsarbeit geben muss. Und damit so ein hingekackter SEO-Link auch wirklich durchkommt und so richtig Wirkung zeitigt, machen diese Spammer das nicht nur einmal, sondern jeden Tag viele viele Male. Ob man auch bei den Menschen russischer Zunge versucht, mit ein paar durchsichtigen Phrasen einen Bezug zum Thema oder eine Anerkennung für das Blog zu heucheln, kann ich nicht beurteilen…

Mobil…

…weil ich leider immer wieder feststelle, dass ich die falschen Sprachen gelernt habe. Aber immerhin, wenn es solche Spam nicht gäbe, dann würde ich kaum bemerken, dass WordPress keine Probleme mit dem kyrillischen Alphabet hat. 😎

Immerhin kann ich noch ersehen, um was es den Spammer geht. Dieses „Мобиль“ in der zitierten Spam, es läse sich in lateinischen Lettern als „Mobil“ und es handelt sich gewiss um das russische Wort für ein Handy.

Doch eines ist an dieser Seuche zurzeit noch erfreulich: Da diese Spammer fast immer eine Mailadresse beim kostenlosen Mailprovider mail.ru angeben, lässt sich der Müll ganz einfach rausfiltern – es reicht, Kommentare mit dieser Zeichenkette in die Moderation zu stellen. Leider werden das auch irgendwann die Spammer merken und sich andere Mailadressen ausdenken, und dann wird es richtig übel – denn mit handgeschriebener Spam ist jeder automatische Filter verwundbar.

Und noch übler wird es werden, wenn für die 1,2 Milliaren Chinesen gespammt wird. Spätestens dann kommt für mich der Moment, die Kommentarmöglichkeiten abzustellen. Dann haben es Spammer wieder einmal geschafft, einen Kanal für die zwischenmenschliche Kommunikation mit ihrer Scheiße unbrauchbar zu machen.

Wenn ich doch nur einmal so eine Fäkalmade in die Finger bekäme! 👿

Schwarzfunk

Dienstag, 25. November 2008

Nur kurz erwähnt werden soll hier der „Kommentator“, der im Blog eines strikten und durch nichts von seiner „Rückständigkeit“ abzubringenden Handy-Verweigerers einen handgeschriebenen Kommentar hinterließ, der das Schlüsselwort „Weiß“ (gut mit einem Bindestrich getarnt) mit der kommerziellen Website www punkt weissfunk punkt com verbinden sollte, auf dass Google auch für das richtige Ranking sorge.

Diese Website, die auf diese Weise durch die Umwidmung und den mutmaßlich massenhaften Missbrauch kommunikativer Angebote in Websites in Google nach oben gespült werden soll, bietet ausgerechnet Kommunikationstechnik feil. Dort soll jeder zu seinem Handy und zu seinem Vertrage kommen, insbesondere auch solche Menschen, deren Schufa sonst eben den Verträgen im Wege steht. Ich habe gerade keine Lust, mich weiter inhaltlich mit diesem Angebot zu befassen, habe allerdings schon wegen der gewählten Werbeform eine sehr klare Meinung dazu. Ob es eine gute Idee ist, mit Leuten ins Geschäft zu kommen, die eine solche Form der „Werbung“ nötig haben, überlasse ich allerdings der Einsicht jedes Menschen.

Für mich handelt es sich um den ganz normalen Wahnsinn, den ich fast jeden Tag aus meinen Kommentaren rauslöschen darf, seit Google mir einen etwas höheren PageRank verpasst hat und seit sich in gewissen Kreisen herumgesprochen hat, dass ich Links in Kommentaren nicht mit der nofollow-Auszeichnung entwerte.

Aber ein bisschen musste ich diesmal doch grinsen, als ich einen schnellen Blick auf die mit SEO-Spam beworbene Website warf. Denn im Fußbereich fand sich die folgende Angabe:

© 2008 by schwarzfunk

Das Wort vom „Schwarzfunk“ ist in diesem sumpfigen Kontext der Durchseuchung des Internet mit SEO-Spam doch gleich viel passender. :mrgreen:

Ach ja: Willkommen in Akismet.

Auch fortan werde ich unregelmäßig immer wieder einmal einen vielen SEO-Spammer rausgreifen, die sich in jüngerer Zeit in meinem Blog tummeln und die dortige Kommentarfunktion nicht für eine Möglichkeit zum menschlichen Austausch, sondern für eine Vorrichtung zur Google-Manipulation halten, um ihn hier „lobend zu erwähnen“. Dies wird grundsätzlich ohne Linksetzung geschehen und so geschrieben sein, dass der Chrakter dieser Form des „Marketings“ deutlich wird. Wenn sie ein Geschäft im Internet machen und diese Form des Feedbacks nicht wünschen, sollten sie einfach nicht spammen. Die beste Methode, in Google „nach oben“ zu kommen, sind immer noch Inhalte, diese Methode hat mir auch geholfen. Das, was einige SEO- und SEM-Unternehmer und -Ratgeber zu leisten versprechen, ist im Wesentlichen Spam – und es ist keine gute Idee, dieses Mittel zu verwenden.