Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Kategoriearchiv „Kommentarspam“

Мобиль

Montag, 15. Dezember 2008

Es ist doch immer wieder eine echte Freude, dass so ein Blogsystem dank Unicode mit so ziemlich jeder Sprache klarkommt, die irgendwo auf dieser Welt gesprochen wird. Zum Beispiel spricht ein gutes Zwanzigstel der Weltbevölkerung Russisch, und da wollen russische Spammer sich auch nicht zurückhalten und irgendwelche Blogs als SEO-Litfaßsäule für diese gewaltige Zielgruppe verwenden. So etwas nennt man denn wohl einen „aufstrebenden Wirtschaftsraum“, und die Tatsache, dass diese Spam handgeschrieben ist, zeigt einem auch gleich, dass es dort genügend Markt für Elendsarbeit geben muss. Und damit so ein hingekackter SEO-Link auch wirklich durchkommt und so richtig Wirkung zeitigt, machen diese Spammer das nicht nur einmal, sondern jeden Tag viele viele Male. Ob man auch bei den Menschen russischer Zunge versucht, mit ein paar durchsichtigen Phrasen einen Bezug zum Thema oder eine Anerkennung für das Blog zu heucheln, kann ich nicht beurteilen…

Mobil…

…weil ich leider immer wieder feststelle, dass ich die falschen Sprachen gelernt habe. Aber immerhin, wenn es solche Spam nicht gäbe, dann würde ich kaum bemerken, dass WordPress keine Probleme mit dem kyrillischen Alphabet hat. 😎

Immerhin kann ich noch ersehen, um was es den Spammer geht. Dieses „Мобиль“ in der zitierten Spam, es läse sich in lateinischen Lettern als „Mobil“ und es handelt sich gewiss um das russische Wort für ein Handy.

Doch eines ist an dieser Seuche zurzeit noch erfreulich: Da diese Spammer fast immer eine Mailadresse beim kostenlosen Mailprovider mail.ru angeben, lässt sich der Müll ganz einfach rausfiltern – es reicht, Kommentare mit dieser Zeichenkette in die Moderation zu stellen. Leider werden das auch irgendwann die Spammer merken und sich andere Mailadressen ausdenken, und dann wird es richtig übel – denn mit handgeschriebener Spam ist jeder automatische Filter verwundbar.

Und noch übler wird es werden, wenn für die 1,2 Milliaren Chinesen gespammt wird. Spätestens dann kommt für mich der Moment, die Kommentarmöglichkeiten abzustellen. Dann haben es Spammer wieder einmal geschafft, einen Kanal für die zwischenmenschliche Kommunikation mit ihrer Scheiße unbrauchbar zu machen.

Wenn ich doch nur einmal so eine Fäkalmade in die Finger bekäme! 👿

c71t

Montag, 1. Dezember 2008

Werte Kommentarspammer, eure hingestrokelten, aus fehlerhaften Skripten stammenden „Kommentare“…

c71t – c71t

…werden auch durch die Wiederholung des „Gesagten“ nicht interessanter.

Spam für Spam

Sonntag, 30. November 2008

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Toll, das habt ihr also mit eurer tollen automatisierten Software gemacht, wofür ihr euren Opfern auch noch Geld abknöpfen wollt? Weil die so total gut und wirksam ist? Ist ja echt ein phänomenales Ding. Ratet mal, wo ich euren tollen Kommentar eben gefunden habe: Im Spamfilter meines Blogs. 😆

Die ICQ-Nummer habe ich bewusst unkenntlich gemacht.

Was wir verbergen

Freitag, 28. November 2008

Und einmal mehr ein besonders toller Versuch der Kommentarspammer. Einfach behaupten, es gäbe in den kommentierten Blogs ein paar versteckte Inhalte, die sich jetzt jeder mal in aller Ruhe anschauen kann – Neugier scheint also auch doof zu machen:

Today I found something on the board, that administrators were hiding from us…
Anyway if you care about the portal, watch this:
secret.spam.tamagothi.de

Klar, dass der Link auf ganz andere Sites geht, nicht wahr? Und wer darauf klickt, der lasse alle Hoffnung fahren. Es ist nicht zu erwarten, dass es harmlos wird.

Und wenn das nicht hilft, hier noch etwas Überzeugungsarbeit für die Menschen nicht ganz so englischer Zunge:

Проверьте верноÑ?ть Ñ?воей девушки/парнÑ? 😉

Aber erfreulicherweise hat es diesen Kommentar sofort in den Spamfilter gezogen. Trotzdem sollte niemand auf so etwas klicken, der es irgendwo anders sieht…

Stümper!

Dienstag, 25. November 2008

Einen ganz „tollen“ Kommentar hätte ich jetzt in der ganzen Anpreisung von Pokerspielchen und Abzock-Casinos fast übersehen. Er sei hier zur Schade seines Urhebers vollständig zitiert:

Bill743228224 | None | IP: 66.199.227.xxx

None…

None…

Besonders lustig sind die „Rohdaten“, die zu diesem „Kommentar“ führten. Es handelt sich um eine sehr lange Zeichenkette, die über XMLRPC an mein Blog übermittelt wurde. Leider geschah beim Umwandeln der Daten aus der gewiss großen Spamdatei ein kleiner Fehler, so dass alle Angaben im ersten Feld des übermittelten XML-Geraffels standen.

Das Spamskript ist in Python geschrieben, was ja durchaus eine gut geeignete Sprache für solche Anwendungen ist. Aber wenn man eine Zeile aus seiner Spamdatenbank in einzelne Felder zerlegen will, sollte man sich schon einmal in aller Ruhe die Doku für string.split anschauen. Hier fehlte ganz offensichtlich das Trennzeichen, und als Resultat wurden lauter undefinierte Variablen für die Konstruktion der Spam verwendet. Beim Umwandeln dieser Variablen in eine Zeichenkette hat Python die undefinierten Variablen brav durch den Text „None“ ersetzt, der nun alle „Inhalte“ dieses „Kommentares“ ausmacht – und vermutlich einiger auch die „Inhalte“ tausender weiterer Kommentare in anderen Blogs.

So einen Stümperfehler in einer Spam habe ich echt schon lange nicht mehr gesehen. Zu doof zum Programmieren, zu unfähig, das Ergebnis der eigenen Stümperei mal zu testen, aber trotzdem den hingestrokelten Dreck auf das Internet loslassen! Setz dich einfach mal in aller Ruhe hin und lies die Dokumentation zu Python, ehe du davon ausgehst, dass automatisch ein Komma als Trennzeichen bei der Zerlegung einer Zeichenkette genommen wird, du None, du!

Schwarzfunk

Dienstag, 25. November 2008

Nur kurz erwähnt werden soll hier der „Kommentator“, der im Blog eines strikten und durch nichts von seiner „Rückständigkeit“ abzubringenden Handy-Verweigerers einen handgeschriebenen Kommentar hinterließ, der das Schlüsselwort „Weiß“ (gut mit einem Bindestrich getarnt) mit der kommerziellen Website www punkt weissfunk punkt com verbinden sollte, auf dass Google auch für das richtige Ranking sorge.

Diese Website, die auf diese Weise durch die Umwidmung und den mutmaßlich massenhaften Missbrauch kommunikativer Angebote in Websites in Google nach oben gespült werden soll, bietet ausgerechnet Kommunikationstechnik feil. Dort soll jeder zu seinem Handy und zu seinem Vertrage kommen, insbesondere auch solche Menschen, deren Schufa sonst eben den Verträgen im Wege steht. Ich habe gerade keine Lust, mich weiter inhaltlich mit diesem Angebot zu befassen, habe allerdings schon wegen der gewählten Werbeform eine sehr klare Meinung dazu. Ob es eine gute Idee ist, mit Leuten ins Geschäft zu kommen, die eine solche Form der „Werbung“ nötig haben, überlasse ich allerdings der Einsicht jedes Menschen.

Für mich handelt es sich um den ganz normalen Wahnsinn, den ich fast jeden Tag aus meinen Kommentaren rauslöschen darf, seit Google mir einen etwas höheren PageRank verpasst hat und seit sich in gewissen Kreisen herumgesprochen hat, dass ich Links in Kommentaren nicht mit der nofollow-Auszeichnung entwerte.

Aber ein bisschen musste ich diesmal doch grinsen, als ich einen schnellen Blick auf die mit SEO-Spam beworbene Website warf. Denn im Fußbereich fand sich die folgende Angabe:

© 2008 by schwarzfunk

Das Wort vom „Schwarzfunk“ ist in diesem sumpfigen Kontext der Durchseuchung des Internet mit SEO-Spam doch gleich viel passender. :mrgreen:

Ach ja: Willkommen in Akismet.

Auch fortan werde ich unregelmäßig immer wieder einmal einen vielen SEO-Spammer rausgreifen, die sich in jüngerer Zeit in meinem Blog tummeln und die dortige Kommentarfunktion nicht für eine Möglichkeit zum menschlichen Austausch, sondern für eine Vorrichtung zur Google-Manipulation halten, um ihn hier „lobend zu erwähnen“. Dies wird grundsätzlich ohne Linksetzung geschehen und so geschrieben sein, dass der Chrakter dieser Form des „Marketings“ deutlich wird. Wenn sie ein Geschäft im Internet machen und diese Form des Feedbacks nicht wünschen, sollten sie einfach nicht spammen. Die beste Methode, in Google „nach oben“ zu kommen, sind immer noch Inhalte, diese Methode hat mir auch geholfen. Das, was einige SEO- und SEM-Unternehmer und -Ratgeber zu leisten versprechen, ist im Wesentlichen Spam – und es ist keine gute Idee, dieses Mittel zu verwenden.

If you want to delete your site…

Mittwoch, 19. November 2008

Nein, natürlich will dieser Kommentarspammer nicht, dass ich meine Website lösche, sondern dass ich meine Website von seiner Spamliste lösche:

APATTEPOILT | babai (at) mytop-in.net |

to: Admin – If You want to delete your site from my spam list, please sent url of your domain to my emai: stop.web.spam (at) gmail.com
And I will remove your site from my base within 24 hours
webmastegz

Klar doch, Spamarsch! Ich werde dir auch gerade irgendwie bestätigen, dass du mit deinem dreisten Versuch nicht sofort in der Mülltonne gelandet bist. Und meine Mailadresse kriegst du bestimmt nicht, die brauche ich noch für die richtige Kommunikation.

PS. As the previous address of an e-mail has been removed also all letters on it have been lost I is compelled to make this dispatch once again.

Häh?! ❓

PS2. To send url your site on an e-mail stop.web.spam (at) gmail.com is a unique way to avoid a spam from me. To write abuses to the various »stop spam« sites – it is useless.

Aber sicher doch, man kann der Allmacht deines hingestrokelten Skriptes nur entkommen, wenn man dir eine Mail schickt und dich um Gnade anfleht. Und weißt du, wo ich das lesen kann? Im Spamfilter meines Kommentarbereiches. 😀

PS3. Your addresses of an e-mail are not necessary to me, you can create an e-mail through free service and send me yours url through this e-mail

Gleich hängst du noch eine Datenschutzerklärung hinter deine kriminellen Versuche und vertraust darauf, dass deine Opfer so eine Zusicherung für glaubwürdig halten.

PS4. sorry for my bad English

Macht nichts. Wenn ich nicht immer wieder mal echte Kommentare aus dem Spamfilter fischen würde, hätte ich es gar nicht bemerkt, wie mies dein Englisch und dein Charakter ist.

Ach so, nicht einmal einen Link hast du Arschkrampf in deinem „Kommentar“ gesetzt gekriegt. Leider steht zu befürchten, dass du das in der nächsten Welle deiner Spam besser machst.

Aber danke für die kurze Erheiterung! Google wird deinen Mailaccount in den nächsten Minuten löschen, hoffentlich mit allen Nachrichten deiner leichtgläubigen Opfer darin.

Spam-Splitter (23)

Donnerstag, 13. November 2008

w0ar2krwbgswgg6r

Ein toller Blogkommentar! Fehlt eigentlich nur noch der Inhalt. Oder ein Hinweis auf das Angepriesene. Oder ein Link. Fast so toll wie Schweigen, nur etwas lästiger.

Bin letztens über einen Beitrag geflogen, eine Domina hatte einen Geldsklaven, so etwas stelle ich mir sehr lukrativ vor, nur leider wohl eher ein Traum *dream*

Ah, schon besser, da weiß man wenigstens, was der „Kommentator“ anzubieten hat. Wenn du willst, Spammer, denn kannst du gern mein Geldsklave werden – und wenn es dir hilft, haue ich dir auch jeden Tag ein paar in deine gierige Fresse!

Nee, da schaue ich lieber mal wieder in meine Mail…

I‘m chilling out on my YACHT, wanna see how I bought it…

Click here

Ich hoffe, deine Yacht heißt Titanic.

Eine Spam der Betrüger mit der Firmierung Canadian Pharmacy

Das mit der Formatierung von Grafiken in einer HTML-Mail üben wir aber das nächste Mal ein bisschen, bevor wir die Spam an ein paar Millionen Empfänger schicken!

4 St. Design Solar Lampen Modell „S tyle“

Ist ja toll, dass die „S tyle“ heißen. Sehen gar nicht so aus. Hast du deshalb das Leerzeichen da reingetippt?

As a result of your visiting various websites we are running the E-business promotions for. You/Your Company email address, attached to ticket umber 343-221-8756, with serial number 454-17 drew the lucky numbers 3, 8, 13, 22, 27, 41 and Bonus number 12

Ach, so nennt ihr das jetzt, wenn ihr einen Harvester durchs Internet laufen lasst, um Mailadressen abzuernten. Schön, dass meine Mailadresse ein paar Zahlen gezogen hat. Was macht die eigentlich sonst noch so alles, wenn ich mal wegschaue?

Certificate Agent, Toyota Email Lotto
Mr.George Monk
Email:toyotapromo2008 (at) yahoo.cn

Klar, eine Firma wie Toyota kann sich nichts besseres leisten als eine kostenlose Mailadresse bei Yahoo. Nicht einmal die Angabe der Antwortadresse, so dass man die Mail einfach mit einem Klick auf „Beantworten“ beantworten könnte.

William sagte, auf dieser Web-Seite es ganze 1000.- Start-Bonus um bei über 250 Gewinn-Spielen abzuräumen

Und er sagte auch, dass er keine Verben mehr. Mann, da muss man aber ganz schön abgezockt werden, bei diesen Betrügern.

So holen Sie sich Ihren Bonus:

Besuchen Sie uns auf
http://qcthwkjo.net.idtxqxzbat.smearsinrough.com?[…]

Na, so einer Adresse vertraue ich doch sofort. Schließlich bin ich blöd!

Hello my dear!

I pray to God that this message reaches you in good health.

Wenn ich zu Gott beten würde, denn würde ich ihn um so eine altmodische Show mit herabregnendem Feuer bitten. Und zwar über Deinem Kopf! Und über dem Kopf jedes anderen Spammers. Die Welt würde auf der Stelle ein schönerer, himmlischerer Ort, der mich vielleicht wieder auf Gott vertrauen lehrte.