Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „O2“

goudeau

Mittwoch, 20. Januar 2016

So nannte sich der Vollidi… ähm… aufstrebende Autor mit einer der Telefonica O2 Germany GmbH & Co. OHG zugewiesenen dynamischen IP-Adresse aus Deutschland, der den folgenden Kommentar zur Einleitung eines Vorschussbetruges binnen zweier Minuten gleich drei Mal von Hand (natürlich über die Zwischenablage) auf Unser täglich Spam gepostet hat, und zwar dreimal zum gleichen Text, weil sein Bullshit ja wegen des Spamfilters nicht sichtbar wurde, sondern völlig zu Recht in das virtuelle Mülltönnchen ging:

Testimony Darlehen anbieten

Hallo an alle
Liebst du mich daran erinnern, Juliane! Ich hatte verbrachte die Nachrichten auf der Suche nach einer ernsthaften Peer-to-Peer-Kredit Leben, meinen Sohn zu retten eine schwere Krankheit erreicht. Der Weg war nicht einfach, da …
Heute ist es mit Freude und einem Lächeln, wie bringe ich euch eine ehrliche und aufrichtige Person gewährt mir einen Kredit in Höhe von 12 000 im letzten Monat und mit diesem Geld konnte ich mein Leben zu retten Sohn.
In Würdigung Guise, gebe ich diese Nachricht, um Sie aufzufordern, diese sehr ehrliche Person kontaktieren, um Ihnen zu helfen, wenn Sie in der Notwendigkeit einer ernsthaften und schnelle Darlehen sind. .
Um Kontakt, senden Sie Ihre Anfrage hier: contact (at) sansonettigroup (punkt) com, Website: http (doppelpunkt) (doppelslash) www (punkt) sansonettigroup (punkt) com

Sie beantworten alle Ihre Fragen und finden Sie die richtige Lösung, die zu Ihnen passt.

Beim zweiten und dritten Mal hat der vom Mitteilungsdrang durchgeschüttelte Autor versucht, das Wort „Darlehen“ wegzulassen. Beim dritten Mal hat er sogar beide Vorkommen weggelassen. Es ist ja nicht so, dass ein Spammer nicht mitzudenken versuchte… 😀

Von einem Besuch der angegebenen Website rate ich strikt ab. Sie zeigt bei mir keine Inhalte an, weil alles über einen Wust von Javascript dargestellt wird, der aus diversen externen Quellen zusammengefrickelt wurde – viel zu viel Zeug, um es mir angesichts eines derartig idiotischen Spamkommentares genauer anzuschauen. Wer russisches Roulette liebt oder noch eine Größenordnung dümmer als der aufstrebende Kommentarautor ist, kann natürlich gern die Ausführung von Javascript zulassen und damit Code von Verbrechern innerhalb seines Browsers ausführen.

Ihre O2 DSL Bestellung (Kundennummer DE17858936)

Dienstag, 25. Juni 2013

Vorab: Diese Mail ist nicht von O2!

Oh wie schön, ich habe eine Kundennummer. Die ist ja fast so interessant wie die Lottozahlen für jemanden, der nicht Lotto spielt.

Lieber O2 Kunde,

Wir wissen nicht, wie der Mensch mit der Kundennummer heißt, obwohl…

Informationen zu Ihrem Auftrag finden Sie im Anhang an diese E-Mail als pdf-Datei. Diese können Sie mit einem Doppelklick ganz einfach öffnen.

…er uns doch einen „Auftrag“ erteilt hat. Vermutlich kam der Auftrag von irgendeiner Nummer und nicht von einem Menschen mit Namen und Postanschrift.

„Ganz einfach öffnen“ heißt hier übrigens: Es handelt sich um ein ZIP-Archiv. In diesem ZIP-Archiv befindet sich eine Datei der Marke .pdf.exe, also eine direkt ausführbare Datei für Microsoft Windows, die von kriminellen Spammern zugestellt wurde. Damit nicht ganz so schnell auffällt, was es mit dieser Datei auf sich hat, wurden nach .pdf ein paar lustige Leerzeichen eingefügt.

Wer das ZIP-Archiv „ganz einfach“ mit einem Doppelklick öffnet und dann dieses angebliche PDF ebenso einfach mit einem Doppelklick lesen will, führt Software von Kriminellen auf seinem Rechner aus. Hinterher steht auf seinem Schreibtisch ein Computer anderer Leute, und seine Internetleitung wird ebenfalls von Kriminellen für Spam, üble „Geschäfte“, Manipulation des Online-Bankings, Abgreifen von Daten und alles mögliche missbraucht. 85 Prozent der so genannten Antivirusprogramme erkennen diese Schadsoftware zurzeit noch nicht, das wird also mal wieder zwei Tage dauern, bis man vor der Brut von heute halbwegs geschützt ist.

Da ist es doch gut, wenn man ein Gehirn hat, das diese Spam erkennen kann, so dass man auf die wieder einmal nutzlose Schutzsoftware gar nicht angewiesen ist. 😀

Hinweise zum pdf-Format: Zum Lesen, Drucken und/oder Speichern von PDF-Dateien benötigen Sie das Programm Acrobat Reader von Adobe. Haben Sie den Acrobat Reader noch nicht auf Ihrem Computer installiert, können Sie ihn hier kostenlos herunterladen: http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html

Toller Hinweis. In dieser Textmenge wäre auch Platz für einen Hinweis gewesen, was da überhaupt von wen bestellt wurde, was die angebliche Bestellung kostet und so weiter! Spams mit angeblichen PDFs, die in Wirklichkeit Schadsoftware sind, erkennt man regelmäßig daran, dass der Text der Mail alle wichtigen Informationen (außer vielleicht einen alarmierend hohen Preis) verschweigt und für solche wichtigen Einzelheiten auf ein angehängtes Dokument verweist, welches in der Regel in ein ZIP-Archiv gepackt ist, damit es die Antivirusprogramme etwas schwerer haben – und dass der Text mit eher sinnlosen „Informationen“ aufgebläht wird, damit die gnadenlose Dummheit dieser Masche nicht sofort auffällt. Es gibt keinerlei sachlichen Grund für ein Unternehmen, so vorzugehen. Es gibt überhaupt keinen Grund, ein PDF in ein ZIP-Archiv zu packen, denn PDF-Dokumente können bereits komprimiert werden. Es gibt noch weniger als überhaupt keinen Grund, im Text der E-Mail nichts zum Geschäftsvorfall zu sagen und damit Missverständnisse zu provozieren, die zu teuren Support-Angelegen werden können. Niemand würde das tun. Jedenfalls niemand, der noch bei Troste ist. Es ist ein sicheres Erkennungszeichen für Spam mit Schadsoftware.

Unser persönlicher Tip für Sie: Möchten Sie die Datei auf Ihrem Rechner abspeichern? Verwenden Sie einfach die rechte Maustaste und klicken Ziel speichern unter an. Anschließend wählen Sie das Verzeichnis auf Ihrem Rechner aus, in dem die Datei abgespeichert werden soll.

Oh, wie schön, jetzt tippt uns der Spammer noch „persönlich“ und erklärt dem Empfänger einer E-Mail, wie man einen Anhang speichert, als ob der Empfänger einer E-Mail das nicht wüsste. Das ist ja fast so „persönlich“ wie die Ansprache als „lieber Kunde“. :mrgreen:

Freundliche Grüße

Ihr O2 Team

Feindliche Grüße

Ihr krimineller Spammer

Ihre O2 DSL Bestellung (Kundennummer DE37126679)

Mittwoch, 5. Juni 2013

Diese Mail mit dem gefälschten Absender dsl (strich) kundenservice (at) cc (punkt) o2online (punkt) de kommt natürlich nicht von O2, sondern von Verbrechern.

Lieber O2 Kunde,

Wir wissen zwar, wie man in einer HTML-formatierten Mail eine tiefgestellte 2 hinbekommt, aber wir wissen trotz eines angeblichen Vertrages nicht, wie sie heißen und müssen sie deshalb „Lieber Kunde“ nennen. :mrgreen:

Informationen zu Ihrem Auftrag finden Sie im Anhang an diese E-Mail als pdf-Datei. Diese können Sie mit einem
Doppelklick ganz einfach öffnen.

Im Anhang ist keine PDF-Datei, sondern ein ZIP-Archiv. Dieses enthält auch keine PDF-Datei, sondern eine Datei mit der Namenserweiterung PDF.exe, also eine direkt ausführbare Datei für Microsoft Windows, die von Kriminellen zugestellt wurde. Wer das Archiv auspackt und die Datei mit einem Doppelklick „ganz einfach“ öffnet, hat hinterher einen Computer anderer Leute auf seinem Schreibtisch stehen. Die hochaktuelle Brut der Verbrecher wird zurzeit nur von einem Fünftel der populären „Antivirusprogramme“ als das erkannt, was sie ist: Kriminelle Schadsoftware. Gut, dass die meisten Menschen nach einer Anrede wie „Lieber Kunde“, nach Wahrnehmen des alten .pdf.exe-Tricks und nach „Genuss“ einer „geschäftlichen“ E-Mail, deren Text absolut nichts über den Geschäftsvorfall sagt, sehr viel weniger Probleme mit dieser kleinen Leistung haben¹.

Damit Letzteres – also die völlige Inhaltsleere der Spam – nicht auf dem ersten Blick auffällt, versuchen die Spammer, ihren Lesern noch kurz zu erklären, was so ein PDF-Format ist und wie man einen Mailanhang abspeichert – Informationen, die „O2″ für unendlich viel wichtiger zu halten scheint als den Inhalt der „Bestellung“, die man dort ja angeblich getätigt haben soll:

Hinweise zum pdf-Format: Zum Lesen, Drucken und/oder Speichern von PDF-Dateien benötigen Sie das
Programm Acrobat Reader von Adobe. Haben Sie den Acrobat Reader noch nicht auf Ihrem Computer installiert,
können Sie ihn hier kostenlos herunterladen: http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html

Unser persönlicher Tip für Sie: Möchten Sie die Datei auf Ihrem Rechner abspeichern? Verwenden Sie einfach die
rechte Maustaste und klicken Ziel speichern unter an. Anschließend wählen Sie das Verzeichnis auf Ihrem Rechner
aus, in dem die Datei abgespeichert werden soll.

Ein ausgesprochen „persönlicher“ Tipp ist das! Fast so „persönlich“ wie eine Spam! :mrgreen:

Freundliche Grüße

Ihr O2 Team

Halbautomatische Grüße

Deine Schadsoftware-Kriminellen, die ihre Geschäfte mit deinem Computer machen wollen.

¹Wer wirklich Probleme hat, diese stümperhafte und leicht zu erkennende Spam als Spam zu erkennen, sollte sich unbedingt darüber Gedanken machen, ein anderes Betriebssystem als Microsoft Windows zu verwenden!