Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


# Ihr Schneidebrett fuettert Ihre Familie mit „Mikroplastik“!!

Mittwoch, 11. März 2026, 9:07 Uhr

Mit einem altmodischen Schneidebrett aus Holz wäre das nicht passiert. 🤭️

Die eigentliche Botschaft dieser Spam wird in einem JPEG-Bild mit der moppeligen Dateigröße von 895,5 KiB transportiert. Blinde und schwer körperbehinderte Menschen haben davon nichts und dürfen weiterhin sich selbst und ihre Familien mit Mikroplastik oder „Mikroplastik“ vergiften. Die Spam sieht so aus:

Saubere Kueche Magazin

Advertorial -- Health Trends -- Katori -- Tendenz steigend -- Schwarz-rot-goldene Flagge -- Update: Katori ist derzeit landesweit in den Einzelhandelsgeschäften ausverkauft. Sie sind jedoch möglicherweise noch au der Website HIER erhältlich -- Wie ein einfacher Küchenumbau mich davor bewahrt hat, ich jedes Jahr mit 50 Gramm Mikroplastik zu vergiften -- Zeitlich begrenztes Angebot, 70% Rabatt auf Katori -- Geschrieben von Ema Richter auf Lifestyle and Tech -- Abbildung -- Ich dachte, eine Küche sei der sicherste Ort in meinem Haus. Frische Zutaten, selbstgekochte Mahlzeiten und Sorgfalt bei jedem Gericht. Aber was ich nicht wusste, war, dass ich mich und meine Familie langsam vergiftete. -- Es begann mit einer schockierenden Statistik: Der durchschnittliche Mensch nimmt jedes Jahr 50 Gramm Mikroplastik zu sich. Das ist so, als ob man jährlich zwei AA-Batterien mit Plastik verschluckt. Und einer der größten Übertäter? Schneidebretter aus Plastik. -- Jede Scheibe und jedes Stückchen auf meinem alten Schneidebrett fügte unseren Mahlzeiten unsichtbare Artikel hinzu. Dieses Mikroplastik geht nicht nur durch ihren Körper, es bleibt dort. Es reichert sich in ihrem Darm an, stört ihre Hormone und kann langfristige Gesundheitsprobleme verursachen. -- Jüngste Untersuchungen zeigen, dass beim Schneiden von Gemüse auf Plastikbrettern zischen 1.536 und 7.680 Mikroplastikpartikel pro Gebrauch freigesetzt werden können. Die Rilen und Kratzer beherbergen auch Bakterien, die durch Reinigung nicht vollständig entfernt werden können. Eine Studie aus dem Jahr 2023 brachte MIkroplastik it erhöhtem Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall in Verbindung. -- Ich war entsetzt. Meine Küche, das Herzstück meines Hauses, war die Quelle versteckter Giftstoffe. Ich wusste, dass ich schnell handeln musste. -- Damals entdeckte ich das Katori Titan-Schneidebrett, und es hat meine Art zu kochen völlig verändert. Es besteht aus reinem Titan und eliiminiert die Risiken von Kunststoffbrettern mit einer porenfreien, kratzfesten Oberfläche, die sauber und frei von Bakterien bleibt. Kein Mikroplastik, kein BPA, keine schädlichen Chemikalien. Nachdem ich die 13.000 Bewertungen gesehen hatte, wusste ich, dass es an der Zeit war, umzusteigen. -- [Den vollständigen Artikel weiterleisen] -- Abbildung: Warum ihr Schneidebrett aufrüsten? -- Metallbrett: Keine Bakterien, keine Gerüche. Bricht niemals -- Holzbrett: Gefährliche Bakterien. Schimmel bei Feuchtigkeit. -- Plastikbrett: Gibt Mikroplastik ins Essen ab. Bakterien setzen sich im Inneren fest. -- Seit dem Umstieg auf Katori ist der Unterschied bemerkenswert. Das Brett ist leicht zu reinigen und völlig geruchsresistent. Keine unangenehen Rückstände von Knoblauch, Zwiebeln oder Fisch. Und meine Messer bleiben schärfer, was mir Zeit und Geld für den Austausch spart. -- Katori hat nicht nur mein Kocherlebnis verbessert, es hat mir ein Gefühl der Sicherheit gegeben. 50 Gramm Plastik jährlich eliminiert, 99,9% weniger Bakterien, 300 Euro im Jahr gespart. Ein Kauf, kein Ersatz nötig. Katori hält ein Leben lang. -- [Warum 15.000+ Menschen gewechselt haben] -- Jah H.: Erst ein paar Tage im Gebrauch, aber wow. Das Schneiden fühlt sich viel glatte an und die Reinigung ist super einfach. Ein tolles Upgrade. -- Leandro S.: Super einfach zu reinigen und sieht toll aus in meiner Küche. Jeden Cent wert. Fühlt sich wie ein Premium-Produkt an. -- [Die ganze Geschichte lesen: So funktioniert es]

Vor ein paar Monaten hieß „Katori“ übrigens noch „KatuChef“, aber dieser Quatschname hat wohl nach einigen Spamaktionen unerfreuliche Kratzer bekommen. Ich habe mir damals, als dieser Betrug erstmals ganz frisch für deutschsprachige Käufer aufgeführt wurde, auch den Spaß gemacht, ein paar englischsprachige Bewertungen auf Trustpilot ins Deutsche zu übersetzen. Sie entsprachen völlig meiner Erwartung, wenn ich so eine Spam sehe: Billiger Tinnef wird betrügerisch als teures Produkt angepriesen und überteuert verkauft. Wachere Menschen bekommen schon einen überwiderstehlichen Löschimpuls, wenn sie sehen, dass von hohen Rabatten gefaselt wird, aber dabei überhaupt kein Preis genannt wird.

Was bei der Nummer neu hinzugekommen ist, ist das Gefasel vom Mikroplastik. Ich muss zugeben, dass das sehr geschickt von den asozialen Spammern und Betrügern ist, denn nichts macht so dumm und gefügig wie Angst. Und die grundsätzliche Angst, sich am Essen zu vergiften, wird den Menschen im deutschen Sprachraum ungefähr seit den frühen Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts von Werbern im Brote der Esoteriker und Quacksalber eingepflanzt, um alles mögliche damit zu verkaufen – vom Esoterikprodukt zur „Entschlackung“ und „Entgiftung“ bis hin zu völlig abstrusen Dingen. Dies wurde meist ergänzt um scheinbar redaktionelle Texte in so genannten „Frauenzeitschriften“ und solchen Arsch- und Tittenblättern wie die „Bunte“, deren Zweck es war und bis heute ist, ein günstiges Umfeld für die Reklamelügen zu schaffen. Denn damals wie heute war die Vermarktung von Plätzen für professionell dargebotene Lügen – so genannte „Werbung“ – das wichigste Geschäft einer PResse, die noch nie in meinem heiterem, lustigen Leben eine Wahrheitspresse war.

Zu Mikroplastik halte ich fest: Ja, Mikroplastik existiert wirklich. Es ist keine obskure Verschwörungstheorie und keine bürgerlich-esoterische Theoriebildung, sondern messbare Tatsache. Mikroplastik findet sich in beinahe jedem menschlichen Gewebe – und natürlich in der gesamten Natur. Wie groß die davon ausgehende Gefahr ist, werden die Menschen in den nächsten dreißig bis fünfzig Jahren sehr genau herausbekommen, dies selbstverständlich von Vertuschungsversuchen der Industrie – inklusive diverser von Journalisten als Meldung und Wahrheit verabreichter PResseerklärunen – begleitet. Für die Schäden haften wird niemand, der dafür verantwortlich ist. In die Gefängnisse gehen auch weiterhin nur Schwarzfahrer und arme Menschen, die sich ihre Brötchen aus einer Mülltonne „stehlen“. Die Gewinne werden privatisiert, die Schäden der Gemeinschaft aufgelastet. Das gefällt mir auch nicht, aber es ist so, und so lange man das mit dummen Menschen immer weiter machen kann, wird sich daran nichts ändern. Ich habe die Sechziger und Siebziger Jahre überlebt, und glaubt mir, damals wurden wir wirklich so richtig übel vergiftet, und das mit den giftigsten Giften, die man sich nur vorstellen kann. Alles war damals giftig. Gehaftet hat für die parteiübergreifend gewollte Volksvergiftung – zum Beispiel durch Blei- und Benzolzusätze in Benzin, allgegenwärtiger Verwendung von Asbest, dioxinhaltige Schutzanstriche und dergleichen mehr – niemand. Das hätte ja auch den Reibach der Industrie geschmälert, und das geht nun mal gar nicht! Dann passt lieber auf, dass ihr nicht in einen Fluss fallt und danach im feuerwehrroten Tatütata-Taxi auf die nächste Intensivstation gefahren werdet, damit ihr das auch überlebt.

Seitdem hat sich die Lage gebessert. Das kam allerdings nicht aus dem Nichts. Diverse Bürgerinitiativen haben sich gebildet, gegen die Zustände angekämpft und wurden zur Keimzelle der Partei, die sich heute Bündnis 90/Die Grünen nennt. Nach dieser erfolgreichen Institutionalisierung konnte der Wahnsinn endlich wieder neu anlaufen. Zunächst langsam, aber irgendwann war Poltik wieder offen „alternativlos“, wie diese Grünen aus der schon lange ehemaligen Alternativpartei das dann immer so schön sagten.

Ich sehe nur einen Weg, daran etwas zu ändern: Selbstorganisation und Kampf gegen die Zustände unmittelbar vor Ort. Das ist für jeden Menschen, der mitmacht, mit persönlichen Nachteilen bis hin zu lähmenden Unlust- und groben Gewalterfahrungen verbunden. Das war damals nicht besser. Der Kauf von irgendwelchen Tinnefprodukten – egal, ob sie vom Esoteriker, Apotheker, Quacksalber, Spammer oder sonstigen betrügerischen Geschäftemacher angeboten werden – ist nicht Teil einer Lösung, sondern Teil des Problems. Und dem, der euch eine Partei anbietet und mitherrschen möchte, gebührt nur eine Antwort, und diese muss mindestens so grob und unmissverständlich wie eine Faust sein. Es ist Feind. Es sollte wie Feind behandelt werden.

Amen.

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