Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


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BMW! Sueddeutsche.de!

Dienstag, 11. Januar 2011

Keine Spam, sondern der normale Wahnsinn der Werbung…

Wenn ihr bei der Süddeutschen Zeitung meint, dass es eine tolle Idee ist, eure Leser auf der Startseite der Homepage eures zugegebenermaßen oft lesenswerten Presseproduktes mit einem in Flash realisierten, kurzfilmartigen, riesigen Ad vollzuplärren…

Screenshot des nervigen BWM-Ads auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung

…denn will ich euch diese Meinung gern belassen. Es hat ja jeder eine Meinung, und sei sie noch so eigentümlich. Wundert euch aber nicht, wenn Menschen mit schon durchschnittlich entwickelter Intelligenz und einem leidlich intakten Selbstwertgefühl angesichts derartiger Zumutungen eure Internetarbeit lieber mit einem wirksamen Adblocker „genießen“, weil sich eben auf das konzentrieren möchten, was sie eigentlich bei euch wollten. Gut, dass es technische Lösungen gegen derartige Überrumpelungen gibt! Ob das für eure Geschäftsidee mit den Klickergroschen durch eingeblendete Nervreklame so gut ist, das ist freilich eine andere Frage. Von der Entwertung, die eure „journalistische Qualitätsarbeit“ erfährt, wenn sie in derartigem Kontext präsentiert wird, will ich gar nicht erst anfangen zu reden.

Und. BMW!

Wenn eure „Zielgruppe“ – bei diesem zynischen Wort der Werber habe ich geradezu ein Fadenkreuz vor Augen – wirklich aus Menschen besteht, die nicht über genügend entwickelte Intelligenz verfügen, einen Adblocker für ihren Browser zu verwenden oder die kein hinreichendes Selbstwertgefühl haben, sodass sie ein derartiges Zerren an ihrer Aufmerksamkeit schafdumm über sich ergehen lassen… ja denn, und nur denn habt ihr genau die richtige Form der „Ansprache“ gewählt. Interessanterweise deckt sich das auch recht gut mit dem Eindruck, den etliche Fahrer eurer Ersatzpimm Produkte – Achtung, subjektive Aussage! – bei mir erwecken.

Sollte es aber so sein, ihr dort drüben im Parallelinternet bei SZ und BMW, dass ihr eigentlich ganz andere Leute erreichen wollt, denn kann ich euch nur empfehlen, bei der Konzeption der Werbung auch diese zu achtzig Prozent aus Wasser bestehende Füllmasse im Schädel zu involvieren.

Nur, um es mal angemerkt zu haben…

Boah, wie widerwärtig das Internet ohne Adblocker sein kann, hatte ich schon ganz vergessen. Den Firefox mit Adblock Plus, ergänzt um NoScript kann ich jeden nur empfehlen, der nicht gerade begeistert von Tracking und dem harten Ringen der Werber um die Aufmerksamkeit von Internetnutzern ist.