Unser täglich Spam

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Kategoriearchiv „Mail“

“Meine Frau war sprachlos” — Daniel Brühls 60-Minuten-Geheimnis

Montag, 5. Oktober 2026

Oh, heute gibt es mal wieder ganz geheime Geheimgeheimnisse? Aber nein doch, heute gibt es die übliche chinesische Wasserfolter mit angeblichen Sendungen der Höhle der Löwen, in denen Pimmelpillen, Schlankheitspillen, Haarwuchsmittel, Geldmachmethoden oder vergleichbarer Betrug verramscht werden. Wie immer steht der wesentliche Teil der „Mitteilung“ in einer Grafik, weil der Müll sonst durch keinen Spamfilter mehr hindurchkommt — aber es hat trotzdem nicht funktioniert. Selbst Spamfilter, die nicht so empfindlich konfiguriert sind, sortieren diesen Müll einfach aus.

Höhle der Löwen News -- Rekord-Deal-- Größter Deal in der Geschichte der Höhle der Löwen: Alle 6 Inverstoren sichern sich diese Kapsel gegen Erektionsstörungen -- In der bisher beliebtesten Folge von »Die Höhle der Löwen« gelang den Schwestern und Chemikerinnen Anna und Janina eine historische Sensation. Alle 6 Löwen schlossen sich zusammen, um ihre Erfindung mit 2,5 Millionen Euro zu fördern. -- Ihr patentiertes Naturprodukt Sildorafil nutzt eine neuartige TRTT-Technologie, durch welche pflanzliche Wirkstoffe 185-mal besser vom Körper aufgenommen werden. In klinischen Tests heilte die Formel 97 % der Probanden und ermöglichte Ausdauer von bis zu 2 Stunden ohne Nebenwirkungen -- Foto -- »Schon nach weniger als 60 Minuten spürte ich, wie sich mein Penis von weich zu supersteif wandelte. Ich hatte 1 Stunde und 29 Minuten lang einen Steien! Meine Frau wusste nicht, wie ihr geschah, als ich sie in dieser Nacht zum ersten Mal seit Jahren mit zwei Orgasmen beglücken konnte« Daniel B, Verifizierter Anwender -- Ganz ohne gefährliche chemische Nebenwirkungen, schmerzhafte Nadeln oder teure Verschreibungen: Tausende Männer in Deutschland berichten von sofortiger Standfestigkeit und spürbarem Zuwachs an Fülle und Selbstvertrauen -- Mit Sildorafil aktivieren Sie die natürliche Testosteron-Aufnahme und sicher sich maximale Ausdauer auf Knopfdruck. -- Sehen Sie sich die unzensierte Demonstrationan, ehe das Sonderkontigent der Löwen restlos vergriffen ist. -- [Zum Sonderangebot & Video] -- PS. Aufgrund der enormen Nachfrage nach der TV-Ausstrahlung ist der Lagerbestand stark begrenzt. Klicken Sie hier, um sich ihren Neukundenrabatt auf Sildorafil zu sicher >>

Höhle der Löwen: Größter Deal aller Zeiten für 2-Stunden-Potenzkapsel

[Rd.  120 leere Absätze entfernt…]

To unsubscribe from this group and stop receiving emails from it, send an email to
gw+unsubscribe@afterssaousing.com.

Alles ist Lüge. Die Sendung hat es nie gegeben. Spamgenießern ist der Text schon etwas länger bekannt. Ich habe die Lüge mit der neuartigen TRTT-Technologie zum Beispiel am 12. August des letzten Jahres gebracht, aber damals hieß die Pimmelpille noch Libidion. Natürlich mit begrenzter Stückzahl und bald weg.

Auf ein für gewerbliche E-Mail obligatorisches E-Mail-Impressum hat der Absender verzichtet.

Für alles Weitere gebe ich weiter an die Website, die bei der einfachsten Suche hervorgebracht wird [der Link geht auf eine dauerhafte Archivversion]:

Sildorafil ist ein flüssiges Nahrungsergänzungsmittel für Männer ab 18 Jahren […] Sildorafil ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel

Von der Höhle der Löwen ist auf der Website mit passender Domain, auf der dieser Vitamin-, Substanz- und Mineralstoffcocktail vermarktet wird, übrigens nicht die Rede. Genau so wenig von irgendwelchen 60-Minuten-Geheimnissen, die ruckzuck nach weniger als sechzig Minuten das Blut in den Schwellkörper treiben. Stattdessen soll man zweimal täglich fünf Sprühstöße nehmen. Man erfährt in einem länglichen Text, der für meinen Geschmack etwas aufdringlich nach aufgedunsenem Gnobbelmatsch aus dem angelernten neuronalen Netzwerk (Werber, Journalisten und Politiker sprechen meistens von „künstlicher Intelligenz“, was natürlich ein Reklamewort ist) schmeckt, sogar noch die Farbe der Sprühflasche, die Inhaltsstoffe und welchen Geschmack das Spray hat. Weshalb man es sich reinsprühen soll, erfährt man dort jedoch jenseits der schwammigen Trägt-bei-Sätze nicht, die übrigens nur für einen Bruchteil der Inhaltsstoffe angegeben werden. Das Warum-sollte-Ich ist vermutlich nicht das Wichtigste. 😅️

Aber das, was man in dieser Spam aus »Höhle der Löwen« kaufen kann, wird ganz sicher nicht den Pimmel steif und standhaft machen. Dafür nimmt man am Geldbeutel ab und muss nicht mehr so viel schleppen. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass man die in der Spam verlinkte Website — im Gegensatz zur Primärseite, wo man das Nahrungsergänzungsmittel erwerben soll — nicht dauerhaft archivieren kann, weil die Betreiber etwas Aufwand getrieben haben, um das technisch zu unterbinden? Nein? Dann eben jetzt.

Warum man so etwas tun sollte? Denkt mal drüber nach, oder fragt mal einen Polizeibeamten.

Ansonsten hat sich diese ansonsten sehr gewöhnliche und dumme Spam meinen Spezialpreis für besonders ansprechenden HTML-Quelltext in einer Müllmail verdient. Warum? Darum:

Ausschnitt aus dem HTML-Quelltext der Spam

Ein Meisterwerk! 🏆️

New: I liked what I saw

Samstag, 3. Oktober 2026

So geht es mir nie, wenn ich eine Spam sehe.

Foto, das in der HTML-formatierten Spam nachgeladen werden soll

Bist du das selbst, Spammer? 😁️

Das Foto wird für Spammer angenehm kostenlos und anonym bei Pinterest gehostet. Natürlich kenne ich diese Frau nicht, und natürlich ist der schwarze Balken im Gesicht und der überlagerte Schriftzug „Spam“ von mir. Die Frauen sind schon genug damit gestraft, dass ihre Fotos von solchen Kriminellen missbraucht und mit vielen Millionen Spams verbreitet werden. Alle von solchen Spammern benutzten Fotos werden billig und schnell von „irgendwo aus dem Internet“ mitgenommen.

Immerhin muss ich diesmal keine primären Geschlechtsmerkmale pixeln. Ich hatte schon ganz andere Spam.

„Beth Keith“ active now ⋮
Reply… ➤
Sent to you because you opted in.
Opt out

Ich habe ganz sicher in nichts und bei niemanden eingewilligt, und schon gar nicht mit dieser Unbekannten, die ungeduldig und nervös in ihre Kleidung greift, sich an den Südpol herantastet und mich mit Augen wie ein offenes Bett anschaut.

Alle Links in dieser Spam, auch der Link auf „Opt out“, führen in die „Cloud“ des dicksten Kumpels und zuverlässigsten Komplizen des Spammers und Betrügers, in die „Cloud“ von Google. Von dort geht es weiter zum selbsternannten „Facebook für Sex“, einem ansonsten namenlosen Dating-Betrug, der nichts mit „Facebook“ zu tun hat und bei dem es nur Frauen gibt, bevorzugt solche mit etwas größeren Brüsten, die auf lebensfrohen Bildern präsentiert werden.

Was diese Frauen wohl immer tun, dass die Männer vor ihnen weglaufen? 😂️

Ich hatte keine Lust, mich mit Mülldaten und einer Wegwerfmailadresse anzumelden und mal zu schauen, wie man dort abgezockt wird, so wie ich es vor langer Zeit, im Jahr 2011, einmal getan habe, weil es damals ganz viel und sehr nervige Dating-Spam gab.

Sicher ist aber: Man wird dort abgezockt. Die Chats laufen mit Chatbots oder mit bezahlten Animateuren (es müssen keine Frauen sein, auch wenn sie Frauennamen verwenden), die mehrere Leute auf einmal „bedienen“. Die Frauen auf den leckeren Bildern gibt es nicht. Alles ist Lüge. Das Geld, das man dort bezahlt, ist Eintrittsgeld für das eigene Kopfkino. Dazu kann man befriedigenden Sex mit seiner Hand haben, aber das geht auch wesentlich preiswerter.

BUSSINESS PARTNERSHIP BENEFIT.

Freitag, 2. Oktober 2026

Oh, mit Punkt am Ende des Betreffs. Das muss was Gutes sein! 😁️

Wer schreibt mir denn?

Von: ATTORNEY EARL HUFFMAN <root@nagomi-edu.net>
Antwort an: kimabot767@gmail.com

Mir schreibt jemand, den ich nicht kenne und der meine eventuelle Antwort nicht etwa wie die meisten fühlenden und denkenden Menschen an die Absenderadresse haben möchte, sondern an eine schnell, kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail. Mehr muss man schon gar nicht sehen, um den Müll ungelesen zu löschen. Hier will jemand einen Trickbetrug einleiten, indem er mir ganz viel Geld verspricht, aber mich in Wirklichkeit eine Vorleistung nach der anderen bezahlen lässt.

Die Spam wurde übrigens über eine IP-Adresse aus Südkorea versendet. Das ist ein recht seltener Gast im Spamfilter.

Greetings.

Winkewinke!

My name is Attorney Earl Huffman , I am a lawyer from one of the European Union countries.

Aus welchem Staat der EU kommst du denn? Südkorea gehört noch gar nicht dazu. Außerdem ist Südkorea wohl nicht arm und verrottet genug, um als frischer Quell für billige Arbeitsverschleißkräfte in die Elende Union aufgenommen zu werden.

I offer my friendship and trust […]

Vergiss es! 🖕️

[…] that you will receive me with kind heart for I’ve seen your profile online, […]

Es gibt kein „Onlineprofil“ von mir. Wo willst du eins gesehen haben, du Lügner? 🤥️

Ach, schon klar: Eine selbstgestaltete Homepage hat ja kaum noch jemand, die machen das alles über diverse halbseidene Anbieter von Fratzenbuch über GezinktIn bis Finster-Gram. Also faselst du lieber von Profilen, denn so nennt man es dort, wo man das Miteinander und die Kommunikation der Menschen verwirtschaften und vampiristisch aussaugen will.

[…] thus, i am contacting you to see how best we can assist you financially, I am glad to contact you.

Diese Leute, die mich gar nicht kennen, die nicht einmal wissen, wie ich heiße und mich mit „Sehr geehrtes Grüßchen Winkewinke Hallo“ begrüßen, und die mir dann gleich Geld in Millionenpaketen zustecken wollen, das sind immer die Besten! Nur das mit der Glaubwürdigkeit klappt noch nicht so gut. 😂️

I have a client who is a retired basketball celebrity from Greece,..my client is old and had been admitted in hospital for almost six months, My client has about $20Million which he wants to distribute as charities to the less privileged people.

Das ist schön für deinen namenlosen Klienten, der irgendwann einmal einen Sport in Griechenland betrieben hat, der mich genau so wenig interessiert wie Hochleistungsdäumchendrehen, dass er 20 Megadollar — in der EU zahlt man übrigens mit Euro, und das solltest du als Anwalt aus einem EU-Staat eigentlich wissen — an irgendwelche Spendeneinsammler geben will. Ich bin aber kein Spendeneinsammler, der sich in seinen von professionellen Reklamelügnern gestalteten Hochglanz-Reklamelügen wohltätig gibt, aber in Wirklichkeit 30 % der eingesammelten Spendengelder in die eigenen Taschen steckt.

Als sein Rechtsanwalt hast du den Sterbesportler sicherlich erklärt, wie man eine Stiftung aufmacht und schon den ganzen Papierkram vorbereitet, so dass dein Mandant nur noch unterschreiben muss, oder? Oder? 🥳️

As his legal adviser, I am mandated by his bank to recommend charity organizations that will receive this monetary gift.

Aber nein doch. 😂️

Stattdessen verschenkst du jetzt den Zaster. Weil die Bank deines Mandanten das Geld unbedingt schnell loswerden will. An irgendwelche Leute mit einer Mailadresse, aber ganz ohne wohltätige Organisation. Und…

We are ready to commence the disbursement straight away.

…du — oder, um es mit deinen eigenen Worten zu sagen: wir — bist bereit, sofort auszuzahlen.

Warm regards,

Attorney earl Huffman

Ja, du mich auch! 👅️

AW:

Dienstag, 29. September 2026

Nein, das hier ist nicht…

ELSTER
Ihr Online-Finanzamt

…das Finanzamt, und man braucht auch nur auf den Absender zu schauen, um das zu bemerken:

Von: ELSTER <italy@metal-battle.com>
An: undisclosed-recipients:;

Es ist doch schön, wenn man eine Spam durch bloßes Hinschauen sofort als Spam erkennen kann. Lustiger Absender mit Metal Battle und eine völlig unpersönliche Mitteilung, die an ganz viele Leute gleichzeitig geht. Da muss man gar nichts mehr lesen, um den Müll einfach zu löschen.

Ihr Vorgang wurde abgeschlossen

Das ist ja schön. Darf ich jetzt sterben? 😁️

Sehr geehrte Damen und Herren,

Aber ganz genau mein Name! Und vor allem: Ganz genau meine Steuernummer. 😅️

Ihr Steuerfall 2025 wurde abschließend bearbeitet. Für Sie ergibt sich eine Gutschrift.

Aktenzeichen: ET810028S2
Veranlagungsjahr: 2025
Betrag: 1.151,00 €

Habe ich schon erwähnt, dass das nicht das Finanzamt ist? Habe ich schon Anzeichen genannt, an denen man das erkennen könnte? Nun, statt einer Steuernummer — oh, die heißt jetzt ja Steuer-ID — die man leicht mit der eigenen vergleichen könnte, gibt es hier ein lustiges Quatschaktenzeichen, das man zum allerersten Mal in seinem Leben sieht. 😁️

Der Betrag von 1.151,00 € ist zur Überweisung vorgemerkt. Zur Freigabe ist eine kurze Anmeldung im ELSTER-Portal erforderlich.

Freigabe erteilen

Der Klick in die Mail führt in die Cloud des dicksten Kumpels und zuverlässigsten Komplizen des Spammers und Betrügers, in die Cloud von Google. Die Benutzung von Google ist ein weiterer Beieg dafür, dass hier kein Finanzamt schreibt. Es wäre für ein Finanzamt illegal, so etwas über Google zu machen. In der BRD gibt es ein Steuergeheimnis. Das ist wesentlich strikter als die Datenschutzgrundverordnung der EU.

Alle Daten, die man nach der Weiterleitung auf einer „liebevoll“ nachgemachten Elster-Seite eingibt, gehen direkt an Spammer und Betrüger. Ich habe mir die Nummer nicht genauer angeschaut. Die erste Seite, auf der man landet, sieht so aus:

Screenshot der betrügerischen ELSTER-Phishing-Seite

Nach dieser Eingabe geht es noch über mehrere Schritte weiter. Typischerweise werden dabei auch alle möglichen Daten angegeben, die das Finanzamt schon längst kennt.

Dass alle diese eingegebenen Daten direkt an eine spammende Trickbetrügerbande gehen, habe ich schon erwähnt, oder?

Sicher & verschlüsselt · Keine Weitergabe Ihrer Daten

Aber mit ganz dickem Spammer- und Betrügerehrenwort! 🤣️

Mit freundlichen Grüßen
Ihr ELSTER-Service-Team

ELSTER – Ihr Online-Finanzamt
Hilfe · Kontakt · Abmelden

Der Link auf „Abmelden“ führt übrigens zur selben Webseite wie der Link auf „Freigabe erteilen“.

Dass die Finanzämter in der BRD keine Bescheide (und auch keine Anordnungen) über E-Mail — und schon gar nicht über unverschlüsselte und nicht digital signierte E-Mail — versenden, weiß hoffentlich jeder erwachsene Mensch aus seiner Lebenserfahrung. Sie tun dies aus dem genau gleichen Grund nicht, aus dem sie einen Steuerbescheid auch nicht auf einer Postkarte versenden. Es wäre illegal. Mitteilungen des Finanzamtes kommen bis auf weiteres im Papierbrief mit der Sackpost.

Strafanzeigen wegen des mutmaßlichen Betrugsversuchs nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Man kann aber auch einfach die Spam löschen. Die Strafanzeige macht den Polizeibeamten vor allem Schreibarbeit. 😉️

Nachtrag: Es wird ein Phishing auf die Zugangsdaten zum Onlinebanking versucht. Typischerweise bekommt man bei so einem Betrug einen Anruf mit der Bitte, eine Transaktion freizugeben, damit das Geld sofort da ist. Danach ist das Konto leergeräumt. Eventuell vorhandene, mit dem Konto verbundene Kreditkarten werden für Betrugsgeschäfte verwendet.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Montag, 28. September 2026

Diese Spam wurde über eine IP-Adresse aus Taiwan versendet. Sie ist HTML-formatiert und wurde mit dem mittlerweile etwas angestaubten Microsoft Word 2013 verfasst. Microsoft ist schon seit vielen Jahren so „nett“, solche Informationen ins generierte HTML zu schreiben, um mal nachschauen zu können, ob und in welchem Ausmaß die „tollen“ Funktionsmerkmale von Microsoft-Software benutzt werden. Leider hat das in den vergangenen vierzig Jahren noch nie dazu geführt, dass Software von Microsoft mal „entmoppelt“ würde, indem man den ganzen unnützen Kram einfach rausnimmt. Kein denkender und fühlender Mensch macht seine E-Mail mit einer Textverarbeitung. Ich habe in meinem Leben mehr Menschen kennengelernt, die ihre E-Mail im Editor — in diesem Fall natürlich GNU Emacs — machen, als Menschen, die ihre E-Mail in Microsoft Word machten. Die Idee, überall „Internet“ anzuflanschen, und wenn es noch so pseudonützlich nutzlos ist, ist genau so dumm und blöd wie die modernere Idee, überall „künstliche Intelligenz“ anzuflanschen, und wenn es noch so pseudonützlich nutzlos ist. Vermutlich wird entsprechender Code auch in einem Vierteljahrhundert noch in der Software sein und weiter gepflegt und entfehlert werden müssen, während sich die meisten Menschen genau so schwach an den laufenden Hype um die angelernten neuronalen Netzwerke erinnern werden, wie sich die heutigen Menschen nur noch schwach an die Dotcom-Finanzblase erinnern, die zum Anfang der Nuller Jahre geborsten ist.

Ich bremse mich ja schon! 😁️

Natürlich wird diese Spam sicher als Spam erkannt und automatisch in den Müll sortiert. 👍️

Von: 王膺欽 <ycwang95@chungwei.com>
Antwort an: lerynnewest7723@gmail.com

Nicht an die Absenderadresse antworten. Stattdessen soll alles weitere über eine kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse laufen, natürlich beim größten Kumpel und zuverlässigsten Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail. Denn da hat ein Trickbetrüger niemals Probleme.

Ein Empfänger ist gar nicht erst angegeben. Diese Spam geht also gleichlautend an tausende bis hunderttausende von Menschen und ist so persönlich wie ein Reklamezettel im Briefkasten. Auf den Versuch einer persönlich wirkenden Anrede hat der Vorschussbetrüger dann auch verzichtet.

Ich habe ein Spendenangebot in Höhe von 1,5 Mio. € für Sie!!! Unten finden Sie Ihren Spendencode (RFCJ-13709/2026). Bitte kontaktieren Sie uns unter Angabe des Codes, um den Betrag zu erhalten – E-Mail:

lerynnewest7723@gmail.com

So so, unten finde ich den Spendencode. Meinen Spendencode. Für anderthalb Milliönchen Øre. Von einem Unbekannten. Grundlos. Weil ich so eine schöne Mailadresse habe. 😂️

Warum meine Mailadresse, die ja den Zaster kriegen soll, in diesem tollen Verfahren nicht auch als Code taugt? Weil die schon jeder kennt? Die kennen ja sogar Spammer… 🙃️

Also wird ein Löffel Buchstabensuppe abgeschrieben.

Das muss ja ein ganz geheimer Geheimcode sein, wenn den jeder an GMail senden kann und dreitausend lila Lappen der EZB bekommt. Schade nur, dass dieser Code in einer unverschlüsselten E-Mail offen wie auf einer Postkarte versendet wird, und schade, dass diese E-Mail auch nicht digital signiert ist, so dass sie auf dem Transportweg beliebig verändert werden könnte, ohne dass er Empfänger das auch nur bemerkt. Aber es geht ja angeblich nur um ein bisschen Geld.

Natürlich gibt es gar kein Geld. Aber um an das angebliche Geld zu kommen, wird einem von einer gut eingespielten Betrügerbande (hauptsächlich am Telefon) das Gehirn weichgequasselt, so dass man eine finanzielle Vorleistung nach der anderen bezahlt. Am besten über anonymisierende Verfahren wie Western Union, MoneyGram oder in Kryptogeld, wissenschon, das dauert immer so lange mit den Banken im Ausland, und je schneller es geht, desto eher haben sie ihr Geld. Wenn die Betrüger merken, dass sie ihre Weihnachtsgans vollständig ausgenommen haben, bricht der zuvor so intensive Kontakt ganz plötzlich ab.

Die Löwen Redaktion

Samstag, 26. September 2026

Na, endlich haben die Höhlenspammer aus der tiefsten Hirngruft ihre aktuelle Spamvorlage — Arbeit ist ja immer unangenehm, deshalb vermeidet man sie, sonst könnte man ja gleich arbeiten gehen statt zu betrügen — so angepasst, dass man sie für wirklich jeden noch so müden und abgenutzten Beschiss verwenden kann:

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© 2026 Newsletter Service

Ich habe hier natürlich keine Grafiken geladen. Der Müll hat von meinem rspamd 34,67 gülden gleißende Spampunkte bekommen, und schon für fünf Punkte geht es hier automatisch ins eklige Tönnchen. Selbst bei deutlich lockerer konfigurierten Spamfiltern sollte dieses Kleisterwerk nicht mehr durchkommen.

Das tolle an diesem Text ist allerdings seine Allgemeinheit. Mit einer Phrase „Entdecken Sie weitere Informationen zu diesem Angebot und erfahren Sie, warum aktuell so viele Menschen darüber sprechen“ kann man wirklich alles verkaufen. Dass es um eine Schlankheitspille geht, sehe ich nur am Alternativtext „Slimanol“ zum nicht aus dem Web nachgeladenen Bild. Und der ist in Kombination mit „Höhle der Löwen“ eine wohlbekannte, über Spam vertriebene, abzockerisch teure Quacksalberei. Die behaupteten Sendungen im Trashfernsehen hat es niemals gegeben. Weder für Schlankheitspillen, noch für Potenzmittel, noch für Reichwerdmethoden, noch für sonstwas. Es ist alles Lüge. 🤥️

Aber immerhin haben diese Spammer inzwischen das Problem mit den Anführungszeichen im Betreff behoben. 👍️

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Mittwoch, 23. September 2026

Hey, ihr Trickbetrüger mit eurer Absenderadresse…

Von: DB Deutschland Ticket <newsletter.pymmkp@micropayment.de>

…in der spammigen Domain micropayment (punkt) de, ihr seid solche Helden:

Hallo,

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Ihr habt immer noch nicht mitbekommen, dass das frühere 49-Euro-Ticket seit mittlerweile 265 Tagen gemäß politischem Willen der Tankrabatt-Koalition ein 63-Euro-Ticket ist. Kann ja auch nicht jeder wissen, der diese Dinger in irgendwelchen undurchsichtigen Datensammel-Lotterien verlost. 🤣️

Oder ihr habt eine „Zielgruppe“, die sogar mit der Lektüre der „Zeitung“ mit den ganz großen Buchstaben überfordert ist. Das kann natürlich auch sein.

Alles weitere habe ich schon am 1. September geschrieben. Es ist genau so unverändert wie eure dumme Spam.

Aber ihr habt ja auch „neue“ Texte:

Betreff: Deine Rossmann Gutscheine im Wert von 500 € 🛍
Von: Rossmann <newsletter.ovchcu@micropayment.de>

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Paula Becker – Gewinnspiel-Team

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Um mit 100 % Gewissheit zu bemerken, dass das — und ganz viele vergleichbare Gewinnspiel- und Umfragespams — von genau der gleiche Bande kommt, muss man nur hinschauen. Der einzige Unterschied ist die andere Marke oder Firmierung, die von asozialen Spammern schnell & unkompliziert durch den kriminellen Dreck gezogen wird.

Dringendes Geschäftsvorhaben

Sonntag, 20. September 2026

Wie, ist das Klo besetzt?

Wer schreibt mir überhaupt:

Von: DAVID SANSOM FROM UK <aantonio@sme.ao>
Antwort an: DAVID SANSOM FROM UK <davidoldfield349@gmail.com>

Ach so, nur so ein Vorschussbetrüger, der alles weitere „Geschäftliche“ nicht über seine Absenderadresse machen will, sondern über eine erfreulich kostenlos und anonym eingerichtete Mailadresse beim dicksten Kumpel und Komplizen des Spammers und Betrügers, bei Googles GMail.

Mehr muss man nicht sehen, um diesen Müll ungelesen zu löschen. Ich lasse seit Jahren alles automatisch in den E-Müll sortieren, was eine Antwortadresse bei GMail hat, und das war nicht ein einziges Mal ein Fehler. Die meisten Menschen benötigen auch keine Antwortadressen, nicht einmal, wenn sie eine private E-Mail vom Arbeitsplatz versenden. Sie verwenden sowieso einen dieser Webmailer.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ja, eines davon bin ich. 😁️

gestatten Sie mir, mich vorzustellen. Ich bin David Sansom, britischer Staatsbürger, und arbeite im Londoner Büro einer Offshore-Bank (Lloyds Bank Plc). Ich bin Executive Director für Commercial Banking und Interim Chief Operating Officer bei Lloyds Bank, UK.

Ich freue mich, Ihnen einen dringenden und lukrativen Geschäftsvorschlag unterbreiten zu können, von dem wir meiner Meinung nach beide profitieren werden, sofern er erfolgreich abgeschlossen wird. Ich habe Sie nach sorgfältiger Überlegung kontaktiert, um zu prüfen, ob Sie diese Geschäftstransaktion, die ich im Folgenden erläutern werde, abwickeln könnten. Bei meiner Bank liegt ein Betrag von 39.500.000 GBP (neununddreißig Millionen fünfhunderttausend Britische Pfund) brach, da alle Bemühungen, die Hinterbliebenen unseres Kunden – des Einlegers dieses Geldes – zu kontaktieren, gescheitert sind. Bei diesem Kunden handelt es sich um Herrn Roger Ian Wright, einen amerikanischen Geschäftsmann und Gründer einer Investmentfirma mit Sitz in São Paulo. Am 23. Mai 2009 kamen Herr Roger Ian Wright, seine Ehefrau und ihre beiden Kinder bei einem Absturz einer King Air 350 im Küstenort Trancoso, Bahia, ums Leben. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:

https://www.thetimes.co.uk/article/british-businessman-killed-in-brazil-air-crash-q866jrnr3fx

Alle Versuche, seine Hinterbliebenen ausfindig zu machen, blieben erfolglos. Meine berufliche Position erfordert es, Nachforschungen zu Hinterbliebenen anzustellen und entsprechende Informationen bereitzustellen. Daher habe ich weitere Untersuchungen durchgeführt und festgestellt, dass Herr Roger Ian Wright in keinem seiner offiziellen Dokumente – einschließlich der Unterlagen für seine Einlage bei meiner Bank – Hinterbliebene oder Verwandte angegeben hat. Nach britischem Recht fällt das Geld an die britische Regierung, wenn innerhalb von 17 Jahren niemand die Auszahlung beantragt. Um dies zu verhindern, habe ich beschlossen, Sie um Ihre Unterstützung zu bitten: Sie sollen sich als sein Hinterbliebener ausgeben, damit das Kapital (39.500.000,00 £) auf Ihren Namen als Hinterbliebener freigegeben und Ihrem Konto gutgeschrieben werden kann. Alle Dokumente und Belege, die es Ihnen ermöglichen, diese Gelder problemlos zu beanspruchen, werden Ihnen zugesandt, sobald Sie auf diese E-Mail antworten. Ich beabsichtige, 50 % der Gesamtsumme – das entspricht 19.750.000,00 £ – als Vergütung für Ihre Unterstützung auszuzahlen. Sollten Sie interessiert sein, werde ich Sie nach Erhalt Ihrer Rückmeldung über den aktuellen Stand der Transaktion informieren und Ihnen die für den Abschluss der Überweisung erforderlichen Einzelheiten und Verfahrensschritte mitteilen.

Haben Sie Interesse? Bitte senden Sie mir dazu folgende Informationen:

1. Vollständiger Name
2. WhatsApp-Telefonnummer
3. Aktuelle Wohnanschrift
4. Beruf
5. Alter

Ich würde mich über eine zeitnahe Rückmeldung freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Mr. David Sansom
Kontakt-E-Mail: davidsansom147@gmail.com

Oh, beinahe 20 britische Megapfund für mich, einfach nur, weil ich so eine schöne Mailadresse habe und „Sehr geehrte Damen und Herren“ heiße. Aber ich darf auch nicht an die Antwortadresse antworten, sondern an eine dritte Mailadresse, weil der Absender sogar zu dumm ist, die Funktion der Antwortadresse im Mailheader zu verstehen. Lustig auch, dass der meinen Beruf und mein Alter braucht, aber nicht meine Kontonummer, wohin er die 39,5 britischen Megapfund überweisen kann — das hat er aber auch gar nicht vor. Denn dieses Geld existiert gar nicht. Den Beruf und das Alter fragt so eine Trickbetrügerbande gern früh ab, um grob schätzen zu können, wie viel Geld sie aus einem ihrer Opfer rausleiern kann. Die ganze aufwändige Aufführung der Nummer lohnt sich ja nicht, wenn sie nur einige hundert Euro einbringt — nein, die wollen mehr und sind am Telefon (jetzt auch mit WanzApp) sehr geübt. Wenn sie eines ihrer Opfer wie eine Weihnachtsgans ausgenommen haben, dann haben sie sich eher einen hohen fünfstelligen oder niedrigen sechsstelligen Betrug… ähm… Betrag gegriffen. Es haben sogar schon Menschen Darlehen aufgenommen, um solche Betrüger bezahlen zu können, weil sie Millionenbeträge vor Augen hatten. Wenn nichts mehr zu holen ist, bricht der Kontakt ganz plötzlich ab.

Die Geschichte von der herrenlosen Erbschaft auf der Bank und dem korrupten Angestellten, der sie einsacken will, ist sehr alt und läuft immer noch, weil wohl immer noch genügend Menschen darauf reinfallen.