Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Mail“

Abtippen!

Samstag, 8. September 2007

Ach, wie toll die Spammer doch schon wieder werden, wenn sie die Ausfilterung ihrer Schrottnachrichten verhindern wollen. Bloß keine URL angeben, und bloß keinen Link setzen, sonst respektiert man noch den Wunsch von Menschen mit Spamfilter, dass sie gar kein Interesse an Viagra-Angeboten haben.

Stattdessen soll man abtippen, als befände man sich in einer längst vergangenen Zeit der Computerbenutzung:

EROMEDS.COM - Tippen Sie diesen Link von Hand in der Adressleiste ihres Browsers ein!

So so, „tippen Sie diesen Link von Hand in die Adressleiste ihres Browser ein“ – wer so blöd ist, der braucht es wirklich etwas härter. Na ja, deshalb kauft er ja auch Viagra und Cialis bei Kriminellen.

Brauchste Uhr?

Samstag, 8. September 2007

In den letzten Wochen kriege ich immer häufiger diese relativ kurzen und doch schmerzhaften, englischsprachigen „brauchste ’ne Uhr“-Mails, die mir irgendwelche Rolex-Imitate andrehen wollen.

Have you ever wanted a expensive Watch?

Nein, ich habe eigentlich immer nach einer relativ billigen Uhr gesucht, die mir trotzdem die genaue Uhrzeit anzeigt. Später habe ich dann sogar damit aufgehört, eine Uhr zu tragen, weil die Hetze für mein Leben keine Rolle mehr spielt.

We have the soulition for you!

www.spewokki.com

Aber ihr kriminellen Scheiß-Spammer seid kein bisschen anders als jeder andere Werber auch. Ihr wollt mir immer nur Probleme einreden, die ich gar nicht habe. Und dann wollt ihr mir die Lösung für die Probleme verkaufen. Das nervt. Immer der gleiche Müll. Warum hängt ihr euch nicht einfach selbst achtzig bis hundertzwanzig Kilogramm klobige Rolex-Imitate an die Arme und Beine? Und springt ins Wasser, dort wo es tief genug für euch ist? Kein Denkender würde euch vermissen. 👿

Wo der Kunde König ist

Freitag, 7. September 2007

Endlich hat es das Magic VIP Super Jackpot Duper Royal Vegas Kasino Euro Casino geschafft, seine widerlichen Spam-Skripten wieder in einen funktionsfähigen Zustand zu bringen, und die Texte haben sich auch alle ein bisschen geändert. Ich bin jetzt sogar zum König ernannt worden…

Willkommen im Royal VIP Kasino, wo der Kunde König ist (oder Königin)

Willkommen in unserem Königreich, du dummes kopflos Kundenkönig, willkommen in unserem Reich, das zwei Mal täglich auf einen anderen Server zieht. Egal, ob Männlein oder Weiblein, bei uns werden alle beschissen. Damit wir königlich verdienen, während unsere Kunden bemerken müssen, dass die Monarchie abgeschafft wurde.

Eröffnen Sie heute ein Konto, und Sie erfahren vom ersten Tag an, was es heißt, ein VIP zu sein: mit unserem 300% Willkommensbonus von bis zu 300 €!

Kommen Sie in unser Reich der wunderbaren Geldvermehrung und wechseln Sie 300 Euro richtiges Geld gegen 600 Euro virtuelle Jetons. Damit können Sie zocken. Und bevor Sie sich eventuelle Gewinne abholen können, sind wir schon wieder auf einen neuen Server umgezogen. Wir ziehen übrigens auch um, wenn Sie verlieren. Wir ziehen um, weil wir dauernd umziehen und uns Ihr Geld in die Tasche stecken. So läuft das nun mal mit dem Geschäft.

Sie sind noch nicht überzeugt?

  • Sichere Server- und Spiele-Software
  • Ansprechende Grafiken und mehr als 100 realistische Spiele
  • Die größten fortlaufenden Jackpots online, gefüllt mit mehreren Millionen Euro
  • Professionelle Spielerbetreuung rund um die Uhr

Wir gestehen sogar ein, dass unsere Spieler der Betreuung bedürfen. Am besten rund um die Uhr. Wer so blöd ist, auf uns reinzufallen, der braucht Betreuung. :mrgreen:

Um sich Ihren Bonus jetzt zu sichern, setzen Sie Ihre Krone auf, und werfen Sie sich in Ihre Robe: eine völlig neue, aufregende Erfahrung erwartet Sie!

http://iroyalcasino.com/lang-de/

Wenn Sie die wertlosen virtuellen Jetons wollen: Holen Sie Ihr Narrenkostüm vom letzten Fasching aus der Mottenkiste, legen Sie es an und geben Sie uns ein paar hundert Euro. Eine völlig neue Erfahrung wartet auf Sie, und sie werden sich ganz bestimmt darüber aufregen. Das geschieht Ihnen aber auch recht, wenn Sie glauben, dass man eine einigermaßen seriöse Spielstätte über kriminelle und asoziale Spam kennenlernt.

Leicht offtopic und polemisch: Langsam gehen diesen nervigen Casino-Spammern die Ideen für Domainnamen aus. Jetzt müssen die schon Namen nehmen, die sie vor einigen Monaten auch schon hatten, aber diesmal mit einem kleinen „i“ davor. So ist das eben, wenn man wie zurzeit jeden Tag zwei Domainnamen „verschleißt“, weil man mit dem ergaunerten Geld auf einen neuen Server und eine neue Domain fliehen muss. Aber warum gerade das „i“? Nur, weil jetzt das iPhone in aller Munde ist, das ja auch eine Geldverschwendung für ein Gerät mit bescheidenem Funktionsumfang ist? Denn wäre das „i“ aber gut gewählt…

Pharma-Bonus

Donnerstag, 6. September 2007

Waren es bislang vor allem die Spam-Casinos, die mir mit ihrer unübersehbar häufig zugestellten Massenpost gewaltige Bonusse versprochen haben, wenn ich nur mein reales Geld gegen deren virtuelle Jetons tausche, so will jetzt auch das Viagra- und Cialis-Spamming nicht mehr länger hinter dieser Masche zurückstehen:

pharma bonus, 4 Viagra pills FREE for every order

Wenn ich diesem stümperhaften Layout einer in die Mail eingebetteten Grafik Glauben schenkte, würde ich bei diesem windigen Versand auf Massenbestellungen verzichten. Immer schön die kleine Packung und dabei die vier Gratispillen im Wert von fast acht Dollar mitnehmen. Die scheinen zu viel davon zu haben – ob das wohl daran auch liegt, dass der Handel mit billigen, gefälschten Pillenpressungen so wunderbar floriert, seit Menschen so doof sind, ihre Pillen nach Empfang einer Spam zu bestellen?

ALTIKOR Pensionsgeschäftsagenten

Dienstag, 4. September 2007

Was ist im Moment nur los? Ich schaue ja schon immer nach, was sich im Spamfilter verfangen hat, aber etliche Spams kommen gar nicht mehr bei mir an. Bin ich wirklich schon aus den Listen der Schwerkriminellen verschwunden? Liegt das etwa an „Unser täglich Spam“? Denn kann ich regelmäßiges, kritisches Bloggen über Spam nur jedem empfehlen.

Nicht bei mir angekommen ist zum Beispiel die folgende Suche nach neuen Geldwäsche-Deppen für eine angebliche Firma ALTIKOR, deren Text ich hier aus dem Roten Blog zitiere:

ALTIKOR ist sehr froh, Ihnen die Stelle eines Pensionsgeschäftsagenten (Escrow-Agenten) anzubieten.

Klar doch, wenn es Millionen von Arbeitslosen gibt, denn kriegt man seriöse Stellenangebote mit einer illegalen und asozialen Spam. Wer das glaubt, der ist genau richtig für ALTIKOR – weil er dumm ist. Auf die dort angebotenen Aufgaben wird sich nämlich nur ein unbelehrbarer Dummkopf einlassen.

Stellenangebot!
Wir haben jetzt die Stelle eines Pensionsgeschäftsagenten (Escrow-Agenten) zu vergeben:
Wir sind sehr froh, Ihnen die Stelle eines Pensionsgeschäftsagenten anzubieten.

Und weil so ein Dummkopf eben schwer von Begriff ist, muss man gewisse Dinge eben wieder und wieder wiederholen. Vor allem, wenn man sich die Dummheit zu Nutze machen will. In diesem Punkt ist Spam nicht anders als jede andere Form der Werbung. Penetranz ist das oberste Gebot.

Unsere Firma braucht Pensionsgeschäftsagenten in der ganzen Welt.

Klar, und deswegen sucht „die Firma“ mit millionenfach an irgendwelche Anonymen versendeter Spam solche Agenten, denen sie denn auch gleich ihr Geld anvertraut.

Da wir es versuchen, Kunden in der ganzen Welt zu gewinnen, müssen wir Agenten in jedem Staat der Welt haben, um beschleunigte Transaktionen erfüllen zu können.

Gewonnen werden die „Kunden“ vorwiegend durch Phishing, eBay-Betrug und andere unseriöse Machenschaften. Und gesucht werden jetzt Komplizen in aller Welt, die dieses Geld unter ihrem Namen auf ihrem Konto entgegen nehmen, um es in bar an die Spam- und Phishing-Mafia weiterzuleiten. Wer bei solcher Aufgabenverteilung reich wird, und wer dabei in den Knast kommt, sollte sich auch der stumpfeste Einsicht eröffnen. Wenn nicht: Einfach mal auf der nächsten Polizeidienststelle nachfragen!

Wenn Sie davon träumen, teilbeschäftigt zu sein und viel Geld bekommen, dann passt Ihnen die Stelle eines Pensionsgeschäftsagenten sehr gut!
Der wichtigste Vorteil Ihrer Arbeit besteht darin, dass Sie zu Hause arbeiten können!

Wer hier träumt, der träume weiter! Schön zu Hause auf der gemütlichen Couch! Träume sind gut für jene, die vom großen Geld nicht nur träumen, sondern es sich durch organisierte Kriminalität unter den Nagel reißen.

Jedes Jahr wächst die Anzahl unserer Mitarbeiter in der ganzen Welt.

Die Anzahl der aktiven Mitarbeiter wird aber recht konstant bleiben, da ein erheblicher Teil des Mitarbeiterstammes einsitzt. :mrgreen:

Unsere Einkommen wachsen ständig. Und da die Firma-Einkommen wachsen, wachsen auch die Einkommen von jedem Agenten.
Ein Pensionsgeschäftsagent soll operativ Finanzbewegungen und Geldüberweisungen bearbeiten. Wir bieten hohes Einkommensniveau und ergebnisbezogener Aufstieg.
Wenn Sie sich beschließen, bei uns zu arbeiten, können Sie 3000 Euro pro Monat verdienen und dazu 5-7% von jeder erfüllten Transaktion zwischen unseren Kunden.

Die Aufgabenstellung bei ALTIKOR ist die übliche: Der „Mitarbeiter“ soll die Aufgaben einer Bank übernehmen, indem er in seinem Namen Gelder entgegennimmt und an seine Auftraggeber weiterleitet. Dass die Anbieter solcher „Jobs“ auf die relativ billigen Dienstleistungen eines Bankhauses verzichten und statt dessen lieber irgendwelche Unbekannte mit Spam anwerben wollen, die nicht vertrauenswürdig sind und dennoch hoch bezahlt werden, das zeigt nur, dass es sich hier um „Geschäfte“ handelt, die keine Bank dieser Welt mitmachen würde.

Der Nervenkitzel von Vegas

Montag, 3. September 2007

Nein, ich bin eigentlich zu kitzelig an meinen Nerven, um mir ein solches Erlebnis zu geben. Der unbekannte Autor dieser Glücksspiel-Spam hätte mir aber auch keine Chance gelassen, meine Nerven so richtig auskitzeln zu lassen. Denn der gesamte Text seiner Mail lautet so:

Melden Sie sich jetzt an = und erleben Sie, was es heißt, ein VIP zu sein!

Auf hilfreiche Links, unter denen man sich anmelden könnte, wurde verzichtet.

Wie man sieht, sind die Spammer des Euro VIP Super Duper Royal Magic Bonus Jackpot Vegas Casino Kasino immer noch sehr damit beschäftigt, ihre Skripten so zu schreiben, dass sie vielleicht etwas häufiger durch die Spamfilter kommen. Wo kommt man da auch hin, wenn Menschen selbst darüber bestimmen, ob sie kriminelle und asoziale Spam lesen wollen oder nicht! Wer also jemals auf die Idee kommt, bei denen zu zocken, der sollte wissen, mit was für eine Art von Genoven er es zu tun hat.

Allerdings haben die momentaten Strokel-Maßnahmen nur geringen Erfolg, und auch diese Müll-Mail hat sich im schleimigen Netz des Filters verfangen. Schade, dass die nicht einfach aufgeben.

„Deine Maria“ mal wieder

Sonntag, 26. August 2007

Offenbar hat „Deine Maria“ mit ihrer millionenfachen Spam, die sie noch vor zwei Monaten auf das deutschsprachige Internet losgelassen hat, keinen geeigneten Partner gefunden. Das heißt aber nicht, dass „sie“ jetzt eingesehen hätte, dass der gewählte Weg schlecht wäre. Nein, „sie“ hat sich hingesetzt und ihren triefenden Brief ein wenig überarbeitet, allerdings ohne dabei die Grammatik Korrektur lesen zu lassen.

Und „sie“ ist renitent, diese Maria. Ich habe sie jetzt schon zwei Mal mit einem Abstand von wenigen Minuten dazwischen. Bei der letzten Spamwelle musste „sie“ mich gut 60 Mal beglücken, bis sich die russische Spam-Mafia die nächste Masche ausgedacht hatte. Und ich dachte wirklich schon, „sie“ hätte jetzt jemanden gefunden… 🙂

Hallo!!!! Verwundere sich uber meinen Brief bitte nicht. Ich sah dein Profil auf „Singles.freenet“ oder „Friendscout24″. Ich wollte uber dich mehr erfahren. Und ich wollte dir den Brief schreiben. Ich denke daran dass du der gute und sexuelle Mann. Ich will dich besser und naher sehr erfahren. Moglich bist du ein Mann meines Traumes. Ich denke dass in unserer Welt moglich allen. Du bist einverstanden???Ich will es wird dass unsere Bekanntschaft glauben, zu dauern. Moglich konnen wir das grosse Gefuhl schaffen?

Das einzige Gefuhl, was „Du“ mit dieser öden Mitteilung bei mir schaffst, ist Langeweile. Der Inhalt „deiner“ Mail ist ja fast gleich geblieben, auch den triefenden Ton erhältst „Du“ aufrecht. Nur, dass „Du“ jetzt auch noch „friendscout24″ als Quelle für eine mögliche virtuelle Begegnung aufführst, aber da bin ich auch nicht vertreten. Mein Tipp: Versuch es doch noch zusätzlich noch mit MySpace, da gibt es mich sogar!

Und denn kannst „Du“ „dich“ gar nicht mehr erinnern, wo „du“ mein Profil „gesehen“ haben willst. Mensch Maria, das muss doch auch ein russischer Spam-Krimineller merken, dass das nicht so glaubwürdig rüberkommt…

Aber immerhin, „du“ erzählst immer noch die gleiche gelogene Scheiße, um einsamen deutschen Männer zu einer Verhärtung im Schritt zu verhelfen:

Ich werde uber mich mehr erzahlen. Ich die gewohnliche Frau. Mir 30 Jahre. Meinen Geburtstag den 15.01.1977. Ich lebe in Stadt Sankt-Petersburg. Es ist eine zweite Stadt in Russland. Meine Stadt nennen „Nordvenedig“. Ich bin uberzeugt dass du meine Stadt weit. Ich lebe zusammen mit den Eltern. Wir leben in der kleinen und gemutlichen Wohnung. Meine Mutti auf der staatlichen Rente. Meinen arbeitet der Vater auf der Reparatur der Eisenbahnzuge. Es ist ein guter und friedlicher Beruf. Ich die einzige Tochter bei den Eltern. Ich habe den Bruder oder die Schwester nicht. Aber ich habe einen Cousin und zwei Cousine.

„Du“ hast jetzt übrigens noch etwas. „Du“ hast einen Feind.

Ich arbeite in die Transportgesellschaft. Ich lerne mich mit der Planung der Zustellung der Ladungen nach ganzem Russland.

„Du“ machst „deine“ Arbeit aber nicht gut, weil „dein“ Spamtransport in Deutschland ankam. Oder wird das jetzt als ein Teil Russlands angesehen.

Auch bin ich ein Helfer des Buchhalters. Mir gefallt meine Arbeit. Aber leider bei mir das kleine Gehalt.

Ach, hat „dich“ der Buchhalter zum asozialen und illegalen Spammen animiert? Der muss ja als Kaufmann auch wissen, dass Spam die billigste Form des Dummenfanges ist…

Aber das Geld ist haupt-fur mich nicht. Fur mich das Wesentliche die Liebe und das Gluck. Ich will aufrichtig mit dir in seinen Briefen sein. Ich habe die Geheimnisse vor dir nicht. Ich sage dir dass ich die vorliegende Liebe suche. Das vorliegende Gluck. Ich suche das Bundnis der Liebe und des Gluckes. Viele Manner und die Frau suchen seine Liebe und das Gluck. Es ist sehr viel Leute in dieser Welt einsam. Viele Frauen und der Mann suchen seine Liebe im Internet. Viele finden das Gluck und die Liebe. Viele haben die Fehler und die Enttauschungen. Leider, ist viel es im Internet Betrug. Ich las daruber in der Zeitung. Es ist traurig. Ich werde aufrichtig mit dir und ich bitte dich, ehrlich auch zu sein. Die Ehrlichkeit und das Vertrauen sind fur die Liebe sehr wichtig. Es ist fur mich und fur dich wichtig. Keine Spiele. Nur die ernsten Beziehungen. Ich glaube dass die Liebe am meisten wesentlich in der Welt ist.

Hey Maria, „Du“ bist ja so etwas von „aufrichtig“. Das fängt schon mit der gefälschten Absenderadresse „deiner“ Mail an. So ein Detail lässt das ganze triefende Liebesgefasel gleich viel aufrichtiger erscheinen, nicht wahr?

Moglich hast du die Hauptfrage. Warum suche ich seinen Mann in Deutschland? Wahrscheinlich willst du daruber fragen. Fur die Liebe und das Gluck existiert der Hindernisse bei der Entfernung nicht. Meine Freundin beratete mir, nach dem Mann in Deutschland zu suchen. Wir sind von der Kindheit befreundet. Wir lernten in einer Schule. Fruher lebten ich und meine Freundin in den benachbarten Hausern. Unsere Eltern waren von den Familien befreundet. Meine Freundin lebt in Deutschland in diesen Moment. Die Stadt Baden-baden. Vor einigen Jahren konnte sie nicht nachdenken was in Deutschland zu leben wird. Aber jetzt es so. Sie ist zum normalen Leben zuruckgekehrt. Sie hat seine Liebe im Internet gefunden. Sie hat den deutschen Mann gefunden. Sie ist in Deutschland zu seinem Brautigam abgereist. Sie hat den deutschen Mann verheiratet. Sie sehr glucklich jetzt. Sie haben seine Firma. Das grosse Geld und das Business. Ich bin dass meine beste Freundin glucklich in diesen Moment sehr sehr froh. Sie hat mir angeboten, nach seiner Liebe im Internet zu suchen. In Deutschland. Ich glaube dass ich seinen Mann finden kann. Ich werde die Probleme fur das Leben in Deutschland nicht haben. Aber das Geld bin fur mich nicht wichtig. Ich weib dass das Wesentliche in das Leben die Liebe und der geliebte Mensch. Ich werde seinen Mann den glucklichsten Menschen in der Welt machen. Ich kann in Deutschland zu jeder Zeit ankommen. Ich habe das Visum. Der Mann meiner Freundin half, mein Visum zu machen.

Die gleiche hanebüchene Story hast „Du“ doch schon vor zwei Monaten rumgemailt. Und um sie glaubwürdiger zu machen, hast Du sie so sechzig Mal wiederholt. Denn nimm „dir“ doch endlich „dein“ verkacktes Visum und komm her, damit ich“Dir“ „deine“ dreckige, gierige Fresse einschlagen kann. Aus Liebe, versteht sich. Vernünftiger wäre das bewährte Bolzenschussgerät. Wirklich vermissen würde „dich“ hier niemand.

Aber noch etwas spricht gegen das Bolzenschussgerät. Es könnte sein Ziel verfehlen. 👿

Welcher den Mann suche ich? Ich suche der gute und gute Mann. Der mich liebgewinnen kann. Und ich werde diesen Mann liebgewinnen. Moglich es du?

Oder moglich es ein andere von Millionen Mailadressen auf meine Liste.

Ich werde seinen Mann glucklichst in der Welt machen. Ich glaube in die Liebe auf ganzes Leben. Ich bin uberzeugt dass ich seines Gluck und die Liebe finden werde.

Klar doch. Deshalb stellst „Du“ „dir“ schon vor, wie mein Profil auf irgendeinem Seitensprung-Portal aussehen würde und schreibst mir auf diese Vorstellung hin eine Spam.

Nach welcher Frau suchst du? Welcher dein Traum?

„Du“ bist es jedenfalls nicht. So hart, wie „Du“ es zu brauchen scheinst, kann ich es „dir“ nämlich gar nicht geben. 👿

Jetzt ich vollkommen einsam. Ich habe etwas Freundinen. Aber ich habe den nahen Menschen nicht. Ich habe geliebt den Mann nicht. Ich versuchte, nach dem Mann in seinem Land zu suchen. Aber alle Manner wollen nur die Unterhaltung. Die Manner wollen nicht die ernsten Beziehungen haben. Ich hoffe mich dass du uber mich mehr erfuhrst. Ich werde uber mich mehr in jedem Brief erzahlen. Ich hoffe mich dass du uber dich mehr auch erzahlen wirst. Mir wird es sehr interessant sein, uber dich mehr zu erfahren. Ich will dich mehr nahe erfahren. Mir ist es sehr interessant. Ich werde deinen Brief warten. Dein Brief wird mich glucklich machen. Versprich, zu antworten! Ich werde deinen Brief warten. Ich bin obligatorisch werde antworten. Ich werde dir das Foto schicken und ich werde uber mich mehr erzahlen. Ich werde seine Post oft prufen.

Klar, denn genau das ist „dein“Geschäft. Ob es „dir“ um Menschenhandel, Scheinehe, Pornographie oder schlichten Vorschussbetrug geht, das geht aus „deiner“ Mail leider nicht hervor, aber wenn man „dir“ ein bisschen schreiben würde, denn kriegte man das bestimmt schnell heraus. „Du“ musst echt viele sein, so ein paar hundert Deppen nehmen „dein“ triefendes Geschreibsel doch bestimmt für bare Münze. Und antworten „dir“. Und „Du“ antwortest ihnen, zusammengesetzt aus schönen Textbausteinen. „Du“ musst einen echt tollen Job bei der russischen Spam-Mafia haben. Und wie „Du“ das nennst! „Transportwesen“! Eine sehr einfallsreiche Umschreibung für eine solche asoziale Tätigkeit, die aus der menschlichen Verelendung der Jetztgesellschaften noch einen flotten Rubel Dollar Euro mit Spam schlürfen will.

Ich habe dir den Brief aus dem Internet-Cafe geschrieben. Ich gehe im Internet-Cafe selten. Meistens benutze ich das Internet in der offentlichen Bibliothek. Ich habe dir den Brief von anderem Briefkasten geschrieben. Schreibe mir die Antwort auf meinen personlich e-mail.

Meinen personlich e-mail: [… Mailadresse von mir entfernt]

Klar doch, das gehört zu“deinem“ Geschäft dazu, dass „Du“ „deine“ Spams von „anderem Briefkasten“ schreibst.Und zwar jede einzeln von einem anderen. Im Internet-Café hast „Du“ das bestimmt nicht gemacht, sondern ein fettes Botnetz hast „Du“ dafür verwendet. Man will sich ja keine richtige Arbeit machen, wenn man Deppen abzockt, nicht wahr?

Kuss, Deine Maria

Fick Dich!

Dein Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Ein Muss

Freitag, 24. August 2007

Eine Bekannte von mir ist eine alte Frau, und sie hat heute ihre erste Bekanntschaft mit der Seuche des Internet, mit Spam, gemacht. Und diese Spam hat sie gleich an ihrer sexuellen Identität zweifeln lassen. Der Text der Spam lautete nämlich so:

http://www.kaluke.com/
Hello margret
You MUST enlarge ur penis!

Nun, ich glaube wirklich nicht, dass sie dieses „Muss“ schon einmal gespürt hat… 😆