Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


We received a report about your content

Samstag, 3. Januar 2026, 14:45 Uhr

Phishing auf Fratzenbuch-Benutzerkonten ist im Moment sehr häufig. Hier eine Phishingmail von heute – die bei mir ankommen, sind alle in englischer Sprache. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es den Müll auch auf Deutsch gibt. So eine Computerübersetzung fällt heute ja niemanden mehr auf.

We received a report about a post you shared on Facebook. You can request a review if you think this is a mistake.

Facebook

We received a report about your content

Das steht schon im Betreff. Und weiter oben. Das ist wohl für die Generation Teletubbie optimiert. „Nochmal!“

Das Bild ist übrigens ein aus dem Web nachgeladenes Piktogramm für Microsoft Windows, und zwar in einem so kaputten Format, dass Gimp die Datei nicht mehr öffnen konnte. Ich habe mir das jetzt nicht genauer angeschaut, aber ich wäre nicht überrascht, wenn dieses nachgeladene Bild ein Angriffsversuch ist. Es gibt ja sonst keinen Grund, kaputte Bilder in eine Maildarstellung einzubinden.

Wie ich das kaputte ICO in ein PNG konvertiert habe, um es hier verbloggen zu können? Nun, das sonst so zuverlässige ImageMagick hat ebenfalls die Waffen gestreckt (das ist sehr selten), so dass ich auf Netpbm zurückgreifen musste, das konzeptionell sehr unix ist. Hach, die Achtziger Jahre! Hach, so gute alte Zeiten! Damals hat Software noch funktioniert. 😁️

Aber um es noch einmal deutlich zu sagen: Solche Angriffsmöglichkeiten sind der Grund, weshalb man keine Bilder in einer Mail darstellen lässt und nach Möglichkeit HTML-Mails immer nur im Klartext anzeigen lässt. Das ist leider auch im Thunderbird nicht die Voreinstellung, und es ist im Thunderbird leider auch ein bisschen versteckt. Bei der Anzeige einer Nachricht gibt es zur Darstellung der Mail neben „Antworten“, „Weiterleiten“, „Archivieren“, „Junk“ etc. auch ein Menü „Mehr“, und darin ein Untermenü „Nachrichteninhalt“. „Reintext“ ist darin die sichere Einstellung, aber „Vereinfachtes HTML“ dürfte auch ziemlich sicher sein. Sollte es einmal erforderlich sein, kann man jederzeit auf die gleiche Weise die Darstellung wechseln. Bei mir ist es nie erforderlich. Die Menschen, die mir HTML-formatierte Mail schicken, tun dies nicht, weil sie gern mit vielen klickigen Klicks formatierte und mit Textauszeichnungen strukturierte Mail verfassen, sondern weil sie nicht herausbekommen, wie man das völlig unnütze und möglicherweise gefährliche Feature abschaltet. Die einzigen, die in meiner Welt regelmäßig und vorsätzlich HTML-formatierte Mail versenden, sind Spammer und Werber.

Hi,

Sogar in seinen damaligen Spams wusste das echte Fratzenbuch, wie ich heiße. 🤣️

We received a report that a post on your Facebook account may not follow our Community Standards.

Teletubbie winke winke! 😵️

The post has been temporarily hidden while we review it.

If you believe this is a mistake, you can request a review.

Request Review

Natürlich führt der Link nicht zum Fratzenbuch. Alles, was man auf der verlinkten Seite angibt, geht direkt an Kriminelle. Wo der Link hinführt, wird übrigens in der Statuszeile der Mailsoftware angezeigt, wenn der Mauszeiger über den Link liegt. Man muss nicht blind klicken, und man sollte es niemals tun.

If you didn’t post this content, you can ignore this message.

Ich hatte noch nie einen Account beim Fratzenbuch. Lange, bevor ich es mir anschauen wollte, wurde ich schon durch illegale und asoziale Spam vom Fratzenbuch davon abgehalten. Ich besuche doch keine Websites von kriminellen Spammern, die mit dafür programmierter Schadsoftware Mailadressen zum Zuspammen aus Adressbüchern von Handys einsammeln, um ihr dummes, verlogenes und menschenverachtendes Geschäftsmodell anzukurbeln. Möge eine elektrische Entladung der Atmosphäre die Defäkation aller dort Mitarbeitenden unterbrechen!

Facebook – nennt sich jetzt lieber „Meta“, denn „Raider“ heißt auch „Twix“ – soll einfach nur in die Insolvenz gehen, und der Herr Zuckerberg mit seinen tollen, von Kriminellen abgeschauten Tricks, ins Gefängnis. Ach, das ist nur für arme Menschen? Schade, dann kann man wohl nix machen.

Aber ihr seht, dass diese Spams…

  1. nicht von Facebook/Meta stammen; und
  2. …an jede Mailadresse gesendet werden.

Also klickt da bloß nicht rein! Es ist Phishing.

Thanks for helping keep Facebook safe.

Vielen Dank für den pseudohöflichen Dank für Nichts. Vor meinem Arsch ist auch kein Gitter!

The Facebook team

© 2026 Meta Platforms, Inc. · 1 Hacker Way, Menlo Park, CA 94025

Help Center · Community Standards

Die Spam kommt ganz sicher nicht vom Fratzenbuch.

This is an automated message. Please do not reply.

Der Text ist beinahe durch, aber das ist das erste wahre Wort. 👍️

Unsubscribe

Immer eine ganz dumme Idee, eine Spam abbestellen zu wollen, indem man in die Spam klickt. Damit teilt man dem Spammer nur mit, dass die Spam angekommen ist, gelesen wurde und sogar beklickt wurde. Das hat Folgen. Mindestens dreißig am Tag. Eine dümmer als die andere.

Einfach löschen und gut!

Und bei der Gelegenheit: Am besten auch gleich das Benutzerkonto bei Facebook löschen!

4 Kommentare für We received a report about your content

  1. P.C.User sagt:

    Falls nicht „review“ und „review“ jeweils etwas unterschiedliches bedeuten, und nur mangels Wortschatz und Ausdruck dasselbe Wort verwendet wird, erschließt sich mir auch nicht, weshalb man ‚review‘ beantragen sollte, während ‚review‘ gerade läuft. Selbt teletubby würde vermutlich bemerken, daß der Fernseher schon eingeschaltet ist… Das hier ist wohl die nächste Stufe; vielleicht erleben wir noch vorzeitig, wie Nicht Sicher zum Präsidenten ausgerufen wird.

  2. J.R. sagt:

    > wurde ich schon durch illegale und asoziale Spam vom Fratzenbuch davon abgehalten

    Hast du dazu eigentlich schonmal was geschrieben? Mich würde sehr interessieren, wofür Facebook gespammt hat.

    Ich hatte tatsächlich einige Zeit dort einen Account, bis ich in den letzten Jahren aus allen sozialen Medien verschwunden bin, aber Spam im eigentlichen Sinne kam von denen nie, nur immer mal wieder Mails mit einer Zusammenfassung von Beiträgen, die Leute geschrieben hatten, die ich in meiner Kontaktliste hatte (was Facebook fälschlicherweise „Freunde“ nennt) und von Gruppen, die ich abonniert hatte.

    • Es gab für Leute, die noch nicht beim Fratzenbuch waren (zum Beispiel für mich), eine Zeitlang recht regelmäßig E-Mail-Spam, die angeblich als eine persönliche Einladung auf Freunde dieser Leute zurückging. Natürlich wussten diese Freunde nichts davon. Regelmäßig heißt: Streckenweise täglich wie eine chinesische Wasserfolter. Adressmaterial waren offensichtlich die Mailadressen aus Smartphone-Adressbüchern, die von der Fratzenbuch-App mitgenommen und zum Fratzenbuch gefunkt wurden. Insbesondere wurden mir damals nicht nur Mailadressen zugespammt, die jeder kannte, sondern auch welche, die ich für persönliche und spezielle Kommunikation verwendet habe. Es reichte, wenn jemand die Mailadresse auf seinem Handy hatte. Natürlich kamen diese trojanergestützten Spams mit namentlicher Ansprache.

      Natürlich betraf das nicht nur Bekannte, damals hatten recht viele Menschen eine Mailadresse von mir. Einige besonders obskure Beispiele habe ich damals hier verbloggt. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich begriffen habe, dass die Fratzenbuch-App eine trojanische App ist und dass die Leute nicht einmal etwas dafür konnten, dass ihre eigenen Fotos, Mailadressen und Namen vom Fratzenbuch in Spam missbraucht wurden. Aber eines habe ich sofort verstanden: Dass ich niemals, niemals, niemals zum Fratzenbuch möchte. Und das damals, wo es so schlimm war, dass man quasi „nicht im Internet“ war, wenn man nicht beim Fratzenbuch mitmachte. Einen „Dank“ auch an den Journalismus, der diesen kriminellen Spamladen systematisch hochgeschrieben hat!

      Vergleichbare Machenschaften kenne ich persönlich sonst nur von LinkedIn, aber selbst da muss jemand versehentlich zustimmen, dass sein Adressbuch mit Spam beglückt wird. Das ist schlimm genug, weil es wohl auch ein bisschen irreführend formuliert ist. Keine andere Beziehungsvermarkterei hat ihr Geschäftsmodell mit so widerlichen Methoden aufgebaut.

      Übrigens waren diese Machenschaften auch ein Grund, weshalb ich niemals ein so genanntes „Smartphone“ haben wollte, auf dem solche Trojaner oft werkseitig und nicht-deinstallierbar vorinstalliert sind. Die Kultur um diese Dinger ist mir einfach zu giftig. Selbst intelligenzbegabte Menschen fangen in diesem Umfeld an, ganz komisch zu werden. Nein, es hat niemanden vom Fratzenbuch weggetrieben, dass in seinem Namen gespammt wurde.

      Schneller Nachtrag: Ich war natürlich nicht der Einzige, dem das ungenehm aufgestoßen ist. Falls das Blog mal verschwindet: Archivvversion.

      • J.R. sagt:

        Danke, das ist tatsächlich (glücklicherweise) an mir vorbeigegangen. Wahrscheinlich, weil der einzige aus meinem Kreis, von dem ich wusste, dass er bei Facebook war, keine App auf einem Smartphone genutzt hatte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert