Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Chat“

Bekanntschaft für Sex

Mittwoch, 3. Februar 2016

Screenshot der Spam -- Eine bannerartige Grafik für einen Anbieter, der unter 'sexymaus' firmiert zusammen mit der Aufforderung: 'Finde nette Leute im Live-Chat' -- Darunter eine große Grafik eines Paares in einer Badewanne, die auf mich eher den Eindruck macht, als sollte sie für die Nutzung von Kondomen werben -- Darunter der Link mit dem Linktext: 'GEHEN SIE ZU DEM CHAT'

Immer wieder erstaunlich, dass derartige Anbieter ihre Angebote nur mit illegaler und asozialer Spam loswerden – was ich als deutliches Indiz dafür werte, dass man dort vor allem mit Bots chattet, und zwar vermutlich teuer.

Anders, als das – vom Spammer womöglich von irgendwo, zum Beispiel von einer Kampagne für die Nutzung von Kondomen „mitgenommene“ – Bildmaterial vermuten lässt, geht es beim Klick nicht auf eine Website, die irgendwas mit Sexymaus sein will, sondern auf eine Website in der Domain gmgstat (punkt) co (punkt) ua. Dort gibt es keine Mäuschen und keine Körperflüssigkeiten, sondern nur ein Frameset, in dem dann eine Seite aus der Domain alspa (punkt) info eingebettet wird. Diese Seite wiederum…

Screenshot meines Terminals mit der Ausgabe von lynx -mime_header -dump

…enthält nur einen in Javascript gecodeten Zähler (vermutlich hat der Vollidiot von Spammer noch nicht gehört, wie man mit einem grep über die Logdatei des Webservers und einer Pipe auf wc -l an wesentlich aussagekräftigere Zugriffszahlen für diese Drecksseite kommt) sowie eine Weiterleitung auf eine andere Seite in der gleichen Domain. Im nächsten Schritt kommt es dann endlich zur Weiterleitung auf eine Seite in der Domain sexymaus (punkt) com, natürlich mit angehängtem Affiliate-Link, damit der Spammer von den Betreibern der Domain sexymaus (punkt) com auch schön für seine illegale und asoziale Spam bezahlt wird:

Screenshot meines Terminals mit der Ausgabe von lynx -mime_header -dump

Dieser Spammer ist also ganz schön verschroben, wenn er sein eigentliches Geschäft zu verbergen sucht.

Den Betreibern der Domain sexymaus (punkt) com, die im Moment aktiv illegale und asoziale Spamwerbung finanzieren, lege ich nahe, anhand der in den Screenshots sichtbaren Affiliate-IDs ihre Verträge mit diesen Spammern zu beenden und Schadenersatz zu fordern, und zwar wegen der Anwendung illegaler Methoden, der damit verbundenen Beschädigung der Reputation und des Vertrauensbruchs fristlos. So lange sie das nicht tun, sind sie nämlich selbst die Spam. Und wer will schon gern mit Spam chatten? :mrgreen:

Ach ja, warum ich das hier schreibe und nicht direkt an die Betreiber?

Ich hätte es wirklich gern an die Betreiber der Website unter sexymaus (punkt) com gemailt, aber leider zeigt mir diese mit illegaler und asozialer Spam beworbene Website ohne aktiviertes Javascript nichts an, so dass ich nicht an ein Impressum kommen kann. Und ich bin doch kein Idiot, dass ich angesichts der gegenwärtigen Kriminalität im Internet einer mit Spam beworbenen Website das Ausführen von Javascript in meinem Browser auf meinem Computer erlaube! Davon würde ich auch jedem anderen abraten.

Fw: Re:

Montag, 12. September 2011

Hello, I am Elina
My age is 26.
My search are for man to start a big friendship and may be more.
And you?
I am on-line now, let`s chat?
my profile, message for you and new photos are here: http://maria0311.com.ua/

sweet kiss,
Elina

Hallo, ich weiß nicht, wer du bist.

Ich nenne mich mal Elina. Klingt niedlich, nicht? Ich bin aber nicht niedlich, ich will dich betrügen.

Ich sage mal, dass ich noch recht junges Fleisch bin. Spürst du schon, wie das Blut in dein schwellendes Fleisch fließt. Denn je weniger Sauerstoff in deinem Hirn ankommt, desto besser für diesen plumpen Betrug.

Ich sage mal, dass ich nach einem Mann suche. Für dicke Freundschaft und vielleicht noch mehr, weißt schon, so was vertiefendes, versenkendes. Ich spreche dafür immer ein paar Millionen Leute an, und dass die Hälfte meiner Spams bei Frauen ankommt (zum Beispiel auch diese hier) interessiert mich nicht die Bohne. Ist ja Schrotmunition. Eine wird schon treffen. Ganz bestimmt, denn die Mutter der Deppen ist jeden Tag schwanger. Natürlich ist diese Mail von der dynamischen IP-Adresse eines mit Schadsoftware übernommenen Privatrechners aus Ufa, Russland versendet worden. Weil, weißt du, ich mache auch in Software, und der Vollpfosten hat doch tatsächlich mein Windows Seven „gekauft“, bezahlt und bei sich installiert und hält es immer noch für ein Schnäppchen.

Und du? Bist du so doof, mir meine hanebüchene Geschichte zu glauben? Dass irgendwelche niedlichen Russinnen nicht einmal deinen Namen kennen, und dir trotzdem solche Mails schreiben. So richtig ganz persönlich? Mit echtem Gefühl und so? Oder bist du wenigstens so geilblöd geworden, dass du dir diese Illusion gefallen lässt? Und jede höhere Hirntätigkeit abschaltest und auf alles klickst, was sich klicken lässt? Sogar auf Links in einer Spam?

Hey, so kommen wir ins „Geschäft“, Opfer! Wie wärs mit einem Chat?! Ich bin auch online.

Also genauer: Meine Website ist online. Das war sie übrigens schon im März, aber damals habe ich noch nicht versucht, Süßholz zu raspeln und völlig unbeholfene Stories zu schreiben. Das heißt: Eigentlich ist da auch keine richtige Website, sondern nur ein paar verschieden beschriftete Links, die alle auf die gleiche Möglichkeit führen, einen Datenstriptease vor einem Spammer wie mir zu machen. Und natürlich ein paar Fotos von zuckersüßen Frauen, damit du auch so doof bist. Wer in einer Spam rumklickt, der hält ein bisschen Futter fürs Rückenmark für überzeugend genug.

Und so lange es Doofe gibt, muss ich die Masche ja nicht verändern. Und die Website kann ich auch so lassen. Deshalb sieht sie noch aus wie damals, wie vor sechs Monaten. Ich bin halt nichtsnutzig, proll und faul, sonst wäre ich doch niemals ein Spammer geworden.

Also komm schon und sei doof!

Mit Judasbussi. Schmatz.

Deine angebliche Elina.

Inna hats nötig…

Dienstag, 21. Dezember 2010

…aber sowas von nötig hats die Inna. Nicht nur, dass „sie“ so entzückend technische „Einladungen“ veranlasst, obwohl sie mich doch gar nicht kennt, diese virtuelle Klaffe:

Betreff: Inna (status-online) invites you for chat.
Von: Administrator [mit wechselnder kryptischer Mailadresse]

NEW MAILS FROM Inna
CHAT HERE

598 LADIES ONLINE RIGHT NOW!
Administrator Julia

Aha, diese „Inna“ lässt mir also eine Nachricht über irgendeine Website zukommen, bei der ich gar nicht angemeldet bin. Und von dieser Nachricht kommt nur ein Link bei mir an, dessen URL mich übrigens eindeutig identifiziert. Darauf soll ich klicken, wenn ich mit ihr „chatten“ will – und nicht etwa meinen IRC-Client starten, wie man das halt so macht, um zu chatten. Und wie nötig es diese „Inna“ hat, denn sie hat mir die gleiche tolle Nachricht…

Screenshot meines Posteingangs

…gleich an sechs meiner Mailadressen auf fünf verschiedenen Domains zukommen lassen, natürlich binnen weniger Sekunden. Und das war wirklich nicht der einzige Müll, den diese „Inna“ im Kampf gegen die Spamfilter auf den Server hinterlassen hat.

Vom Text her sind die Mails identisch, nur der Klick führt jedes Mal auf einen anderen Server:

  • bestdateforyou (punkt) ru
  • lady (strich) girls (punkt) ru
  • lovedatig (punkt) ru
  • coolchixdating (punkt) ru
  • dateforfuck (punkt) ru
  • datefurassfuck (punkt) ru

Diese angebliche „Inna“ hat es eben so nötig, dass sie in keiner Weise wählerisch ist. Ich befürchte allerdings, dass ich es ihr nicht halb so hart besorgen kann, wie sie es brauchte.

Und wer denkt, dass es dort um Dating geht, hat sich vermutlich geschnitten. Auf scheinbar schlüpfrigen Websites, die mit derart aufdringlicher Spam beworben werden, gibt es nichts zu holen außer dem virtuellen Äquivalent zum Tripper. Die Spammer sind in der Regel auf dem aktuellsten technischen Stand, und mit einem Klick kann man sich dermaßen viel Ärger einhandeln, dass sich das bisschen befriedigte Neugier nicht lohnt. Niemals auf einen Link in einer Spam klicken, wenn man nicht ein besonders gesichertes System hat. Eine so genannte „personal firewall“ und ein aktueller Virenchecker machen noch kein besonders gesichertes System. Wer nicht weiß, mit welchen Vorkehrungen ein Rechner leidlich dicht zu kriegen ist, der sollte nicht in einer Spam herumklicken.

nachtwaechter, Alena (status-online) invites you for chat

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Oh, und das, obwohl ich nirgends angemeldet bin. Dafür muss die aber ein gehöriges Mitteilungsbedürfnis haben, denn der gleiche Text – notdürftig personalisiert, indem die paar Buchstaben vor dem @ in der Mailadresse als Anrede verwendet werden – ging hier auf diversen Konten ein. Und nicht nur einmal pro Adresse.

Alena (status-online) sent new message for you.

Eine angebliche Alena hat irgendwo den Status „online“, aber wo das sein soll, spielt keine Rolle. Der Empfänger – bevorzugt männlich und mit gut durchblutetem Schwellkörper, damit der Denkmuskel nicht ganz so viel abbekommt – soll einfach glauben, dass das eine persönliche Nachricht ist und dass da irgendwo ein Weiblein wartet und unbedingt chatten will. Und nicht chatten…

Dear nachtwaechter, Alena changed photos and waiting you for chat.

…nein, die hat auch gerade ein paar neue Lechzbilder hochgeladen. Nur meinen Namen kennt sie nicht, und nicht einmal den Nick, den ich an so vielen Stellen verwende, außer in meinen Mailadressen.

Here it is new message for you: click here <http://dating.sexbeerblyad.ru>

Und statt dass jetzt einfach die gewiss geile Nachricht in die Mail reingeklöppelt wird, soll ich auf einen komischen Link klicken, der zu einer vorgeblichen russischen Dating-Site geht. Auf der Startseite könnte ich mich gleich registrieren, natürlich mit Name und Mailadresse und so weiter…

Aber nein, das ist gar nicht die tiefere Absicht dahinter. So sieht das nur bei Leuten aus, die JavaScript abgeschaltet haben, so wie ich das immer tue, wenn ich mir die Dreckssites der Spammer anschaue. Mit eingeschaltetem JavaScript wäre ich nämlich sofort auf eine andere tolle Website weitergeleitet worden, die jetzt, einige Stunden später, leider nicht mehr existiert – ich nehme mal an, dass auch in Russland Betrug strafbar ist und dass der dortige Hosting-Provider deshalb den Sondermüll erstmal in seinen Giftschrank gelegt hat.

Für jemanden wie mich ist noch ein toller Link auf der Weiterleitungsseite gelegt, ganz unten, verlinkt auf den Namen des angeblichen Anbieters. Natürlich mit einer hübschen Affilate-ID drin. Und der führt auf diese tolle Seite:

Ruby Royal Casino

[Einige über JavaScript dargestellte Elemente sind im Screenshot nicht sichtbar. Ich hatte einfach keine Lust auf die übliche Maßnahme, mir so etwas mit einer Wegwerf-Installation anzuschauen, die ich im Zweifelsfall mit einem Image der Partition wiederherstellen kann. Aber so viel kann ich sagen: Der „Jackpot“ wird hier mal wieder über JavaScript hochgezählt, damit es auch nach ständig wachsenden Geldbergen aussieht. Und zwar ohne jede Abfrage beim angeblichen „Casino“. Wenn man einen Reload macht, landet man wieder beim gleichen Startbetrag. Aber die Deppen, die so doof sind, dass sie irgendwelche beliebig manipulierbaren und völlig unkontrollierten Glücksspiele mitmachen, die sind auch zu doof, um es zu bemerken, wenn die Stümperei der Spamidioten mit dem Zaunpfahl winkt.]

Klar, wenn man schon kein Glück mit dem Dating hat, denn kann man es ja mal mit Zocken versuchen. Ob ein derartig wirr präsentierter Versuch wohl einen Erfolg haben wird? Ich befürchte, er wird.

Katya 21y.o, new message for you

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Diese „Katya“ mit ihren diversen Absenderadressen gibt es auch in der Geschmacksrichtung „Julia“, mit ansonsten gleichem Text.

My best wishes to you!
I am Katya, 21 y.o,
I am looking for man to have a strong family.
And you?

Hey, Katya!

Eigentlich will ich ja einfach nur meine Ruhe haben und E-Mail ganz einfach nur zum Kommunizieren mit Menschen nutzen. Aber dann gibt es solche Gestalten wie „dich“, die mir ihre besten Wünsche gleich gefühlt hundert Mal an einem Tag in den Briefkasten stecken wollen. Du musst es wirklich sehr nötig haben, einen Stecher zu finden. Leider habe ich immer noch zu viel Mitgefühl, um es dir so hart geben zu können, wie du es brauchst. Und dein toller Vorschlag…

I am online now, let`s chat?
my profile and new photos are HERE

…dass wir doch chatten könnten, ist ein bisschen sinnlos, wenn du keinen IRC-Server und keinen Channel angibst. Deine Fotos sind auch total gut untergebracht. Eine Website mit der Adresse fuckmyrussianwifes (punkt) ru gibt doch gleich den richtigen Eindruck von den „Familienwerten“, nach denen du angeblich Ausschau hältst. Und dass da ein GET-Parameter idAff mit dem Wert 127 dranhängt, dass du hingespammte, angebliche Frau zu nichts weiter dienst als dazu, irgendwelchen kriminellen Spammern ordentlich Affiliate-Klickgroschen in die Tasche zu schaufeln, zeigt, welche Werte dich wirklich interessieren.

Note! New free services! check info at the site!
to unsubscribe- reply with „delete“

Den eventuellen Inhaber der diversen gefälschten Absender-Adressen kann ich nur wünschen, dass kein Empfänger dieser Drecksspam auf die Idee kommt, diese wie hier vorgeschlagen zu beantworten. In diesem „Abmeldevorgang“ zeigt sich ganz deutlich, was für ein widerliches, asoziales Pack diese Drecksmails auf das Internet loslässt. Es ist den Verbrechern, die diese Spam in die Welt setzen, völlig egal, wenn die Postfächer irgendwelcher anderer Leute unter der Last solcher „Abmeldemails“ zusammenbrechen.

kisses, Administrator Elena

Geht bitte ganz schnell und qualvoll sterben!

Chatteinladung von Natascha

Montag, 22. März 2010

Huch, ich kenne doch gar keine Natascha, und wenn ich irgendwie chatte, denn über gutes, altes IRC und nicht über diesen Dreck, der irgendwelche „Einladungen“ verschickt. Mal lesen…

Hallo Se haben eine Chatteinladung von Natascha erhalten.

http://dongphuongyquan.com/chat/chateingang/

Die ist aber kurz angebunden, die Natascha. Nicht nur, dass sie mich „einlädt“, ohne mich zu kennen oder beim Namen anzusprechen. Da chattet auch keiner, da wird nur über JavaScript ein IFRAME eingebunden, und dann werden ein paar typische Cracks versucht, die einem Windows-Benutzer das Leben so richtig vergällen können. Vielleicht sieht es für einen Windows-Benutzer sogar ein bisschen wie ein Chat aus, was da läuft.

Klicke nie auf einen Link in einer Spam! Und lass dich niemals zu irgendwelchen „Chats“ einladen – gechattet wird im IRC oder meinetwegen bei einem IM-Anbieter.