Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Kommentarspam“

Frankreich Urlaub

Samstag, 17. Januar 2009

Die heutige SEO-Spammedaille in rostigem Blech geht an meinen Kommentator „Dirk“, der meine vor 18 Monaten geschriebene Ankündigung, dass ich ein paar Tage „Urlaub“ vom Bloggen mache mutmaßlich durch das Suchen nach geeigneten Schlagwörtern für sein Google-Spamming gefunden hat. Dass der Beitrag sehr alt ist, hat ihm ebenso wenig gestört wie der Text des Beitrages, und so packte er im blinden und gnadenlosen Willen, mein Blog zu einer kleinen Manipulation des PageRanks zu missbrauchen, den folgenden, von Hand geschriebenen, „Kommentar“ auf die guten Wünsche treuer Leser:

Dirk – frankreich-urlaubsinfos.de – könnte ich auch gut gebrauchen, so eine kleine Auszeit.

Die darin verlinkte Website ist ganz gewiss so seriös, wie jedes andere mit Spam in die Aufmerksamkeit gezwungene Angebot auch. Nicht nur, dass sie SEO-beflissen ein Deppen Leer Zeichen in „Frankreich Urlaub“ im Titel schreibt, damit Google gleich zwei wichtige Suchbegriffe kriegt, sie kommt auch mit der Ergänzung „Information, Reise buchen, Hotel buchen, Flug buchen“ gleich zur geschäftlichen Sache. Das Angebot gibt vor, dass der Interessierte dort gezielt Tourismusprodukte suchen kann.

Der Spamcharakter ist also mal wieder offensichtlich.

Weshalb es denn nur zur rostigen SEO-Medaille aus Blech gereicht hat? Nun, die Seite ist noch gar nicht fertig. Die oberste Ebene der Navigation führt auf etliche 404-Fehler (Datei nicht vorhanden), wenn man darauf herumklickt, und auch so einige Suchmöglichkeiten sind noch nicht vorhanden…

Tja, die Hotelsuche fehlt noch.

[Über das Design sage ich jetzt gar nichts…]

…zum Beispiel erfreut die „Hotelsuche“ die interessierten Leser mit gähnender Leere. Andere Spammer haben wenigstens schon ihre realen oder scheinbaren „Produkte“ fertig, wenn sie mit dem Missbrauch der kommunikativen Infrastrukturen des Internet beginnen. Dieser SEO-beflissene Mitmensch hingegen, er ist wohl der Meinung, dass man die „Liebe“ der Suchmaschinen doch besser mit Spam als mit Inhalten zu sich ziehen sollte. Und diese mutmaßliche Meinung, sie ließe tief in einen Charakter blicken, der sich für kein Geschäft und auch kein anderes Miteinander empfiehlt. Mehr als wertloses Blech gibt es dafür nicht.

Mit einem Klick ist alles weg. Und: Ach ja, Willkommen in Akismet! Mögest du nirgends mehr mit Blogkommentaren durchkommen! :mrgreen:

Und ich werde immer wieder an dieser Stelle über die aktuelle Flut der Spamkommentare in meinem bewusst werbefreien Blog berichten, deren einziger Zweck in der Manipulation der Suchmaschinen besteht. Die Urheber dieser besonderen Form der Spam sind so gut wie zweifelsfrei bekannt, weil niemand etwas dafür tun würde, dass ein Mitbewerber Vorteile in Google bekommt. Wer Geschäfte im Internet macht und eine solche Würdigung als Spammer unerträglich fände, sollte besser auf Spam verzichten.

DerKleineHelferInNot

Donnerstag, 8. Januar 2009

In der Überschrift fehlen nicht etwa die Leerzeichen, diesen Text hat ein Kommentator zu seinem handgeschriebenen (!) Schrottkommentar beim Bloggenden Hannover als Namen angegeben, weil er glaubt, dass ein Feld „Name“ ein idealer Ort für ein Google-Keyword ist. Dabei nennt er sich doch weiter unten „Stefan“. Was kann da wohl so ein kleiner Helfer in der Not werden? Na, lesen wir mal.

Hallo,

hier habe ich mal für euch einen Anbieter für Viagra getestet.

So so, für „uns“ ist das also – aber ich bin doch nur einer. So richtig hast nicht verstanden, wofür so eine Kommentarfunktion zu einem veröffentlichten Text gut ist, und am liebsten würdest du dein kriminelles Angebot auf alle hannöverschen Blogger loslassen.

Ein Rezept ist nicht erforderlich, da die Medikamente (Viagra, Cialis, Levitra, Kamagra, u.a.) online verschrieben werden. Die Lieferung erfolgt aus dem Inland und somit ohne Zollprobleme!

Natürlich braucht man kein Rezept. Legal ist das übrigens auch nicht. (Wer mir das nicht glaubt, besuche mal seine nächste Polizeiwache und frage da nach.) Und wenn man ganz viel Glück hat, denn gibt man solchen „Apothekern“ einfach nur sein sauer verdientes Geld und kriegt nichts dafür. Wenn man nämlich keine von diesen vergammelten oder sehr fragwürdigen Pillen kriegt, kann man sogar noch ein bisschen am Leben bleiben. Das ist doch ein wirklicher Vorteil, auch wenn man beim Vögeln mal keine zwölf Stunden Dauerfeuer geben kann, als käme der Orgasmus vom orgasmüssen.

Am Besten, ihr schaut mal selbst auf
http://www.viagraversand.eu
.

Und schon wieder werde ich im Plural angeredet. Na, was erwarte ich auch von jemanden, der sich so viel Viagra wirft, wie er in diesem Nullbeitrag andeutet? Wenn der Schwellkörper gut durchblutet ist, denn scheint weiter oben, im Kopfbereich, die Versorgung mit Blut und Sauerstoff zusammenzubrechen.

Die Lieferung hat bei mir nur 2 Tage gedauert, da ich den Eilversand und die Sofortüberweisung genutzt habe. An alle, die Viagra online bestellen wollen, kann ich diese Seite wärmstens empfehlen!

Aber jetzt nochmal ein bisschen Lüge, damit sich die Spam für den kriminellen Spammer auch lohnt. Man kriegt das Zeug also ganz schnell, wenn man im Voraus zahlt – und wenn man das Zeug nicht kriegt, ist eben das Geld weg.

Ob die „Sofortüberweisung“ etwas mit der Übermittlung von Bargeld zu tun hat, möchte ich jetzt nicht rausbekommen, denn ich habe gerade kein besonders gesichertes System für fröhliches Klicken in Spamlinks herumstehen. Aber ich fräße einen Besen, meinten die etwas anderes damit – richtige Überweisungen sind nämlich leicht rückgängig zu machen, wenn man beschissen wurde, und so landete das Geld nicht bei denen, die es sich hier betrügerisch unterm Nagel reißen wollen. Bei lichtscheuem Gesindel, das irgendwelche Dinge mit Spam anbietet, wird man immer beschissen.

Ich wünsche euch viel Spass mit eurer Partnerin bzw. eurem Partner :).

Ich wünsche dir eine schwere Krankheit, den Verlust sämtlicher Freunde, unerträgliche Schmerzen und ein langsames, qualvolles und einsames Verrecken, du Fäkalmade! 👿

Gruss
Stefan

Unter Erbietung meiner vorzüglichsten Verachtung

Der Nachtwächter
(Nach Diktat verreist)

Die beste Online Poker Seite

Mittwoch, 7. Januar 2009

Ein ganz toller „Kommentar“:

Unbeschreiblich!

Ob der Verfasser dieser tollen Zeilen wohl jedes Mal einen neuen Spamkommentar irgendwo postet, wenn sich der Stand des Jackpots verändert hat? Und ob er wohl im Stande wäre, mir zu erklären, wie beim Pokern ein „Jackpot“ entstehen kann?

Und ob er wohl schon einmal gemerkt hat, dass die Wörter „online“ oder „poker“ fast überall bereits für sich allein ausreichen, um als Spammer erkannt zu werden, dieser „Kommentator“? :mrgreen:

Smart Internet Solutions

Montag, 5. Januar 2009

Eine besondere Leseschwäche haben die SEO-Spammer von der kleinen Klitsche „Smart Internet Solutions“, die nicht nur nicht den deutlichen Text unterm Kommentarfeld lesen können, dass jede Form von SEO-Gehabe in meinem Blog völlig unerwüscht ist, sondern…

Done smart???

…die so etwas auch für ein ideales Umfeld halten, ihre besonderen SEO-Leistungen anzubieten. Dieses „Do it smart“ wird dabei zur gelungenen Realsatire.

Ach ja, willkommen in Akismet!

Hi! My name is Jessika!

Montag, 15. Dezember 2008

Hi! My name is Jessika!

Schön, dass „du“ einen Namen hast und das so in einem Kommentar mitteilen willst, der sich leider im Spamfilter verfangen hat. Das mit dem Spamfilter liegt übrigens daran, dass „du“ „deinen“ „Namen“ so toll findest, dass du ihn immer wieder mitteilen wolltest – leider hat er sich jedes Mal geändert. Wenn du dich dermaßen blöd beim Spammen anstellst, denn kann sogar ein dummer Computer bemerken, dass es sich um Spam handelt.

Aber das scheint ja sowieso nicht dein Problem zu sein. Es entsteht eher der Eindruck, du testest dein verkacktes Skript ein bisschen, bevor es in den „richtigen“ Einsatz geht, und weil du wohl auch zu blöd bist, dir dafür selbst ein Blog aufzusetzen, lässt du dein Gestrokel eben auf ein paar Blogs im Internet los. Das ist eine tolle Idee und gewährt mir mal wieder eine Sekunde sinnvoller Beschäftigung, da ich auf den Button „Alle löschen“ klicken muss, um so einen Müll endgültig in die ewigen Jagdgründe gelöschter Datensätze zu befördern. Wir freuen uns ja alle, wenn wir etwas zu tun haben.

Ebenfalls auf die Strokelphase deines verkackten Skriptes scheint es zurückzuführen zu sein, dass du noch keinen Link auf deine Seite setzt, zu der die vielen leckeren Mädchennamen passen sollen. Stattdessen behauptest du einfach, dass deine Website Google sei, ganz so, als ob ein Link auf diese Suchmaschine noch nötig wäre. Wenn deine Müllkommentare erstmal durchkommen, wirst du da gewiss eine „bessere“ Website eintragen…

Kurz: Ich fühle mich wie dein Versuchskaninchen, „Jessika“ oder „Bettina“ oder „Sabrina“ oder „Rosi“ oder „Vanessa“ oder „Anne“ oder „Claudia“ oder „Melanie“ oder etc… – aber dein Experiment ist auf ganzer Linie gescheitert. Denn alle deine mit gleicher IP abgeseilten Müllkommentare wurden sicher und automatisch als Spam erkannt und haben nicht eine einzige Sekunde lang das Internet besudelt.

Vielleicht solltest du einfach mal etwas weniger asoziales als Spammen tun.

Мобиль

Montag, 15. Dezember 2008

Es ist doch immer wieder eine echte Freude, dass so ein Blogsystem dank Unicode mit so ziemlich jeder Sprache klarkommt, die irgendwo auf dieser Welt gesprochen wird. Zum Beispiel spricht ein gutes Zwanzigstel der Weltbevölkerung Russisch, und da wollen russische Spammer sich auch nicht zurückhalten und irgendwelche Blogs als SEO-Litfaßsäule für diese gewaltige Zielgruppe verwenden. So etwas nennt man denn wohl einen „aufstrebenden Wirtschaftsraum“, und die Tatsache, dass diese Spam handgeschrieben ist, zeigt einem auch gleich, dass es dort genügend Markt für Elendsarbeit geben muss. Und damit so ein hingekackter SEO-Link auch wirklich durchkommt und so richtig Wirkung zeitigt, machen diese Spammer das nicht nur einmal, sondern jeden Tag viele viele Male. Ob man auch bei den Menschen russischer Zunge versucht, mit ein paar durchsichtigen Phrasen einen Bezug zum Thema oder eine Anerkennung für das Blog zu heucheln, kann ich nicht beurteilen…

Mobil…

…weil ich leider immer wieder feststelle, dass ich die falschen Sprachen gelernt habe. Aber immerhin, wenn es solche Spam nicht gäbe, dann würde ich kaum bemerken, dass WordPress keine Probleme mit dem kyrillischen Alphabet hat. 😎

Immerhin kann ich noch ersehen, um was es den Spammer geht. Dieses „Мобиль“ in der zitierten Spam, es läse sich in lateinischen Lettern als „Mobil“ und es handelt sich gewiss um das russische Wort für ein Handy.

Doch eines ist an dieser Seuche zurzeit noch erfreulich: Da diese Spammer fast immer eine Mailadresse beim kostenlosen Mailprovider mail.ru angeben, lässt sich der Müll ganz einfach rausfiltern – es reicht, Kommentare mit dieser Zeichenkette in die Moderation zu stellen. Leider werden das auch irgendwann die Spammer merken und sich andere Mailadressen ausdenken, und dann wird es richtig übel – denn mit handgeschriebener Spam ist jeder automatische Filter verwundbar.

Und noch übler wird es werden, wenn für die 1,2 Milliaren Chinesen gespammt wird. Spätestens dann kommt für mich der Moment, die Kommentarmöglichkeiten abzustellen. Dann haben es Spammer wieder einmal geschafft, einen Kanal für die zwischenmenschliche Kommunikation mit ihrer Scheiße unbrauchbar zu machen.

Wenn ich doch nur einmal so eine Fäkalmade in die Finger bekäme! 👿

c71t

Montag, 1. Dezember 2008

Werte Kommentarspammer, eure hingestrokelten, aus fehlerhaften Skripten stammenden „Kommentare“…

c71t – c71t

…werden auch durch die Wiederholung des „Gesagten“ nicht interessanter.