Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „UK“

VORSCHLAG aus Grobritannien

Dienstag, 4. Oktober 2011

Wie schön, dass mir doch immer wieder tolle Geschäftsvorschläge unterbreitet werden. Dieser stammt einmal nicht aus der schönen Elfenbeinküste oder dem aufstrebenden Nigeria, sondern aus Großbritannien. Schade nur, dass nicht einmal der Name des eigenen Staates im Betreff richtig geschrieben wurde, ganz so, als schriebe ich auf Englisch „Gemany“, wenn ich „Germany“ meinte. Ach, dieses leidige „ß“ aber auch, das die Deutschen in ihrem Alphabet untergebracht haben. Allerdings hat diese zertifizierte Hohlniete von Spammer auch mit anderen Zeichen…

GrьЯe!

…ein paar Probleme. Ist schon mistig, wenn man vorgibt, aus Schottland zu schreiben, aber dabei die kyrillische Codepage verwendet. Dieser komplizierte Kram mit UTF-8 war mal wieder viel zu umständlich für die Idioten. Kann ich verstehen, denn es war ja auch zu viel, mal jemanden deutsch schreiben zu lassen, der deutsch kann:

Ich bin Sarah T. Cole den Personal Assistant {PA}, um einen Direktor eines der grцЯten Bank GroЯbritanniens hier in Schottland und den Vereinigten Kцnigreich. Mein Chef {Name Withheld} hat darauf hingewiesen, dass i sollten Sie auf einem Multi-Millionen-Business-Deal Transaktion, die von gegenseitigem Nutzen sein, um alle beteiligten Parteien zu kontaktieren.

Soso, dein Chef heißt also „Name Withheld“. Wenn ich jemals einen Künsternamen für einen Auftritt brauche, werde ich mich daran erinnern.

Bitte nochmals versichert, dass alles, was ьber dieses Geschдft durch die legale Kanдle und Ihr Engagement in diesem Geschдft nicht verletzt wird eine lokale oder internationale Gesetze Wille geschehe, wie wir alle rechtlichen Dokumente zum Sichern der Zahlung dieses Geldes in Ihre bezeichneten Bank haben Konto in einer sehr kurzen Zeit.

Wir sind verpflichtet Sie alle Einzelheiten ьber dieses Geschдft Vorschlag in meiner nдchsten E-Mail und auch Kopien von meinem Chef Internationale Pass-, Bank-ID, auch die Web-Link zu meinem Chef wieder und Profile zu sehen, mittlerweile, bitten wir Sie, dieses Angebot halten sehr vertraulich und geheim.

Der Rest entspricht dem üblichen Bullshit im Vorschussbetrug. Ein riesen Haufen Zaster soll einem Menschen in die Hand gedrückt werden, der allerdings den Leuten, die ihm einen riesen Haufen Zaster in die Hand drücken wollen, gar nicht näher bekannt ist:

Fьr einen Start, um uns per E-Mail jetzt die folgenden: -

Ihr vollstдndiger Namen: -

Ihr Ansprechpartner StraЯe: -

Ihr Alter: -

Ihr Beruf: -

Ihre Nationalitдt: -

Ihre private E-Mail-Adresse: – [sic!]

Nicht einmal die – wow, Duden-konforme Schreibung! – E-Mail-Adresse, an die dieses Stück digitalen Sondermülls geschickt wurde, ist den Spammern bekannt. Könnte man deutlicher machen, dass hier einfach nur ein paar hunderttausend Müllmails wahllos über ein Botnetz in die Postfächer gestopft wurden?

Wie es heiЯt, den Geschmack des Puddings ist im Essen, so geben diese Unternehmen eine positive Betrachtung, und antworten Sie bitte jetzt.

*gnicker!* „Der Geschmack des Puddings ist im Essen“ – tolle Übelsetzung!

Sarah T. Cole.

{Scotland-U.K}

Senden Ihrer Antwort STRICTLY auf meiner privaten E-Mail Adresse: sarah_cole2011 (at) yahoo.co.uk

Ach, und die andere Wegwerfadresse bei Google Mail, das war gar nicht deine private? Ihr verwendet bei eurer Bank irgendwelche Mailadressen bei einem Anbieter, der in seinen AGB schreibt, dass er den Inhalt der Mails mitlesen darf? So aus Gründen der Vertraulichkeit bei Millionengeschäften? Und einen eigenen Mailserver möchte sich diese angebliche Bank bei den sparsamen Schotten doch lieber sparen? Na, dann ist ja alles klar.

Komm, Spammer, du musst noch ein bisschen üben, bis du auch nur eine Chance hast, dass ein paar merkbefreite Lehrer und Sozialpädagogen auf deine wirre Story reinfallen. Und jeder Mensch mit wirklicher Lebenserfahrung schmeißt deinen Schrott direkt in den Müll, wenn er ihn überhaupt sieht.

Invitation to collaboration

Dienstag, 1. Juni 2010

Jemanden mit einer kriminellen, das Postfach zustopfenden Spam zur Zusammenarbeit „einzuladen“ ist ungefähr wie jemanden für die Gastfreundschaft zu danken, dem man gerade die Tür eingetreten hat. Ob man mit solchen Missgeburten etwas zu tun haben möchte?

Dieser Informationsschrott fließt gerade ganz massiv in diesen Server, auch immer wieder einmal mit einem anderen Betreff. Recht häufig ist auch „New employees wanted“.

Hello.

Stilsicher die Ansprache, denn einen Namen kennen die Verbrecher nicht.

Our company has a part time vacant position.

Es ist ihnen auch scheißegal, wer da für sie „arbeiten“ soll. Wie die Unternehmung firmiert? Auch egal, denn Leute, die Fragen stellen oder nachdenken, sind für ihre Verwurstung durch diese Mafia ungeeignet. Eine Website hat die „Firma“ natürlich auch nicht.

Location : United Kingdom

Auf die naheliegende Idee, dass der Inhaber einer Mailadresse in der .de-Domain vielleicht nicht in Großbritannien sitzt, kommen die Idioten auch nicht. Oder aber, sie sind zu doof, eine entsprechende Bedingung in ihr Spamskript aufzunehmen. Hier mein kostenloser Tipp: Versucht es mal mit next unless ($mail =~ m/\.co\.uk$/); in der Hauptschleife, bevor die Mailadresse bearbeitet wird. Das kann jeder dreijährige Nachwuchshacker auf dem Pisspott, ist wirklich nicht schwierig.

Ach, ist euch scheißegal und kostet euch nichts, anderer Leute Postfächer zuzukacken? Na, so scheiße führt ihr euch auch auf. Und dieses komische Perl könnt ihr nicht lesen, weil ihr euer Drecksskript gar nicht versteht? Klar, da weiß wenigstens jeder, mit was für einem Pack er es zu tun hat.

The minimum requirements for candidates:
– UK mainland residents.
– 20 years old or over.

Natürlich braucht man für den „Job“ nichts zu können. Aber ein Bankkonto sollte man haben, denn darauf empfängt man Geld, dass über Western Union oder MoneyGram weitergeleitet wird. So kommen die Verbrecher an ihr Geld und die Polizei verhaftet einen dieser „Arbeitnehmer“, sind also fast alle zufrieden. :mrgreen:

If you are interested, please send your CV to : john_taylor0 (at) hotmail.com

Wer interessiert ist, sollte sich gar nicht weiter davon abhalten lassen, dass die spammenden Verbrecher offen eingestehen, dass sie mit gefälschtem Absender schreiben und dass deshalb ein Klick auf „Antworten“ in der Mailsoftware nicht zum erwünschten Ergebnis führt. Ausreichendes technisches Verständnis, so dass ein Reply-To-Header in der Mail gesetzt werden würde, ist bei den Halunken nicht vorhanden. Ein dreijähriger Nachwuchshacker auf dem Pisspott übrigens auch nicht, denn der wüsste das.

Und natürlich wird die „geschäftliche“ Kommunikation über eine kostenlose Mailadresse bei einem Freemail-Provider erledigt. Ist ja keine empfindliche Sache…

Best regards,

John Taylor

Steck dir deinen ausgedachten Namen irgendwo hin, wo die Sonne niemals hereinscheint und geh bitte sterben!