Unser täglich Spam

Aus dem Internet frisch auf den Tisch. Köstlich und aromatisch.


Jemand hat sich bei Ihrem Konto angemeldet. Du musst handeln.

Samstag, 13. Juli 2019, 15:28 Uhr

Auf gar keinen Fall bezahlen! Die erpresserische Spam ist ein Bluff. Der Spammer hat nichts. Er hat weder meine Mails (sonst könnte er mich auch persönlicher ansprechen), noch hat er irgendwelche Videos (denn ich habe keine Kamera am Computer). Einfach die Spam löschen und wieder den angenehmeren Dingen am Internet zuwenden! 😉

Dass die eigene Mailadresse als Absender drinsteht, hat keine Bedeutung. Man kann jede beliebige Mailadresse als Absender eintragen – ganz genau so, wie man auf einen Briefumschlag jeden beliebigen Absender schreiben könnte. Das ändert nichts beim Transport des Briefes oder der E-Mail. Natürlich würden die meisten fühlenden und denkenden Menschen niemals auf die Idee kommen. Verbrecher, Spammer und Geschmeiß fälschen immer den Absender.

Wer mir das alles nicht glaubt oder wer auch nur ein paar Restzweifel und Ängste hat, weil ich ja nur ein „dahergelaufener Blogger“ bin, der im geduldigen Internet alles behaupten könnte, frage bitte einfach bei der Polizei! Allein ich habe diesen Müll heute drei Mal auf verschiedenen Mailadressen. Jede Polizeiwache wird ein Lied davon singen können, dass hier ein dummer, unpersönlicher, aber einschüchternd formulierter Standardtext mit einer völlig substanzlosen Erpressung millionenfach abgesendet wurde. Auf gar keinen Fall diesem Halunken Geld geben! Mit Geld kann man viel schönere Dinge anfangen, als irgendwelchen Kriminellen ihren verfeinerten Lebensstil zu finanzieren.

Ich gebe diese Spam – trotz meines „Juckreizes“ beim Lesen – einfach unkommentiert wieder (allerdings habe ich im Zitat die Bitcoin-Adresse unkenntlich gemacht). Wer einen heiteren und hoffentlich vollständig beruhigenden Kommentar zu einem derartigen Erpressungsversuch lesen möchte, lese einfach die kommentierte Spam vom 11. Januar dieses Jahres. Natürlich habe ich immer noch keine Kamera an meinem Computer. Und immer noch „aus Gründen“. 😉

Hallo, sehr geehrter Nutzer von tamagothi.de

Wir haben eine RAT-Software in Ihrem Gerät installiert.
In diesem Moment wird auch dein E-Mail-Konto gehackt.
Ich kenne dein Passwort. Ich habe mich bei deinem Konto angemeldet und diesen Brief von dort aus an dich geschrieben.

Haben Sie Ihr Passwort geändert? Du machst das großartig!
Aber meine Software erkennt jede solche Aktion. Ich aktualisiere die Passwörter! Ich bin immer einen Schritt voraus…

Also.. Ich habe alle vertraulichen Informationen von Ihrem System heruntergeladen und habe weitere Beweise erhalten.
Der interessanteste Moment, den ich entdeckt habe, sind Videoaufnahmen, in denen man masturbiert.

Ich habe die EternalBlue Exploit Nachrüstung auf der Pornoseite veröffentlicht, und dann hast du meinen bösartigen Code (Trojaner) auf deinem Betriebssystem installiert.
Als du auf die Schaltfläche Play on porn video geklickt hast, wurde in diesem Moment mein Trojaner auf dein Gerät heruntergeladen.
Nach der Installation nimmt Ihre Frontkamera jedes Mal, wenn Sie masturbieren, Video auf, außerdem wird die Software mit dem von Ihnen gewählten Video synchronisiert.

Im Moment hat die Software alle Ihre Kontaktinformationen aus sozialen Netzwerken und E-Mail-Adressen gespeichert.
Wenn Sie alle Ihre gesammelten Daten und Videos löschen müssen, senden Sie mir 300€ in BTC (Krypto-Währung).

Dies ist meine Bitcoin Geldbörse: 1GtdpkxN7izueE1696LQUSRB72xxxxxxxx
Du hast 48 Stunden Zeit, nachdem du diesen Brief gelesen hast.

Nach Ihrer Transaktion werde ich alle Ihre Daten löschen.
Andernfalls werde ich ein Video mit Ihren „Streiche“ an alle Ihre Kollegen, Freunde und Verwandten schicken.

P.S. Ich bitte Sie, nicht auf diese E-Mail zu antworten, dies ist unmöglich (die Adresse des Absenders ist Ihre eigene Adresse).

Und von nun an seid vorsichtiger!
Bitte besuchen Sie nur sichere Seiten!
Tschüss..

Gesehen. Gelacht. Gelöscht. Geld gespart. 💡

3 Kommentare für Jemand hat sich bei Ihrem Konto angemeldet. Du musst handeln.

  1. Freddy sagt:

    So eine fiese Spam ist eher an die Kollegen gerichtet, die in den Social Network alle ihre persönlichen Daten „sicher“ verteilt haben. Aber der Spammer ist eine hohle Nuß. Viel schreiben ohne was zu sagen zu haben, ist eher amüsant als das Angst aufkommt.

    [ .. ihr Konto wurde gehackt .. wird von Dritten benutzt .. blah .. blah]

    Solche lästigen E-Mail bekomme ich von Google jedesmal, wenn ich meine Konto Einstellungen überprüfe. Dann heißt es: „Waren Sie das? JA ODER NEIN“

    Offenbar ist die Spionage Engineering von Google nicht in der Lage mich und mein benutztes Gerät eindeutig zu identifizieren. Naja ich ändere von Zeit zu Zeit die zu spionierenden Daten, weil ich weiß wie dilettantisch geschnüffelt wird.

    Man sollte sich nicht allein auf seine Schutztools verlassen. Ich benutze keine und den Spionage Virenscanner habe ich längst gelöscht. Es schadet nicht zusätzlich die Geräte IDs zu ändern, aber Vorsicht das ist nichts für Anfänger. Ich habe früher Beruflich BIOS & Co geändert, aktualisiert, geflasht.

    Beim Wischfon ist das lustiger Weise gar nicht nötig, bei meiner Gurke kann ich das einfach ausschalten, ich bin ja nicht im Social Network, das bei mir nicht geht, weil man bei mir nicht schnüffeln kann. Die kriegen von mir nur, was ich will. Das reicht offensichtlich nicht und schon wird die Unseriösität deutlich. Ein Ärgernis das auf vielen Blogger und sonstigen Seiten auftritt.

    Ich finde es beklagenswert das es keine vernünftige Adresse gibt, wo man solche schrägen E-Mail weiterleiten kann. Naja Fachleute die wirklich mal was tun bei der Polizei, müssen wohl erst noch importiert werden. Die Internet Abteilung ist ja ausgelastet mit dem Staatsfeind Nummer Eins, der es gewagt hat, sich ein Liedchen herunter zu laden. (lach). Wenn sie bei unseren Anliegen nur auch mal so eifrig wären.

  2. R.M. sagt:

    Nach der Installation nimmt Ihre Frontkamera jedes Mal, wenn Sie masturbieren, Video auf …

    Mein Monitor verfügt nicht einmal über eine Kamera! Hahaha!

    • Anscheinend haben inzwischen genügend persönlich genutzte Rechner eine ständig glotzende Kamera, dass sich die Masche lohnt.

      Mein Tipp für Klapprechner mit Kamera: Ein Streifen Isolierband. 😉

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