Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Schlagwortarchiv „Apple“

Macbook Pro for $142.33

Sonntag, 18. Dezember 2011

This auction site is better than ebay. Quit paying retail for electronics…
http://uvurtxx.kvarvakia.info/ [ID entfernt]

Aber so viel besser als EBay und überhaupt als alles andere im bekannten Universum! Und das Beste daran: Ohne Spam wüsste das niemand! Weil ja jeder so viel von diesem lästigen Geld rumliegen hat, dass er darauf verzichtet, preiswert einzukaufen. So ein MacBook Pro von Apple kostet zurzeit in der kleinsten Ausführung knapp 1.150 Euro, das gibt doch jeder gern aus. Was soll man denn auch mit einer Einsparung von über tausend Euro anfangen? Deshalb spricht sich das auch nicht herum. Außer über kriminelle und asoziale Spam. Ihr werdet bestimmt noch ganz großen Zeiten entgegengehen… außer vielleicht, jemand steckt euch hinter schwedische Gardinen. Denn dort gehört ihr besonders billigen Betrüger hin.

Ende Sarkasmus

Click below to stop receiving emails from dealfun
http://uvurtxx.kvarvakia.info/ [ID entfernt]

Click this link to unsubscribe:
http://uvurtxx.kvarvakia.info/ [ID entfernt]

Und wer noch mehr von euren witzigen Betrugsversuchen haben will, kann einfach auf einen Link klicken, an dem eine schöne lange ID dranhängt, mit der ihr ihn identifizieren könnt. So hört die Langeweile im Postfach auf, und die gewünschte Kommunikation wird immer wieder durch realsatirisch stümperhafte Idioten unterbrochen. Deshalb nennt ihr euren Betrug ja auch „dealfun“ – nur eine dazu passende Domain könnt ihr vermutlich nicht mehr benutzen, weil die durch keinen Spamfilter dieser Welt mehr durchkommt. Zu so einer tollen Möglichkeit kann doch keiner „Nein“ sagen…

5130-652 Apple AppStore Order Notice

Mittwoch, 14. April 2010

Aha, die Phisher haben scheinbar eine neue Opfergruppe gefunden, nämlich Leute, die sich diverse Apple-Geräte mit diesem bevormundenden und enteignenden Konzept der „Apps“ anstelle einer freien Wahl der Software haben aufschwatzen lassen. Klar, wer so blind glaubt, dass alles gut ist, was mit dem aufdringlichen Ton der Schleichwerbung durch die ganze Breite der Medien gezogen wird, der ist vielleicht auch gläubig, wenn er eine Spam kriegt. Da könnte es schon sein, dass diese Verbrecher mit ihrer gefälschten Absenderadresse app (strich) store (at) apple (punkt) com einen gewissen Erfolg haben – und dass Leute, die bereit sind, die von Apple als „Gadgets“ vermarkteten Beglückungsideen ihrem Dasein hinzuzufügen, eben auch dazu bereit sind, irgendwelche Anmeldedaten auf einer obskuren Website einzugeben, die in einer derartigen Phishing-Mail verlinkt wird. Ich hoffe allerdings, dass bei diesem hingestümperten Versuch niemand so blöd sein wird:

Apple Store
Call 1-800-MY-APPLE

Ja ja, kommt voll „von Apple“, diese Mail… :mrgreen:

[Eigentlich überflüssig, das zu erwähnen. Aber es sei hier trotzdem ganz deutlich gesagt: Apple hat mit dieser Spam nichts zu tun, der Absender ist gefälscht und die Mail wurde über einen kriminell übernommenen Heimrechner versendet. Ich habe wirklich keine gute Meinung von den jüngeren Apple-Produkten, aber ich kann zumindest das eine völlig sicher zusagen: Apple spammt nicht. Übrigens kann jeder seinen eigenen Rechner zu einem Zombie-Rechner der Spam-Mafia machen. Alles, was man dafür tun muss, ist immer wieder einmal in Spams herumklicken. Leider tun das auch viele.]

#20-64727
Order Info

Schon klar, „Apple“ hat also keine bessere Möglichkeit, seine Kunden anzusprechen. Nur so eine beziehungslose Drecksnummer. „Apple“ hat halt kein Interesse an Kunden.

Wie soll so es ein Phisher auch anders machen, wenn er seine betrügerischen Dreckstexte für ein Millionenpublikum schreibt. Er kann ja niemanden persönlich ansprechen, also muss er schnell zu Sache kommen und einen unpersönlichen Ton pflegen.

Der Link geht natürlich auch nicht zu Apple, sondern auf die russische Domain region (strich) hcru (punkt) 39 (punkt) com1 (punkt) ru. Dort bekommt man nach seinem dummen Klick in die Mail auch gewiss die Möglichkeit, sich entweder so richtig gute Schadsoftware runterzuladen; oder aber seine Bankdaten, seine PayPal-Zugangsdaten oder seine Kreditkartennummer zusammen mit ein paar persönlichen Angaben zu hinterlegen; oder vielleicht auch die Möglichkeit, eine Rechnung online zu bezahlen; oder zur Abwechslung vielleicht auch mal wieder auch alles zusammen. Anschauen wollte ich mir das wirklich nicht. Und ich würde niemanden, der nicht gerade ein besonders gesichertes System zur Verfügung hat, empfehlen, solche Dreckssites anzuschauen.

[Ein „besonders gesichertes System“ entsteht nicht schon durch den Einsatz eines Virenscanners und einer so genannten „personal firewall“. Wer nicht weiß, wie man ein „besonders gesichertes System“ aufsetzt, sollte gar nicht erst darüber nachdenken, sich die mit Spam angepriesenen Websites anzuschauen!]

You can also contact Apple Store Customer Service or visit online for more information.

Das sähe ja irgendwie überzeugender aus, wenn da ein paar Kontaktdaten und ein Link gewesen wären. Aber warum sollen sich spammende Betrüger Mühe mit ihren Strunztexten geben; ein paar Opfer kommen ja auch ohne diese Mühe in den „Genuss“, betrogen zu werden.

Visit the Apple Online Store to purchase Apple hardware, software, and third-party accessories.
Copyright 2010 Apple Inc. All rights reserved.

Klar doch, und so etwas würde die richtige Firma namens Apple nicht verlinken? Einfach, weil die gar keine Apps verkaufen wollen? Mann, wenn ihr schon so eine Nummer versucht, ihr Idioten, denn macht es wenigstens ein bisschen besser.

Und natürlich noch der obligatorische Copyright-Hinweis, als ob dieses Stümperei dadurch schon glaubwürdiger aussähe. Aber immer doch! Alle Rechte vorbehalten, und ich zittere jetzt schon vor Angst, weil ich diese Drecksspam einfach so veröffentliche.

DHL Services. Please Get Your Parcel NR.01107

Mittwoch, 4. November 2009

ALARM! – Dies ist ein Versuch, arglosen Internet-Nutzern Schadsoftware unterzujubeln. Auf keinen Fall die Datei im gezippten Anhang öffnen!

Die im Folgenden zitierte Mail gibt vor, von einem gewissen „Manager Lenny Bateman“ zu stammen, der die gefälschte Absenderadresse shipping (at) dhl-usa.com verwendet. DHL hat mit dieser Mail nichts zu tun. Versendet wurde die Mail über den mutmaßlich gekaperten oder ausgetricksten Server mail (dot) reservieren (dot) com. Meine Lust, dieser Sache ganz genau nachzugehen, ist zurzeit Null, aber die Warnung hier muss sein.

Hello!

The courier company was not able to deliver your parcel by your address.
Cause: Error in shipping address.

Wir wollten dir zwar ein Päckchen liefern, aber obwohl da wohl irgendein Empfänger draufstanden haben muss, kennen wir deinen Namen nicht und können dich nur mit „Hello“ anreden. Dafür kennen wir aber deine Mailadresse, denn Mailadressen haben wir kriminellen Spammer millionenfach.

You may pickup the parcel at our post office personaly!

Parcel: Apple iMac MA877LL

Als widerwärtige, kriminelle Spammer wissen wir natürlich auch, dass man Mäuse mit Speck fängt. Also behaupten wir einfach, dass da ein hübsches Computerchen drin steckt; so eines mit einem Apfel drauf, das viele Deppen da draußen gern hätten. Und dass man sich dieses Ding mit einem Apfel drauf jetzt einfach abholen könnte. Wir glauben übrigens auch, dass Leute, die unbedingt so ein Ding mit einem Apfel drauf haben wollen, dumm genug sind, um uns diese total windige Geschichte abzukaufen.

Attention!
The shipping label is attached to this e-mail.
Print this label to get this package at our post office.

Denn genau diese Leute kommen auf die Idee, in einer Spam rumzuklicken, wenn sie einen Apfel vor ihren Augen sehen. Davon kriegen sie zwar keinen Apfel, aber dafür kriegt ihr Rechner Wurmbefall.

Please do not reply to this e-mail, it is an unmonitored mailbox!

Bitte nicht die Mail beantworten, denn der Absender ist gefälscht. Wer weiß, womöglich sorgt sonst DHL noch für Aufklärung. Das wäre doch wirklich nicht wünschenswert für uns Verbrecher.

Thank you,
DHL Global Forwarding Services.

Diese Spam wurde automatisch erstellt und kommt wie immer ohne Anrede und Unterschrift.

An der Mail hängt ein entzückendes ZIP-Archiv mit dem Namen
DHL_package_label_13138.zip,
und in diesem ZIP-Archiv befindet sich genau eine Datei mit dem Namen
DHL_package_label_13138.exe.

Um es auch für den Dümmsten ganz klar zu sagen: Das ist kein Dokument, das man sich irgendwie anschauen könnte, das ist eine ausführbare Datei für Microsoft Windows, das ist Programmcode von kriminellen Spammern. Ich habe hier kein Windows, aber ich bin mir sicher, dass das Icon für dieses Programm den Eindruck erwecken wird, es handele sich um ein Dokument. Da die meisten Windows-Nutzer die Dateinamenserweiterung nicht anzeigen lassen, können sie den Schwindel nicht bemerken und wiegen sich in falscher Sicherheit, wenn sie auf die vermeintliche Datei klicken – sei es, weil sie einen niemals bestellten Computer mit einem Apfel drauf haben wollen, sei es, weil sie einfach nur neugierig sind.

Ich weiß nicht, was dieses Stück Software von kriminellen Arschlöchern tun wird, aber ich glaube nicht, dass es nach dieser Lugnummer irgendetwas sein wird, was sich ein Mensch wünschen könnte. Typischerweise laden solche relativ kleinen Dateien (68,5 KiB) eine ganze Reihe aktueller Schadsoftware aus dem Internet nach. Wenn man den Dreck erst auf seinem Rechner hat, ist es zu spät. Das Adressbuch der Mailsoftware wird an Spammer gesendet (der ganze Freundeskreis und alle eventuellen Geschäftspartner werden dafür dankbar sein!), persönliche Daten aller Art gleich hinterher, Passwörter für alles mögliche werden abgehört und diverse Accounts damit hochkriminellen Spammern zugänglich gemacht, die Online-Kontoführung wird manipuliert und der Rechner auf dem Schreibtisch ist zu einem Rechner anderer Leute geworden, zu einem Gerät, das von einer asozialen, widerlichen Bande beliebig benutzt werden kann.

Und wehe dem, der sich blind auf installierte Sicherheitssoftware wie eine so genannte „Personal Firewall“ oder einen „Virenscanner“ verlässt! Die Verbrecher sind regelmäßig etwas aktueller, und diese ein bis zwei Tage Vorsprung können fatale Folgen haben, wenn man sich am Computer wie ein Idiot aufführt.

Den Sondermüll bitte sofort löschen!