Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „419“

Die irische Nationallotterie

Montag, 16. April 2007

Und schon wieder habe ich in der Lotterie gewonnen, dieses Mal allerdings in der „internationalen irischen Staatslotterie“. Aber auch in Irland weiß man offenbar nicht meinen Namen und kennt nur eine Mailadresse von mir. Dafür hat die Mail eine gar nicht irisch wirkende Absender- und Antwortadresse aus einer niederländischen Domain.

Aber damit noch nicht genug. In Irland spricht man zu so offiziellem Anlass offenbar nicht mehr englisch oder gälisch, sondern, wie die folgende Zeile aus dem Mailheader zeigt…

Content-language: nl

…niederländisch. Dabei kann ich den natürlich englischen Text der Mail doch ganz gut lesen. Aber beim Vorschußbetrug geht es eben ganz besonders „international“ zur Sache.

FINAL NOTICE……/IRISH LOTTERY BOARD ALERT

Ich hoffe wirklich, dass das euer „letzter Hinweis“ bleibt.

RE: FINAL WINNING NOTIFICATION

We are pleased to notify you the draw of the EURO MILLIONS PROMO/PRIZE:DEPARMENT Online Sweepstakes International Lottery Program held on April 14th, 2007. Participants were selected through a computer ballot system drawn from a pool of over 25,000 names of distinguished professionals drawn from Europe,America, Asia, Australia, New Zealand, Middle east, parts of Africa, and North & South America as part of our international promotions pro gramme conducted annually to encourage prospective overseas entries. We hope with part of your prize awards, you will take part in our subsequent lottery jackpots.

The result of our computer draw selected your name and email address attached to ticket number: 56475600545188 with Serial number 5368/02 drew the lucky numbers:,, ,,,(4,12,13,22,37,39)with lucky bonus number(1), which subsequently won you the lottery in the 1st category i.e. 5 1 star Category.

Klar, das ist ja mal wieder so ein Lotterie-Konzept, das mir sofort einleuchtet. 😀 Offenbar haben die irren „Iren“ zu viel Geld in ihrer Staatskasse und deshalb beschlossen, das Geld einfach an willkürlich ausgewählte Ausländer zu verteilen. Wie man an den vielen Kommas vor den „Glückszahlen“ sehen kann, hat das Skript der Spammer wohl einen kleinen Fehler beim Einsetzen der sicherlich willkürlich und für jede Mail anders ausgewählten Zahlen. Warum sollte sich so ein Vorschussbetrugs-Spammer auch Mühe mit der Programmierung geben, einige Deppen fallen ja ganz offenbar noch auf die hanebüchenste Geschichte herein. Selbst wenn diese mit offenbaren Auswirkungen von Programmierfehlern daher kommt. Von Falschschreibungen wie „pro gramme“ für „program“ einmal ganz abgesehen. Wer intelligent genug ist, so etwas zu bemerken, fällt auf so einen Strunz gar nicht erst rein und ist damit zum „abmelken“ uninteressant.

Und wer nach diesen zwei Absätzen immer noch glaubt, es könne da ja auch nur um 5 bis 20 Euros gehen, um Leute für eine echte Lotterie anzufixen, der kann sich im nächsten Absatz über seine recht „beeindruckende“ Gewinnsumme „freuen“, wenn auch das Währungssymbol € von der schlechten Programmierung des Spamskiptes zu einem schlichten Punkt verhunzt wurde:

You have therefore been approved to claim a total sum of .1,350,000 (One Million, Three Hundred and Fifty Thousand Euro) in cash credited to file KTU/9023118309/04.

This is from a total cash prize shared amongst the first Six (6) lucky winners in this category i.e.5+1 star Category.

Your prize award has been insured in your name and is ready for claims. To begin your claims therefore, you are advised to expeditiously contact our licensed and accredited claim agent for Overseas Lottery Winners within a period of 21 days (date of this email inclusive) for the processing of your winning and remittance to your designated bank account after all statutory obligations have been satisfactorily dispensed with.

Um es noch einmal auch für den Leichtgläubigsten zusammen zu fassen. Eine angebliche „irische Nationallotterie“ schreibt eine Mail an einen Unbekannten, den sie nicht einmal mit Namen ansprechen kann, weil sie den Namen ganz einfach nicht kennt. Diese Mail stammt von einer niederländischen Domain und ist nach ihren eigenen Meta-Angaben in niederländischer Sprache verfasst, sagt aber dem unbekannten Ausländer, der niemals ein Los dieser „Lotterie“ gekauft hat, dass er jetzt über eine Million Euro gewonnen hat. Um das Ganze trotz kleiner Unstimmigkeiten und Programmierfehler ein bisschen „formell“ und „offiziell“ aussehen zu lassen, wird nicht mit Glückszahlen, Bezeichnungen für Gewinnstufen und einem Aktenzeichen gespart.

Und dieser unbekannte Empfänger (der jetzt ich geworden bin) einer unglaublichen staatlichen Schenkung soll seinen Gewinn binnen dreier Wochen nach Empfang des E-Mülls bei einer dazu auserkorenen Agentur beanspruchen, um das schöne schöne Geld auf sein Konto zu kriegen.

Wer das glaubt, ist selbst schuld. Und er wird sich gewiss wundern, wenn er den Agenten für die überseeische Anspruchs-Bearbeitung kontaktiert, wie es die Mail von ihm will – es ist von saftigen Bearbeitungsgebühren auszugehen, die erst einmal bezahlt sein wollen, bevor der große Geldsegen auf das darbende Konto fließt. Dass jeder Euro, den man diesen Gaunern gibt, genau so gut im Klo runtergespült werden könnte, brauche ich hoffentlich nicht mehr extra zu erwähnen.

Our Overseas Claims agent (Barr. David Client Field) will immediately commence the process to facilitate the release of your funds as soon as you contact him.

You may wish to establish contact via email with the particulars presented below citing the batch and reference numbers to this letter between the hours of 8.00am 7.30pm on Monday through Fridays to file in for your claims, contact:

Irish National Lottery Fiduciary
Overseas Claims Office.
Contact Person: Barr. David Client Field
Email: barr.davidclientfield@yahoo.co.uk
Phone:+44 7011127993

Offen bleibt natürlich die Frage, warum die sehr stilsicher gewählte Mailadresse des Agenten, eine kostenlose Mailadresse bei Yahoo, nicht auch als Antwortadresse in diese Mail eingetragen wurde. Wahrscheinlich sind die Urheber dieses Schwindels einfach zu blöd, das verwendete Spam-Skript zu verstehen.

Dennoch denke ich, dass David Kundenfeld sehr über viel Mail und viele Anrufe von Menschen freuen wird, die ihren Gewinn beanspruchen. Deshalb habe ich die Daten hier unverändert zitiert. Mein eigener, mir eben mitgeteilter „Gewinn“ möge der ganzen bloglesenden Welt zur Verfügung stehen; holt ihn euch, bevor ihn euch jemand wegschnappt! Aber bitte auf gar keinen Fall echte Daten und Mailadressen angeben, mit diesen Verbrechern ist nicht zu spaßen. Und immer daran denken, dass man sich beim Telefonieren am besten in schwerfälligem und falschem Englisch ausdrückt und sofort um einen Rückruf bittet, damit die auch ein paar Kosten haben. Als Rückrufnummer empfehle ich irgendeine sauteure Bandansage oder eine Pornonummer, aber bitte niemals lebende Menschen mit dieser Scheiße belästigen… 😉

Übrigens ist es diesen gierigen Betrügern gar nicht recht, wenn man so verfährt wie ich es hier tue – das ist nämlich schlecht für ihr Geschäft. Aus diesem Grund tue ich es ja. Um das zu „verhindern“, haben die Ärsche extra noch einen juristisch klingenden Hinweis in ihre Spam gekritzelt:

CONFIDENTIAL NOTICE: This email message, including any attachments, is intended only for the use of the intended recipient(s) and may contain information that is privileged, confidential and prohibited from unauthorized disclosure under applicable law. If you are not the intended recipient of this message, any dissemination, distribution or copying of this message is strictly prohibited. If you received this message in error, please notify the sender by reply email and destroy all copies of the original message.

Klar, Leute. Verklagt mich doch dafür, dass ich eine Scheiß-Spam mit einem eurer Betrugsversuche kopiere und verbreite! Ihr schafft es ja sogar, einen Copyright-Vermerk in euren kriminellen Dreck zu schreiben…

Copyright ? 1994-2007 The IR National Lottery Inc.
All rights reserved. Terms of Service – Guideline

…nur mit dem blöden Zeichen „©“ hapert es noch ein bisschen, das wird nämlich durch ein Fragezeichen ersetzt. Das liegt übrigens daran, dass ihr im Header eurer Mail (da, wo ihr auch vorgebt, auf niederländisch zu schreiben) angegeben habt, dass ihr 7bit-ASCII verwendet, und darin gibt es diese hübschen Erweiterungen des Zeichensatzes natürlich nicht.

Vielleicht solltet ihr einfach mal jemanden mit der Durchführung der nervigen Spamaktion beauftragen, der sich mit so etwas auch auskennt und vielleicht ein paar elementare Kenntnisse der englischen Sprache hat. Dem wäre vielleicht auch aufgefallen, dass die kontextlosen Wörter „Terms of Service“ und „Guideline“ in diesem Zusammenhang überhaupt keinen Sinn ergeben. Diese gerieten euch bestimmt versehentlich beim Hantieren mit der Zwischenablage in den Text, während die Verlinkungen in einer Text-Mail natürlich untergingen. Ihr seid auch echt zu blöd, die von euch in die Welt gesendeten Texte mal kurz probezulesen.

Aber warum solltet ihr euch auch um so einen Kleinkram Gedanken machen? Ihr verachtet doch die Deppen, die auf euch reinfallen; und die vielen Leute, die eure Betrugsversuche bemerken und die von eurer Vorschussbetrugs-Spam genervt sind, die sind euch völlig egal. Ihr seid einfach nur widerliche Fäkalmaden. Und wenn ihr einfach an eurer dummen Gier verrecken würdet, würde ich euch bestimmt nicht vermissen. 👿

Herr James Robbinson

Mittwoch, 28. März 2007

Ich fasse es nicht, mal wieder ein versuchter Vorschussbetrug. Das hatte ich aber schon lange nicht mehr. Ist die 419-Masche jetzt so alt geworden, dass sie für viele Menschen schon wieder neu ist? Und diesmal kommt die Mail gar nicht aus „Nigeria“, sondern (angeblich) von einem Herrn Robbinson aus den schönen Niederlanden. Dabei sind die plumpen Mails aus Nigeria viel lustiger.

Betreff: Eilig Geschäftsvorschlag !!!!

Oh, ein ganz eiliger. Der muss bei seinen Vorschlägen so zittern, dass er das Ausrufezeichen gleich vier Mal erwischt. Bei einem solchen Betreff wissen wir doch alle, dass man einen solchen „Geschäftsvorschlag“ so richtig ernst nehmen sollte. 😉

Sehr Geehrter nachtwaechter,

Ach, einen Namen hat er auch nicht recherchieren können, der „Herr Robbinson“. Das ist aber auch zu doof, dass die Namen nicht in der großen Liste mit den Mailadressen für den Spamversand stehen. Leider steht immerhin meine Mailadresse drin. 🙁

Auch wenn dieser Brief Sie sicherlich überraschen wird, nehmen Sie sich bitte einen Moment Zeit um ihn zu lesen. Es ist sehr wichtig.

Was mich am meisten überrascht, ist die Tatsache, dass die Mail ein „Brief“ sein soll. Dass diese Mail sehr wichtig ist, sagen mir ja schon die vier Ausrufezeichen im Betreff. Da nehme ich mir doch gern ein bisschen Zeit, schließlich führe ich ja ein Blog über Spam. 🙂

Ich bin JAMES ROBBINSON und ich arbeite bei einer Finanzhaus in den Niederlanden.

Klar doch, irgendwelche Angestellte bei ausländischen Banken schicken immer wieder mal „Briefe“ an irgendwelche Unbekannte, um Geschäfte vorzuschlagen. ❓

Ich habe Ihre Adresse durch den International Web Directory Online gefunden.

Ach, so nennt man diese Listen mit Spam-Adressen heute. :mrgreen:

Während unseres letzten Treffens und Überprüfung der Bankkontos hat meine Abteilung ein untätiges Konto mit einer riesigen Geldsumme, US$ 8,500,000.00 (Acht Million fünfhundert tausend US Dollar) gefunden, das einem unseren gestorbenen Kunden gehört: Herr Rosenthel Jurgen aus South Africa. Er ist gestorben und hat keine Begünstigten hinterlassen. So dass die Fonds auf seinem Konto untätig geblieben sind, ohne jeden Anspruch oder Aktivität für einige Zeit schon.

Ah ja. Und das erbt denn nicht irgendein Staat? (Im Zweifelsfall das Königreich der sieben vereinigten Niederlande.) Stattdessen schreibt irgend so ein schlipstragender Bankfuzzi einen „Brief“ an einen Bettler in der BRD, weil…

Wegen unseren Finanzhaus vorschriften kann nur ein Ausländer als nächster Verwandten stehen und deshalb habe ich mich entschlossen Sie zu kontaktieren, um mit Ihnen zusammen zu arbeiten um diese untätigen Fonds zu reaktivieren. Und so jede negative Entwicklung oder sogar den endgültigen Verlust der Fonds abzuwenden.

…er unbedingt einen Ausländer (und als Niederländer auch noch ausgerechnet einen moef) braucht, um diese lästige Knete wieder flüssig zu machen, bevor sie futsch ist. Das sind ja mal ganz neue Einblicke darin, wie Banken ihre „Geschäfte“ machen. Und das tollste daran ist die Dummheit in der Kriminalität. Einerseits genug kriminelle Energie, um sich einen Strohmann für den kleinen (Peanuts!) Transfer zu suchen, aber andererseits nicht genug kriminelle Energie, um dafür ein paar passende Gestalten bei der Hand zu haben. Wenn ich Politiker wäre, würde ich ein solches Angebot ja fast für glaubwürdig halten, aber als Habenichts weiß ich, dass die Welt so nicht funktioniert. :mrgreen:

In Namen meiner Kollegen suchen ich Ihre Erlaubnis als nächster Verwandte unseres verstorbenen Kunden zu stehen, so dass die Fonds freigestellt und auf ihr Konto überwiesen werden können. Sie würden zum nächsten Verwandten des Begünstigten werden und die Fonds werden in Ihre Verantwortung freigestellt werden.

Wichtige Sachen muss man gleich zweimal sagen. Die wollen mir also achteinhalb Millionen Dollars überweisen, weil mein Name auf einer Liste von spamfähigen Mailadressen steht. Und dafür brauche ich nur einen (sicherlich nicht kostenlos erhältlichen, völlig wirkungslosen aber hübsch formell aussehenden) Beleg, dass ich ein Verwandter eines afrikanischen Großverbrechers bin, der mal eben die ganzen Öcken in die Hände einer Bank transferiert hat, deren Gehabe nicht wirklich vertrauenswürdig ist. ❓

Wir dürfen mit ausländischen Kontos nicht arbeiten, das könnte in der Zeit der Überweisung auffallen.

Klar doch. Und dass irgendein Unbeteiligter vielleicht diese Mail – nur mal kurz angenommen, die hanebüchene Geschichte wäre wahr – an die königliche Polizei der Niederlande weiterleiten könnte, das ist für Herrn Robbinson keine mögliche Auffälligkeit und damit auch kein Problem. 😀

Ich arbeite noch bei dieser Finanzhaus, das ist der eigentliche Grund, dass ich eine zweite Partei oder Person benötige, um mit mir zu arbeiten und Anforderungen als nächster Verwandte zu schicken und auch um ein Bankkonto bereit zu stellen, oder eines bei einer neuen Bank zu eröffnen, um die untätige Fonds zu erhalten.

Klar, ich habe schon verstanden, dass ihr hier so tut, als wenn ihr einen Strohmann suchtet. Aber die „Zielgruppe“ eures plumpen Betrugsversuches ist wohl etwas schwerfälliger von Begriff, da sagt man auch so etwas lieber zweimal. Und das wichtigste dabei ist, dass man nach dem auffälligen Blödsinn…

Am Ende der Transaktion werden Ihnen 30% Prozent zustehen, zur Seite gelegt und 70% werden für meine Kollegen und mich sein.

…die Dollarzeichen in den Augen des Lesers blinken lässt, denn das macht blind. Zweieinhalb Millionen Dollars! Dafür muss ein Trottel lange Lotto spielen. Von Arbeiten wollen wir gar nicht erst reden, wenn der Trottel nicht zufällig Manager ist. Vom Geld so geblendet, übersieht so ein richtiger Idiot auch gleich die ganzen anderen Unstimmigkeiten und gibt bestimmt tausende von eigenen Euro für diverse „Dokumente“ und andere „Formalitäten“ aus, die im weiteren Verlauf dieses Schwindels nun einmal benötigt werden. :mrgreen:

Was ich von Ihnen verlange ist als nächster Verwandte des Verstorbenen zu stehen. Ich besitze alle notwendigen Dokumente um die Transaktion erfolgreich zu verwirklichen. Weitere Informationen werden Sie so bald ich Ihre positive Antwort bekomme erhalten. Ich schlage Ihnen vor so bald wie möglich mir zu antworten. Wir haben nicht viel Zeit diese unglückliche Situation zu ändern und ich befürchte, dass ohne Ihre Hilfe alles verloren gehen wird.

Klar, alles hängt ausgerechnet an jemanden, der mangels Kenntnis seines richtigen Namens mit „Sehr Geehrter nachtwaechter“ angesprochen wird…

Wegen der Vertraulichkeit bitte ich Sie mir auf meine privaten Email Adresse mit folgenden Angaben zu antworten: Vollständiger Name, Adresse, Telefon- und Faxnummer.

…und deshalb – in aller Vertraulichkeit – darum gebeten wird, doch wenigstens mal seinen Namen und seine Adresse zu verraten. Und natürlich auch eine Telefon- und Faxnummer, über die dann wohl ein Großteil der Geschichte von guten Laiendarstellern aufgeführt wird. Und ohne die Hilfe dieses großen Unbekannten – der ich jetzt geworden bin – wird „alles verloren gehen“. Das ganze, schöne Geld wird sich in die Luft auflösen, die es jetzt schon ist. 😆

In Erwartung Ihrer Antwort, verbleibe ich,

mit freundlichen Gruessen,

JAMES ROBBINSON

Ich blogge darüber, das ist erstmal Antwort genug. Und nicht nur das, ich verhelfe Ihnen, werter Herr Robbinson, auch gern zu einem anderen Geschäftspartner. 😛 Der wird dann vielleicht – im Gegensatz zu mir – sogar über ein Bankkonto zur Aufnahme ihres so gefährden Geldes verfügen. 👿

Denn ich bin mir sehr sicher, dass sich Herr Robbinson ganz besonders über Mails an seine „private Email“ freuen wird, und ich fordere jeden meiner Leser dazu auf, Herr Robbinson doch mal ein bisschen zu schreiben. Das kostet nur ein paar Minuten vergnüglicher Lebenszeit, aber bitte schön höflich im Ton und interessiert in der Sache bleiben, damit sich „Herr Robbinson“ auch damit beschäftigen muss. Dabei kann auch gern eine Anschrift angegeben werden, etwa die vom nächsten Zoologischen Garten oder vom nächsten Friedhof. Von der Angabe eigener Daten würde ich aber unbedingt absehen, da mit diesen an sich recht lustigen Kriminellen keineswegs zu spaßen ist. ❗

Eine gute (und völlig kostenlose) Mailadresse zum Wegwerfen gibt es zum Beispiel beim Spamgourmet, den Griff nach einer solchen Adresse kann man gegenüber Herrn Robbinson jederzeit mit der „großen Vertraulichkeit unserer Geschäftsbeziehung“ rechtfertigen. 😆 Besser ist natürlich eine Mailadresse, die man wirklich nur für diesen einen Zweck bei einem kostenlosen Mailprovider einrichtet und nach ein paar Tagen wieder kündigt.

Als angegebene Telefonnummer empfehle ich einen sehr teuren Telefondienst (nach Möglichkeit mit monströser Einwahlgebühr), eine Tonbandansage auf Tonga (oder ein sonstiges, absurd teures Ferngespräch, das aber keinen Menschen belastet) oder etwas ähnliches. Vielleicht auch einfach mal eine besonders fragwürdige Telefonnummer, die neulich mit einer anderen Spam reinkam (so habe ich das gemacht). So findet Herr Robbin’s Son gewiss einen Geschäftspartner, der sich auf dem gleichen Niveau bewegt. :mrgreen:

Denn: Je mehr diese plumpen und schamlosen Betrüger in für sie völlig nutzlosen Mails ertrinken, desto weniger Zeit haben sie für ihren Betrug. 😉